Hund im Rasseprofil

Rebhuhnhund

Der Rebhuhnhund, heute vor allem als Deutsch Kurzhaar bekannt, ist ein vielseitiger deutscher Vorstehhund für die Jagd an Land und im Wasser. Er verbindet Ausdauer, Führigkeit und Arbeitsfreude mit einem leistungsfähigen, athletischen Körperbau.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndBewegungsfreudigIntelligentMenschenbezogen
Ein älterer Rebhuhnhund liegt entspannt auf einem gemütlichen Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ruhige Momente zu Hause stärken das Wohlbefinden älterer Hunde und zeigen, wie wichtig Fürsorge im Alltag ist.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Deutschland

Größe

Gross

Schulterhöhe

53-66 cm

Gewicht

20-32 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Braun, Braun weiss, Braunschimmel, Schwarz, Schwarz weiss, Schwarzschimmel

FCI-Gruppe

Gruppe 7

FCI-Standard

Nr. 98

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Rebhuhnhund

Ein Rebhuhnhund liegt entspannt neben einem Kind im Wohnzimmer, während die Eltern im Hintergrund eine warme Familienatmosphäre schaffen.
Der ruhige Moment im Wohnzimmer zeigt, wie eng Hund und Familie im Alltag verbunden sein können.
Ein ruhiger Hund mit leicht bandagierter Pfote liegt auf einer Decke, während sein Besitzer erleichtert neben ihm sitzt.
Nach einer leichten Pfotenverletzung ruht der Hund entspannt auf seiner Decke, während sein Besitzer erleichtert bei ihm sitzt.
Ein vitaler Rebhuhnhund läuft fröhlich über eine grüne Wiese im Park, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Bewegung an der frischen Luft unterstützt ein gesundes und aktives Hundeleben.

Charakter

Der Rebhuhnhund ist ein leistungsfähiger, ausdauernder und vielseitiger Jagdhund mit viel Arbeitswillen. Im Alltag zeigt er sich meist aufmerksam, intelligent und menschenbezogen, braucht aber eine konsequente, faire Führung sowie ausreichend körperliche und geistige Auslastung.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndBewegungsfreudigIntelligentMenschenbezogen
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn frühzeitig mit klaren Regeln, Ruhetraining und jagdlich sinnvoller oder ersatzweiser Auslastung gearbeitet wird. Sensible, aber konsequente Führung ist oft erfolgreicher als Härte.

Wachtrieb

In der Regel vorhanden, aber meist nicht so ausgeprägt wie bei spezialisierten Wachhunden. Er meldet Auffälligkeiten oft aufmerksam, ist jedoch gewöhnlich eher arbeits als schutzorientiert.

Jagdtrieb

Deutlich ausgeprägt. Als Jagdhund bringt der Rebhuhnhund häufig eine hohe Motivation zum Suchen, Anzeigen und Verfolgen von Wildgerüchen mit. Ein verlässlicher Rückruf und gutes Impulskontrolltraining sind besonders wichtig.

Alleinbleiben

Nur schrittweise trainieren. Viele Vertreter sind menschenbezogen und bei Unterforderung wenig gelassen beim Alleinbleiben. Mit guter Gewöhnung sind moderate Zeiträume möglich, pauschal sollte längeres Alleinsein aber nicht erwartet werden.

Als klassischer Vorstehhund ist der Rebhuhnhund in der Regel kein reiner Sofahund. Seine Eignung als Familien- oder Anfängerhund hängt stark von Zuchtlinie, Auslastung, Erziehung und Haltungsumfeld ab. Ohne passende Beschäftigung können Unruhe, Frust oder unerwünschtes Jagdverhalten auftreten.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Auslastung, guter Erziehung und ausreichend Ruhephasen kann der Rebhuhnhund ein freundlicher Familienhund sein. Für sehr ruhige Haushalte oder Familien ohne Zeit für tägliche Beschäftigung ist er meist weniger geeignet.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur eingeschränkt. Motivierte Anfänger mit viel Zeit, Lernbereitschaft und Unterstützung durch Hundeschule oder Trainer können zurechtkommen, doch der hohe Bewegungsbedarf und der meist deutliche Jagdtrieb machen die Rasse oft anspruchsvoll.

Bewegungsbedarf

Hoch. Tägliche ausgedehnte Spaziergänge allein reichen oft nicht aus; sinnvoll sind Nasenarbeit, Dummyarbeit, strukturierte Suchaufgaben, Apportiertraining oder andere jagdnahe Beschäftigungen.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte die Aktivität auf kühle Tageszeiten verlegt werden, da ausdauernde Arbeit und dichtes Bewegungsprogramm den Hund bei Hitze belasten können.

Kälteverträglichkeit

Gut. Viele Rebhuhnhunde kommen mit kühlerem Wetter ordentlich zurecht, solange sie in Bewegung sind und nicht dauerhaft ungeschützt in Nässe oder Kälte bleiben.

Reisetauglichkeit

Oft gut, wenn der Hund früh an Auto, Box, unterschiedliche Umgebungen und Ruhe unterwegs gewöhnt wird. Ohne Training können Aufregung und starker Außenreizfokus das Reisen erschweren.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, offen bis reserviert, aber in der Regel gut ansprechbar und bindungsorientiert. Eine gute Sozialisierung unterstützt ein sicheres Auftreten im Alltag.

Kinder

Bei respektvollem Umgang häufig verträglich. Wegen Temperament und Energielevel sollten Begegnungen mit kleinen Kindern gut begleitet werden, damit weder Hund noch Kind überfordert werden.

Andere Hunde

Oft sozial gut integrierbar, besonders bei früher Gewöhnung. Wie harmonisch das Zusammenleben verläuft, hängt aber von Erziehung, Individualcharakter und Auslastung ab.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, glattes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche bürsten, während des Fellwechsels häufiger

Fellpflege

Gering bis mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering bis mittel

  • Fell regelmäßig ausbürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Arbeit im Gelände kontrollieren
  • Während des Fellwechsels lose Haare häufiger entfernen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, damit die natürliche Schutzschicht von Haut und Fell erhalten bleibt.
  • Der Rebhuhnhund ist meist pflegeleicht, benötigt aber regelmäßige Kontrolle nach Einsätzen im Feld und Unterholz.
  • Hängende oder anliegende Ohren sollten besonders sorgfältig kontrolliert werden.
  • Nach Spaziergängen im hohen Gras sollten Fell, Ohren und Pfoten auf Schmutz, Grannen und kleine Verletzungen geprüft werden.
GummistriegelHundezahnbürsteKammKrallenzangePfotenhandtuchWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, altersgerechte Ernährung mit hochwertigem Protein achten. Da der Rebhuhnhund ein lauffreudiger und arbeitsfreudiger Hund ist, sollte die Futtermenge an Bewegung, Trainingsumfang und Körperkondition angepasst werden. Die Tagesration kann auf zwei Mahlzeiten verteilt werden. Leckerlis und Trainingssnacks in die Gesamtfuttermenge einrechnen. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1150 kcal
20 kgInaktiv800 kcal
20 kgNormal950 kcal
25 kgAktiv1350 kcal
25 kgInaktiv950 kcal
25 kgNormal1120 kcal
30 kgAktiv1540 kcal
30 kgInaktiv1080 kcal
30 kgNormal1280 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportieraufgaben
  • ausgedehnte Spaziergänge mit Nasenarbeit
  • Dummyarbeit
  • Fährtenarbeit
  • Gehorsamkeitstraining
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

DummytrainingFährtenarbeitLongierenMantrailingObedience

Geschichte des Rebhuhnhunds

Der Rebhuhnhund bezeichnet historisch einen deutschen Jagdhundtyp, aus dem der heutige **Deutsch Kurzhaar** hervorging. Seine Entwicklung erfolgte aus älteren Vogel- und Vorstehhunden, die für die Jagd auf Federwild, besonders auf Rebhühner, eingesetzt wurden.

Im 19. Jahrhundert wurde in Deutschland gezielt an einem vielseitigen, leistungsfähigen Vorstehhund gearbeitet, der sowohl zum Vorstehen als auch für Nachsuche und Wasserarbeit geeignet war. Aus dieser züchterischen Vereinheitlichung entstand der moderne Deutsch Kurzhaar, während die ältere Bezeichnung Rebhuhnhund weitgehend außer Gebrauch geriet.

Heute wird der Hund international als Deutsch Kurzhaar geführt und zählt zu den klassischen kontinentalen Vorstehhunden.

  1. Historische Rebhuhnhunde und andere deutsche Vogelhunde werden als jagdliche Ausgangsbasis des späteren Deutsch Kurzhaar betrachtet.

  2. 1872

    Beginn der zuchtbuchmäßigen Erfassung des Deutsch Kurzhaar in Deutschland.

  3. 1879

    Der erste Standard für den Deutsch Kurzhaar wird festgelegt.

  4. Die ältere Bezeichnung Rebhuhnhund wird im allgemeinen Sprachgebrauch zunehmend durch Deutsch Kurzhaar ersetzt.

  5. Der Hund wird international als Deutsch Kurzhaar bzw. German Shorthaired Pointer geführt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Rebhuhnhund gilt insgesamt als ausdauernde und leistungsfähige Hunderasse mit häufig guter körperlicher Belastbarkeit. Rassetypisch können vor allem orthopädische Belastungen, einzelne Augenerkrankungen sowie bei tiefem Brustkorb ein erhöhtes Risiko für Magenprobleme auftreten. Bei jagdlich oder sportlich geführten Tieren sind zudem regelmäßige Kontrollen von Bewegungsapparat, Ohren und Haut sinnvoll.

Bei guter Haltung, angemessener Bewegung, kontrollierter Zucht und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge liegt die Lebenserwartung häufig im mittleren bis guten Bereich. Der langfristige Gesundheitsverlauf wird besonders durch Gelenkgesundheit, Gewichtskontrolle und allgemeine Belastungssteuerung beeinflusst.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei größeren und sportlichen Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Dies kann sich je nach Ausprägung auf Beweglichkeit und Belastbarkeit auswirken.

Prävention: Auf kontrollierte Zucht, moderates Wachstum im Junghundealter, geeignetes Körpergewicht und gelenkschonende Bewegung achten.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Erkrankungen des Ellbogengelenks kommen bei aktiven mittelgroßen bis großen Hunden als mögliches Risiko vor und können die Vorderhandbelastung beeinträchtigen.

Prävention: Wachstumsphase nicht überlasten, Gewicht im Normalbereich halten und bei Zuchteignung orthopädische Untersuchungen berücksichtigen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei Hunden mit tieferem Brustkorb wird ein erhöhtes Risiko für eine Magenaufgasung mit Drehung beschrieben. Es handelt sich um ein mögliches rassetypisches Notfallrisiko.

Prävention: Futterportionen aufteilen, nach größeren Mahlzeiten Ruhe ermöglichen und starke Belastung unmittelbar nach dem Fressen vermeiden.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei Hunden mit hängenden Ohren und viel Aktivität im Gelände können Reizungen oder Entzündungen des Gehörgangs häufiger auftreten.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren und nach Nässe, Schwimmen oder Arbeit im dichten Bewuchs schonend trocknen und pflegen.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei einigen Jagdhunderassen werden erbliche Netzhauterkrankungen als mögliches Risiko beschrieben, die das Sehvermögen im Verlauf beeinträchtigen können.

Prävention: Zuchtuntersuchungen und regelmäßige augenärztliche Kontrollen im Rahmen der Vorsorge einplanen.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Magen nach starker Belastung oder großen Mahlzeiten
  • Ohren
  • Augenkontrollen in angemessenen Abständen können helfen, mögliche rassetypische Veränderungen früh zu erkennen.
  • Fütterung und Aktivität sollten so abgestimmt werden, dass größere Belastung nicht direkt vor oder nach umfangreichen Mahlzeiten erfolgt.
  • Gewichtskontrolle, Muskelaufbau und ein dem Alter angepasstes Trainingsniveau unterstützen die langfristige Gelenkgesundheit.
  • Ohren nach Jagd, Feldarbeit oder Schwimmen regelmäßig kontrollieren und bei Auffälligkeiten tierärztlich abklären lassen.
  • Regelmäßige orthopädische Vorsorgeuntersuchungen können sinnvoll sein, besonders im Wachstum und bei sportlich geführten Hunden.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Rebhuhnhund kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Rebhuhnhund ist ein aktiver, mittelgroßer Hund mit hoher Bewegungsfreude und jagdtypischer Belastung von Gelenken, Muskeln und Pfoten. Durch den Einsatz im Gelände können Verletzungen, Fremdkörperaufnahmen oder operative Eingriffe infolge von Unfällen vorkommen. Zusätzlich können im Lauf des Lebens orthopädische, augenbezogene oder altersbedingte Beschwerden tierärztliche Kosten verursachen. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch Diagnostik und Behandlungen im Alltag abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Eingriffen entlasten kann.

  • Auch ohne Operation können Diagnostik, Medikamente und Nachbehandlungen über die Zeit relevant werden.
  • Bei jagdlich geprägten Hunden können Bänder, Gelenke und Muskulatur stärker belastet werden.
  • Das hohe Aktivitätsniveau erhöht das Risiko für Verletzungen bei Bewegung, Training und Ausflügen im Gelände.
  • Operationen nach Unfällen oder bei orthopädischen Problemen können spürbare Kosten verursachen.
  • Augen- oder Ohrenprobleme können wiederkehrende Behandlungen und Kontrollen verursachen.
  • Fremdkörperaufnahme oder Magen-Darm-Probleme können akute Untersuchungen und in Einzelfällen Eingriffe nach sich ziehen.
  • Orthopädische Beschwerden an Gelenken, Bändern oder Muskulatur können Diagnostik und Behandlung erforderlich machen.
  • Verletzungen an Pfoten, Haut oder Weichteilen durch Bewegung im unwegsamen Gelände können tierärztlich versorgt werden müssen.
  • Bei Vollschutz kann darauf geachtet werden, dass auch ambulante Behandlungen und Medikamente mitversichert sind.
  • Ein Blick auf Leistungsgrenzen für Gelenk-, Kreuzband- oder Fremdkörperoperationen kann hilfreich sein.
  • Ein Tarif mit guter Kostenübernahme für Operationen und Narkose kann bei aktiven Hunden besonders relevant sein.
  • Sinnvoll kann eine Absicherung sein, die auch bildgebende Diagnostik vor einer Operation berücksichtigt.
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