Hund im Rasseprofil

Schillerstövare

Der Schillerstövare ist ein schwedischer Laufhund, der für die Jagd auf Hase und Fuchs gezüchtet wurde. Er gilt als ausdauernd, aufmerksam und arbeitsfreudig und wird außerhalb Skandinaviens nur vergleichsweise selten gehalten.

AusdauerndBewegungsfreudigFreundlichJagdlich motiviertSelbstständigSpursicher
Ein Schillerstövare sitzt sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos, während der Besitzer ruhig fährt.
Der sicher angeschnallte Hund auf der Rückbank steht für verantwortungsvolle Mobilität und einen achtsamen Umgang mit dem Tier.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Schweden

Größe

Mittel

Schulterhöhe

49-61 cm

Gewicht

18-25 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Dicht

Farben

Lohfarben, Schwarz

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 131

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Schillerstövare

Ein Schillerstövare läuft an der Leine mit seinem Besitzer durch eine freundliche moderne Stadtstraße.
Ein entspannter Spaziergang zeigt den Schillerstövare im typischen Alltag mit seinem Besitzer in einer sauberen, modernen Umgebung.
Ein Schillerstövare Hund wird in einer hellen Wohnung sanft gebürstet, während sich sein Besitzer liebevoll um die Fellpflege kümmert.
Regelmäßige Fellpflege gehört zur verantwortungsvollen Hundehaltung und unterstützt Gesundheit und Wohlbefinden.
Ein glücklicher Schillerstövare sitzt neben seinem Halter in einer hellen, modernen Wohnung.
Ein entspannter Schillerstövare genießt die Gesellschaft seines Besitzers in einer freundlichen Wohnatmosphäre.

Charakter

Der Schillerstövare ist ein ausdauernder, arbeitsfreudiger Laufhund mit klarem Jagdbezug, freundlichem Wesen und hohem Bewegungsbedarf. Im vertrauten Umfeld zeigt er sich oft ausgeglichen und angenehm, benötigt aber konsequente Auslastung sowie einen Alltag, der seinem Spürsinn und seiner Lauffreude gerecht wird.

AusdauerndBewegungsfreudigFreundlichJagdlich motiviertSelbstständigSpursicher
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Mit ruhiger, klarer und konsequenter Führung gut ansprechbar, aber nicht unterwürfig. Der Schillerstövare arbeitet gern selbstständig und kann bei interessanten Gerüchen oder Wildspuren selektiv hören. Training sollte fair, abwechslungsreich und praxisnah aufgebaut sein.

Wachtrieb

Ein gewisser Wachsinn ist vorhanden, meist jedoch ohne ausgeprägte Schutz oder Schärfeneigung. Er meldet Ungewöhnliches eher aufmerksam, ist aber typischerweise kein klassischer Wachhund.

Jagdtrieb

Deutlich ausgeprägt. Als skandinavischer Jagdhund bringt die Rasse meist eine hohe Spur und Laufmotivation mit. Freilauf ist vielerorts nur nach sehr zuverlässigem Rückruftraining und mit realistischer Einschätzung sicher möglich.

Alleinbleiben

Kann bei behutsamem Aufbau für begrenzte Zeit gelernt werden, ist aber kein Hund, der dauerhaft wenig Sozialkontakt oder zu wenig Auslastung gut wegsteckt. Unterforderung kann Unruhe oder unerwünschtes Verhalten begünstigen.

Diese Rasse ist in der Regel stark jagdlich motiviert und daher meist nicht für ein unkompliziertes Leben ohne Beschäftigung geeignet. Freundlichkeit gegenüber Menschen bedeutet nicht automatisch leichte Führbarkeit in wildreicher Umgebung. Individuelle Unterschiede, Haltung, Training und Auslastung beeinflussen das Verhalten deutlich.

Alltag & Haltung

Familie

Als Familienhund kann der Schillerstövare geeignet sein, wenn die Familie sehr aktiv ist, Zeit für konsequente Beschäftigung hat und den starken Jagdtrieb managen kann. In einem ruhigen, wenig bewegungsintensiven Haushalt ist er meist keine ideale Wahl. Ein gutes Familienleben ist möglich, aber nicht pauschal garantiert und stark von Erziehung, Auslastung und Alltag abhängt.

Wohnung

Nein

Anfänger

Für Anfänger meist nur eingeschränkt geeignet. Die Kombination aus hoher Energie, jagdlicher Selbstständigkeit und Bedarf an sinnvoller Auslastung verlangt Erfahrung oder sehr gute fachliche Begleitung. Motivierte Einsteiger mit viel Zeit, Trainingsbereitschaft und passendem Umfeld können zurechtkommen, sollten die Anforderungen aber nicht unterschätzen.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Der Schillerstövare braucht täglich viel Bewegung, Nasenarbeit und möglichst Aufgaben, die seinem Lauf und Suchverhalten entgegenkommen. Reine kurze Gassirunden reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte körperliche Belastung deutlich angepasst werden, da ausdauernde Laufhunde sich sonst leicht überanstrengen können. Aktivitäten in die kühleren Tageszeiten zu verlegen ist meist sinnvoll.

Kälteverträglichkeit

Gut. Die Rasse ist grundsätzlich recht robust und für Bewegung im Freien geeignet, benötigt aber wie jeder Hund bei Nässe, Wind und längeren Ruhephasen angemessenen Schutz und Beobachtung.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft ordentlich, solange Bewegung, Pausen und strukturierter Ablauf stimmen. Für sehr enge, reizintensive oder bewegungsarme Reiseformen ist die Rasse meist weniger geeignet als ruhige Begleithunde.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Menschen gegenüber meist freundlich, offen bis neutral. Im Alltag oft angenehm, ohne unbedingt jeden Fremden überschwänglich zu begrüßen. Gute Sozialisierung bleibt wichtig.

Kinder

Mit verständigen Kindern häufig gut verträglich, wenn Rückzugsmöglichkeiten, respektvoller Umgang und ausreichende Auslastung gewährleistet sind. Für sehr turbulente oder unstrukturierte Haushalte ist die Rasse nicht automatisch ideal.

Andere Hunde

Oft gut sozial verträglich, besonders bei früher Gewöhnung und fairer Führung. Dennoch können Erregung, Jagdambition oder individuelle Erfahrungen das Verhalten beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2 mal pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel bis stark saisonal

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren auf Verschmutzungen kontrollieren
  • Pfoten nach langen Läufen kontrollieren
  • Während des Fellwechsels häufiger ausbürsten
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, um die natürliche Schutzschicht von Haut und Fell zu schonen.
  • Das Fell ist pflegeleicht, profitiert aber von konsequenter Bürstung im Fellwechsel.
  • Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert und trocken gehalten werden.
  • Nach Jagd-, Wald- oder Wiesenläufen Fell und Haut auf Schmutz, Parasiten und kleine Verletzungen prüfen.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenzangeOhrenpflegepadsUnterwollbürsteWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, hochwertige Ernährung passend zu Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau ist sinnvoll. Als lauf- und arbeitsfreudiger Hund kann der Energiebedarf je nach Bewegung deutlich schwanken. Futtermenge regelmäßig an Körperkondition und tatsächliche Auslastung anpassen, Leckerlis mit einrechnen und stets frisches Wasser bereitstellen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1080 kcal
18 kgInaktiv700 kcal
18 kgNormal880 kcal
22 kgAktiv1240 kcal
22 kgInaktiv810 kcal
22 kgNormal1010 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • abwechslungsreiche Laufstrecken
  • Apportieraufgaben
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Fährtensuche
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitJoggenLongierenMantrailing

Geschichte des Schillerstövare

Der Schillerstövare stammt aus Schweden und wurde als leistungsfähiger Laufhund für die Jagd auf Hase und Fuchs entwickelt. Als Begründer der Rasse gilt der schwedische Züchter Per Schiller, nach dem die Rasse benannt wurde.

Im 19. Jahrhundert wurden verschiedene europäische Laufhunde miteinander gekreuzt, um einen schnellen, ausdauernden und spurlauten Jagdhund zu schaffen, der sich für das skandinavische Gelände eignet. Der Schillerstövare etablierte sich vor allem in Schweden als spezialisierter Gebrauchshund.

Heute wird die Rasse weiterhin überwiegend jagdlich geführt. Außerhalb ihres Herkunftslandes ist sie deutlich seltener anzutreffen als viele andere Laufhunderassen.

  1. 1886

    Auf einer schwedischen Hundeausstellung wurden Hunde gezeigt, aus denen sich der Schillerstövare als eigenständiger Typ entwickelte.

  2. Per Schiller prägte die Zucht der Rasse, nach ihm wurde der Schillerstövare benannt.

  3. Die Rasse etablierte sich in Schweden als Laufhund für die Jagd auf Hase und Fuchs.

  4. Der Schillerstövare wurde international von der FCI anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Schillerstövare gilt insgesamt als robuste, arbeitsfreudige Laufhundrasse mit tendenziell guter Grundkonstitution. Wie bei mittelgroßen bis größeren aktiven Hunden können jedoch rassetypische Risiken im Bereich der Gelenke, Ohren und des Bewegungsapparats eine Rolle spielen. Bei Hunden mit hoher körperlicher Aktivität sind regelmäßige Gesundheitskontrollen und eine angepasste Belastungssteuerung sinnvoll.

Bei guter Haltung, ausgewogener Bewegung und regelmäßiger tierärztlicher Begleitung wird die Lebenserwartung häufig als solide eingeschätzt. Der Gesundheitsverlauf kann durch Kondition, Gewichtskontrolle, Ohrpflege und die Früherkennung orthopädischer Veränderungen positiv beeinflusst werden.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann wie bei anderen mittelgroßen bis größeren Hunden ein erhöhtes Risiko für eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks bestehen. Mögliche Hinweise sind eingeschränkte Bewegungsfreude, steifer Gang oder Belastungsunlust.

Prävention: Auf ein gesundes Körpergewicht achten, gleichmäßige Bewegung fördern, stark belastende Sprünge im Wachstum begrenzen und bei der Zucht auf orthopädisische Untersuchungen achten.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch Hängeohren und aktive Nutzung im Gelände können Reizungen und Entzündungen des Gehörgangs begünstigt werden. Wiederkehrende Ohrprobleme sind bei jagdlich geführten Hunden möglich.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder Schmutzeinwirkung schonend reinigen und auf eine gute Belüftung sowie frühzeitige Abklärung bei Reizungen achten.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Belastungsabhängige Beschwerden im Bereich der Vordergliedmaßen können auch bei aktiven Laufhunden auftreten. Dazu zählen entwicklungsbedingte oder verschleißbedingte Veränderungen im Ellbogenbereich.

Prävention: Wachstumsphase kontrolliert begleiten, Übergewicht vermeiden, Gelenke nicht einseitig überlasten und bei Auffälligkeiten eine orthopädische Untersuchung veranlassen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefbrüstigen und aktiven Hunden kann ein gewisses Risiko für eine Magendrehung bestehen. Es handelt sich um einen möglichen Notfall, der vor allem im Zusammenhang mit Fütterung und Belastung relevant sein kann.

Prävention: Futterportionen aufteilen, hastiges Fressen reduzieren, direkt vor und nach intensiver Bewegung keine großen Mahlzeiten geben und bei akuten Auffälligkeiten zügig tierärztlich abklären lassen.

Muskel- und Sehnenüberlastungen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Aufgrund der hohen Aktivität und Ausdauer dieser Rasse können vorübergehende Überlastungen des Bewegungsapparats vorkommen. Dies betrifft insbesondere Hunde mit jagdlicher Führung oder intensiver sportlicher Nutzung.

Prävention: Training schrittweise aufbauen, auf ausreichende Regeneration achten, vor intensiver Arbeit aufwärmen und Belastung an Alter sowie Kondition anpassen.

  • Hitze
  • Hohe körperliche Dauerbelastung
  • Ohren
  • Bei hoher Aktivität ist eine tierärztliche Beratung zu Trainingsaufbau, Regeneration und Belastungssteuerung empfehlenswert.
  • Die Ohren sollten in festen Abständen kontrolliert werden, besonders nach Aufenthalt in feuchtem Gelände oder dichter Vegetation.
  • Gewichtskontrolle und angepasste Fütterung unterstützen die Gelenkgesundheit und können die allgemeine Belastbarkeit positiv beeinflussen.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen sind sinnvoll, insbesondere bei sportlich oder jagdlich geführten Hunden sowie bei Auffälligkeiten im Gangbild.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Schillerstövare kann je nach Budget eine OP-Versicherung oder ein Vollschutz sinnvoll sein.

Der Schillerstövare ist ein mittelgroßer bis größerer, aktiver Laufhund mit hoher Bewegungsfreude und entsprechendem Risiko für Verletzungen im Alltag, beim Sport oder in unebenem Gelände. Zusätzlich können orthopädische Beschwerden, Gelenkprobleme sowie einzelne Erkrankungen an Ohren oder Magen-Darm-Trakt tierärztliche Behandlungen erforderlich machen. Da sowohl plötzliche Operationen als auch wiederkehrende Diagnostik- und Behandlungskosten entstehen können, kann ein umfassender Schutz je nach Haltungsform und finanziellem Spielraum passend sein.

  • Bei aktiven mittelgroßen bis größeren Hunden können orthopädische Untersuchungen und Behandlungen höhere Kosten verursachen.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen an Pfoten, Muskeln, Bändern oder Gelenken erhöhen.
  • Neben Notfällen können auch Diagnostik, Medikamente und Nachsorge die laufenden Behandlungskosten erhöhen.
  • Ohrenprobleme können bei jagdlich geführten oder viel im Freien bewegten Hunden wiederkehrend tierärztlich abgeklärt werden müssen.
  • Unfälle im Gelände oder bei hoher Laufleistung können operative Eingriffe nach sich ziehen.
  • Arthrose oder andere Gelenkbeschwerden im Alter können langfristige Therapiekosten verursachen.
  • Kreuzbandverletzungen, Zerrungen oder andere orthopädische Probleme können aufwendige Diagnostik und Behandlung erfordern.
  • Magen-Darm-Beschwerden oder Fremdkörperaufnahme können je nach Verlauf intensive Behandlungen auslösen.
  • Ohrentzündungen oder andere wiederkehrende Ohrenprobleme können mehrfach tierärztliche Termine notwendig machen.
  • Verletzungen durch Rennen im Gelände, etwa Schnittwunden oder Bissverletzungen, können akut behandelt werden müssen.
  • Auf Leistungen für bildgebende Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall kann geachtet werden.
  • Bei häufigem Aufenthalt im Freien kann ein Tarif mit solider Absicherung bei Unfallfolgen und Wundversorgung passend sein.
  • Ein Tarif mit guter Kostenübernahme für Operationen, Narkose und Nachbehandlung kann bei aktiven Hunden sinnvoll sein.
  • Eine Erstattung für orthopädische Behandlungen und physiotherapeutische Maßnahmen kann im Einzelfall hilfreich sein.
  • Sinnvoll kann auch ein Blick auf Selbstbeteiligung, Jahreslimit und Wartezeiten sein.
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