Hund im Rasseprofil

Perdigueiro Portugues

Der Perdigueiro Portugues ist ein traditionsreicher portugiesischer Vorstehhund, der vor allem für die Jagd auf Federwild gezüchtet wurde. Er gilt als ausdauernd, arbeitsfreudig und eng an seinen Menschen gebunden.

ArbeitsfreudigAusdauerndFreundlichJagdlich motiviertKooperativMenschenbezogenSensibel
Ein Perdigueiro Portugues sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer Tierarztpraxis.
Ein ruhiger Hund im modernen Wartebereich einer Tierarztpraxis vermittelt Vertrauen und einen entspannten Besuch beim Tierarzt.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

11-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Portugal

Größe

Mittel

Schulterhöhe

48-60 cm

Gewicht

16-27 kg

Lebenserwartung

11-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Gelb, Hellbraun, Gelb mit weissen abzeichen, Hellbraun mit weissen abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 7

FCI-Standard

Nr. 187

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Perdigueiro Portugues

Ein vitaler Perdigueiro Português läuft fröhlich über eine grüne Wiese im Park, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Ein gesunder, bewegungsfreudiger Hund beim Spielen im Grünen – ein gutes Beispiel für aktives Hundeleben und regelmäßige Bewegung.
Ein neugieriger Perdigueiro Portugues Welpe entdeckt sein neues Zuhause mit einer weichen Decke und Spielzeug, während eine liebevolle Familie im Hintergrund zu sehen ist.
Der junge Welpe erkundet voller Neugier sein behagliches Zuhause.
Ein Perdigueiro Portugues Hund mit leicht verbundenem Pfötchen liegt ruhig auf einer Decke neben seinem erleichterten Besitzer in einer hellen Wohnung.
Der ruhige Hund erholt sich in vertrauter Umgebung, während sein Besitzer erleichtert an seiner Seite sitzt.

Charakter

Der Perdigueiro Portugues ist ein ausdauernder, menschenbezogener und arbeitsfreudiger Vorstehhund mit freundlichem Wesen. Typisch sind eine enge Bindung an seine Bezugspersonen, gute Lernbereitschaft und ein deutlich vorhandener Jagdtrieb. Im Alltag zeigt er sich oft ausgeglichen, sofern er körperlich und geistig passend ausgelastet wird.

ArbeitsfreudigAusdauerndFreundlichJagdlich motiviertKooperativMenschenbezogenSensibel
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

In der Regel gut erziehbar, wenn die Ausbildung freundlich, klar und konsequent erfolgt. Der Perdigueiro Portugues arbeitet meist kooperativ mit, kann bei einseitiger oder harter Behandlung jedoch an Motivation verlieren. Jagdlich motiviertes Verhalten sollte früh in kontrollierte Bahnen gelenkt werden.

Wachtrieb

Meist vorhanden, aber üblicherweise nicht übermäßig stark ausgeprägt. Er meldet Auffälligkeiten oft aufmerksam, ist jedoch in erster Linie ein Jagd und Gebrauchshund und kein klassischer Schutz oder Wachspezialist.

Jagdtrieb

Deutlich ausgeprägt. Als Vorstehhund bringt die Rasse in der Regel viel Interesse an Wildgerüchen, Spurarbeit und weiträumiger Suche mit. Ein zuverlässiger Rückruf und jagdlich orientierte oder ersatzweise nasenbezogene Auslastung sind besonders wichtig.

Alleinbleiben

Nur begrenzt und behutsam aufzubauen. Viele Vertreter sind stark menschenbezogen und bleiben nicht gern lange allein. Mit Training sind alltagstaugliche Zeiträume möglich, lange regelmäßige Alleinphasen passen jedoch oft nicht ideal zur Rasse.

Die Rasse eignet sich besonders für aktive Halter, die Freude an konsequenter, fairer Führung und sinnvoller Beschäftigung haben. Freundlichkeit und Familiennähe sind häufig, dennoch können Ausprägung von Jagdtrieb, Sensibilität und Wachsamkeit individuell variieren. Eine gute Sozialisierung und alltagsnahe Erziehung bleiben wichtig.

Alltag & Haltung

Familie

Bei guter Auslastung, früher Sozialisierung und klaren Regeln kann der Perdigueiro Portugues ein angenehmer Familienhund sein. Er ist oft freundlich und anhänglich, braucht aber deutlich mehr Beschäftigung als rein gemütliche Begleithunde. Für sehr ruhige Haushalte oder Familien ohne Zeit für Training, Bewegung und Nasenarbeit ist er meist weniger passend.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur eingeschränkt. Anfänger können mit der Rasse zurechtkommen, wenn sie sich intensiv mit Jagdhundeverhalten, Rückruftraining und artgerechter Auslastung beschäftigen und im Idealfall Unterstützung durch Hundeschule oder Trainer nutzen. Ohne Erfahrung mit aktiven, jagdlich motivierten Hunden kann der Alltag schnell fordernd werden.

Bewegungsbedarf

Hoch. Neben täglichen Spaziergängen braucht die Rasse meist zusätzliche geistige Beschäftigung, zum Beispiel Sucharbeit, Dummyarbeit, Apportiertraining oder jagdnahes Ersatztraining. Reine Bewegung ohne Aufgaben reicht vielen Vertretern auf Dauer nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Eher gut bis mittel. Als aus Portugal stammende Rasse kommt sie mit warmem Wetter häufig ordentlich zurecht, intensive Aktivität sollte bei großer Hitze aber in die kühleren Tageszeiten verlegt werden.

Kälteverträglichkeit

Mittel. Kurzes bis mittleres Fell ohne starke Unterwolle bietet begrenzten Schutz bei nasskaltem Wetter. Viele Hunde kommen mit gemäßigten Temperaturen gut klar, bei Kälte, Wind und Nässe ist jedoch auf Belastung und Wohlbefinden zu achten.

Reisetauglichkeit

Meist gut, wenn der Hund früh an Auto, neue Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt wird. Aufgrund seiner Menschenbezogenheit reist er oft gern mit, benötigt unterwegs aber ausreichend Bewegung, klare Strukturen und sichere Rückzugsmöglichkeiten.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen meist freundlich, anhänglich und kooperativ. Fremden begegnet er oft offen bis neutral, teilweise zunächst etwas reserviert, jedoch normalerweise nicht grundlos scharf.

Kinder

Mit respektvollen Kindern häufig gut verträglich, besonders wenn der Hund gut sozialisiert ist und Rückzugsmöglichkeiten hat. Wegen Energie, Temperament und möglichem Jagd- oder Übersprungverhalten sollten Begegnungen mit kleinen Kindern stets begleitet werden.

Andere Hunde

Oft gut sozial verträglich, vor allem bei früher Gewöhnung. Das Zusammenleben mit anderen Hunden gelingt häufig gut, dennoch können individuelle Unterschiede in Temperament, Geschlecht und Erziehung eine Rolle spielen.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche bürsten

Fellpflege

Gering bis mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering bis mittel

  • Fell regelmäßig ausbürsten
  • Krallen regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Nach Schmutz, Kletten und Parasiten im Fell suchen
  • Ohren nach dem Außeneinsatz kontrollieren und reinigen
  • Pfoten und Ballen nach Spaziergängen überprüfen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Aktive Jagd- und Laufhunde profitieren von regelmäßiger Pfoten- und Hautkontrolle.
  • Baden nur bei Bedarf, um die natürliche Schutzschicht der Haut nicht unnötig zu belasten.
  • Hängende Ohren sollten besonders nach Feuchtigkeit und Schmutz kontrolliert werden.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein.
GummistriegelHundezahnbürsteKammKrallenschereOhrenreiniger für HundeWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Ausgewogene, hochwertige Hundenahrung passend zu Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau füttern. Als mittelgroßer bis großer, bewegungsfreudiger Jagdhund benötigt die Rasse meist eine bedarfsgerechte Energiezufuhr mit ausreichend hochwertigem Protein. Futtermenge an Trainingsumfang, Körperkondition und Lebensphase anpassen. Leckerlis in die Tagesration einrechnen und stets frisches Wasser bereitstellen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1300 kcal
20 kgInaktiv900 kcal
20 kgNormal1100 kcal
25 kgAktiv1550 kcal
25 kgInaktiv1050 kcal
25 kgNormal1300 kcal
30 kgAktiv1800 kcal
30 kgInaktiv1200 kcal
30 kgNormal1500 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Dummyarbeit
  • Grundgehorsam und mentale Aufgaben
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele im Gelände

Passende Aktivitäten

DummytrainingFährtenarbeitJoggenMantrailingWandern

Geschichte des Perdigueiro Portugues

Der Perdigueiro Portugues ist eine alte portugiesische Vorstehhunderasse mit enger Verbindung zur traditionellen Jagd auf Federwild. Seine Entwicklung wird auf iberische Jagdhunde zurueckgefuehrt, die in Portugal ueber lange Zeit regional gezuechtet wurden.

Besonders bekannt war die Rasse in Zentralportugal, wo sie von Jaegern wegen ihrer feinen Nase, ihres ruhigen Wesens und ihres sicheren Vorstehverhaltens geschaetzt wurde. Im Laufe der Zeit nahm der Bestand zeitweise deutlich ab, bevor sich Zuechter um Erhalt und Standardisierung bemuehten.

Heute ist der Perdigueiro Portugues national anerkannt und auch international als eigenstaendige portugiesische Hunderasse registriert. Außerhalb Portugals bleibt er jedoch vergleichsweise selten.

  1. Alte portugiesische Vorstehhunde bilden die Grundlage der spaeteren Rasseentwicklung des Perdigueiro Portugues.

  2. Die Rasse wird vor allem in Portugal als Jagdhund fuer Federwild regional gefestigt und genutzt.

  3. 1932

    Ein offizieller Rassestandard fuer den Perdigueiro Portugues wird in Portugal erstellt.

  4. 1954

    Die FCI erkennt den Perdigueiro Portugues offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Perdigueiro Portugues gilt insgesamt als robuste, arbeitsfreudige Hunderasse mit eher solider Grundkonstitution. Wie bei mittelgroßen bis großen Jagdhunden können jedoch rassetypische Risiken im Bereich des Bewegungsapparats, der Ohren und vereinzelt der Augen vorkommen. Bei aktiver Haltung sind eine angepasste Kondition, Gewichtskontrolle und regelmäßige Gesundheitschecks sinnvoll.

Bei guter Haltung, ausgewogener Bewegung und regelmäßiger tierärztlicher Begleitung liegt die Lebenserwartung häufig im mittleren bis guten Bereich für einen mittelgroßen Jagdhund.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei verschiedenen Jagd- und Vorstehhunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen. Das kann die Beweglichkeit und Belastbarkeit beeinflussen.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und bei der Zucht auf geeignete Untersuchungen achten.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven, mittelgroßen bis größeren Hunden können auch die Ellbogengelenke von entwicklungsbedingten Veränderungen betroffen sein. Dies zählt zu den möglichen rassetypischen Risiken des Bewegungsapparats.

Prävention: Gleichmäßige Belastung im Wachstum, angepasstes Körpergewicht und züchterische Gesundheitsvorsorge unterstützen das Risiko-Management.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängende Ohren und häufige Aktivität im Freien können die Belüftung des Gehörgangs beeinträchtigen. Dadurch kann eine erhöhte Anfälligkeit für Reizungen oder Entzündungen bestehen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder Arbeit im Gelände sorgfältig trocknen und Verschmutzungen tierärztlich sinnvoll beurteilen lassen.

Augenirritationen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Durch Bewegung in dichtem Gelände, Staub oder Fremdkörper kann es gelegentlich zu Reizungen im Augenbereich kommen. Das betrifft vor allem aktiv geführte Hunde.

Prävention: Nach Jagd, Wald- oder Feldarbeit die Augen kontrollieren und bei anhaltenden Auffälligkeiten tierärztlich abklären lassen.

Belastungsbedingte Muskel- und Gelenkprobleme

MittelGenetisches Risiko: Nein

Als ausdauernder Jagdhund kann der Perdigueiro Portugues bei hoher körperlicher Beanspruchung zu Überlastungserscheinungen an Muskeln, Sehnen oder Gelenken neigen.

Prävention: Training schrittweise aufbauen, vor intensiver Arbeit aufwärmen, Regenerationsphasen einhalten und auf angemessene Kondition achten.

  • Feuchtigkeit an den Ohren
  • Hitze
  • Starke körperliche Überlastung
  • Bei hoher Aktivität auf eine angepasste Trainingssteuerung, ausreichende Regeneration und Gewichtskontrolle achten.
  • Bei Zuchthunden oder jungen aktiven Hunden können orthopädische Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sein.
  • Ohren besonders nach Nässe, Schwimmen oder Arbeit im Gelände kontrollieren und bei Auffälligkeiten frühzeitig beurteilen lassen.
  • Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen mit Blick auf Bewegungsapparat, Gewicht und allgemeine Fitness einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Perdigueiro Português kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Perdigueiro Português ist ein mittelgroßer bis größerer, aktiver Jagdhund mit regelmäßigem Bewegungsbedarf und entsprechendem Verletzungsrisiko im Alltag und bei sportlicher Auslastung. Bei solchen Hunden können unfallbedingte Operationen, Diagnostik und Nachbehandlungen spürbare Tierarztkosten verursachen. Zusätzlich können orthopädische Beschwerden, Gelenkprobleme oder belastungsbedingte Verletzungen im Laufe des Lebens relevant werden. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch Untersuchungen und Behandlungen bei Krankheiten und Verletzungen abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem größere chirurgische Kosten absichern kann.

  • Bei mittelgroßen bis größeren Hunden können Operationen und Nachsorge häufig mit höheren Tierarztkosten verbunden sein.
  • Das aktive und bewegungsfreudige Wesen kann das Risiko für Verletzungen an Gelenken, Muskeln oder Pfoten erhöhen.
  • Ein Vollschutz kann auch Kosten für bildgebende Diagnostik, Medikamente und Behandlungen außerhalb von Operationen auffangen.
  • Orthopädische Beschwerden wie Hüft- oder Ellenbogenprobleme können diagnostisch und therapeutisch aufwendig sein.
  • Abklärung und Behandlung orthopädischer Probleme an Hüfte, Ellenbogen oder anderen Gelenken kann kostenintensiv sein.
  • Operationen nach Bänderverletzungen, Frakturen oder anderen Unfallfolgen können hohe Einmalkosten verursachen.
  • Verletzungen an Pfoten, Haut oder Ohren durch aktive Nutzung im Freien können zu wiederholten Behandlungskosten führen.
  • Wiederkehrende Lahmheiten oder belastungsbedingte Beschwerden können mehrere Tierarzttermine und Diagnostik erfordern.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen inklusive Narkose, Voruntersuchungen und Nachbehandlung achten.
  • Auf transparente Regelungen zu Selbstbeteiligung, Erstattungshöchstgrenzen und Wartezeiten achten.
  • Leistungen für orthopädische Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder weitere bildgebende Verfahren berücksichtigen.
  • Prüfen, ob auch Behandlungen nach Unfällen im Gelände oder bei sportlicher Aktivität mitversichert sind.
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