Hund im Rasseprofil

Schiller-Bracke

Die Schiller-Bracke ist eine schwedische Laufhundrasse, die für die jagdliche Arbeit auf Hase und Fuchs gezüchtet wurde. Sie gilt als ausdauernd, bewegungsfreudig und freundlich im Wesen.

AktivAusdauerndEigenständigFreundlichJagdlich motiviertNasenstark
Ein vitaler Schiller-Bracke Hund läuft fröhlich über eine grüne Wiese im Park, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Bewegung im Freien unterstützt das Wohlbefinden von Hunden und steht für ein gesundes, aktives Leben.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Schweden

Größe

Mittel

Schulterhöhe

49-61 cm

Gewicht

18-25 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Lohfarben, Schwarz

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 131

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Schiller-Bracke

Ein Schiller-Bracke Hund läuft an der Leine mit seinem Besitzer durch eine freundliche Stadtstraße.
Ein entspannter Spaziergang mit der Schiller-Bracke in einer sauberen, modernen Stadtumgebung.
Ein Hundebesitzer arbeitet am Laptop auf dem Sofa, während eine Schiller-Bracke entspannt daneben sitzt, symbolisiert die informierte Entscheidung zur Tierkrankenversicherung.
Ein entspannter Moment zwischen Hund und Halter zeigt die Entscheidungsfindung zu tiermedizinischer Absicherung.
Ein Schiller-Bracke Hund wird in einer hellen Wohnung sanft gebürstet und erfährt liebevolle Fellpflege durch seinen Besitzer.
Regelmäßige Fellpflege gehört zur verantwortungsvollen Hundehaltung und unterstützt Gesundheit und Wohlbefinden.

Charakter

Die Schiller-Bracke ist ein ausdauernder, arbeitsfreudiger Laufhund mit freundlichem, meist ausgeglichenem Wesen. Sie wurde für die Jagd gezüchtet und zeigt entsprechend viel Energie, eine gute Nase und oft einen deutlichen Jagdtrieb. Im engen Familienkreis kann sie anhänglich und angenehm sein, benötigt aber konsequente Führung, ausreichend Beschäftigung und passende Auslastung.

AktivAusdauerndEigenständigFreundlichJagdlich motiviertNasenstark
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Mit ruhiger, konsequenter und fairer Erziehung meist gut lenkbar, jedoch nicht immer leichtführig. Durch ihre eigenständige jagdliche Veranlagung kann sie Außenreize stark priorisieren, weshalb Rückruf und Impulskontrolle oft intensiv aufgebaut werden müssen.

Wachtrieb

Ein gewisser Wachsinn ist vorhanden, meist aber nicht in der Ausprägung klassischer Schutzhund oder Wachhundrassen. Sie meldet Auffälligkeiten durchaus, steht jedoch eher für jagdliche Arbeit als für territoriale Sicherung.

Jagdtrieb

Deutlich ausgeprägt. Die Rasse wurde für die Jagd selektiert und zeigt häufig großes Interesse an Fährten, Wildgerüchen und Verfolgungsreizen. Freilauf ist daher oft nur in sicherem Rahmen und nach sorgfältigem Training sinnvoll.

Alleinbleiben

Kann mit systematischem Training begrenzt lernen, zeitweise allein zu bleiben, ist aber nicht von Natur aus besonders anspruchslos. Unterforderung oder zu lange Alleinzeiten können Unruhe, Lautäußerungen oder unerwünschtes Verhalten begünstigen.

Als jagdlich geprägter Hund braucht die Schiller-Bracke in der Regel mehr als normale Spaziergänge. Nasenarbeit, lange aktive Runden und verlässliches Training sind wichtig. Freundlichkeit im Alltag bedeutet nicht automatisch leichte Abrufbarkeit in wildreichem Gebiet. Die Eignung als Familien- oder Anfängerhund hängt stark von Haltung, Erfahrung, Beschäftigung und individueller Veranlagung ab.

Alltag & Haltung

Familie

Bedingt geeignet. In einem aktiven, hundeerfahrenen Haushalt kann die Schiller Bracke ein angenehmer Familienhund sein, wenn sie körperlich und geistig ausreichend ausgelastet wird. Für sehr ruhige Haushalte oder Familien ohne Zeit für Training und Bewegung ist sie meist weniger passend. Ein verlässlicher Umgang mit ihrem Jagdtrieb ist im Alltag besonders wichtig.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nur eingeschränkt geeignet. Anfänger können mit dieser Rasse schnell an Grenzen stoßen, vor allem wegen Energielevel, Jagdtrieb und der oft nötigen konsequenten Führung. Mit sehr guter Vorbereitung, professioneller Unterstützung und passendem Lebensstil kann es im Einzelfall funktionieren, pauschal ist sie aber meist keine typische Anfängerrasse.

Bewegungsbedarf

Hoch. Die Schiller Bracke braucht viel tägliche Bewegung und sinnvolle Aufgaben, idealerweise mit Nasenarbeit, ausgedehnten Touren und jagdnaher oder vergleichbarer Auslastung. Reine Kurzspaziergänge reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte Aktivität angepasst werden, da ein lauffreudiger Hund sich leicht überanstrengen kann. Spaziergänge in kühlen Tageszeiten und ausreichende Pausen sind sinnvoll.

Kälteverträglichkeit

Gut. In der Regel kommt die Rasse mit kühlerem Wetter ordentlich zurecht, besonders in Bewegung. Dennoch sind individuelle Unterschiede, Nässe und längere Standzeiten zu beachten.

Reisetauglichkeit

Bedingt gut, wenn früh an Transport, Ruhe und neue Umgebungen gewöhnt. Eine aktive Jagdhunderasse reist meist besser, wenn Bewegung, Pausen und klare Strukturen eingeplant sind. Für sehr spontane oder reizintensive Reisen ist nicht jeder Hund dieser Rasse gleichermaßen geeignet.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich bis neutral gegenüber Menschen, im engeren Umfeld oft anhänglich. Gegenüber Fremden eher reserviert als überschwänglich möglich, ohne typischerweise ausgeprägte Schärfe zu zeigen.

Kinder

Kann mit verständigen Kindern gut auskommen, wenn der Hund gut sozialisiert ist und Rückzugsmöglichkeiten hat. Wegen Energie, Erregbarkeit in Außenreizen und jagdlicher Orientierung sollten Kontakte altersgerecht begleitet werden.

Andere Hunde

Häufig sozialverträglich bis gut verträglich mit anderen Hunden, besonders bei früher Gewöhnung. Im Einzelfall spielen Temperament, Erfahrungen und Führung eine wichtige Rolle.

Pflege

Pflegeart

Kurzes, dichtes Fell mit regelmäßigem Bürstbedarf

Pflegeintervall

1-2 mal pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Gering bis mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering bis mittel

  • Fell regelmäßig ausbürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach langen Läufen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden ist nur bei stärkerer Verschmutzung nötig.
  • Hängende Ohren sollten regelmäßig auf Schmutz und Feuchtigkeit kontrolliert werden.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten lose Haare besser entfernen.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenschereOhrenpflegepadsWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Ausgewogene, hochwertige Hundenahrung passend zu Alter, Gewicht und Aktivität füttern. Da die Schiller-Bracke ein ausdauernder, bewegungsfreudiger Hund ist, sollte die Futtermenge an Trainingsumfang und Alltagsbewegung angepasst werden. Auf eine schlanke Körperkondition achten und Tagesrationen bei Bedarf auf zwei Mahlzeiten verteilen. Leckerchen in die tägliche Gesamtmenge einrechnen und jederzeit frisches Wasser bereitstellen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1180 kcal
18 kgInaktiv800 kcal
18 kgNormal980 kcal
22 kgAktiv1370 kcal
22 kgInaktiv930 kcal
22 kgNormal1130 kcal
26 kgAktiv1560 kcal
26 kgInaktiv1050 kcal
26 kgNormal1290 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportier- und Rückruftraining
  • Ausdauerläufe
  • Fährtensuche
  • lange Spaziergänge mit vielen Geruchsreizen
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitJoggenMantrailingWandern

Geschichte der Schiller-Bracke

Die Schiller-Bracke stammt aus Schweden und wurde als leistungsfähiger Laufhund für die Jagd auf Hase und Fuchs entwickelt. Ihren Namen erhielt sie nach dem schwedischen Züchter Per Schiller, der maßgeblich an der Entstehung und Festigung des Rassetyps beteiligt war. Die Rasse wurde im späten 19. Jahrhundert auf Hundeausstellungen bekannt und später national sowie international kynologisch anerkannt. Außerhalb Skandinaviens ist die Schiller-Bracke bis heute vergleichsweise selten.

  1. 1886

    Die Schiller-Bracke wird auf der ersten schwedischen Hundeausstellung präsentiert und als eigenständiger Typ bekannt.

  2. Per Schiller prägt die Entwicklung der Rasse als schwedischen Laufhund für die Jagd auf Hase und Fuchs.

  3. 1952

    Die FCI erkennt die Schiller-Bracke offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Schiller-Bracke gilt insgesamt als robuste, arbeitsfreudige Hunderasse mit meist solider Grundgesundheit. Wie bei mittelgroßen bis größeren Laufhunden können jedoch rassetypische Risiken an Gelenken, Ohren und im Magen-Darm-Bereich relevant sein. Bei aktiven Hunden sind zudem Belastungssteuerung, Gewichtskontrolle und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen für die langfristige Gesundheit bedeutsam.

Bei guter Haltung, angepasster Bewegung, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger tierärztlicher Betreuung wird häufig eine Lebenserwartung im mittleren bis guten Bereich für einen mittelgroßen Jagdhund erreicht.

Hüftgelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven mittelgroßen Hunden können Auffälligkeiten im Bereich der Hüftgelenke als mögliches rassetypisches Risiko vorkommen. Eine frühe Beobachtung von Bewegungsablauf und Belastbarkeit kann hilfreich sein.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und bei Zuchttieren auf geeignete Untersuchungen achten.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei Hunden mit hängenden Ohren kann ein erhöhtes Risiko für Reizungen oder Entzündungen im Ohrbereich bestehen, insbesondere bei Feuchtigkeit und mangelnder Belüftung.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe sorgfältig trocknen und Verschmutzungen schonend entfernen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefer gebauten, sportlichen Hunden kann eine Magendrehung als mögliches Risiko berücksichtigt werden. Besonders relevant ist ein aufmerksamer Umgang mit Fütterung und Belastung.

Prävention: Futterportionen aufteilen, starke körperliche Aktivität direkt vor und nach dem Fressen reduzieren und Fressverhalten ruhig gestalten.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei anderen aktiven Hunderassen können auch im Bereich der Ellbogen Gelenkveränderungen als mögliches Risiko auftreten, die sich auf Bewegungsfreude und Belastbarkeit auswirken können.

Prävention: Wachstum und Belastung im Junghundealter ausgewogen steuern, Übergewicht vermeiden und bei Auffälligkeiten früh tierärztlich abklären lassen.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Bei sportlich oder jagdlich geführten Hunden sind routinemäßige Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll, um Belastungsfolgen früh zu erkennen.
  • Körpergewicht und Fütterung regelmäßig überprüfen, um Gelenke und Stoffwechsel im aktiven Alltag zu entlasten.
  • Ohren in festen Abständen kontrollieren lassen, besonders bei wiederkehrender Feuchtigkeit, Schmutzeintrag oder Kopfschütteln.
  • Regelmäßige orthopädische Beurteilung bei Auffälligkeiten im Gangbild oder nach hoher körperlicher Belastung einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Schiller-Bracke kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Schiller-Bracke ist ein mittelgroßer bis größerer, aktiver Laufhund mit hoher Bewegungsfreude. Bei bewegungsintensiven Hunden können Verletzungen an Gelenken, Bändern oder Pfoten sowie unfallbedingte Eingriffe auftreten. Zusätzlich können diagnostische Abklärungen und Behandlungen bei orthopädischen Beschwerden, Ohrproblemen oder Magen-Darm-Erkrankungen Kosten verursachen. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen und Diagnostik breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren einmaligen Eingriffen entlasten kann.

  • Als jagdlich geprägter Hund kann die Rasse bei Ausflügen und im freien Gelände einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt sein.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen des Bewegungsapparats erhöhen.
  • Orthopädische Untersuchungen, Bildgebung und mögliche Operationen können mit spürbaren Kosten verbunden sein.
  • Wiederkehrende Behandlungen, etwa bei Ohren- oder Magen-Darm-Beschwerden, können laufende Tierarztkosten verursachen.
  • Magen-Darm-Beschwerden oder akute Verdauungsprobleme können kurzfristige tierärztliche Versorgung erfordern.
  • Ohrenprobleme können wiederholte Untersuchungen und Behandlungen notwendig machen.
  • Orthopädische Verletzungen wie Bänderdehnungen, Verstauchungen oder Gelenkprobleme können Diagnostik und Behandlung erfordern.
  • Unfallbedingte Operationen nach Verletzungen im Gelände oder bei hoher Aktivität können hohe Einmalkosten verursachen.
  • Bei aktiven Hunden kann auf Leistungen für Nachsorge, Physiotherapie oder Rehabilitation nach Eingriffen geachtet werden.
  • Ein Blick auf Selbstbeteiligung und jährliche Leistungsgrenzen kann helfen, den Schutz an das eigene Budget anzupassen.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen und Narkose kann bei unfallbedingten oder orthopädischen Eingriffen sinnvoll sein.
  • Sinnvoll kann eine Absicherung von Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder weiterführender Bildgebung sein.
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