Hund im Rasseprofil

Stabij

Der Stabij, auch Stabyhoun genannt, ist ein vielseitiger niederländischer Jagd- und Familienhund aus Friesland. Die Rasse gilt als aufmerksam, freundlich und arbeitsfreudig.

AnhänglichArbeitsfreudigEigenständigFreundlichLernwilligSensibelWachsam
Älterer Stabij Hund liegt entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein älterer Stabij genießt die ruhige Zuwendung seines Besitzers im vertrauten Zuhause.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Niederlande

Größe

Mittel

Schulterhöhe

48-53 cm

Gewicht

18-27 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Felltypen

Langhaar, Glatthaar

Farben

Schwarz weiss, Braun weiss, Orange weiss

FCI-Gruppe

Gruppe 7

FCI-Standard

Nr. 222

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Stabij

Ein Stabij Hund sitzt ruhig neben seinem Besitzer am Küchentisch mit Versicherungsunterlagen und einem Laptop zur Hundeversicherung.
Ein ruhiger Moment am Küchentisch: Der Stabij sitzt neben seinem Besitzer, während Unterlagen zur Hundeversicherung geprüft werden.
Ein vitaler Stabij läuft fröhlich über eine grüne Wiese im Park, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Ein gesunder, bewegungsfreudiger Hund beim Spielen im Grünen – ein Bild für aktives Leben und verantwortungsvolle Tierhaltung.
Ein glücklicher Stabij sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer hellen Wohnung und strahlt Vertrauen aus.
Ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Hund in einem modernen Zuhause.

Charakter

Der Stabij ist ein vielseitiger, sensibler und freundlicher Hund mit wacher Aufmerksamkeit und enger Bindung an seine Menschen. Er gilt als lernwillig und arbeitsfreudig, zeigt dabei aber oft eine gewisse Eigenständigkeit, die eine ruhige und konsequente Erziehung wichtig macht.

AnhänglichArbeitsfreudigEigenständigFreundlichLernwilligSensibelWachsam
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude3/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn fair, geduldig und konsequent mit ihm gearbeitet wird. Der Stabij lernt gerne, reagiert aber oft sensibel auf Härte und kann bei monotone Übungen an Motivation verlieren.

Wachtrieb

Deutlich vorhanden, jedoch in der Regel ohne übertriebene Schärfe. Er meldet Veränderungen aufmerksam und beobachtet seine Umgebung genau.

Jagdtrieb

Je nach Linie und Individuum mäßig bis spürbar vorhanden. Draußen sollte früh an Rückruf und Impulskontrolle gearbeitet werden, besonders bei Wildreizen.

Alleinbleiben

Nur schrittweise aufzubauen. Der Stabij ist häufig menschenbezogen und bleibt nicht automatisch gerne lange allein. Gute Gewöhnung und ein passender Alltag sind wichtig.

Der Stabij ist kein reiner Anfängerhund im Selbstläufer-Sinn. Er kann sich in aktiven, strukturierten Haushalten mit klarer Führung sehr gut entwickeln, braucht jedoch ausreichend Beschäftigung, soziale Einbindung und feinfühlige Anleitung. Seine Eignung als Familienhund hängt stark von Auslastung, Erziehung und individuellem Temperament ab.

Alltag & Haltung

Familie

Ja, oft gut geeignet, wenn der Hund körperlich und geistig ausgelastet wird und Rückzugsorte sowie klare Regeln vorhanden sind. Mit respektvollem Umgang und sinnvoller Beschäftigung kann er sich in Familien sehr angenehm zeigen; ohne passende Auslastung kann er unruhig oder eigenwillig werden.

Wohnung

Ja

Anfänger

Bedingt geeignet. Für engagierte Anfänger mit Zeit, Lernbereitschaft und Interesse an konsequenter, freundlicher Erziehung kann der Stabij passend sein. Wer einen unkomplizierten Hund mit wenig Beschäftigungsbedarf sucht, ist mit dieser Rasse eher nicht ideal beraten.

Bewegungsbedarf

Relativ hoch. Der Stabij braucht tägliche Bewegung, abwechslungsreiche Spaziergänge und geistige Aufgaben wie Nasenarbeit, Apportiertraining oder Unterordnung in sinnvoller Dosierung.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte Bewegung in die kühleren Tageszeiten gelegt werden, da dichtes Fell und Arbeitsfreude zur Überlastung verleiten können.

Kälteverträglichkeit

Gut. Durch sein Fell ist der Stabij meist recht robust gegenüber kühlerem Wetter, wobei Nässe, Wind und individuelle Konstitution mit zu berücksichtigen sind.

Reisetauglichkeit

Oft gut, wenn er früh an Autofahrten, neue Umgebungen und Pausenmanagement gewöhnt wird. Seine Sensibilität kann aber dazu führen, dass hektische oder sehr wechselhafte Reisesituationen mehr Eingewöhnung brauchen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich und zugewandt, bei Fremden teils zunächst etwas reserviert. Eine gute Sozialisierung unterstützt ein sicheres und entspanntes Auftreten.

Kinder

Häufig gut mit Kindern, besonders wenn diese den respektvollen Umgang mit Hunden kennen. Wie bei jedem Hund sollten Begegnungen begleitet und nicht als selbstverständlich konfliktfrei angesehen werden.

Andere Hunde

Im Allgemeinen sozial verträglich, wenn er frühzeitig gute Erfahrungen mit Artgenossen sammelt. Sympathie, Erziehung und Situation spielen dennoch eine wichtige Rolle.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Befederung an Beinen und Rute auskämmen
  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Spaziergängen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Besonders an Ohren, Hosen, Brust und Rute kann das Fell leichter verknoten.
  • Das mittellange Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, damit sich keine Verfilzungen bilden.
  • Gebadet werden sollte nur bei Bedarf, um Haut und Fell nicht unnötig zu belasten.
  • Während des Fellwechsels ist häufigeres Bürsten sinnvoll.
HundezahnbürsteKamm mit mittleren ZinkenKrallenzangeSlicker BürsteUnterwollbürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung mit hochwertigem Protein achten. Die Futtermenge sollte an Gewicht, Körperkondition und Aktivität angepasst werden. Leckerlis in die tägliche Gesamtenergiemenge einrechnen. Aufgrund der aktiven und arbeitsfreudigen Art ist eine bedarfsgerechte Energiezufuhr wichtig, ohne Übergewicht zu fördern. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1030 kcal
18 kgInaktiv700 kcal
18 kgNormal860 kcal
22 kgAktiv1190 kcal
22 kgInaktiv810 kcal
22 kgNormal990 kcal
25 kgAktiv1310 kcal
25 kgInaktiv890 kcal
25 kgNormal1090 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • Dummyarbeit
  • Gehorsamkeitsübungen
  • Intelligenzspiele
  • Nasenspiele
  • Suchaufgaben

Passende Aktivitäten

AgilityDummytrainingMantrailingObedienceRally Obedience

Geschichte des Stabij

Der Stabij stammt aus der niederländischen Provinz Friesland und wurde dort über lange Zeit als vielseitiger Bauernhund gehalten. Er diente unter anderem zur Jagd auf Niederwild, zum Apportieren sowie als Hof- und Wachhund. Die Rasse entwickelte sich vor allem als praktischer Gebrauchshund für ländliche Haushalte.

Im 20. Jahrhundert begann eine gezieltere Reinzucht, um den Typ zu sichern und den kleinen Bestand zu erhalten. Heute ist der Stabij außerhalb der Niederlande vergleichsweise selten, wird aber als verlässlicher Jagdgebrauchshund und familiennaher Begleiter geschätzt.

  1. Der Stabij entwickelt sich in Friesland als vielseitiger Bauern-, Jagd- und Hofhund.

  2. 1942

    In den Niederlanden wird der erste offizielle Rasseverein für den Stabij gegründet.

  3. 1944

    Die Rasse wird in den Niederlanden offiziell anerkannt.

  4. 1960

    Die FCI erkennt den Stabij offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Stabij gilt insgesamt als robuste und arbeitsfreudige Hunderasse mit häufig guter Grundkonstitution. Wie bei mittelgroßen Hunderassen können jedoch einzelne orthopädische, augenbezogene und neurologische Risiken vorkommen. Eine kontrollierte Zucht, bedarfsgerechte Bewegung, ausgewogene Fütterung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unterstützen die Gesundheit im Alltag.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen mittelgroßen Hund. Bei guter Vorsorge, angepasster Belastung und frühzeitiger Abklärung auffälliger Veränderungen können viele Tiere lange stabil und aktiv bleiben.

Hüftdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse wird ein mögliches rassetypisches Risiko für Fehlentwicklungen im Hüftgelenk beschrieben. Je nach Ausprägung können Bewegungsfreude, Belastbarkeit und Gangbild beeinflusst sein.

Prävention: Auf ein angemessenes Wachstum, normales Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter und züchterische Gesundheitsnachweise achten.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch im Bereich der Vordergliedmaßen können bei aktiven mittelgroßen Hunden gelenkbezogene Entwicklungsstörungen als mögliches Risiko vorkommen. Hinweise können sich in Steifigkeit oder eingeschränkter Belastbarkeit zeigen.

Prävention: Wachstum kontrolliert begleiten, Übergewicht vermeiden, junge Hunde nicht einseitig überlasten und auf züchterische Vorsorge achten.

Epilepsie

HochGenetisches Risiko: Ja

Für den Stabij wird in Fachquellen ein mögliches erhöhtes Risiko für epileptische Anfälle beschrieben. Das Auftreten ist individuell unterschiedlich und bedarf bei Verdacht einer tierärztlichen Einordnung.

Prävention: Zuchtlinien mit bekannten Auffälligkeiten möglichst vermeiden und neurologische Auffälligkeiten tierärztlich abklären lassen.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei der Rasse werden mögliche erbliche Augenthemen diskutiert. Dazu können unterschiedliche Veränderungen zählen, die das Sehvermögen je nach Form und Verlauf beeinflussen können.

Prävention: Regelmäßige Augenuntersuchungen, Zuchteignungsuntersuchungen der Elterntiere und zeitnahe Abklärung von Veränderungen an Augen oder Sehvermögen.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Ein mögliches, wenn auch nicht bei jedem Tier relevantes Risiko betrifft die Kniescheibe. Vorübergehende Lahmheit oder wechselnde Entlastung einzelner Hintergliedmaßen können Hinweise sein.

Prävention: Normales Körpergewicht erhalten, Muskulatur ausgewogen aufbauen und bei auffälligem Hüpfen oder Entlasten eine orthopädische Untersuchung veranlassen.

  • Augen
  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Augenveränderungen wie Rötung, Unsicherheit oder auffälliges Reiben zeitnah tierärztlich kontrollieren lassen.
  • Bei neurologischen Auffälligkeiten wie ungewöhnlichen Bewegungsabläufen oder Anfallsereignissen eine zeitnahe tierärztliche Abklärung veranlassen.
  • Im Junghundealter auf orthopädisch angepasste Bewegung, kontrolliertes Wachstum und ein schlankes Körpergewicht achten.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen des Bewegungsapparats und bei sportlich geführten Hunden eine frühzeitige Abklärung von Lahmheiten oder Leistungseinbußen einplanen.
  • Vor Zuchteinsatz sind belastbare Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere, insbesondere zu Hüften, Ellbogen und Augen, sinnvoll.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Stabij kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Stabij ist ein mittelgroßer, aktiver Hund, bei dem neben unfallbedingten Verletzungen auch orthopädische und andere behandlungsintensive Erkrankungen relevant sein können. Durch das bewegungsfreudige Wesen und die regelmäßige Aktivität können Diagnostik, Behandlungen oder operative Eingriffe spürbare Tierarztkosten verursachen. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen und Diagnostik breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren einmaligen Eingriffen finanziell entlasten kann.

  • Aktive und bewegungsfreudige Hunde haben ein erhöhtes Risiko für Verletzungen bei Spiel, Sport oder Auslauf.
  • Auch nicht operative Erkrankungen können durch Untersuchungen, Medikamente und Nachsorge über längere Zeit Kosten verursachen.
  • Bei mittelgroßen Hunden können orthopädische Beschwerden diagnostische Maßnahmen und gegebenenfalls operative Behandlungen nach sich ziehen.
  • Einzelne größere Eingriffe können trotz insgesamt robuster Konstitution mit hohen einmaligen Tierarztkosten verbunden sein.
  • Allgemeine internistische Erkrankungen können durch Labor, Ultraschall und Medikamente ebenfalls merkliche Kosten verursachen.
  • Chronische orthopädische Beschwerden können wiederholte Untersuchungen, Schmerztherapie und Verlaufskontrollen verursachen.
  • Kreuzbandverletzungen oder andere Gelenkprobleme können Operationen und längere Nachsorge erforderlich machen.
  • Verletzungen durch Aktivität oder Freilauf können bildgebende Diagnostik, Wundversorgung oder chirurgische Eingriffe auslösen.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen inklusive Narkose, Bildgebung und stationärer Versorgung achten.
  • Bei Vollschutz auf Leistungen für ambulante Behandlungen, Medikamente und wiederkehrende Untersuchungen achten.
  • Selbstbeteiligung und Monatsbeitrag sollten so gewählt werden, dass auch ungeplante Behandlungen finanziell tragbar bleiben.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch Diagnostik und Nachbehandlung bei Gelenk- oder Bewegungsproblemen einschließt.
Kostenlos vergleichen30 Sek.
  • 100 % unabhängig
  • In weniger als 30 Sekunden
  • Für die, die wir lieben

Kategorien & Schlagwörter

Aktive hundeFamilienhundeHundeJagdhundeMittelgrosse hundeHund aktivHund familiengeeignetHund jagdtriebHund kinderfreundlichHund sozialHund viel bewegungHund vollschutz empfohlen

OP- oder Vollschutz vergleichen

Finde eine Absicherung, die zu Tierart, Budget und Sicherheitsbedarf passt.