Hund im Rasseprofil

Scottish Deerhound

Der Scottish Deerhound ist ein großer bis sehr großer, rauhaariger Windhund aus Schottland, der ursprünglich für die Jagd auf Rotwild gezüchtet wurde. Er verbindet Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit mit einem ruhigen, würdevollen Wesen.

FreundlichJagdlich motiviertLauffreudigRuhig im HausSanftSensibelWürdevoll
Ein Scottish Deerhound wird in einer hellen Wohnung sanft gebürstet, während der Besitzer liebevoll die Fellpflege übernimmt.
Regelmäßige Fellpflege unterstützt Gesundheit und Wohlbefinden – besonders bei Hunden mit langem, pflegeintensivem Fell.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Sehr gross

Lebenserwartung

8-11 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Schottland

Größe

Sehr gross

Schulterhöhe

71-81 cm

Gewicht

34-50 kg

Lebenserwartung

8-11 Jahre

Felltypen

Rauhaar, Drahtig

Farben

Blaugrau, Dunkelgrau, Hellgrau, Gestromt, Gelb, Sandfarben, Rotfalb

FCI-Gruppe

Gruppe 10

FCI-Standard

Nr. 164

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Scottish Deerhound

Ein vitaler Scottish Deerhound läuft fröhlich über eine grüne Wiese im Park, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Ein aktiver Scottish Deerhound genießt Bewegung und Spiel auf der Wiese – ein Beispiel für ein gesundes, lebendiges Hundeleben.
Ein Scottish Deerhound sitzt sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos, während der Besitzer ruhig fährt.
Ein angeschnallter Hund auf der Rückbank steht für verantwortungsvolle Mobilität und den Schutz des Tieres unterwegs.
Ein Scottish Deerhound liegt entspannt neben einem Kind im Wohnzimmer, während die Eltern im Hintergrund eine sichere und warme Familienatmosphäre schaffen.
Der ruhige Scottish Deerhound wirkt in der hellen Wohnzimmerszene vertraut und geborgen – ein Bild für verantwortungsvolle Tierhaltung im Familienalltag.

Charakter

Der Scottish Deerhound ist ein ruhiger, würdevoller und meist freundlicher Windhund mit sanftem Wesen im Haus und ausgeprägter Lauffreude im Freien. Er gilt häufig als anhänglich und gelassen, bringt aber rassetypisch einen deutlichen Sicht- und Jagdtrieb mit. Seine Art ist oft sensibel statt hart, weshalb eine ruhige, konsequente Erziehung meist besser funktioniert als strenge Führung.

FreundlichJagdlich motiviertLauffreudigRuhig im HausSanftSensibelWürdevoll
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit2/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude1/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist freundlich und kooperativ, aber nicht unterwürfig oder dauerhaft auf Gehorsam ausgerichtet. Er lernt in der Regel gut über Beziehung, Ruhe und faire Konsequenz, kann jedoch eigenständig handeln und auf monotones Training schnell das Interesse verlieren.

Wachtrieb

Ein echter Schutz oder Wachhund ist er in der Regel nicht. Er meldet mitunter Ungewöhnliches, zeigt aber meist eher zurückhaltendes als territoriales Verhalten.

Jagdtrieb

Deutlich ausgeprägt, besonders bei schnellen Bewegungsreizen und Wildsichtungen. Freilauf ist deshalb oft nur in wirklich sicherer, gut kontrollierbarer Umgebung sinnvoll.

Alleinbleiben

Kann mit geduldigem Aufbau meist für begrenzte Zeit allein bleiben, ist aber als sensibler, menschenbezogener Hund nicht ideal für lange tägliche Abwesenheiten. Zu wenig Auslastung oder zu schnelle Trennungsschritte können problematisch sein.

Trotz seines oft ausgeglichenen Charakters ist der Scottish Deerhound kein anspruchsloser Hund. Er benötigt viel Platz, regelmäßige sichere Laufmöglichkeiten und ein gutes Management bei Wildreizen. Seine Familienfreundlichkeit kann hoch sein, setzt aber passende Haltung, genügend Bewegung und einen respektvollen Umgang voraus.

Alltag & Haltung

Familie

Oft gut als Familienhund geeignet, wenn ausreichend Platz, Bewegung und ein eher ruhiges Umfeld vorhanden sind. Mit höflichen, verständigen Kindern zeigt er sich häufig freundlich und geduldig. Wegen seiner Größe, seines Tempos und seines Jagdtriebs braucht er jedoch Aufsicht, gute Alltagsstruktur und passende Sicherung im Außenbereich.

Wohnung

Nein

Anfänger

Nur eingeschränkt für Anfänger geeignet. Sein sanftes Wesen kann den Einstieg erleichtern, aber Größe, Jagdtrieb, Bewegungsbedarf und die windhundtypische Eigenständigkeit erfordern solides Management und Lernbereitschaft. Für sehr unerfahrene Halter ohne Platz oder sichere Auslaufmöglichkeiten ist die Rasse meist eher anspruchsvoll.

Bewegungsbedarf

Hoch. Tägliche längere Spaziergänge reichen allein meist nicht aus; sinnvoll sind zusätzlich sichere Gelegenheiten zum freien Laufen oder andere gelenkschonende, rassetypisch passende Bewegungsangebote. Dauerhafte Unterforderung kann zu Unruhe oder Frust führen.

Hitzeverträglichkeit

Eher mäßig. Bei warmem Wetter sollte Bewegung auf kühlere Tageszeiten verlegt und intensive Belastung reduziert werden.

Kälteverträglichkeit

Mäßig bis gut. Das raue Fell bietet gewissen Schutz, dennoch sind sehr kalte, nasse oder windige Bedingungen nicht für lange unbewegte Aufenthalte ideal.

Reisetauglichkeit

Mit ruhiger Gewöhnung oft ordentlich reisetauglich, allerdings erschweren Größe und Platzbedarf Transporte, Unterkünfte und enge Fahrzeuge. Für entspannte Reisen ist gute Vorbereitung wichtig.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, höflich und eher zurückhaltend als aufdringlich. Gegenüber Fremden oft reserviert, aber gewöhnlich nicht scharf oder aggressiv, sofern er gut sozialisiert wurde.

Kinder

Kann mit verständigen Kindern sehr angenehm zusammenleben. Wegen seiner Körpergröße und seines Tempos sollten Begegnungen mit kleinen Kindern dennoch beaufsichtigt werden, damit niemand versehentlich umgerannt oder bedrängt wird.

Andere Hunde

Häufig recht verträglich, besonders bei guter Sozialisierung und fairen Hundekontakten. Bei schnellen Rennsituationen oder starker Erregung sollte man das Zusammenspiel trotzdem aufmerksam beobachten.

Pflege

Pflegeart

Rau bis mittellang, wetterfestes Fell

Pflegeintervall

2-3x pro Woche bürsten, bei Bedarf häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell gründlich ausbürsten
  • Krallen regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Spaziergängen kontrollieren
  • Verfilzungen an Beinen, Bauch und Rute lösen
  • Zähne pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, damit die natürliche Schutzfunktion des Fells erhalten bleibt.
  • Besonders an längeren Befederungen können sich leicht Knoten und Verfilzungen bilden.
  • Das drahtige Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, damit lose Haare und Schmutz entfernt werden.
  • Nach Läufen über unebenes Gelände sollten Pfoten, Ballen und Krallen kontrolliert werden.
HundezahnbürsteKamm mit groben und feinen ZinkenKrallenzangePfotenhandtuchZupfbürste

Ernährung & Kalorien

Ein Scottish Deerhound benötigt ein ausgewogenes Hundefutter, das zu Größe, Alter und Aktivitätsniveau passt. Aufgrund seiner großen, schlanken Statur sollten Futtermenge und Körperkondition regelmäßig überprüft werden. Die Tagesration wird idealerweise auf mindestens zwei Mahlzeiten verteilt. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein. Leckerchen sollten in die tägliche Gesamtenergiemenge eingerechnet werden.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
35 kgAktiv1800 kcal
35 kgInaktiv1250 kcal
35 kgNormal1500 kcal
45 kgAktiv2200 kcal
45 kgInaktiv1500 kcal
45 kgNormal1850 kcal
55 kgAktiv2550 kcal
55 kgInaktiv1750 kcal
55 kgNormal2150 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Beobachtungs- und Umweltreize auf abwechslungsreichen Wegen
  • Lange, ruhige Spaziergänge
  • Nasenspiele und Suchaufgaben
  • Ruhiges Tricktraining mit kurzen Einheiten
  • Sichere Freilaufphasen in eingezäuntem Gelände

Passende Aktivitäten

Canicross in moderatem UmfangCoursingWandernWindhundrennen

Geschichte des Scottish Deerhound

Der Scottish Deerhound stammt aus Schottland und gehört zu den alten britischen Windhundtypen. Er wurde über lange Zeit für die Hetzjagd auf Rotwild in den Highlands verwendet und war besonders im Adel geschätzt.

Mit dem Wandel der Jagdmethoden und gesellschaftlichen Umbrüchen nahm seine ursprüngliche Bedeutung zeitweise ab. Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse gezielt erhalten und einheitlicher beschrieben. Heute gilt der Scottish Deerhound als seltene, traditionsreiche Hunderasse, die vor allem als Begleit- und Ausstellungshund gehalten wird.

  1. In Schottland entwickeln sich große, für die Jagd auf Rotwild eingesetzte rauhaarige Windhunde, aus denen der Scottish Deerhound hervorgeht.

  2. Die Rasse wird besonders in den schottischen Highlands und im Adel als Hirschhund geschätzt.

  3. 1886

    Der Kennel Club in Großbritannien erkennt den Deerhound als Rasse an.

  4. 1892

    Der Deerhound Club wird in Großbritannien gegründet und fördert die organisierte Zucht.

  5. 1955

    Die FCI erkennt den Scottish Deerhound offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Hoch

Der Scottish Deerhound ist eine sehr große Windhundrasse mit insgesamt robuster Konstitution, bei der jedoch einige gesundheitliche Risiken großer und tiefbrüstiger Hunde beachtet werden sollten. Dazu zählen vor allem mögliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magendrehung, bestimmte Knochenerkrankungen sowie eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Narkosen. Aufgrund der Körpergröße und der damit verbundenen Vorsorge kann der medizinische Betreuungsaufwand im Vergleich zu kleineren Rassen erhöht sein.

Die Lebenserwartung liegt häufig im eher kurzen bis mittleren Bereich großer Hunderassen. Eine angepasste Bewegung, Gewichtskontrolle und regelmäßige tierärztliche Vorsorge können helfen, gesundheitliche Belastungen frühzeitig zu erkennen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei großen, tiefbrüstigen Hunden kann ein erhöhtes Risiko für eine Drehung des Magens bestehen. Dieses Risiko gilt als rassetypisch relevant und sollte im Alltag berücksichtigt werden.

Prävention: Mehrere kleinere Mahlzeiten pro Tag, keine sehr große Futtermenge auf einmal, Ruhe vor und nach dem Fressen sowie Beobachtung nach der Nahrungsaufnahme.

Dilatative Kardiomyopathie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei Scottish Deerhounds wird ein mögliches rassetypisches Risiko für Herzerkrankungen wie eine dilatative Kardiomyopathie beschrieben. Früh erkannte Veränderungen können besser überwacht werden.

Prävention: Regelmäßige Herzuntersuchungen, insbesondere im Erwachsenen- und Seniorenalter, sowie tierärztliche Abklärung bei verminderter Belastbarkeit.

Osteosarkom

HochGenetisches Risiko: Ja

Wie bei mehreren sehr großen Hunderassen wird auch beim Scottish Deerhound ein mögliches erhöhtes Risiko für Knochentumoren beschrieben.

Prävention: Regelmäßige Beobachtung des Bewegungsapparates und zeitnahe tierärztliche Abklärung bei anhaltender Lahmheit, Schmerzanzeichen oder Schwellungen.

Schilddrüsenunterfunktion

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein mögliches Risiko für Störungen der Schilddrüsenfunktion bestehen. Solche Veränderungen entwickeln sich oft schleichend und werden häufig über Routineuntersuchungen erkannt.

Prävention: Gewicht, Fellqualität und Aktivitätsniveau beobachten und bei Auffälligkeiten eine tierärztliche Untersuchung veranlassen.

Cystinurie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Für den Scottish Deerhound wird ein mögliches erblich beeinflusstes Risiko für Cystinurie beschrieben, eine Stoffwechselbesonderheit, die mit Harnsteinen verbunden sein kann.

Prävention: Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme fördern und Harnabsatz bei Auffälligkeiten tierärztlich abklären lassen.

  • Hitze
  • Narkoseempfindlichkeit
  • Überlastung des Bewegungsapparates
  • Aufgrund des Risikos großer, tiefbrüstiger Hunde Hinweise zur Vorbeugung und Früherkennung einer Magendrehung mit dem Tierarzt besprechen.
  • Im Rahmen der Vorsorge Gewicht, Schilddrüsenwerte und allgemeine Altersveränderungen regelmäßig kontrollieren lassen.
  • Lahmheit, Belastungsunlust oder auffällige Schwellungen am Bewegungsapparat frühzeitig tierärztlich untersuchen lassen.
  • Regelmäßige Herzuntersuchungen, insbesondere ab dem mittleren Alter, in den Vorsorgeplan aufnehmen.
  • Vor Sedationen oder Operationen die mögliche Windhund-typische Narkoseempfindlichkeit ansprechen und ein angepasstes Anästhesiemanagement planen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Scottish Deerhound kann je nach Budget eine Vollschutz- oder OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Scottish Deerhound ist ein großer, athletischer Hund. Bei großen Rassen können Behandlungen nach Unfällen, orthopädischen Problemen oder akuten Notfällen mit hohen Tierarztkosten verbunden sein. Hinzu kommen mögliche rassetypische Risiken, die diagnostische Maßnahmen, Operationen oder längerfristige Behandlungen nach sich ziehen können. Eine OP-Versicherung kann hohe Einzelkosten bei chirurgischen Eingriffen abfedern, während ein Vollschutz zusätzlich bei Diagnostik, Medikamenten und weiteren Behandlungen unterstützen kann.

  • Bei größeren Hunden sind Narkose, Bildgebung und stationäre Versorgung oft kostenintensiver.
  • Bei tiefbrüstigen Hunden kann eine Magendrehung ein relevanter Notfall mit hohen Operationskosten sein.
  • Das aktive Laufverhalten kann das Risiko für Verletzungen an Muskeln, Sehnen und Gelenken erhöhen.
  • Die große Körpergröße kann bei orthopädischen Beschwerden und chirurgischen Eingriffen zu höheren Behandlungskosten führen.
  • Mögliche Herz- oder Knochenerkrankungen können wiederholte Untersuchungen und weiterführende Diagnostik erforderlich machen.
  • Bei großen Hunden können Narkose, stationäre Betreuung und postoperative Nachsorge überdurchschnittlich teuer sein.
  • Herzuntersuchungen und Verlaufskontrollen können sich über längere Zeit summieren.
  • Operationen nach einer Magendrehung können sehr hohe Notfallkosten verursachen.
  • Orthopädische Erkrankungen oder Verletzungen können Diagnostik, Medikamente und gegebenenfalls Eingriffe erfordern.
  • Verletzungen durch hohe Aktivität oder schnelle Sprints können zu akuten Tierarztkosten führen.
  • Bei sportlich aktiven Hunden kann auf Leistungen für Unfallfolgen und orthopädische Behandlungen geachtet werden.
  • Bei Vollschutz kann ein Tarif mit Leistungen für Medikamente, Nachsorge und stationäre Aufenthalte vorteilhaft sein.
  • Ein Blick auf Wartezeiten und mögliche Einschränkungen bei rassetypischen Erkrankungen kann hilfreich sein.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen und Narkose kann bei großen Hunden besonders relevant sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch bildgebende Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall einschließt.
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