Hund im Rasseprofil

Sizilianische Bracke

Die Sizilianische Bracke ist ein alter, aus Sizilien stammender Jagdhund, der vor allem für die Spur- und Sichtjagd in trockenem, steinigem Gelände gezüchtet wurde.

AufmerksamAusdauerndEigenständigLebhaftLoyalSensibel
Ein Sizilianische Bracke sitzt ruhig neben seinem Besitzer am Küchentisch, auf dem Versicherungsunterlagen und ein Laptop mit einer neutralen Vergleichsseite liegen.
Ein ruhiger Moment im Alltag: Der Hund sitzt neben seinem Besitzer, während Unterlagen zur Tierabsicherung geprüft werden.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Italien

Größe

Mittel

Schulterhöhe

42-50 cm

Gewicht

8-12 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar

Farben

Falb, Rotfalb, Weiß, Weiß orange

FCI-Gruppe

Gruppe 5

FCI-Standard

Nr. 199

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Sizilianische Bracke

Sizilianische Bracke läuft an der Leine mit ihrem Besitzer durch eine freundliche moderne Stadtstraße.
Ein entspannter Spaziergang mit der Sizilianischen Bracke in sauberer, moderner Umgebung unterstreicht den normalen Alltag mit Hund.
Sizilianische Bracke mit leicht verbundenem Pfotenverband liegt ruhig auf einer Decke, während der Besitzer neben ihr erleichtert sitzt.
Der Hund ruht nach einer leichten Behandlung entspannt auf der Decke, während sein Besitzer erleichtert an seiner Seite sitzt.
Ein entspannter Sizilianischer Bracke sitzt neben seinem Besitzer in einer hellen, modernen Wohnung.
Ein glücklicher Sizilianischer Bracke vermittelt Vertrauen und Freude in einer stilvollen Umgebung.

Charakter

Die Sizilianische Bracke ist ein ausdauernder, aufmerksamer und eigenständig arbeitender Jagdhund mit lebhaftem Temperament. Im engen Bezug zu ihren Menschen zeigt sie sich loyal und anhänglich, bleibt insgesamt aber oft selbstständig und stark von ihrer Umwelt sowie von Wildreizen beeinflusst.

AufmerksamAusdauerndEigenständigLebhaftLoyalSensibel
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Grundsätzlich lernfähig, aber häufig mit eigenständigem Kopf und jagdlich geprägter Motivation. Konsequente, faire und abwechslungsreiche Erziehung funktioniert in der Regel besser als harter Druck. Rückruf und Orientierung am Menschen müssen meist besonders sorgfältig aufgebaut und dauerhaft gepflegt werden.

Wachtrieb

Die Sizilianische Bracke ist aufmerksam und meldet Veränderungen oft zuverlässig, ist jedoch in erster Linie kein klassischer Schutzhund. Ihre Wachsamkeit zeigt sich eher in Sensibilität gegenüber Umgebung und Bewegungen als in ausgeprägter Schutzarbeit.

Jagdtrieb

Der Jagdtrieb ist in der Regel deutlich ausgeprägt. Die Rasse wurde für jagdliche Arbeit gezüchtet und reagiert häufig stark auf Wildgerüche, Fährten und flüchtende Reize. Freilauf ist deshalb vielerorts nur nach sehr gutem Training und in sicherem Rahmen realistisch.

Alleinbleiben

Alleinbleiben sollte schrittweise aufgebaut werden. Viele Vertreter sind menschenbezogen, zugleich aber bewegungsfreudig und schnell unterfordert, wenn sie zu lange ohne Beschäftigung bleiben. Längere tägliche Alleinzeiten sind oft ungünstig.

Diese Rasse ist meist kein unkomplizierter Anfängerhund. Sie braucht viel Bewegung, sinnvolle Auslastung, eine geduldige Erziehung und ein gutes Management ihres Jagdtriebs. Freundlich im Wesen bedeutet nicht automatisch leicht führbar oder in jeder Alltagssituation entspannt.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Auslastung, klaren Regeln und hundeerfahrenem Umfeld kann die Sizilianische Bracke ein angenehmer Familienhund sein. Für sehr turbulente Haushalte oder Familien mit wenig Zeit für Bewegung und Training ist sie oft weniger geeignet. Ob sie gut in eine Familie passt, hängt stark von Jagdtrieb, Beschäftigung und dem individuellen Hund ab.

Wohnung

Ja

Anfänger

Eher nur eingeschränkt geeignet. Anfänger können mit dieser Rasse schnell an Themen wie Jagdtrieb, Auslastung, Rückruf und eigenständigem Verhalten geraten. Mit sehr guter Vorbereitung, Unterstützung durch kompetentes Training und einem aktiven Lebensstil kann es funktionieren, pauschal anfängerfreundlich ist die Rasse jedoch meist nicht.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Die Rasse braucht tägliche längere Bewegung und zusätzlich geistige Beschäftigung, etwa Nasenarbeit, strukturierte Suchspiele oder jagdnahes Ersatztraining. Reine Kurzspaziergänge reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Meist gut bis recht gut, besonders im Vergleich zu schwereren oder langhaarigen Rassen. Trotzdem sind Aktivität in der Mittagshitze, harte körperliche Belastung und fehlende Schattenpausen zu vermeiden.

Kälteverträglichkeit

Eher mäßig. Durch den schlanken Körperbau und das kurze Fell sind viele Hunde bei Kälte, Nässe und Wind empfindlicher als robustere, dichter behaarte Rassen.

Reisetauglichkeit

Bei frühzeitiger Gewöhnung oft ordentlich reisetauglich, sofern Bewegung, Pausen und sichere Unterbringung gewährleistet sind. In ungewohnten, wildreichen Umgebungen kann die Erregungslage allerdings deutlich steigen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Menschen gegenüber häufig freundlich bis reserviert, dabei aber meist eng an die Bezugspersonen gebunden. Fremden begegnet sie oft aufmerksam und nicht immer sofort überschwänglich. Eine gute Sozialisierung unterstützt ein ausgeglichenes Auftreten.

Kinder

Mit respektvollen, hundeerfahren begleiteten Kindern oft gut möglich, sofern Rückzugsorte vorhanden sind und der Hund nicht dauerhaft überdreht oder bedrängt wird. Wegen Energielevel und Sensibilität braucht der Umgang klare Regeln auf beiden Seiten.

Andere Hunde

Mit Artgenossen oft grundsätzlich verträglich, insbesondere bei guter Sozialisierung. Im Einzelfall können Jagderregung, Unsicherheit oder Konkurrenzverhalten das Miteinander beeinflussen. Kontrollierte Kontakte und passende Hundepartner sind sinnvoll.

Pflege

Pflegeart

Kurzes, glattes Fell mit geringem Pflegebedarf

Pflegeintervall

wöchentlich

Fellpflege

Gering

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren auf Sauberkeit und Reizungen kontrollieren
  • Pfoten nach Ausflügen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig reinigen
  • Baden ist nur bei Bedarf notwendig, um die natürliche Hautschutzschicht zu schonen.
  • Das kurze Fell ist pflegeleicht, profitiert aber von regelmäßigem Ausbürsten zur Entfernung loser Haare.
  • Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert und sauber gehalten werden.
  • Nach Bewegung in unwegsamem Gelände sollten Pfoten und Haut auf kleine Verletzungen geprüft werden.
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Ernährung & Kalorien

Ausgewogene, hochwertige Hundenahrung passend zu Alter, Gewicht und Aktivität füttern. Da die sizilianische Bracke ein bewegungsfreudiger, ausdauernder Hund ist, sollte die Futtermenge an Trainings- und Ruhetage angepasst werden. Eine schlanke, gut bemuskelte Körperform ist anzustreben. Leckerlis in die Tagesration einrechnen und jederzeit frisches Wasser bereitstellen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
8 kgAktiv650 kcal
8 kgInaktiv420 kcal
8 kgNormal520 kcal
10 kgAktiv770 kcal
10 kgInaktiv500 kcal
10 kgNormal620 kcal
12 kgAktiv890 kcal
12 kgInaktiv580 kcal
12 kgNormal720 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele mit Motivation
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Fährtensuche
  • Geländeläufe
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitLongierenMantrailing

Geschichte der Sizilianischen Bracke

Die Sizilianische Bracke, international meist als Cirneco dell’Etna bekannt, stammt von der italienischen Insel Sizilien. Sie gilt als sehr alte Jagdhunderasse und wurde besonders in der Region rund um den Ätna zur Jagd auf Kaninchen eingesetzt.

Historische Darstellungen und kynologische Einordnungen deuten auf eine lange Entwicklung im Mittelmeerraum hin, belastbare Nachweise für ein exaktes Ursprungsjahr gibt es jedoch nicht. Im 20. Jahrhundert wurde die Rasse systematischer erfasst und züchterisch gefestigt. Heute ist sie offiziell anerkannt, außerhalb Italiens aber weiterhin vergleichsweise selten.

  1. Auf Sizilien entwickelt sich ein leichter, ausdauernder Jagdhund für die Kaninchenjagd in felsigem und trockenem Gelände.

  2. Historische Darstellungen im Mittelmeerraum werden häufig als Hinweise auf den alten Ursprung des Rassetyps interpretiert.

  3. 1939

    Ein offizieller Rassestandard für den Cirneco dell’Etna wird in Italien veröffentlicht.

  4. 1956

    Die Rasse wird von der FCI offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Sizilianische Bracke gilt insgesamt als robuste und arbeitsfreudige Hunderasse mit meist guter Grundkonstitution. Wie bei mittelgroßen, aktiven Laufhunden können rassetypisch vor allem orthopädische Belastungen, Ohrenprobleme sowie einzelne erbliche Augenthemen relevant sein. Bei regelmäßiger Bewegung, angepasster Fütterung und konsequenter Vorsorge zeigt die Rasse häufig eine stabile Gesundheit.

Bei guter Haltung, passender Auslastung und regelmäßiger tierärztlicher Betreuung wird die Lebenserwartung meist als gut eingeschätzt und liegt häufig im Bereich von etwa 10 bis 14 Jahren.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven mittelgroßen Hunden kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen. Dies kann sich im Verlauf auf Bewegungsfreude und Belastbarkeit auswirken.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum achten, schlanke Körperkondition erhalten, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter fördern und Zuchtuntersuchungen berücksichtigen.

Ellenbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei lauffreudigen Hunden können auch die Vordergliedmaßen stärker beansprucht werden. Entwicklungsbedingte Veränderungen im Ellenbogenbereich zählen zu möglichen rassetypischen Risiken.

Prävention: Gleichmäßige Bewegung, Vermeidung von Übergewicht, angepasste Belastung im Wachstum und orthopädische Kontrollen bei Auffälligkeiten.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängende oder stärker anliegende Ohren können die Belüftung des Gehörgangs beeinflussen. Dadurch können Reizungen oder Entzündungen begünstigt werden.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Jagd- oder Freilaufzeiten auf Fremdkörper achten und nur schonende, tierärztlich empfohlene Pflege anwenden.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Einzelne erbliche oder altersbedingte Veränderungen an den Augen können bei Jagd- und Laufhunden vorkommen. Eine frühe Erkennung unterstützt eine gute Begleitung.

Prävention: Regelmäßige Augenuntersuchungen, Zuchttiere augenärztlich kontrollieren lassen und Augenreizungen früh tierärztlich abklären.

Pfoten- und Ballenbelastungen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Durch hohe Aktivität und ausdauernde Bewegung können Ballen, Krallen und Zwischenzehenbereiche stärker beansprucht werden. Dies ist vor allem ein haltungs- und nutzungsbezogenes Thema.

Prävention: Pfoten nach längeren Läufen kontrollieren, Untergründe variieren, Ballenpflege bedarfsgerecht einsetzen und Belastung schrittweise steigern.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Pfoten
  • Augen und Sehvermögen sollten im Rahmen der Vorsorge regelmäßig beurteilt werden, insbesondere bei Zuchttieren oder bei Auffälligkeiten.
  • Bei sportlich geführten Hunden sind Gewichtskontrolle und eine an Aktivität und Lebensphase angepasste Fütterung besonders wichtig.
  • Die Ohren sollten in angemessenen Abständen auf Reizungen, Verschmutzungen und Fremdkörper untersucht werden.
  • Nach intensiven Läufen oder Jagdeinsätzen empfiehlt sich eine Kontrolle von Pfoten, Krallen und Ballen.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen sind besonders während Wachstum, Training und bei hoher Laufbelastung sinnvoll.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die sizilianische Bracke ist je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll.

Die sizilianische Bracke ist ein mittelgroßer bis größerer, aktiver Laufhund mit hohem Bewegungsbedarf. Bei bewegungsfreudigen Hunden können Verletzungen des Bewegungsapparats, Biss- oder Unfallfolgen sowie diagnostische Abklärungen zu spürbaren Tierarztkosten führen. Zusätzlich können je nach Haltung und Einsatz Magen-Darm-Probleme, Ohrenerkrankungen oder orthopädische Behandlungen relevant werden. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch Diagnostik und allgemeine Behandlungen abfedern, während eine OP-Versicherung vor allem bei teuren chirurgischen Eingriffen entlasten kann.

  • Als mittelgroßer bis größerer Hund können orthopädische Beschwerden und entsprechende Behandlungen kostenintensiv werden.
  • Bei Hunden mit Hängeohren können wiederkehrende Ohrenprobleme tierärztliche Kontrollen und Behandlungen nötig machen.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen bei Bewegung, Training oder im Gelände erhöhen.
  • Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder Laboruntersuchungen kann zusätzlich zu den Behandlungskosten ins Gewicht fallen.
  • Operationen nach Unfällen oder bei Erkrankungen können schnell hohe Einmalkosten verursachen.
  • Akute Magen-Darm-Behandlungen, etwa bei Futterunverträglichkeiten, Infekten oder Fremdkörperverdacht.
  • Behandlungen von Ohrenentzündungen oder Hautproblemen mit wiederholten Kontrollen.
  • Diagnostische Maßnahmen wie Röntgen, Ultraschall, Blutuntersuchungen oder weiterführende Abklärungen.
  • Operationen nach Verletzungen wie Frakturen, Kreuzbandproblemen oder tiefen Wunden.
  • Orthopädische Untersuchungen und Behandlungen bei Lahmheiten, Zerrungen oder Gelenkproblemen.
  • Bei aktiven Hunden kann ein Tarif vorteilhaft sein, der auch Unfallbehandlungen und Diagnostik umfassend berücksichtigt.
  • Ein Tarif mit guter Kostenübernahme für Operationen einschließlich Narkose, Bildgebung und Nachsorge kann sinnvoll sein.
  • Eine möglichst freie Tierarztwahl und transparente Regelungen zu Selbstbeteiligung und Jahreshöchstgrenzen können die Planung erleichtern.
  • Für junge Hunde kann ein früher Abschluss sinnvoll sein, damit später auftretende Beschwerden nicht bereits vor Vertragsbeginn bestanden haben.
  • Wer laufende Behandlungskosten absichern möchte, kann auf Leistungen für orthopädische, gastrointestinale und dermatologische Abklärungen achten.
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Kategorien & Schlagwörter

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