Hund im Rasseprofil

Save-Bracke

Die Save-Bracke ist ein mittelgroßer Laufhund vom Balkan, der vor allem für die Spurarbeit auf der Jagd gezüchtet wurde. Sie gilt als ausdauernd, belastbar und arbeitsfreudig.

AusdauerndBewegungsfreudigEigenständigFreundlichJagdlich motiviertSpursicher
Ein Sava-Bracke Hund wird zuhause von seinem Besitzer sanft gebürstet und gepflegt.
Regelmäßige Fellpflege unterstützt das Wohlbefinden und hilft, die Gesundheit des Hundes aufmerksam im Blick zu behalten.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Bosnien und Herzegowina

Größe

Mittel

Schulterhöhe

45-58 cm

Gewicht

16-24 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Stockhaar

Farben

Weizenfarben, Rotgelb, Rot, Mit weissen abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 154

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Save-Bracke

Ein Save-Bracke Hund mit leicht bandagierter Pfote liegt ruhig auf einer Decke, während sein Besitzer erleichtert neben ihm sitzt.
Der Hund erholt sich mit einer leichten Pfotenverletzung in vertrauter Umgebung, während der Halter spürbar erleichtert ist.
Ein Save-Bracke sitzt ruhig neben seinem Besitzer am Küchentisch, während Versicherungsunterlagen und ein Laptop mit einer neutralen Vergleichsseite die Hundekrankenversicherung zeigen.
Ein ruhiger Moment im Alltag: Hundebesitzer informieren sich über Versicherungsunterlagen und vergleichen passende Leistungen für ihren Vierbeiner.
Ein sicher angeschnallter Brackenhund sitzt auf der Rückbank eines Autos, während die Besitzerin ruhig fährt und Sonnenlicht ins Fahrzeug fällt.
Sichere Autofahrt mit Hund: Der Brackenhund ist auf der Rückbank angeschnallt und fährt entspannt mit.

Charakter

Die Save-Bracke ist ein ausdauernder, arbeitsfreudiger Laufhund mit ausgeprägtem Jagdtrieb, guter Nase und meist freundlichem, jedoch eigenständigem Wesen. Im Alltag zeigt sie sich oft aufmerksam, bewegungsfreudig und an ihre Bezugspersonen gebunden, braucht aber klare Führung, sinnvolle Auslastung und eine Haltung, die ihrem jagdlichen Hintergrund gerecht wird.

AusdauerndBewegungsfreudigEigenständigFreundlichJagdlich motiviertSpursicher
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Die Rasse ist grundsätzlich lernfähig, arbeitet aber häufig eher selbstständig als auf permanente enge Anleitung ausgerichtet. Mit fairer, konsequenter und geduldiger Erziehung lässt sich vieles gut aufbauen; für alltagsstabile Zuverlässigkeit sind jedoch meist Wiederholung, gute Motivation und jagdlich passende Beschäftigung wichtig.

Wachtrieb

Ein gewisser Wachsinn ist vorhanden, doch die Save Bracke ist typischerweise kein ausgesprochener Schutzhund. Sie meldet Auffälligkeiten eher aufmerksam, ohne automatisch stark territorial zu sein.

Jagdtrieb

Der Jagdtrieb ist rassetypisch deutlich ausgeprägt. Spuren, Wildgeruch und Bewegung können die Aufmerksamkeit stark binden, weshalb Rückruf, Schleppleinentraining und gesicherter Freilauf oft besonders wichtig sind.

Alleinbleiben

Alleinbleiben sollte behutsam aufgebaut werden. Bei ausreichender Auslastung kann die Rasse zeitweise alleine zurechtkommen, doch zu lange Unterforderung oder fehlende Gewöhnung können Unruhe, Lautäußerungen oder unerwünschtes Verhalten begünstigen.

Als spezialisierter Jagdhund ist die Save-Bracke in vielen Haushalten nur dann gut aufgehoben, wenn regelmäßige Bewegung, Nasenarbeit und konsequente Erziehung geboten werden. Freundlichkeit gegenüber Menschen bedeutet nicht automatisch leichte Führbarkeit im Freilauf, da Wildreize stark motivieren können.

Alltag & Haltung

Familie

Als Familienhund kann die Save Bracke funktionieren, wenn die Familie aktiv ist, Erfahrung mit lauffreudigen Hunden mit Jagdtrieb mitbringt und Management im Alltag konsequent umsetzt. Für sehr ruhige Haushalte oder Familien, die einen unkomplizierten, jederzeit frei laufenden Begleiter erwarten, ist sie meist weniger passend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Für Anfänger ist die Save Bracke eher nur eingeschränkt geeignet. Sie ist kein grundsätzlich schwieriger Hund, verlangt aber wegen ihres hohen Bewegungsbedarfs, der jagdlichen Motivation und der teils selbstständigen Arbeitsweise oft mehr Know how, Geduld und Alltagsmanagement als viele leichtführigere Rassen.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Neben langen Spaziergängen profitiert die Rasse besonders von Nasenarbeit, Fährtensuche und anderen Aufgaben, die ihren jagdlichen Anlagen entsprechen. Reine Kurzrunden reichen im Regelfall nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte die Bewegung auf kühlere Tageszeiten verlegt werden, da ausdauernde Laufarbeit bei sommerlichen Temperaturen belastend sein kann.

Kälteverträglichkeit

Gut. Als robuster Jagdhund kommt die Save Bracke mit kühlerem Wetter meist ordentlich zurecht, braucht aber bei Nässe, starkem Wind und langen Ruhephasen dennoch angemessenen Schutz.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft ordentlich, solange Bewegung, Pausen und sichere Unterbringung gewährleistet sind. Für stressige, sehr enge oder stark reizintensive Reisen ist ein jagdlich motivierter, aktiver Hund aber nicht automatisch ideal geeignet.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Menschen gegenüber zeigt sich die Save-Bracke häufig freundlich bis neutral. Gegenüber vertrauten Personen ist sie oft anhänglich, bei Fremden eher sachlich als überschwänglich.

Kinder

Mit respektvollen Kindern kann sie gut auskommen, besonders wenn sie früh sozialisiert wurde und genügend Rückzugsmöglichkeiten hat. Wegen ihres Temperaments und Bewegungsdrangs ist Aufsicht im Zusammenleben dennoch sinnvoll; pauschale Eignung für jede Familiensituation lässt sich nicht garantieren.

Andere Hunde

Mit anderen Hunden ist sie häufig recht verträglich, was auch mit ihrer Verwendung im jagdlichen Kontext zusammenhängen kann. Sympathie, Sozialisation und individuelles Temperament bleiben aber entscheidend.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Fell mit regelmäßigem Pflegebedarf

Pflegeintervall

1-2x pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel bis stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell gründlich ausbürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Während des Fellwechsels häufiger lose Unterwolle entfernen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, damit die natürliche Schutzschicht von Haut und Fell erhalten bleibt.
  • Hängende oder anliegende Ohren sollten nach Spaziergängen in feuchtem Gelände besonders beachtet werden.
  • Nach Ausflügen durch Wald und Unterholz Fell auf Schmutz, Kletten und Parasiten kontrollieren.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenschereNaturborstenbürsteUnterwollbürste

Ernährung & Kalorien

Die Savetal-Bracke als ausdauernder Laufhund profitiert von einer ausgewogenen, hochwertigen Ernährung mit angepasster Energiemenge entsprechend Bewegung, Alter und Körperkondition. Die Futtermenge sollte regelmäßig überprüft und an Aktivität sowie Gewichtsentwicklung angepasst werden. Nach intensiver Bewegung sind ausreichend Wasser und geregelte Fütterungszeiten sinnvoll. Leckerlis sollten in die tägliche Energiemenge eingerechnet werden.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
17 kgAktiv1100 kcal
17 kgInaktiv700 kcal
17 kgNormal900 kcal
20 kgAktiv1240 kcal
20 kgInaktiv790 kcal
20 kgNormal1010 kcal
23 kgAktiv1370 kcal
23 kgInaktiv870 kcal
23 kgNormal1120 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • ausgedehnte Spaziergänge mit viel Nasenarbeit
  • Dummyarbeit
  • Fährtenarbeit
  • kontrollierte Lauf- und Erkundungseinheiten in abwechslungsreicher Umgebung
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitMantrailingWandern

Geschichte der Save-Bracke

Die Save-Bracke ist ein traditioneller Laufhund aus dem Gebiet des heutigen Bosnien und Herzegowina. Sie wurde für die jagdliche Arbeit auf Spur und Fährte entwickelt und gehört zu den regionalen Bracken des westlichen Balkans.

Ihre Wurzeln liegen in älteren einheimischen Jagdhundeschlägen, die über lange Zeit an Gelände, Klima und jagdliche Anforderungen angepasst wurden. Die Rasse wurde im 20. Jahrhundert kynologisch genauer erfasst und schließlich international anerkannt. Außerhalb ihrer Herkunftsregion ist die Save-Bracke bis heute vergleichsweise selten.

  1. Entwicklung aus regionalen Bracken- und Laufhundeschlägen im Gebiet des heutigen Bosnien und Herzegowina.

  2. 1965

    Internationale Anerkennung der Rasse durch die FCI.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Save-Bracke gilt insgesamt als robuste, leistungsfähige Laufhundrasse. Wie bei mittelgroßen bis größeren, aktiven Jagdhunden können vor allem der Bewegungsapparat, die Ohren sowie die allgemeine Belastungsverträglichkeit bei intensiver Nutzung besondere Aufmerksamkeit erfordern. Verlässliche rassespezifische Gesundheitsdaten sind begrenzt, daher sollten mögliche Risiken individuell tierärztlich eingeordnet werden.

Bei guter Haltung, angepasster Bewegung, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Vorsorge wird die Lebenserwartung meist als solide eingeschätzt. Der Gesundheitszustand hängt insbesondere von Belastung, Gewichtskontrolle und frühzeitiger Erkennung orthopädischer oder ohrbezogener Probleme ab.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei aktiven mittelgroßen bis größeren Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Mögliche Hinweise sind eingeschränkte Bewegungsfreude, Steifheit oder Belastungsunlust.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, normales Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter und eine verantwortungsvolle Zuchtauswahl achten.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei sportlich geführten Laufhunden können auch die Ellbogengelenke empfindlich auf Fehlbelastung oder entwicklungsbedingte Veränderungen reagieren. Beschwerden zeigen sich teils als Lahmheit oder Schonhaltung.

Prävention: Wachstumsphase nicht mit starker Dauerbelastung überfordern, Gewicht stabil halten und bei Zuchttieren auf orthopädische Untersuchungen achten.

Ohrenentzündungen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei Hunden mit hängenden Ohren kann das Ohrmilieu die Entstehung von Reizungen oder Entzündungen begünstigen. Das Risiko kann bei Jagd, Feuchtigkeit und dichtem Bewuchs zunehmen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder Schmutzeinwirkung sorgfältig trocknen und nur schonend pflegen.

Magen-Darm-Belastungen nach intensiver Aktivität

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei sehr aktiven Hunden können empfindliche Verdauungsreaktionen im Zusammenhang mit Fütterung, Stress oder hoher körperlicher Beanspruchung auftreten. Eine angepasste Belastungssteuerung kann hilfreich sein.

Prävention: Fütterung und starke körperliche Belastung zeitlich trennen, Futterportionen sinnvoll aufteilen und auf ruhige Erholungsphasen achten.

Pfoten- und Krallenverletzungen bei Arbeit im Gelände

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Als jagdlich geführter Laufhund kann die Save-Bracke bei längeren Einsätzen im unebenen Gelände zu kleinen Verletzungen an Pfoten oder Krallen neigen. Regelmäßige Kontrolle unterstützt die Früherkennung.

Prävention: Pfoten nach Einsätzen kontrollieren, Ballen pflegen, Krallenlänge anpassen und Belastung an Untergrund und Witterung anpassen.

  • Feuchtigkeit an den Ohren
  • Hitze
  • Überlastung des Bewegungsapparats
  • Die Ohren sollten wiederkehrend auf Belüftung, Reizungen und Verschmutzungen überprüft werden, besonders nach Aufenthalt in feuchtem oder dichtem Gelände.
  • Gewichtskontrolle und eine an Aktivitätsniveau und Alter angepasste Fütterung unterstützen die Gelenkgesundheit und allgemeine Belastbarkeit.
  • Nach intensiven Einsätzen empfiehlt sich eine Kontrolle von Pfoten, Krallen und Muskulatur, um Belastungsfolgen früh zu erkennen.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen sind sinnvoll, insbesondere bei sportlicher oder jagdlicher Führung sowie im Wachstum.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Save-Bracke kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Save-Bracke ist ein mittelgroßer bis größerer, bewegungsfreudiger Jagdhund mit hoher Ausdauer und viel Aktivität im Gelände. Dadurch können Verletzungen an Bewegungsapparat, Pfoten oder Weichteilen sowie unfallbedingte Eingriffe relevant werden. Zusätzlich können bei aktiven Hunden diagnostische Abklärungen und Behandlungen nach Lahmheiten, Zerrungen oder Biss- und Schnittverletzungen Kosten verursachen. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch Untersuchungen, Medikamente und weiterführende Behandlungen abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei teuren chirurgischen Eingriffen entlasten kann.

  • Bei mittelgroßen bis größeren Hunden können Behandlungen am Bewegungsapparat kostenintensiv sein.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen im Gelände erhöhen.
  • Ein Vollschutz kann auch laufende Tierarztkosten bei akuten Erkrankungen und Verletzungen abfedern.
  • Jagd- und Laufhunde benötigen nach Unfällen oder Überlastung häufiger Diagnostik und Nachsorge.
  • Operationen nach Kreuzband-, Gelenk- oder Weichteilverletzungen können hohe Einmalkosten verursachen.
  • Akute tierärztliche Behandlungen nach Unfällen bei hoher Outdoor- und Laufaktivität.
  • Diagnostik bei Lahmheiten, Gelenkbeschwerden oder Überlastung des Bewegungsapparats.
  • Nachsorgekosten inklusive Medikamente, Kontrollen und möglicher Rehabilitation nach Operationen.
  • Orthopädische Verletzungen durch Laufen, Springen oder abruptes Stoppen im Gelände.
  • Wundversorgungen und chirurgische Eingriffe nach Schnitt-, Riss- oder Bissverletzungen.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Bildgebung und Nachbehandlung achten.
  • Auf nachvollziehbare Regelungen zu Selbstbeteiligung und jährlichen Erstattungsgrenzen achten.
  • Bei aktiven Hunden kann ein Tarif mit Schutz für Unfallfolgen und diagnostische Maßnahmen sinnvoll sein.
  • Leistungen für Physiotherapie oder Rehabilitation nach orthopädischen Eingriffen können hilfreich sein.
  • Wenn vor allem größere Einmalkosten abgesichert werden sollen, kann eine OP-Versicherung ausreichend sein.
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