Hund im Rasseprofil

Steirische Bracke

Die Steirische Bracke ist ein österreichischer Laufhund, der vor allem für die Jagd in schwierigem Gelände gezüchtet wurde. Sie gilt als ausdauernd, spurlaut und robust und wird überwiegend jagdlich geführt.

ArbeitsfreudigAusdauerndLoyalMutigNaseorientiertSelbstständig
Ein vitaler Steirische Bracke Hund läuft fröhlich über die grüne Wiese im Park, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Aktive Bewegung und gemeinsame Zeit fördern das Wohlbefinden eines Hundes im Alltag.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Österreich

Größe

Mittel

Schulterhöhe

45-53 cm

Gewicht

15-20 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Rauhaar

Farben

Rot, Falb, Rotgelb

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 62

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Steirische Bracke

Steirische Bracke steht aufmerksam in natürlicher Haltung vor hellem Hintergrund als realistisches Tierportrait.
Die Steirische Bracke wird hier in einer ruhigen, professionellen Aufnahme mit ihrem typischen Körperbau und Fell präsentiert.
Steirische Bracke sitzt ruhig neben ihrem Besitzer am Küchentisch mit Versicherungsunterlagen und Laptop in einer hellen Wohnung.
Ein Hund im Familienalltag: Die Steirische Bracke begleitet ihren Besitzer bei der Prüfung von Unterlagen rund um die Tierkrankenversicherung.
Eine Tierärztin untersucht eine ruhige Steirische Bracke mit dem Stethoskop in einer modernen Tierarztpraxis, während der Besitzer beruhigend danebensteht.
Behutsame Untersuchung eines Hundes in einer hellen Tierarztpraxis mit ruhiger Begleitung durch den Besitzer.

Charakter

Die Steirische Bracke ist ein ausdauernder, mutiger und arbeitsfreudiger Jagdhund mit deutlichem Spürsinn und hoher Eigenständigkeit. Im vertrauten Umfeld zeigt sie sich meist loyal und anhänglich, braucht aber eine klare Führung, viel Bewegung und rassetypisch sinnvolle Beschäftigung.

ArbeitsfreudigAusdauerndLoyalMutigNaseorientiertSelbstständig
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Die Rasse ist grundsätzlich lernfähig, arbeitet aber oft recht selbstständig und jagdlich motiviert. Das Training gelingt in der Regel am besten mit konsequenter, fairer Führung, guter Bindung und abwechslungsreicher Beschäftigung. Für rein beiläufige Erziehung ohne klare Struktur ist sie meist weniger geeignet.

Wachtrieb

Ein klassischer ausgeprägter Schutztrieb steht meist nicht im Vordergrund. Die Steirische Bracke kann aufmerksam auf ihre Umgebung reagieren und Ungewohntes anzeigen, ist jedoch eher jagdlich als territorial motiviert.

Jagdtrieb

Der Jagdtrieb ist in der Regel deutlich ausgeprägt. Wildgerüche, Spurarbeit und Bewegungsreize können sehr attraktiv sein, weshalb Rückruf, Sicherung und kontrollierte Auslastung besonders wichtig sind.

Alleinbleiben

Alleinbleiben sollte langsam aufgebaut werden. Gut ausgelastete und an das Alleinsein gewöhnte Hunde können kurze Zeitspannen oft bewältigen, doch eine langandauernde Unterforderung oder häufiges Alleinsein passt meist nicht gut zu dieser aktiven, arbeitsfreudigen Rasse.

Als klassische Jagdhunderasse ist die Steirische Bracke meist nicht nur bewegungsfreudig, sondern auch sehr nasenorientiert und mit deutlichem Jagdtrieb ausgestattet. Ihre Eignung als Familien- oder Anfängerhund hängt stark von Auslastung, Erziehung, Haltungsform und individuellen Eigenschaften des Hundes ab.

Alltag & Haltung

Familie

Als Familienhund kann die Steirische Bracke funktionieren, wenn sie sehr gut ausgelastet, sinnvoll beschäftigt und konsequent erzogen wird. In einem aktiven, hundeerfahrenen Haushalt mit viel Zeit, Struktur und Verständnis für jagdtypisches Verhalten kann sie sich eng an ihre Menschen binden. Für ruhige Haushalte oder Familien, die einen unkomplizierten, leicht führbaren Hund suchen, ist sie meist weniger passend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Für Anfänger ist die Rasse eher nur eingeschränkt geeignet. Der hohe Bewegungsbedarf, die jagdliche Motivation und ihre teils eigenständige Arbeitsweise verlangen häufig Erfahrung in Training, Management und Auslastung. Sehr engagierte Anfänger mit guter Anleitung können zurechtkommen, pauschal empfehlenswert ist die Rasse für Einsteiger jedoch eher nicht.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Die Steirische Bracke braucht nicht nur viel körperliche Bewegung, sondern auch geistige Beschäftigung, vor allem über Nasenarbeit, Suchaufgaben und strukturierte Aktivitäten. Reine kurze Spaziergänge reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte die Aktivität angepasst werden, da intensive Bewegung und Arbeit in der Hitze belastend sein können. Schatten, Wasser und kühlere Tageszeiten sind wichtig.

Kälteverträglichkeit

Gut. Die Rasse ist für Arbeit im Freien gezüchtet und kommt mit kühleren Bedingungen oft recht ordentlich zurecht, wobei individuelle Unterschiede und Wetterextreme berücksichtigt werden sollten.

Reisetauglichkeit

Mit früher Gewöhnung, ausreichend Bewegungspausen und guter Sicherung kann die Steirische Bracke grundsätzlich reisetauglich sein. Sie ist jedoch meist dann am entspanntesten, wenn ihre Bedürfnisse nach Aktivität, Geruchserkundung und Routine auch unterwegs berücksichtigt werden.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen zeigt sich die Steirische Bracke häufig anhänglich und loyal. Fremden begegnet sie je nach Individuum eher neutral bis zurückhaltend, meist aber nicht unnötig scharf.

Kinder

Mit respektvollen Kindern kann das Zusammenleben gut funktionieren, besonders wenn der Hund gut sozialisiert ist und genügend Rückzugsmöglichkeiten hat. Wegen Energielevel, Eigenständigkeit und möglicher Jagdmotivation sollten Kontakte begleitet und altersgerecht gestaltet werden.

Andere Hunde

Mit Artgenossen ist das Verhalten oft ordentlich, vor allem bei guter Sozialisierung. Sympathie, Erfahrung und Führung spielen aber eine wichtige Rolle, sodass nicht jeder Hund mit jedem problemlos harmoniert.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Stockhaar

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel bis stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell gründlich ausbürsten
  • Hängeohren regelmäßig kontrollieren und sauber halten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Pfoten nach Einsätzen im Gelände prüfen
  • Unterwolle im Fellwechsel entfernen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das wetterfeste Fell sollte meist nur gebürstet und nicht zu häufig gebadet werden.
  • Durch die hängenden Ohren ist eine regelmäßige Ohrkontrolle besonders wichtig.
  • Nach Touren durch Wald und hohes Gras Fell auf Schmutz, Kletten und Parasiten kontrollieren.
HundezahnbürsteKammKrallenschereUnterwollbürsteWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Die Steirische Bracke ist ein ausdauernder, bewegungsfreudiger Hund und profitiert von einer ausgewogenen, bedarfsgerechten Ernährung mit hochwertigem Protein. Die Futtermenge sollte an Alter, Körpergewicht, Kondition und tatsächliche Aktivität angepasst werden. Bei hoher Auslastung kann der Energiebedarf steigen, an ruhigeren Tagen sollte entsprechend weniger gefüttert werden. Leckerlis und Belohnungen sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1100 kcal
18 kgInaktiv700 kcal
18 kgNormal900 kcal
22 kgAktiv1290 kcal
22 kgInaktiv820 kcal
22 kgNormal1050 kcal
26 kgAktiv1470 kcal
26 kgInaktiv930 kcal
26 kgNormal1190 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportieraufgaben mit Bewegung
  • ausgedehnte Spaziergänge in abwechslungsreichem Gelände
  • Gehorsamsarbeit mit klaren Aufgaben
  • kontrollierte Lauf- und Erkundungseinheiten
  • Nasenarbeit und Fährtensuche
  • Suchspiele mit Geruchsunterscheidung

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitLongierenMantrailingWandern

Geschichte der Steirischen Bracke

Die Steirische Bracke, auch Peintinger Bracke genannt, stammt aus Österreich und wurde als widerstandsfähiger Jagdhund für das Berg- und Waldgelände der Steiermark entwickelt. Als wichtiger Begründer der Rasse gilt Karl Peintinger, der im 19. Jahrhundert gezielt mit rauhaarigen Laufhunden züchtete. Ziel war ein spurtreuer, ausdauernder und wetterharter Hund für die Schweiß- und Stöberarbeit. Die Rasse blieb vor allem im jagdlichen Einsatz verbreitet und ist außerhalb ihrer Herkunftsregion vergleichsweise selten. Heute wird sie als spezialisierter Gebrauchshund geschätzt und international durch die FCI anerkannt.

  1. 1870

    Karl Peintinger begann mit dem planmäßigen Aufbau der späteren Steirischen Bracke aus rauhaarigen Jagdhunden.

  2. 1889

    Ein erster Rassestandard für die Steirische Bracke wurde festgelegt.

  3. Die Rasse etablierte sich vor allem in Österreich als spezialisierter Jagdhund für schwieriges Gelände und Nachsuchen.

  4. Die internationale Anerkennung durch die FCI erfolgte für die Rasse als österreichische Bracke.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Steirische Bracke gilt insgesamt als robuste, leistungsfähige Jagdhunderasse. Wie bei mittelgroßen bis größeren, aktiven Hunden können orthopädische Belastungen, Ohrenprobleme durch Hängeohren sowie jagd- und bewegungsbedingte Verletzungen als mögliche Gesundheitsthemen relevant sein. Bei guter Haltung, angemessener Auslastung und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge zeigt die Rasse häufig ein stabiles Gesundheitsbild.

Oft im Bereich von etwa 10 bis 14 Jahren, wobei Kondition, Gewichtskontrolle, Haltungsbedingungen und Vorsorge den Gesundheitsverlauf mit beeinflussen können.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei verschiedenen mittelgroßen bis größeren Lauf- und Jagdhunden kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Dies kann die Beweglichkeit und Belastbarkeit beeinträchtigen.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, angemessenes Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter und eine verantwortungsvolle Zuchtauswahl achten.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch hängende Ohren und den Einsatz im Gelände können Feuchtigkeit, Schmutz und mangelnde Luftzirkulation Ohrprobleme begünstigen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder starker Verschmutzung schonend reinigen und auf ausreichende Belüftung der Ohren achten.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven Hunden dieser Größe können entwicklungs- oder belastungsbedingte Probleme im Ellbogenbereich als mögliches Risiko auftreten.

Prävention: Gleichmäßige Bewegung, Vermeidung von Übergewicht, angepasste Belastung im Wachstum und züchterische Gesundheitskontrollen können unterstützend sein.

Verletzungen des Bewegungsapparats

MittelGenetisches Risiko: Nein

Als ausdauernder Jagdhund kann die Steirische Bracke bei hoher Aktivität ein erhöhtes Risiko für Zerrungen, Verstauchungen oder andere belastungsbedingte Verletzungen haben.

Prävention: Training schrittweise aufbauen, Kondition und Muskulatur erhalten, vor intensiver Arbeit aufwärmen und auf sichere Einsatzbedingungen achten.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefbrüstigen, sportlichen Hunden wird ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung diskutiert. Das betrifft nicht spezifisch nur diese Rasse, kann aber als allgemeines Vorsorgethema berücksichtigt werden.

Prävention: Futterportionen aufteilen, starke Belastung direkt vor und nach dem Fressen vermeiden und Fressverhalten möglichst ruhig gestalten.

  • Gelenkbelastung
  • Hitze
  • Ohren
  • Starke körperliche Überlastung
  • Bei hoher Aktivität auf Pfoten, Krallen, Muskulatur und ausreichende Regeneration nach Belastung achten.
  • Bei züchterischer Herkunft können orthopädische Vorsorgeuntersuchungen der Elterntiere und bei Bedarf bildgebende Kontrollen im Einzelfall sinnvoll sein.
  • Im Wachstum und bei sportlicher Nutzung auf eine angepasste Belastungssteuerung und schlanke Körperkondition achten.
  • Ohren besonders nach Jagd, Spaziergängen in dichtem Gelände oder Kontakt mit Wasser kontrollieren.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Kontrolle von Gewicht, Herz-Kreislauf-Status und Bewegungsapparat einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Steirische Bracke kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Steirische Bracke ist ein mittelgroßer bis größerer, ausdauernder und bewegungsfreudiger Jagdhund. Bei aktiven Hunden können Verletzungen des Bewegungsapparats, Wundversorgungen oder operative Eingriffe nach Unfällen relevant werden. Zusätzlich können im Lauf des Lebens diagnostische Abklärungen und Behandlungen bei orthopädischen oder allgemeinen Erkrankungen Kosten verursachen. Ein Vollschutz kann deshalb laufende tierärztliche Behandlungen mit abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem größere einmalige Eingriffe absichert.

  • Auch ohne größere Operationen können wiederkehrende Tierarztkosten durch Untersuchungen, Medikamente und Nachsorge entstehen.
  • Bei mittelgroßen bis größeren Hunden können orthopädische Beschwerden und deren Diagnostik oder Behandlung kostenintensiv sein.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen bei Bewegung, Gelände- und Jagdeinsatz erhöhen.
  • Unfälle im Alltag oder im Einsatz können Narkosen, Bildgebung, Nahtversorgungen oder Operationen erforderlich machen.
  • Diagnostik bei Lahmheit oder Gelenkbeschwerden kann durch Bildgebung und Folgebehandlungen teuer werden.
  • Operationen nach Verletzungen des Bewegungsapparats können hohe Einmalkosten verursachen.
  • Wiederkehrende Kosten können durch Medikamente, Kontrolltermine und Nachsorge nach Verletzungen oder Erkrankungen entstehen.
  • Wundversorgungen, Fremdkörperverletzungen oder Bissverletzungen können Notfallbehandlungen erforderlich machen.
  • Bei aktiven Hunden kann auf eine ausreichende Kostenübernahme für Unfallfolgen und orthopädische Behandlungen geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen inklusive Narkose, Voruntersuchung und Nachbehandlung kann passend sein.
  • Je nach Nutzung und Alltag kann ein Tarif mit möglichst wenigen Einschränkungen bei Verletzungen im Außenbereich vorteilhaft sein.
  • Sinnvoll kann eine Absicherung sein, die auch Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder weitere bildgebende Verfahren einschließt.
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