Hund im Rasseprofil

Patou

Der Patou, international meist als Pyrenäenberghund bekannt, ist ein großer französischer Herdenschutzhund aus den Pyrenäen. Er wurde über lange Zeit zum Schutz von Schafherden gegen Raubtiere und Diebe eingesetzt.

LoyalReserviert gegenueber fremdenRuhigSelbststaendigTerritorialWachsam
Ein Patou Hund wird liebevoll zu Hause gebürstet, was die Verantwortung für die Gesundheit des Tieres betont.
Fellpflege: Ein Patou Hund wird in einer hellen Wohnung liebevoll gebürstet.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Sehr gross

Lebenserwartung

10-12 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Sehr gross

Schulterhöhe

65-80 cm

Gewicht

45-60 kg

Lebenserwartung

10-12 Jahre

Felltypen

Langstockhaar, Dicht, Wetterfest

Farben

Weiss, Weiss mit grauen abzeichen, Weiss mit gelben abzeichen, Weiss mit falbfarbenen abzeichen, Weiss mit orangefarbenen abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 2

FCI-Standard

Nr. 137

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Patou

Ein fröhlicher Patou Hund trainiert mit seinem Besitzer auf einem sonnigen Hundeplatz.
Ein Patou Hund zeigt beim Training Freude und Bewegungsfreude auf dem Hundeplatz.
Ein entspannter Patou Hund in einem hellen Zuhause, während sein Besitzer ihm liebevoll eine Decke überlegt.
Ein Patou Hund genießt behagliche Momente der Ruhe und Sicherheit in seinem Zuhause.
Ein aufmerksamer Patou Hund steht vor einem hellen Hintergrund und zeigt seine typische Körperform und Fellstruktur.
Professionelles Tierportrait eines Patou Hundes in natürlicher Haltung.

Charakter

Der Patou ist ein großer, selbstständig denkender Herdenschutzhund mit ruhigem Auftreten, ausgeprägter Wachsamkeit und starker Bindung an seine Bezugspersonen. Gegenüber Fremden zeigt er sich oft reserviert, im vertrauten Umfeld aber gelassen und verlässlich. Seine Arbeitsweise ist eher eigenständig als auf ständige Anleitung ausgerichtet.

LoyalReserviert gegenueber fremdenRuhigSelbststaendigTerritorialWachsam
Verspieltheit2/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit2/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel3/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Der Patou ist lernfähig, aber häufig eigenständig und nicht auf schnellen Gehorsam ausgerichtet. Er reagiert meist besser auf ruhige, souveräne und konsequente Anleitung als auf Druck. Für die Erziehung sind Erfahrung mit selbstständig arbeitenden Hunden, Geduld und eine gute Sozialisierung besonders wichtig.

Wachtrieb

Sehr ausgeprägt. Der Patou neigt dazu, Territorium, Menschen oder Herde aufmerksam zu überwachen und potenzielle Auffälligkeiten früh zu melden.

Jagdtrieb

Meist eher gering bis mäßig ausgeprägt, da der ursprüngliche Schwerpunkt auf Bewachen statt Jagen liegt. Individuelle Unterschiede sind dennoch möglich, besonders gegenüber Wild oder flüchtenden Tieren.

Alleinbleiben

Kurzzeitiges Alleinbleiben kann mit Training möglich sein, fällt aber nicht jedem Patou leicht. Als stark wach und territorialsorientierter Hund möchte er seine Umgebung oft kontrollieren und ist für lange tägliche Alleinzeiten in der Regel wenig geeignet.

Der Patou braucht eine konsequente, faire Führung, viel Platz und eine klare Aufgabe oder zumindest ein gut strukturiertes Umfeld. Schutz- und Wachverhalten können deutlich ausgeprägt sein, weshalb frühe Sozialisierung und umsichtiges Management wichtig sind. Sein Verhalten hängt stark von Herkunft, Aufzucht, Haltung und Training ab; pauschale Aussagen oder Garantien sind daher nicht möglich.

Alltag & Haltung

Familie

Als Familienhund kann ein Patou geeignet sein, wenn ausreichend Platz, Erfahrung im Umgang mit eigenständigen Hunden und ein gut geführtes Umfeld vorhanden sind. Er ist meist kein unkomplizierter Alltagsbegleiter für jede Familie, da Schutztrieb, Größe und Reserviertheit im Zusammenleben bewusst gelenkt werden müssen. Mit Kindern kann er im eigenen Haushalt oft loyal sein, dennoch sollten Kontakte immer beaufsichtigt und respektvoll gestaltet werden.

Wohnung

Nein

Anfänger

Für Anfänger ist der Patou in der Regel eher nicht geeignet. Sein selbstständiges Wesen, seine Größe, sein Territorialverhalten und seine oft zurückhaltende Art gegenüber Fremden verlangen Erfahrung, gute Sozialisierung und vorausschauendes Management. Engagierte Anfänger mit fachlicher Begleitung können einzelne Hunde zwar gut führen, eine einfache Einsteigerrasse ist er aber meist nicht.

Bewegungsbedarf

Der Bewegungsbedarf ist mittel: Der Patou braucht regelmäßige, ruhige Bewegung und viel Raum, aber meist keine dauerhafte Hochleistungsauslastung. Wichtiger als reiner Sport sind sichere Routinen, Gelände zum Bewegen und eine sinnvolle, stressarme Beschäftigung.

Hitzeverträglichkeit

Wegen des dichten, schützenden Fells ist Hitze oft nur mäßig gut verträglich. Im Sommer sind Schatten, Wasser, ruhige Tageszeiten und eine angepasste Aktivität wichtig.

Kälteverträglichkeit

Kälte verträgt der Patou in der Regel sehr gut. Sein Fell und seine Herkunft als Gebirgshund machen ihn meist robust gegenüber niedrigen Temperaturen, sofern Gesundheitszustand und Haltung passen.

Reisetauglichkeit

Die Reisetauglichkeit ist individuell. Manche Patous sind bei guter Gewöhnung gelassen, andere reagieren auf enge, wechselnde oder stark frequentierte Umgebungen eher reserviert oder wachsam. Für häufige spontane Stadt und Fernreisen ist die Rasse oft weniger praktisch als anpassungsfähigere Begleithunde.

  • Familienhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen zeigt sich der Patou meist loyal, ruhig und bindungsfähig. Fremden begegnet er oft distanziert bis misstrauisch, ohne dabei zwingend aggressiv zu sein. Eine frühe, kontrollierte Sozialisierung ist wichtig, damit er Alltagssituationen angemessen einordnen lernt.

Kinder

Mit Kindern im eigenen Haushalt kann ein gut sozialisierter Patou freundlich und beschützend sein. Wegen seiner Größe, Eigenständigkeit und seines Wachverhaltens braucht es jedoch klare Regeln, Aufsicht und einen respektvollen Umgang auf beiden Seiten.

Andere Hunde

Das Sozialverhalten gegenüber anderen Hunde ist unterschiedlich. Viele Patous sind mit guter Gewöhnung akzeptabel sozial, können aber selbstbewusst auftreten und territoriale Tendenzen zeigen. Gleichgeschlechtliche Spannungen oder Konflikte auf dem eigenen Grundstück sind je nach Individuum möglich.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche

Fellpflege

Hoch

Haaren

Stark

Sabbern

Mittel

Pflegeaufwand

Hoch

  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren
  • Ohren kontrollieren
  • Pfoten und Ballen auf Schmutz und Verfilzungen prüfen
  • Unterwolle kontrollieren und auskämmen
  • Verfilzungen hinter den Ohren und an den Hosen entfernen
  • Zähne pflegen
  • Bei dieser großen, wetterfesten Rasse sind regelmäßige Pfoten- und Krallenkontrollen wichtig.
  • Das dichte Doppelhaar sollte besonders im Fellwechsel häufiger gepflegt werden.
  • Nasses oder verschmutztes Fell sollte gut getrocknet und ausgebürstet werden.
Grober KammHundezahnbürsteKrallenzangeSlicker BürsteUnterwollbürste

Ernährung & Kalorien

Der Patou ist ein sehr großer, kräftiger Hund und benötigt eine ausgewogene, dem Körpergewicht und Aktivitätsniveau angepasste Fütterung. Die tägliche Futtermenge sollte auf mehrere Portionen verteilt werden. Auf eine kontrollierte Energiezufuhr zur Gewichtsstabilität ist zu achten. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
45 kgAktiv2250 kcal
45 kgInaktiv1600 kcal
45 kgNormal1900 kcal
55 kgAktiv2600 kcal
55 kgInaktiv1850 kcal
55 kgNormal2200 kcal
65 kgAktiv2950 kcal
65 kgInaktiv2100 kcal
65 kgNormal2500 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Geländespaziergänge
  • Nasenarbeit
  • ruhige Denkspiele
  • ruhige Wach- und Beobachtungsaufgaben

Passende Aktivitäten

MantrailingWandern

Geschichte des Patou

Der Patou ist ein alter Herdenschutzhund aus den französischen Pyrenäen. Seine Hauptaufgabe bestand über Jahrhunderte darin, Schafherden selbstständig in Gebirgsregionen zu bewachen und gegen Raubtiere zu verteidigen.

Historische Hinweise auf große weiße Berghunde in den Pyrenäen reichen weit zurück. Im französischen Adel war die Rasse spätestens in der frühen Neuzeit bekannt. Mit der modernen Kynologie wurde der Typ systematischer beschrieben und schließlich auch offiziell standardisiert.

Heute wird der Patou sowohl als traditioneller Herdenschutzhund als auch als Begleit- und Wachhund gehalten. In seinem ursprünglichen Arbeitsfeld ist er weiterhin vor allem dort bedeutsam, wo Herdenschutz gegen große Beutegreifer benötigt wird.

  1. 1407

    Schriftliche Hinweise belegen den Einsatz großer Berghunde in den Pyrenäen als Wach- und Schutzhunde.

  2. 1675

    Der Pyrenäenberghund wird am Hof des französischen Adels besonders bekannt und geschätzt.

  3. 1923

    In Frankreich wird ein offizieller Rassestandard für den Pyrenäenberghund festgelegt.

  4. Der Name „Patou“ etabliert sich als regionale Bezeichnung für den Pyrenäenberghund in seinem Herkunftsgebiet.

Gesundheit

Tierarztkosten: Hoch

Der Patou ist ein sehr großer, kräftiger Herdenschutzhund. Insgesamt gilt die Rasse als robust, bei großen Hunden bestehen jedoch mögliche rassetypische Risiken im Bereich Gelenke, Bewegungsapparat und Magendrehung. Durch die dichte Behaarung kann zudem eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Wärme bestehen. Ein angepasstes Wachstum, kontrolliertes Körpergewicht und regelmäßige tierärztliche Vorsorge sind für die Gesunderhaltung relevant.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren Bereich großer Hunderassen. Gesundheitsrelevant sind vor allem eine gelenkschonende Aufzucht, Gewichtskontrolle, Beobachtung des Bewegungsapparats und Aufmerksamkeit für akute Bauchbeschwerden.

Hüftgelenksdysplasie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei sehr großen Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Mögliche Hinweise sind ein veränderter Gang, eingeschränkte Bewegungsfreude oder Probleme beim Aufstehen.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, angemessene Bewegung im Junghundealter, normales Körpergewicht und geeignete Zuchtauswahl achten.

Ellenbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch im Ellenbogenbereich können bei großen Rassen entwicklungsbedingte Gelenkveränderungen vorkommen. Diese können sich durch Lahmheit oder Belastungsunlust bemerkbar machen.

Prävention: Schonende Aufzucht, Gewichtskontrolle, ausgewogene Fütterung und Vermeidung starker Überlastung während des Wachstums unterstützen die Vorsorge.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Große, tiefbrüstige Hunde können ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung haben. Ein plötzlich aufgeblähter Bauch, Unruhe oder erfolglose Brechversuche sind mögliche Warnzeichen und sollten zeitnah tierärztlich abgeklärt werden.

Prävention: Mehrere kleinere Mahlzeiten, Ruhe rund um die Fütterung und Beobachtung nach dem Fressen können das Risiko möglicherweise senken.

Kreuzbandprobleme

MittelGenetisches Risiko: Nein

Aufgrund von Größe und Körpermasse kann der Bewegungsapparat stärker belastet sein. Im Kniebereich können daher Verschleiß- oder Verletzungsprobleme auftreten.

Prävention: Normales Körpergewicht, gleichmäßige Muskulatur und Vermeidung von Überlastung können unterstützend wirken.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei dicht behaarten oder weniger gut belüfteten Ohren kann es häufiger zu Reizungen oder Entzündungen kommen. Mögliche Hinweise sind Kopfschütteln, Kratzen oder unangenehmer Geruch.

Prävention: Regelmäßige Kontrolle und schonende Pflege der Ohren sowie Trockenhalten nach Nässe können hilfreich sein.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Übergewicht
  • Auf konsequente Gewichtskontrolle achten, da ein zu hohes Körpergewicht Gelenke und Kreislauf zusätzlich belasten kann.
  • Bei älteren Tieren Bewegungsapparat, Schmerzverhalten und Mobilität in den Vorsorgeuntersuchungen gezielt mitbeurteilen lassen.
  • Bei dieser großen Rasse Fütterungsmanagement und Ruhezeiten rund um Mahlzeiten mit der Tierarztpraxis besprechen.
  • Im Wachstum regelmäßige orthopädische Verlaufskontrollen erwägen, insbesondere bei Auffälligkeiten im Gangbild oder bei Belastungsunlust.
  • Regelmäßige Kontrollen von Ohren, Haut und Fell einplanen, besonders in warmen Monaten und bei dichter Unterwolle.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Patou kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Patou ist ein sehr großer und kräftiger Hund. Bei großen Rassen können orthopädische Probleme, Gelenkbelastungen sowie kostenintensive Eingriffe häufiger relevant werden. Hinzu kommen mögliche Aufwendungen durch Diagnostik, Narkose und Nachbehandlung. Wegen der Körpergröße und der damit verbundenen potenziell höheren Tierarztkosten kann eine umfassende Absicherung oder mindestens ein Schutz für Operationen sinnvoll sein.

  • Als wachsamer und bewegungsstarker Hund kann es im Alltag zu Verletzungen kommen, die tierärztlich abgeklärt werden müssen.
  • Die sehr große Körpermasse kann das Risiko für Gelenk- und Bewegungsprobleme erhöhen.
  • Operationen bei schweren Hunden sind oft mit höheren Aufwendungen für Narkose, Monitoring und Nachsorge verbunden.
  • Orthopädische Untersuchungen und Behandlungen können bei großen Hunden mit spürbaren Kosten verbunden sein.
  • Größenbedingte Belastungen des Bewegungsapparats können Medikamente, Physiotherapie oder operative Maßnahmen nach sich ziehen.
  • Magen-Darm-Notfälle wie eine Magendrehung zählen bei großen Hunden zu möglichen kostenintensiven Akutfällen.
  • Orthopädische Erkrankungen wie Hüft- oder Ellenbogenprobleme können Diagnostik und längere Behandlung verursachen.
  • Verletzungen durch Aktivität oder Wachsamkeit können Untersuchungen, Wundversorgung oder chirurgische Eingriffe erforderlich machen.
  • Bei Vollschutz kann darauf geachtet werden, dass auch Behandlungen von Gelenk- und Bewegungsapparat eingeschlossen sind.
  • Ein Tarif mit guter Kostenübernahme für Operationen und Nachbehandlung kann bei großen Rassen besonders relevant sein.
  • Eine ausreichend hohe jährliche Erstattung kann hilfreich sein, wenn mehrere Untersuchungen oder größere Behandlungen anfallen.
  • Sinnvoll kann eine Absicherung sein, die auch bildgebende Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall berücksichtigt.
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