Hund im Rasseprofil

Pekingese

Der Pekingese ist ein kleiner, langhaariger Gesellschaftshund mit altem Ursprung in China. Er wirkt würdevoll, aufmerksam und selbstbewusst und wurde traditionell als Palasthund geschätzt.

AnhänglichEigenständigRuhigSelbstbewusstWachsamWürdevoll
Ein Hundehalter sitzt mit einer Tierarztrechnung am Tisch, während ein entspannter Pekingese auf einer Decke neben ihm liegt.
Das Bild zeigt die entspannte Auseinandersetzung mit Tierarztkosten im Alltag eines Hundehalters.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

China

Größe

Klein

Schulterhöhe

15-23 cm

Gewicht

3,2-6,4 kg

Lebenserwartung

12-14 Jahre

Felltypen

Langhaar, Dicht, Mit Unterwolle

Farben

Alle Farben, Alle Abzeichen außer leberfarben und albino

FCI-Gruppe

Gruppe 9

FCI-Standard

Nr. 207

Seltenheitsgrad

Mittel

Bilder von Pekingese

Ein glücklicher Pekingese sitzt entspannt neben seinem Halter in einer modernen Wohnung.
Ein harmonisches Miteinander zwischen Mensch und Hund, das Vertrauen und Gesundheit ausstrahlt.
Ein vitaler Pekingese läuft fröhlich über eine grüne Wiese im Park, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Bewegung an der frischen Luft unterstützt die Gesundheit von Hunden und zeigt, wie wichtig ein aktiver Alltag ist.
Ein älterer Pekingese lässt sich liebevoll von seinem Besitzer auf einem Sofa streicheln.
Ein Pekingese genießt die Zuneigung seines Besitzers in einem ruhigen Zuhause.

Charakter

Der Pekingese ist ein kleiner, würdevoller Begleithund mit eigenständigem Wesen. Er wirkt oft ruhig und gelassen, kann aber aufmerksam, selbstbewusst und gegenüber Fremden eher reserviert sein. Seine enge Bindung an Bezugspersonen macht ihn zu einem angenehmen Hausgenossen, sofern seine sensible und teils eigensinnige Art respektiert wird.

AnhänglichEigenständigRuhigSelbstbewusstWachsamWürdevoll
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit2/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel2/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Mittel bis eher gering. Der Pekingese lernt durchaus, zeigt aber oft einen unabhängigen Charakter und hinterfragt Anweisungen. Mit Geduld, klaren Regeln und positiver Bestärkung ist eine solide Alltagserziehung gut möglich.

Wachtrieb

Vorhanden. Der Pekingese meldet Ungewohntes oft aufmerksam und zeigt ein wachsames Verhalten, ohne ein klassischer Gebrauchswachhund zu sein.

Jagdtrieb

Meist gering. Einzelne Hunde können bewegungsreize interessant finden, insgesamt steht Jagdverhalten bei der Rasse aber eher nicht im Vordergrund.

Alleinbleiben

In kleinen, behutsamen Schritten trainierbar. Viele Pekingesen bauen eine enge Bindung auf und mögen es nicht, abrupt lange allein zu bleiben.

Der Pekingese ist kein Hund für harte oder hektische Erziehung. Er reagiert meist besser auf ruhige, konsequente Führung und kurze, positive Trainingseinheiten. Wegen seiner kurzen Nase und seines dichten Fells sollte er bei Hitze geschont werden. Sein freundliches Verhalten gegenüber Kindern und anderen Hunden hängt stark von Sozialisation, individueller Veranlagung und respektvollem Umgang ab.

Alltag & Haltung

Familie

Bedingt geeignet. In ruhigen Familien mit respektvollem Umgang kann der Pekingese ein angenehmer Haus und Begleithund sein. Für sehr turbulente Haushalte oder sehr kleine, ungestüme Kinder ist er oft weniger passend, da er grobe Behandlung meist nicht schätzt.

Wohnung

Ja

Anfänger

Bedingt geeignet. Seine geringe Größe und der moderate Bewegungsbedarf können Anfängern entgegenkommen, jedoch erfordert sein eigenständiger Charakter Geduld, Konsequenz und Feingefühl. Auch Pflegeaufwand und Hitzeempfindlichkeit sollten berücksichtigt werden.

Bewegungsbedarf

Eher gering bis moderat. Tägliche Spaziergänge und etwas Beschäftigung reichen meist aus, Überanstrengung sollte vor allem bei warmem Wetter vermieden werden.

Hitzeverträglichkeit

Eher gering. Aufgrund der kurzen Nase und des dichten Fells kann der Pekingese Wärme schlechter vertragen und sollte bei Hitze besonders geschont werden.

Kälteverträglichkeit

Mittel. Das dichte Fell bietet etwas Schutz, dennoch sind Nässe, starker Wind und extreme Kälte nicht für jeden Hund gleichermaßen angenehm.

Reisetauglichkeit

Oft gut, wenn der Hund früh an Transportmittel und neue Umgebungen gewöhnt wird. Auf Reisen sind Temperaturmanagement, ausreichend Pausen und die rassetypische Atemwegsbelastung besonders wichtig.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber Bezugspersonen meist loyal und anhänglich, Fremden gegenüber häufig eher reserviert bis distanziert. Eine gute Sozialisation fördert ein gelassenes Auftreten.

Kinder

Mit ruhigen, rücksichtsvollen Kindern oft gut möglich. Der Pekingese ist jedoch meist kein Hund, der ständiges Tragen, grobes Spiel oder hektischen Umgang besonders schätzt.

Andere Hunde

Kann mit anderen Hunden auskommen, zeigt aber teils Selbstbewusstsein und mitunter eine gewisse Eigenständigkeit. Frühe Sozialisation und passende Begegnungen sind hilfreich.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fell , Augen , Gesichts und Krallenpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche, Gesicht und Augen möglichst täglich kontrollieren

Fellpflege

Hoch

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Hoch

  • Augenbereich täglich auf Tränenfluss und Verschmutzungen kontrollieren
  • Fell mehrmals pro Woche gründlich bürsten
  • Gesichtsfalten sauber und trocken halten
  • Krallen regelmäßig kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Verfilzungen besonders hinter den Ohren, an den Beinen und am Bauch lösen
  • Zähne mehrmals pro Woche pflegen
  • Bei warmem Wetter auf ausreichende Abkühlung achten, da kurznasige Hunde hitzeempfindlich sein können.
  • Das lange dichte Fell neigt ohne regelmäßige Pflege zu Knoten und Verfilzungen.
  • Der flache Gesichtsbereich sollte häufig auf Feuchtigkeit und Hautreizungen kontrolliert werden.
  • Tränenreste im Augenbereich sollten sanft entfernt werden, damit das Fell nicht verklebt.
EntfilzungskammKammKrallenschereWeiche BürsteWeiche Reinigungstücher für Augen und GesichtsbereichZahnbürste für Hunde

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, portionskontrollierte Ernährung für kleine Hunde achten. Wegen der geringen Körpergröße und des oft eher moderaten Bewegungsbedarfs sollten Leckerlis sparsam eingeplant werden. Das Futter sollte in Größe und Konsistenz gut zu kleinen Kiefern passen. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
4 kgAktiv320 kcal
4 kgInaktiv220 kcal
4 kgNormal270 kcal
5 kgAktiv370 kcal
5 kgInaktiv250 kcal
5 kgNormal310 kcal
6 kgAktiv420 kcal
6 kgInaktiv280 kcal
6 kgNormal350 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Intelligenzspielzeug
  • kleine Trickübungen
  • kurze ruhige Spaziergänge
  • Nasenarbeit in kleiner Wohnung oder im Garten
  • ruhige soziale Interaktion mit Bezugspersonen
  • Suchspiele mit Futter oder Spielzeug

Passende Aktivitäten

NasenarbeitTricktraining

Geschichte des Pekingesen

Der Pekingese stammt aus China und gehört zu den traditionellen kleinen Hof- und Palasthunden des Kaiserhofs. Die Rasse wurde über lange Zeit eng mit dem chinesischen Adel verbunden und galt als besonders geschätzter Begleithund.

Im 19. Jahrhundert gelangten Pekingesen nach Europa, nachdem Tiere aus dem Kaiserpalast in Peking nach Großbritannien gebracht worden waren. Von dort aus verbreitete sich die Rasse weiter und wurde in der organisierten Hundezucht etabliert. Heute ist der Pekingese vor allem als charaktervoller Gesellschaftshund bekannt.

  1. Kleine Palasthunde vom Typ des späteren Pekingesen werden über lange Zeit am chinesischen Kaiserhof gehalten und gezielt bewahrt.

  2. 1860

    Im Zuge der Eroberung Pekings gelangen Pekingesen aus dem kaiserlichen Umfeld nach Großbritannien.

  3. Die Rasse verbreitet sich von Großbritannien aus in Europa und wird in der organisierten Hundezucht gefestigt.

  4. Der Pekingese wird international als kleine Begleit- und Gesellschaftshunderasse anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Hoch

Der Pekingese weist als kurzschnäuzige Kleinhunderasse mehrere rassetypische Gesundheitsrisiken auf. Besonders relevant sind Atemwege, Augen, Hautfalten, Wirbelsäule und Gelenke. Eine sorgfältige Gewichtskontrolle, maßvolle Bewegung, Hitzeschutz und regelmäßige tierärztliche Kontrollen können dazu beitragen, Belastungen früh zu erkennen und den Allgemeinzustand stabil zu halten.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für kleine Hunde, kann jedoch durch rassetypische Belastungen der Atemwege, Augen und des Bewegungsapparats beeinflusst werden. Eine angepasste Haltung und vorbeugende tierärztliche Begleitung sind dabei besonders sinnvoll.

Brachyzephales Atemwegssyndrom

HochGenetisches Risiko: Ja

Beim Pekingese kann die verkürzte Schädelform mit verengten Atemwegen einhergehen. Dadurch können Atmung, Belastbarkeit und Temperaturregulation beeinträchtigt sein.

Prävention: Übergewicht vermeiden, körperliche Belastung an Klima und Kondition anpassen, Hitzestress reduzieren und Atemgeräusche oder reduzierte Belastbarkeit tierärztlich abklären lassen.

Hornhautreizungen und Augenverletzungen

HochGenetisches Risiko: Ja

Durch die prominente Augenstellung besteht bei dieser Rasse ein erhöhtes Risiko für Reizungen, Austrocknung und oberflächliche Verletzungen der Augen.

Prävention: Augen regelmäßig kontrollieren, Zugluft und stark reizende Umgebungen begrenzen, Fell im Augenbereich pflegen und Auffälligkeiten zeitnah tierärztlich beurteilen lassen.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei kleinen Hunderassen kann die Kniescheibe leichter aus ihrer Führung gleiten. Dies kann zeitweise Lahmheit oder eine veränderte Belastung der Hintergliedmaßen begünstigen.

Prävention: Normales Körpergewicht fördern, Sprünge von hohen Möbeln begrenzen, gelenkschonende Bewegung anbieten und Auffälligkeiten im Gangbild tierärztlich prüfen lassen.

Bandscheibenbedingte Rückenprobleme

HochGenetisches Risiko: Ja

Aufgrund von Körperbau und Belastung der Wirbelsäule können Rückenbeschwerden und bandscheibenbezogene Probleme häufiger vorkommen.

Prävention: Rücken schonend handhaben, Treppen und starkes Springen begrenzen, Muskulatur durch angepasste Bewegung unterstützen und Schmerz- oder Bewegungsänderungen tierärztlich abklären lassen.

Hautfaltenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Ausgeprägte Hautfalten können Feuchtigkeit und Reibung begünstigen. Dadurch können lokale Hautreizungen oder Entzündungen entstehen.

Prävention: Hautfalten sauber und trocken halten, regelmäßige Fell- und Hautpflege durchführen und Rötungen oder Geruchsentwicklung tierärztlich kontrollieren lassen.

Zahn- und Gebissprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei kleinen, kurzköpfigen Rassen kann es durch enge Zahnstellung häufiger zu Zahnstein, Zahnfleischproblemen und Fehlstellungen kommen.

Prävention: Regelmäßige Zahnpflege, geeignetes Kauangebot, tierärztliche Zahnkontrollen und frühzeitige Reinigung bei Bedarf einplanen.

  • Augenreizungen
  • Hautfaltenfeuchtigkeit
  • Hitze
  • Starke körperliche Belastung
  • Augen sollten häufig auf Rötung, Tränenfluss, Zusammenkneifen oder Verletzungszeichen überprüft werden.
  • Gelenke und Rücken bei Vorsorgeuntersuchungen mitbeurteilen lassen, besonders bei Lahmheit, Schmerzäußerungen oder Bewegungsunlust.
  • Hautfalten und Fellpflege in die Routine aufnehmen und bei Hautgeruch, Rötung oder Reibung frühzeitig tierärztlichen Rat einholen.
  • Regelmäßige Kontrollen von Atmung und Belastbarkeit einplanen, insbesondere bei Wärme oder verringerter Ausdauer.
  • Zahnstatus und Zahnpflege regelmäßig tierärztlich besprechen, da kleine kurzköpfige Rassen häufiger Gebissprobleme entwickeln können.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für Pekingesen kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Pekingese ist eine kleine Hunderasse, bei der rassetypisch Atemwegsprobleme, Augenverletzungen, Haut- und Zahnprobleme sowie orthopädische Beschwerden auftreten können. Durch die flache Kopfform und die hervortretenden Augen können sowohl akute Behandlungen als auch planbare oder unerwartete Operationen relevant werden. Ein Vollschutz kann laufende Tierarztkosten breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Eingriffen entlasten kann.

  • Auch bei geringerem Aktivitätsniveau können altersbedingte oder orthopädische Beschwerden zusätzliche Tierarztkosten verursachen.
  • Die hervortretenden Augen erhöhen das Risiko für Verletzungen, Entzündungen und augenärztliche Behandlungen.
  • Die kurze Schnauze kann mit Atemwegsproblemen verbunden sein, deren Diagnostik und Behandlung kostenintensiv werden können.
  • Hautfalten und dichtes Fell können wiederkehrende Hautprobleme und regelmäßige tierärztliche Kontrollen erforderlich machen.
  • Zahn- und Maulgesundheit kann bei kleinen Rassen häufiger zu Behandlungen unter Sedierung oder Narkose führen.
  • Atemwegsabklärungen und mögliche chirurgische Eingriffe im Bereich der oberen Atemwege können höhere Einmalkosten verursachen.
  • Augenverletzungen, Hornhautprobleme oder Entzündungen können kurzfristige tierärztliche Behandlungen notwendig machen.
  • Im höheren Alter können orthopädische oder neurologische Beschwerden zusätzliche Diagnostik und Behandlung erfordern.
  • Wiederkehrende Haut- und Ohrenprobleme können zu laufenden Kosten für Untersuchungen, Pflege und Medikamente führen.
  • Zahnbehandlungen einschließlich Zahnreinigung oder Zahnentfernungen unter Narkose können regelmäßig relevant werden.
  • Bei häufigeren kleineren Behandlungen kann ein Vollschutz mit Leistungen für ambulante und medikamentöse Versorgung vorteilhaft sein.
  • Ein Blick auf mögliche Einschränkungen bei rassetypischen Atemwegs- oder Augenerkrankungen kann wichtig sein.
  • Ein Tarif mit guter Abdeckung für Operationen und Narkose kann bei dieser Rasse besonders relevant sein.
  • Kurze Wartezeiten und transparente Regelungen für wiederkehrende Behandlungen können im Alltag hilfreich sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch Diagnostik vor einer Operation, etwa Bildgebung oder Spezialuntersuchungen, berücksichtigt.
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