Hund im Rasseprofil

Whippet

Der Whippet ist ein eleganter, mittelgroßer Windhund, der für Schnelligkeit, Ausdauer und ein freundliches Wesen geschätzt wird. Er verbindet athletische Leistungsfähigkeit mit einem meist ruhigen und anhänglichen Verhalten im Haus.

AnhänglichJagdlich motiviertRuhig im hausSanftSchnellSensibel
Ein Whippet trainiert mit seinem Besitzer auf einem Hundeplatz über eine kleine Hürde, während die Sonne klar scheint.
Gemeinsames Training stärkt bei einem Whippet Beweglichkeit, Konzentration und Bindung zum Besitzer.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Großbritannien

Größe

Mittel

Schulterhöhe

44-51 cm

Gewicht

9-16 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Schwarz, Weiß, Blau, Rot, Falb, Gestromt, Sandfarben, Scheckung in verschiedenen Kombinationen

FCI-Gruppe

Gruppe 10

FCI-Standard

Nr. 162

Seltenheitsgrad

Mittel

Bilder von Whippet

Ein Whippet wird in einer hellen Wohnung sanft gebürstet, während sich der Besitzer liebevoll um die Fellpflege kümmert.
Regelmäßige Pflege unterstützt die Gesundheit und das Wohlbefinden des Whippets im Alltag.
Ein entspannter Whippet sitzt daneben seinem glücklichen Besitzer in einer modernen Wohnung.
Der Whippet und sein Halter genießen eine friedliche gemeinsame Zeit in ihrer hellen Wohnung.
Ein freundlicher Whippet liegt entspannt neben einem Kind im hellen Wohnzimmer, während die Eltern im Hintergrund eine sichere Familienatmosphäre schaffen.
Ein ruhiger Whippet in vertrauter Umgebung steht sinnbildlich für das enge Zusammenleben von Hund und Familie.

Charakter

Der Whippet ist ein meist sanfter, sensibler und im Haus oft ruhiger Hund mit ausgeprägter Schnelligkeit und sichtbarem Hetztrieb. Er gilt häufig als freundlich und anhänglich, braucht aber neben Bewegung auch eine feinfühlige, konsequente Erziehung.

AnhänglichJagdlich motiviertRuhig im hausSanftSchnellSensibel
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit2/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Mit positiver Verstärkung und ruhiger Konsequenz meist gut beeinflussbar, aber nicht in jeder Situation stark führig. Der Whippet lernt oft schnell, kann jedoch bei Jagdreizen oder spannenden Umweltreizen eigene Entscheidungen treffen. Druck, Härte oder grobe Korrekturen verschlechtern bei vielen Vertretern die Zusammenarbeit.

Wachtrieb

Eher gering ausgeprägt. Whippets melden Ungewöhnliches teils kurz, sind aber in der Regel keine stark territorialen oder durchsetzungsfreudigen Wachhunde.

Jagdtrieb

Oft deutlich vorhanden. Als Sichtjäger reagiert der Whippet besonders auf schnelle Bewegungen von Wild oder kleinen Tieren. Ein verlässlicher Rückruf unter Ablenkung muss sorgfältig aufgebaut werden; Freilauf ist nicht überall risikolos möglich.

Alleinbleiben

Kann mit behutsamem Training häufig gelernt werden, sollte aber langsam aufgebaut werden. Viele Whippets sind menschenbezogen und nicht automatisch gern lange allein. Umfang, Dauer und Erfolg hängen stark von Gewöhnung, Tagesauslastung und individuellem Temperament ab.

Viele Whippets sind im Alltag angenehm und anpassungsfähig, reagieren jedoch sensibel auf harte Behandlung und können bei sich schnell bewegenden Reizen spontan Jagdverhalten zeigen. Individuelle Unterschiede in Temperament, Umweltgewöhnung und Frustrationstoleranz sind deutlich zu beachten.

Alltag & Haltung

Familie

Oft gut als Familienhund geeignet, wenn Rückzugsmöglichkeiten, ein ruhiger Umgang und passende Auslastung geboten werden. Durch seine meist freundliche und eher sanfte Art passt er häufig in harmonische Haushalte. Bei sehr wildem oder dauerhaft lautem Familienalltag kann seine Sensibilität jedoch eine Herausforderung sein.

Wohnung

Ja

Anfänger

Bedingt geeignet. Für motivierte Anfänger mit Bereitschaft zu Rückruftraining, jagdtriebgerechter Sicherung und sanfter Erziehung kann der Whippet gut passen. Weniger geeignet ist er für Halter, die einen jederzeit frei laufenden, stark gehorsamsorientierten oder robust unempfindlichen Hund erwarten.

Bewegungsbedarf

Mittel bis erhöht. Viele Whippets sind zuhause angenehm ruhig, benötigen aber regelmäßige Spaziergänge, freie Sprintmöglichkeiten in sicherem Rahmen und geistige Beschäftigung ohne Überforderung. Reine Kurzrunden reichen meist nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Eher mäßig bis gut, solange Belastung angepasst wird. Wegen hoher Aktivität und dünner Haut sollte intensive Bewegung bei Sommerhitze begrenzt und auf Schatten, Wasser und Pausen geachtet werden.

Kälteverträglichkeit

Eher gering. Durch kurzes Fell, wenig Unterwolle und schlanken Körperbau frieren viele Whippets bei Nässe, Wind und niedrigen Temperaturen schnell. Schutz durch Mantel und angepasste Aufenthaltsdauer ist oft sinnvoll.

Reisetauglichkeit

Oft gut, wenn der Hund früh an Auto, Transportbox, unterschiedliche Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt wird. Seine sensible Art kann bei hektischen oder sehr lauten Reisen jedoch zu Stress führen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, eher zurückhaltend bis offen und oft eng auf Bezugspersonen bezogen. Gegenüber Fremden sind viele Whippets nicht aggressiv, aber teils reserviert oder abwartend.

Kinder

Bei respektvollem Umgang oft gut verträglich, besonders in ruhigen Familien. Wichtig sind angeleitete Kontakte, Rückzugsmöglichkeiten und ein Verständnis dafür, dass der sensible Hund grobes Bedrängen nicht automatisch gelassen hinnimmt.

Andere Hunde

Häufig sozial und gut verträglich mit Artgenossen, besonders bei passender Sozialisierung. Im Spiel können Tempo und Hetzverhalten jedoch sehr dynamisch sein; nicht jeder Hund mag diese Art.

Pflege

Pflegeart

Kurzhaar

Pflegeintervall

wöchentlich

Fellpflege

Gering

Haaren

Gering

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering

  • Fell mit weicher Bürste oder Pflegehandschuh ausbürsten
  • Haut auf Reizungen oder kleine Verletzungen kontrollieren
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Zähne regelmäßig putzen
  • Das kurze Fell ist pflegeleicht, die feine Haut sollte jedoch schonend behandelt werden.
  • Wegen der oft schnellen Krallenabnutzungskontrolle sollten besonders die Afterkrallen beachtet werden, falls vorhanden.
  • Whippets können empfindlich auf Kälte reagieren; nach nassem oder kaltem Wetter gut abtrocknen.
HundezahnbürsteKrallenzangeOhrenreiniger für HundePflegehandschuhWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, hochwertige Ernährung achten, die zum schlanken Körperbau und Aktivitätsniveau des Whippets passt. Futtermenge an Alter, Gewicht und Bewegung anpassen und Leckerlis in die Tagesration einrechnen. Nach intensiver Bewegung und direkt vor schnellen Laufeinheiten größere Mahlzeiten vermeiden.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
10 kgAktiv640 kcal
10 kgInaktiv430 kcal
10 kgNormal520 kcal
13 kgAktiv770 kcal
13 kgInaktiv510 kcal
13 kgNormal620 kcal
16 kgAktiv900 kcal
16 kgInaktiv600 kcal
16 kgNormal740 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Impulskontroll- und Rückruftraining
  • intelligente, kurze Trainingseinheiten mit positiver Verstärkung
  • kurze, sichere Sprints in eingezäuntem Bereich
  • Suchspiele mit Futter oder Spielzeug
  • tägliche Spaziergänge mit Gelegenheit zum zügigen Laufen

Passende Aktivitäten

Canicross in moderatem UmfangCoursingLongierenRennbahntraining

Geschichte des Whippets

Der Whippet entstand in Großbritannien als kleinerer Windhund für die Jagd auf Sicht und später auch für Rennveranstaltungen. Er wurde vor allem im 19. Jahrhundert in England gezielt gezüchtet und galt als schneller, wendiger Hund der Arbeiterklasse. Vermutlich flossen kleine Greyhounds sowie andere geeignete Hunde in die Entwicklung ein. Mit der Zeit etablierte sich der Whippet sowohl als Renn- und Coursinghund als auch als beliebter Begleit- und Ausstellungshund. Heute ist er international als eigenständige Windhundrasse anerkannt.

  1. 1891

    Der Whippet wurde vom britischen Kennel Club anerkannt.

  2. 1955

    Die FCI anerkannte den Whippet offiziell und führte ihn in Gruppe 10 der Windhunde.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Whippet gilt insgesamt als eher robuste und leistungsfähige Hunderasse. Rassetypisch können jedoch einige Risiken im Bereich Herz, Augen, Bewegungsapparat und Haut auftreten. Aufgrund des schlanken Körperbaus, des geringen Fettanteils und der feinen Haut können zudem besondere Anforderungen an Haltung, Belastung und Schutz vor Witterung bestehen.

Whippets erreichen häufig ein gutes bis hohes Lebensalter. Bei bedarfsgerechter Bewegung, ausgewogener Ernährung, angepasster Vorsorge und früher Abklärung auffälliger Veränderungen bestehen oft gute Voraussetzungen für eine lange Lebensspanne.

Herzrhythmusstörungen und andere Herzauffälligkeiten

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei Whippets werden vereinzelt Herzauffälligkeiten beschrieben, darunter auch Veränderungen des Herzrhythmus. Das Risiko ist nicht bei jedem Tier gleich ausgeprägt, sollte aber im Rahmen der Vorsorge beachtet werden.

Prävention: Regelmäßige tierärztliche Kontrollen, insbesondere bei Leistungsabfall, Husten, Schwäche oder ungewohnter Belastungsintoleranz, sowie herzbezogene Abklärung bei auffälligem Befund.

Augenveränderungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Für die Rasse werden verschiedene mögliche erblich beeinflusste Augenveränderungen diskutiert. Diese können in Ausprägung und Relevanz unterschiedlich sein und sollten vorsorglich beobachtet werden.

Prävention: Regelmäßige Augenuntersuchungen, insbesondere in der Zucht und bei auffälligem Sehvermögen, sowie frühe tierärztliche Abklärung von Rötung, Unsicherheit oder vermehrtem Blinzeln.

Muskuloskelettale Verletzungen und Überlastungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch Schnelligkeit, Sprungkraft und sportliche Nutzung können bei Whippets Zerrungen, Verstauchungen oder andere Überlastungen des Bewegungsapparats auftreten. Das Risiko hängt stark von Aktivität, Kondition und Belastungssteuerung ab.

Prävention: Aufwärmphase vor intensiver Bewegung, kontrollierter Muskelaufbau, angepasstes Training, rutschfeste Untergründe und Vermeidung abrupter Überforderung.

Hautverletzungen und Wundanfälligkeit

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Die feine Haut und der geringe Fettanteil können dazu beitragen, dass kleinere Schürfungen oder Verletzungen leichter entstehen. Meist betrifft dies Alltags- oder Sportaktivitäten.

Prävention: Geeignete Umgebung ohne scharfe Kanten, Schutz bei Kälte und rauem Untergrund sowie zeitnahe Versorgung kleiner Verletzungen.

Empfindlichkeit gegenüber Narkose und bestimmten Medikamenten

HochGenetisches Risiko: Nein

Windhundartige Rassen wie der Whippet können auf einzelne Narkoseverfahren oder Medikamente sensibler reagieren. Dies betrifft vor allem die Planung und Durchführung medizinischer Eingriffe.

Prävention: Vor Eingriffen rassespezifische Besonderheiten mit der Tierarztpraxis besprechen und Dosierung sowie Überwachung individuell abstimmen lassen.

  • Haut
  • Kälte
  • Narkose
  • Überlastung bei Sprint und Sprung
  • Augen bei Routinekontrollen mitbeurteilen lassen und Auffälligkeiten des Sehvermögens zeitnah abklären.
  • Bei sportlicher Auslastung Training, Muskelaufbau und Regeneration tierärztlich oder physiotherapeutisch begleiten lassen, wenn wiederholt Lahmheiten oder Verspannungen auftreten.
  • Hautverletzungen, schlecht heilende Wunden oder wiederkehrende Schürfungen kontrollieren lassen, insbesondere bei aktiven Hunden.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Augenmerk auf Herz-Kreislauf-System und allgemeine Belastbarkeit einplanen.
  • Vor Operationen oder Sedationen auf die windhundtypische Empfindlichkeit gegenüber einzelnen Narkoseprotokollen hinweisen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für Whippets kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Whippet ist ein mittelgroßer, bewegungsfreudiger Hund mit schlankem Körperbau und hoher Laufaktivität. Dadurch können sowohl unfallbedingte Verletzungen als auch Kosten für orthopädische oder chirurgische Behandlungen relevant werden. Zusätzlich kommen rassetypisch je nach Linie und Alter einzelne Herz-, Augen- oder Narkoserisiken in Betracht. Ein Vollschutz kann helfen, Diagnostik und Behandlungen im Alltag breiter abzusichern, während eine OP-Versicherung vor allem größere einmalige Kosten abfedern kann.

  • Auch bei insgesamt robuster Konstitution können einzelne größere Eingriffe zu spürbaren Einmalkosten führen.
  • Bei Windhunden kann die Narkoseplanung besondere Aufmerksamkeit erfordern, was Behandlungen komplexer machen kann.
  • Das hohe Bewegungsniveau kann das Risiko für Verletzungen beim Rennen oder Spielen erhöhen.
  • Je nach Herkunft und Alter können Herz- oder Augenerkrankungen tierärztliche Kontrollen und weitere Untersuchungen nach sich ziehen.
  • Orthopädische Beschwerden oder Weichteilverletzungen können Diagnostik, Schonung und gegebenenfalls operative Maßnahmen erforderlich machen.
  • Augenuntersuchungen und mögliche Folgebehandlungen können je nach Befund zusätzliche Kosten verursachen.
  • Herzdiagnostik kann bei auffälligen Befunden wiederkehrende tierärztliche Ausgaben verursachen.
  • Operationen mit Narkose, Überwachung und Nachbehandlung können als Einzelereignis finanziell stärker ins Gewicht fallen.
  • Orthopädische Abklärungen bei Lahmheit können durch Untersuchung, Bildgebung und Nachsorge kostenintensiv werden.
  • Unfallbedingte Verletzungen an Muskeln, Sehnen oder Gliedmaßen können kurzfristig hohe Behandlungskosten auslösen.
  • Bei aktiven Hunden kann auf Leistungen für Unfallfolgen und Nachbehandlung geachtet werden.
  • Ein Blick auf Bedingungen zu Herz- und Augendiagnostik kann bei dieser Rasse sinnvoll sein.
  • Ein Tarif mit guter OP-Kostenübernahme kann bei verletzungsbedingten Eingriffen besonders relevant sein.
  • Je nach Budget kann ein Vollschutz vorteilhaft sein, wenn auch ambulante Behandlungen und regelmäßige Diagnostik abgesichert werden sollen.
  • Sinnvoll kann eine Absicherung sein, die auch bildgebende Diagnostik vor Operationen oder bei Lahmheiten berücksichtigt.
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