Der Shar-Pei weist einige rassetypische gesundheitliche Besonderheiten auf. Dazu zählen vor allem Haut- und Ohrenprobleme, mögliche Augenveränderungen sowie eine erhöhte Neigung zu bestimmten erblich beeinflussten Erkrankungen. Eine regelmäßige Kontrolle von Hautfalten, Augen, Ohren und Bewegungsapparat ist für das Gesundheitsmanagement dieser Rasse besonders relevant.
Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren Bereich für mittelgroße Hunde. Sie kann günstig beeinflusst werden, wenn Haut, Augen, Ohren und Gelenke frühzeitig überwacht und rassetypische Auffälligkeiten tierärztlich begleitet werden.
Entzündungen in Hautfalten
MittelGenetisches Risiko: JaDurch die ausgeprägte Faltenbildung kann es zu Reibung, Feuchtigkeit und daraus folgenden Hautreizungen oder Entzündungen kommen.
Prävention: Hautfalten sauber und trocken halten, regelmäßige Hautkontrollen durchführen und auf geeignete Fell- und Hautpflege achten.
Entropium
HochGenetisches Risiko: JaBei dieser rassetypisch häufiger beschriebenen Augenveränderung rollt sich das Augenlid nach innen, wodurch Wimpern die Hornhaut reizen können.
Prävention: Augen regelmäßig kontrollieren lassen und bei Reizung, Tränenfluss oder Zusammenkneifen der Augen zeitnah tierärztlich abklären.
Ohrenentzündungen
MittelGenetisches Risiko: JaDer enge Gehörgang und eine reduzierte Belüftung können bei Shar-Pei das Risiko für wiederkehrende Ohrprobleme erhöhen.
Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, trocken halten und nur nach tierärztlicher Empfehlung reinigen.
Shar-Pei-Fieber
HochGenetisches Risiko: JaBei der Rasse wird ein erblich beeinflusstes entzündliches Syndrom beschrieben, das mit Fieberschüben und Schwellungen, insbesondere im Bereich der Sprunggelenke, verbunden sein kann.
Prävention: Wiederkehrende Fieberschübe oder auffällige Schwellungen zeitnah tierärztlich abklären lassen und bekannte Episoden dokumentieren.
Amyloidose
HochGenetisches Risiko: JaBeim Shar-Pei wird ein erhöhtes Risiko für Ablagerungsprozesse in Organen beschrieben, die insbesondere die Nierenfunktion beeinträchtigen können.
Prävention: Regelmäßige tierärztliche Vorsorge mit Blut- und Urinkontrollen kann sinnvoll sein, insbesondere bei auffälliger Vorgeschichte.
Hüftgelenksdysplasie
MittelGenetisches Risiko: JaWie bei verschiedenen mittelgroßen bis großen Hunderassen kann auch beim Shar-Pei eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks als rassetypisches Risiko vorkommen.
Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, angemessenes Körpergewicht und gelenkschonende Bewegung achten.
Allergisch bedingte Hautprobleme
MittelGenetisches Risiko: NeinShar-Pei können zu Juckreiz, Hautreizungen und sekundären Hautproblemen neigen, wobei auch allergische Auslöser eine Rolle spielen können.
Prävention: Haut und Futterverträglichkeit beobachten, Parasitenprophylaxe einhalten und Auslöser bei wiederkehrenden Beschwerden tierärztlich abklären lassen.
Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.