Hund im Rasseprofil

Sauerländer Dachsbracke

Die Sauerländer Dachsbracke ist ein kleiner bis mittelgroßer deutscher Jagdhund, der vor allem für die Nachsuche und Stöberarbeit im Wald gezüchtet wurde. Sie gilt als ausdauernd, spurlaut und arbeitsfreudig.

AufmerksamAusdauerndFreundlichRobustSelbstständigSpursicher
Ein Sauerländer Dachsbracke Hund wird in einer hellen Wohnung sanft gebürstet, während der Besitzer liebevoll das Fell pflegt.
Regelmäßige Fellpflege gehört zur verantwortungsvollen Haltung und unterstützt das Wohlbefinden des Hundes.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Deutschland

Größe

Klein

Schulterhöhe

30-38 cm

Gewicht

15-18 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Dicht, Hart

Farben

Rot, Rotgelb, Schwarz mit loh, Rot mit schwarzem mantel oder sattel

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 217

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Sauerländer Dachsbracke

Neugieriger Sauerländer Dachsbracke Welpe erkundet sein neues Zuhause auf einer weichen Decke mit Spielzeug im Vordergrund und liebevoller Familie im Hintergrund.
Ein junger Sauerländer Dachsbracke Welpe fühlt sich in seinem neuen Zuhause sicher und willkommen.
Ein älterer Sauerländer Dachsbracke liegt entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein ruhiger Moment im Zuhause: Der ältere Hund genießt Nähe und Fürsorge durch seinen Halter.
Ein glücklicher Sauerländer Dachsbracke sitzt entspannt neben seinem Besitzer in einer modernen Wohnung.
Sauerländer Dachsbracke und sein Halter in einer vertrauensvollen Atmosphäre.

Charakter

Die Sauerländer Dachsbracke ist ein ausdauernder, jagdlich geprägter Hund mit selbstständigem Arbeitsstil, guter Nase und enger Bindung an seine Bezugspersonen. Im Alltag zeigt sie sich oft freundlich, robust und aufmerksam, verlangt jedoch eine passende Auslastung und eine konsequente, faire Erziehung.

AufmerksamAusdauerndFreundlichRobustSelbstständigSpursicher
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Mit klarer, geduldiger und verlässlicher Führung ist die Sauerländer Dachsbracke gut erziehbar, zeigt aber häufig eine gewisse Eigenständigkeit. Härte ist wenig sinnvoll; besser wirken Motivation, Routine und jagdlich oder nasenorientiert aufgebaute Beschäftigung.

Wachtrieb

Sie ist aufmerksam und meldet Ungewöhnliches oft zuverlässig, ohne typischerweise ein ausgesprochener Schutzhund zu sein. Der Wachtrieb ist vorhanden, steht aber meist hinter dem jagdlichen Interesse zurück.

Jagdtrieb

Der Jagdtrieb ist in der Regel deutlich bis sehr deutlich ausgeprägt. Spuren, Wildgerüche und Bewegungsreize können stark motivieren, weshalb zuverlässiger Rückruf und umsichtiges Management besonders wichtig sind.

Alleinbleiben

Alleinbleiben sollte behutsam aufgebaut werden. Gut ausgelastete und schrittweise daran gewöhnte Hunde können begrenzte Zeit alleine bleiben, doch eine lange tägliche Isolation passt meist nicht gut zu dieser arbeitsfreudigen und bindungsorientierten Rasse.

Als Lauf- und Jagdhund bringt die Rasse meist einen deutlich ausgeprägten Spur- und Jagdwillen mit. Ihr Verhalten im Familienalltag hängt stark von Herkunft, Ausbildung, Auslastung und Haltung ab. Ohne sinnvolle Beschäftigung kann sie eigensinnig wirken oder sich selbst Aufgaben suchen.

Alltag & Haltung

Familie

Als Familienhund kann die Sauerländer Dachsbracke passend sein, wenn ihre jagdlichen Anlagen ernst genommen und Alltag, Training sowie Auslastung darauf abgestimmt werden. In ruhigen, hundeerfahrenen Familien mit klaren Regeln und ausreichender Beschäftigung kann sie loyal und angenehm sein. Für sehr trubelige Haushalte oder Familien, die einen unkomplizierten Sofahund erwarten, ist sie oft weniger geeignet.

Wohnung

Ja

Anfänger

Für Anfänger ist die Rasse eher bedingt geeignet. Wer noch wenig Hundeerfahrung hat, sollte sich auf Jagdtrieb, Bellneigung, konsequentes Training und regelmäßige Nasenarbeit einstellen. Mit guter Vorbereitung, Anleitung durch kompetente Hundetrainer und realistischen Erwartungen kann es funktionieren, meist ist die Rasse jedoch einfacher in erfahrenen Händen.

Bewegungsbedarf

Der Bewegungsbedarf ist hoch. Neben normalen Spaziergängen braucht die Sauerländer Dachsbracke vor allem sinnvolle Aufgaben wie Fährtenarbeit, Suchspiele, kontrollierte jagdnahe Beschäftigung oder lange, abwechslungsreiche Touren.

Hitzeverträglichkeit

Mäßig. Bei Wärme sollte Bewegung in kühlere Tageszeiten verlegt werden, da ausdauernde Hunde sich bei Reizen leicht überlasten können.

Kälteverträglichkeit

Gut. Die Rasse ist robust und meist wetterfest, wobei individuelle Unterschiede, Alter und Gesundheitszustand zu beachten sind.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft ordentlich. Ruhiges Training für Auto, Box, neue Umgebungen und Pausenmanagement ist wichtig, da jagdlich motivierte Hunde in fremder Umgebung schnell stark auf Gerüche und Reize reagieren können.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen ist die Sauerländer Dachsbracke häufig anhänglich und loyal. Fremden begegnet sie oft reserviert bis neutral, in der Regel aber nicht grundlos aggressiv, sofern sie gut sozialisiert wurde.

Kinder

Mit verständigen Kindern kann sie gut auskommen, besonders wenn Rückzugsorte respektiert werden und der Hund nicht dauerhaft bedrängt wird. Aufgrund ihrer Eigenständigkeit und ihres teils lebhaften Wesens sollten Begegnungen mit kleinen Kindern immer begleitet werden.

Andere Hunde

Mit Artgenossen ist das Verhalten oft ordentlich bis neutral, frühe Sozialisation bleibt jedoch wichtig. Je nach Individuum können Jagderregung, Ressourcen oder Unsicherheit das Miteinander beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Kurzhaar

Pflegeintervall

woechentlich

Fellpflege

Gering

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering

  • fell regelmaessig buersten
  • krallen kontrollieren und bei bedarf kuerzen
  • ohren kontrollieren und sauber halten
  • pfoten nach ausfluegen im gelände pruefen
  • zaehne regelmaessig pflegen
  • baden nur bei starker verschmutzung, um die haut nicht unnoetig zu belasten
  • das kurze fell ist pflegeleicht, profitiert aber von regelmaessigem ausbuersten
  • haengeohren sollten besonders nach spaziergaengen in feuchtem oder dichtem gelände kontrolliert werden
  • nach aktivitaeten im wald koennen zecken und kleine verletzungen an pfoten oder haut auftreten
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Ernährung & Kalorien

auf eine ausgewogene, dem koerperbau und aktivitaetsniveau angepasste fuetterung achten. die sauerlaender dachsbracke ist ein kleiner bis mittelgrosser, bewegungsfreudiger laufhund und sollte weder ueber- noch unterversorgt werden. portionen passend zum gewicht, alter und taeglichen bewegungsumfang waehlen. leckerlis und belohnungen in die tagesration einrechnen. frisches wasser sollte jederzeit verfuegbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
14 kgAktiv860 kcal
14 kgInaktiv560 kcal
14 kgNormal700 kcal
18 kgAktiv1040 kcal
18 kgInaktiv680 kcal
18 kgNormal850 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • apportieren in ruhiger form
  • futtersuche
  • lange spaziergaenge in abwechslungsreichem gelände
  • nasenarbeit
  • spurensuche
  • suchspiele

Passende Aktivitäten

FaehrtenarbeitLongierenMantrailingWandern

Geschichte der Sauerländer Dachsbracke

Die Sauerländer Dachsbracke entstand in Deutschland als jagdlich geführter Gebrauchshund für bewaldete Mittelgebirgsregionen. Sie wurde aus kleineren Bracken- und Niederlaufhundtypen aufgebaut, um einen spurwilligen, ausdauernden und geländegängigen Hund für die Arbeit auf Schalenwild und für die Nachsuche zu erhalten.

Besonders im Sauerland und in angrenzenden Jagdgebieten wurde die Rasse von Berufs- und Revierjägern geschätzt. Im Vordergrund stand dabei stets die praktische Jagdverwendung und nicht eine reine Schauzucht. Die Sauerländer Dachsbracke ist bis heute vor allem als leistungsfähiger Jagdhund bekannt und außerhalb jagdlicher Kreise vergleichsweise selten.

  1. In Deutschland werden niederläufige Bracken für die Jagd in waldreichen Mittelgebirgsregionen gezielt genutzt und weiterentwickelt.

  2. Aus regionalen Bracken- und Dachsbrackentypen entsteht die Sauerländer Dachsbracke als spezialisierter Gebrauchshund für Stöberarbeit und Nachsuche.

  3. 1955

    Die Rasse wird von der FCI offiziell anerkannt.

  4. Die Sauerländer Dachsbracke bleibt vor allem in Jägerhand erhalten und gilt außerhalb jagdlicher Nutzung als eher selten.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Sauerländer Dachsbracke gilt insgesamt als robuste, arbeitsfreudige Hunderasse mit solider Konstitution. Wie bei mittelgroßen Jagdhunden können rassetypisch vor allem orthopädische Belastungen, Ohrprobleme sowie einzelne Augen- und Hautthemen relevant sein. Bei ausreichender Bewegung, angepasster Fütterung und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge ist häufig ein stabiler Gesundheitszustand zu erwarten.

Bei guter Haltung, angepasster Auslastung und Vorsorge liegt die Lebenserwartung oft im mittleren bis guten Bereich. Entscheidend sind Gewichtskontrolle, Pflege der Ohren, Schutz vor Überlastung des Bewegungsapparates und regelmäßige Gesundheitschecks.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei verschiedenen Jagdhunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Mögliche Folgen sind Belastungsunlust, Steifheit oder eingeschränkte Beweglichkeit.

Prävention: Kontrolliertes Wachstum im Junghundalter, angepasstes Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung und Zuchteinsatz mit Gesundheitsuntersuchungen.

Bandscheibenprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Durch den eher langgestreckten Körperbau können Erkrankungen der Wirbelsäule und der Bandscheiben bei einzelnen Hunden eine Rolle spielen. Das Risiko steigt oft bei Übergewicht und ungünstiger Belastung.

Prävention: Normales Körpergewicht halten, übermäßiges Springen reduzieren, Muskulatur durch regelmäßige Bewegung fördern und bei Auffälligkeiten früh tierärztlich abklären lassen.

Otitis externa

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängende Ohren können ein feuchtwarmes Milieu begünstigen, wodurch Entzündungen des äußeren Gehörgangs häufiger auftreten können. Typisch sind Juckreiz, Geruch oder vermehrtes Kopfschütteln.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe sorgfältig trocknen und Verschmutzungen schonend entfernen.

Übergewicht

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei nicht ausreichender Auslastung oder energiereicher Fütterung kann Gewichtszunahme auftreten. Zusätzliche Kilos können Gelenke, Rücken und Kreislauf stärker belasten.

Prävention: Futtermenge an Aktivitätsniveau anpassen, regelmäßige Bewegung sichern und Gewicht in festen Abständen kontrollieren.

Augenirritationen und Lidveränderungen

NiedrigGenetisches Risiko: Ja

Bei einzelnen Lauf- und Jagdhunden können leichte Augenprobleme oder Lidfehlstellungen vorkommen. Solche Veränderungen können Reizungen, Tränenfluss oder vermehrtes Blinzeln begünstigen.

Prävention: Augen regelmäßig beobachten, Reizungen früh abklären lassen und Zuchtlinien mit bekannten Auffälligkeiten berücksichtigen.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Rücken
  • Auf konsequente Gewichtskontrolle achten, da ein schlanker Körperzustand Rücken und Gelenke entlasten kann.
  • Bei jagdlich geführten Hunden sind regelmäßige Allgemeinuntersuchungen, Parasitenprophylaxe und Kontrolle nach Einsätzen im Gelände empfehlenswert.
  • Die Ohren sollten in kurzen Abständen kontrolliert und bei Bedarf schonend gereinigt werden, um Reizungen oder Entzündungen früh zu erkennen.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen sind sinnvoll, besonders bei Auffälligkeiten im Gangbild oder bei hoher jagdlicher Belastung.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Sauerländer Dachsbracke kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Sauerländer Dachsbracke ist ein aktiver, ausdauernder Jagdhund mit robuster Grundkonstitution, kann durch Bewegung im Gelände und hohe Belastung jedoch ein erhöhtes Risiko für Verletzungen, orthopädische Probleme und kostenintensive Behandlungen haben. Zusätzlich können Diagnostik, Narkose und chirurgische Eingriffe bei akuten Erkrankungen oder Unfällen spürbare Tierarztkosten verursachen. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch allgemeine Behandlungen und Diagnostik abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Einmalkosten entlasten kann.

  • Bei jagdlich geführten oder sehr bewegungsfreudigen Hunden können Unfälle im Gelände zu hohen Behandlungskosten führen.
  • Das aktive Einsatzprofil kann das Risiko für Verletzungen an Pfoten, Gelenken und Weichteilen erhöhen.
  • Ein umfassender Schutz kann bei wiederkehrenden Behandlungen, Medikamenten und Nachsorge finanziell entlasten.
  • Operationen unter Narkose sowie bildgebende Verfahren können auch bei mittelgroßen Hunden schnell teuer werden.
  • Orthopädische Beschwerden oder Rückenprobleme können bei langgebauten Hunden diagnostisch und therapeutisch aufwendig sein.
  • Gelenk- und Bewegungsapparatbeschwerden können wiederkehrende tierärztliche Kontrollen und Therapien verursachen.
  • Notfallversorgung mit Narkose, Bildgebung und stationärer Betreuung kann schnell hohe Einzelkosten auslösen.
  • Ohrenprobleme oder Entzündungen können bei Hunden mit Hängeohren mehrfach behandlungsbedürftig werden.
  • Rücken- oder Bandscheibenprobleme können aufwendige Diagnostik und längere Behandlungsverläufe nach sich ziehen.
  • Unfallbedingte Verletzungen im Gelände können Untersuchungen, Wundversorgung oder chirurgische Eingriffe erforderlich machen.
  • Auf transparente Regelungen zu Wartezeiten, Leistungsgrenzen und Selbstbeteiligung sollte geachtet werden.
  • Bei aktiven Hunden kann ein Schutz vorteilhaft sein, der auch Unfallfolgen und Notfallbehandlungen einschließt.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der orthopädische Diagnostik und Behandlungen einschließlich bildgebender Verfahren berücksichtigt.
  • Wenn regelmäßige tierärztliche Behandlungen mitversichert sein sollen, kann ein Vollschutz gegenüber einer reinen OP-Versicherung passender sein.
  • Wichtig kann eine ausreichende Erstattung für Operationen, Narkose, Klinikaufenthalte und Nachsorge sein.
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