Hund im Rasseprofil

Lakeland-Terrier

Der Lakeland-Terrier ist ein kleiner bis mittelgroßer, drahthaariger Terrier aus dem nordenglischen Lake District. Er wurde als arbeitsfreudiger, mutiger Jagdhund für unwegsames Gelände gezüchtet und gilt heute als lebhafter, robuster Begleithund.

AufmerksamEigenständigLebhaftMutigSelbstbewusstSpielfreudig
Ein Lakeland-Terrier sitzt sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos, während der Besitzer ruhig fährt.
Ein gesicherter Hund im Auto steht für verantwortungsvolle Tierhaltung und schützt Tier und Mitfahrer auf jeder Fahrt.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Vereinigtes Königreich

Größe

Klein

Schulterhöhe

34-38 cm

Gewicht

6,5-8 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Drahthaar, Doppelfell

Farben

Schwarz, Blau, Rot, Weizen, Rotgrizzle, Leber, Blau loh, Schwarz loh

FCI-Gruppe

Gruppe 3

FCI-Standard

Nr. 70

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Lakeland-Terrier

Ein Lakeland-Terrier läuft an der Leine mit seinem Besitzer durch eine moderne Stadtstraße.
Ein Lakeland-Terrier begleitet seinen Besitzer entspannt durch eine saubere, moderne Stadtstraße.
Ein älterer Lakeland-Terrier entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Der entspannte Lakeland-Terrier genießt die Zuwendung seines Besitzers in einem warmen Wohnambiente.
Ein vitaler Lakeland-Terrier rennt fröhlich über eine grüne Wiese, während sein Besitzer im Hintergrund spielt.
Der Lakeland-Terrier genießt einen aktiven Tag im Park, gespielt mit seinem Besitzer.

Charakter

Der Lakeland-Terrier ist ein lebhafter, mutiger und selbstbewusster kleiner Terrier mit viel Energie und ausgeprägtem eigenständigem Charakter. Er zeigt sich aufmerksam, spielfreudig und oft sehr interessiert an seiner Umgebung. Trotz seiner handlichen Größe ist er kein typischer Schoßhund, sondern ein aktiver Hund, der Beschäftigung, klare Regeln und regelmäßige Auslastung braucht.

AufmerksamEigenständigLebhaftMutigSelbstbewusstSpielfreudig
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Der Lakeland Terrier ist intelligent und lernfähig, arbeitet aber oft eigenständig und hinterfragt Anweisungen eher als besonders führige Rassen. Mit konsequenter, abwechslungsreicher und motivierender Erziehung lässt er sich gut lenken, reagiert jedoch meist wenig begeistert auf monotone Wiederholungen oder zu harte Führung.

Wachtrieb

Er ist aufmerksam und meldet Veränderungen im Umfeld zuverlässig, ohne zwingend ein klassischer Schutzhund zu sein. Sein Wachtrieb zeigt sich eher in Alarmbereitschaft und territorialer Aufmerksamkeit als in kontrollierter Schutzarbeit.

Jagdtrieb

Als Terrier kann der Lakeland Terrier einen deutlich vorhandenen Jagd und Beutefangtrieb mitbringen, besonders gegenüber kleinen flinken Tieren. Rückruf und Impulskontrolle sollten deshalb früh und regelmäßig trainiert werden.

Alleinbleiben

Alleinbleiben ist mit geduldigem Training möglich, sollte aber nicht als selbstverständlich angesehen werden. Ein unterforderter oder unausgelasteter Lakeland Terrier kann zu Unruhe, Lautäußerungen oder unerwünschtem Verhalten neigen.

Typisch für viele Terrier bringt der Lakeland-Terrier Temperament, Eigeninitiative und eine gewisse Sturheit mit. Seine Eignung als Familien- oder Anfängerhund hängt stark von konsequenter, fairer Erziehung, ausreichender Bewegung und passender Beschäftigung ab. Ein freundliches Wesen ist möglich, ersetzt aber keine gute Sozialisierung.

Alltag & Haltung

Familie

Grundsätzlich kann der Lakeland Terrier ein guter Familienhund sein, wenn seine Menschen aktiv sind, klare Regeln setzen und seine terriertypische Art verstehen. Für Familien mit respektvollen, hundeerfahren angeleiteten Kindern ist er oft besser geeignet als für sehr turbulente Haushalte ohne Struktur. Er ist kein Hund, der jede Situation gelassen hinnimmt, daher sind Rückzugsorte und gutes Management wichtig.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur bedingt für Anfänger geeignet. Engagierte Ersthundehalter können mit guter Vorbereitung, Hundeschule und konsequenter Erziehung gut mit ihm zurechtkommen. Wer jedoch einen besonders leichtführigen, stets anpassungsbereiten Hund sucht, könnte mit einem Lakeland Terrier eher gefordert sein.

Bewegungsbedarf

Der Bewegungsbedarf ist für seine Größe hoch. Er braucht tägliche Spaziergänge, mentale Auslastung, Spiel und möglichst Aufgaben, die seine Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit fordern. Reine Kurzrunden reichen auf Dauer meist nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mäßig bis gut. Bei warmem Wetter sollte auf intensive Aktivität in der Mittagshitze verzichtet werden. Schatten, Wasser und angepasste Bewegung sind wichtig, auch wenn der kleine, drahtige Körperbau oft recht robust wirkt.

Kälteverträglichkeit

Gut. Das harsche Fell bietet einen gewissen Schutz, dennoch hängt die Kälteverträglichkeit von Wetter, Aktivitätsniveau und individueller Konstitution ab. Bei längerer Nässe oder starkem Frost sollte auf ausreichenden Schutz geachtet werden.

Reisetauglichkeit

Meist recht gut, wenn der Hund früh an Auto, Bahn, neue Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt wird. Seine kompakte Größe ist praktisch, sein waches Temperament kann Reisen aber anstrengender machen, wenn Reize nicht gut verarbeitet werden.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen zeigt sich der Lakeland-Terrier oft anhänglich, fröhlich und aufmerksam. Fremden begegnet er je nach Sozialisierung eher offen, reserviert oder abwartend, meist aber selbstsicher statt ängstlich.

Kinder

Mit verständigen, respektvollen Kindern kann er gut zurechtkommen, besonders wenn der Umgang ruhig und fair gestaltet wird. Für sehr junge Kinder ist eine enge Aufsicht wichtig, da seine Lebhaftigkeit und sein eigenständiger Charakter Missverständnisse begünstigen können.

Andere Hunde

Mit guter Sozialisierung ist ein verträgliches Miteinander möglich, dennoch kann terriertypische Durchsetzungsfreude auftreten. Vor allem bei Begegnungen mit gleichgeschlechtlichen oder sehr aufdringlichen Hunden ist umsichtiges Management sinnvoll.

Pflege

Pflegeart

Trimmfellpflege mit regelmäßigem Bürsten und Handstripping

Pflegeintervall

Bürsten mehrmals pro Woche, Trimmen alle 8 bis 12 Wochen

Fellpflege

Mittel bis hoch

Haaren

Gering

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Bart und Behang sauber und frei von Verfilzungen halten
  • Fell mehrmals pro Woche gründlich bürsten
  • Krallen regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und sauber halten
  • Totes Deckhaar regelmäßig per Handstripping entfernen
  • Zähne mehrmals pro Woche pflegen
  • Das harsche Terrierfell sollte nicht regelmäßig geschoren werden, um die Fellstruktur möglichst zu erhalten
  • Frühe Gewöhnung an Fellpflege und Trimmtisch erleichtert die regelmäßige Pflege
  • Nach Spaziergängen sollten Schmutz, kleine Äste und Pflanzenreste aus Bart und Läufen entfernt werden
  • Regelmäßiges Handstripping unterstützt die typische Fellqualität und reduziert loses Haar
HundezahnbürsteKrallenzangeMetallkammTrimmmesserZupfbürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung mit hochwertigem Protein und angepasster Portionsgröße achten. Der Lakeland Terrier ist ein kleiner, lebhafter Hund, daher sollten Futtermenge und Energiegehalt an Alter, Gewicht und Aktivität angepasst werden. Leckerlis sparsam einrechnen und auf das Körpergewicht achten. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
7 kgAktiv480 kcal
7 kgInaktiv310 kcal
7 kgNormal390 kcal
8 kgAktiv530 kcal
8 kgInaktiv340 kcal
8 kgNormal430 kcal
9 kgAktiv570 kcal
9 kgInaktiv370 kcal
9 kgNormal460 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportier- und Beutespiele mit klaren Regeln
  • Intelligenzspiele und Futterspiele
  • Kleine Trickeinheiten und Gehorsamstraining
  • Suchspiele und Nasenarbeit
  • Tägliche Spaziergänge mit abwechslungsreicher Umgebung

Passende Aktivitäten

AgilityHoopersMantrailingObedienceRally Obedience

Geschichte des Lakeland-Terriers

Der Lakeland-Terrier entstand im nordwestlichen England, besonders im Gebiet des Lake District. Dort wurde er als robuster Arbeitsterrier für die Jagd auf Fuchs und anderes Raubwild in felsigem, hügeligem Gelände eingesetzt.

Seine Entwicklung geht auf verschiedene alte englische Terrierschläge zurück, die auf Ausdauer, Mut und Wetterfestigkeit gezüchtet wurden. Ziel war ein kleiner, beweglicher Hund, der sowohl mit Meuten als auch eigenständig arbeiten konnte.

Im frühen 20. Jahrhundert wurde der Typ einheitlicher beschrieben und unter dem Namen Lakeland-Terrier bekannt. Später erfolgte die offizielle Anerkennung durch die großen kynologischen Verbände. Heute ist die Rasse vor allem ein aktiver Begleit- und Ausstellungshund, hat sich aber viele ihrer ursprünglichen Terrier-Eigenschaften bewahrt.

  1. Im Lake District in Nordengland werden drahthaarige Arbeitsterrier für die Jagd auf Fuchs in schwierigem Gelände gezüchtet.

  2. 1912

    Ein erster Rasseklub für den Lakeland-Terrier wird gegründet.

  3. 1921

    Der Name Lakeland-Terrier setzt sich für die Rasse allgemein durch.

  4. 1928

    Der Kennel Club im Vereinigten Königreich erkennt den Lakeland-Terrier an.

  5. 1954

    Die FCI erkennt den Lakeland-Terrier offiziell an.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Lakeland-Terrier gilt insgesamt als robuste und aktive Hunderasse. Wie bei Terriern können jedoch einzelne rassetypische Risiken im Bereich Augen, Haut, Gelenke und Stoffwechsel vorkommen. Eine kontrollierte Zucht, regelmäßige Vorsorge und angepasste Bewegung unterstützen ein stabiles Gesundheitsprofil.

Bei guter Haltung, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger tierärztlicher Betreuung wird häufig eine gute Lebenserwartung erreicht. Vorsorgeuntersuchungen können helfen, mögliche rassetypische Belastungen frühzeitig zu erkennen.

Linsenluxation

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse wird ein mögliches erhöhtes Risiko für Veränderungen der Linsenaufhängung beschrieben, die das Sehvermögen beeinträchtigen können.

Prävention: Regelmäßige augenärztliche Kontrollen, sorgfältige Zuchtauswahl und frühe Abklärung bei Augenreiben, Trübung oder Sehänderungen.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Kleinere bis mittelgroße Terrier können ein rassetypisches Risiko für eine instabile Kniescheibe aufweisen, was zeitweise Hüpfen oder Lahmheit begünstigen kann.

Prävention: Gewicht im Normalbereich halten, gelenkschonende Bewegung fördern und Lahmheit tierärztlich abklären lassen.

Hautreizungen und allergische Reaktionen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei rauhaarigen Terriern können empfindliche Haut, Juckreiz oder allergiebedingte Hautprobleme vorkommen.

Prävention: Regelmäßige Fell- und Hautpflege, Parasitenprophylaxe, passende Fütterung und Abklärung bei Juckreiz oder wiederkehrenden Hautveränderungen.

Zahnerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Wie bei vielen kleineren Hunderassen können Zahnstein, Zahnfleischreizungen und Folgeprobleme im Maulbereich häufiger beobachtet werden.

Prävention: Regelmäßige Zahnpflege, geeignete Kauartikel und tierärztliche Zahnkontrollen einplanen.

Legg-Calvé-Perthes-Krankheit

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei kleineren Terrierrassen wird gelegentlich ein Risiko für eine Durchblutungsstörung am Hüftkopf beschrieben, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann.

Prävention: Auf auffälliges Gangbild achten, Überlastung im Wachstum vermeiden und frühe orthopädische Untersuchung bei Hinterhandlahmheit veranlassen.

  • Augen
  • Gelenke
  • Haut
  • Hitze
  • Auf ein stabiles Körpergewicht und regelmäßige, aber kontrollierte Bewegung achten, um Gelenke zu entlasten.
  • Augenveränderungen wie Trübung, vermehrtes Blinzeln oder Unsicherheit beim Sehen zeitnah tierärztlich abklären lassen.
  • Die Fellpflege fachgerecht durchführen, damit Haut und Haar in gutem Zustand bleiben und Reizungen früh auffallen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit besonderem Blick auf Augen, Bewegungsapparat, Haut und Zähne durchführen lassen.
  • Zahnkontrollen und häusliche Zahnpflege in den Pflegeplan aufnehmen, da kleinere Terrier zu Maulproblemen neigen können.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Lakeland Terrier kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Lakeland Terrier ist ein kleiner, lebhafter und bewegungsfreudiger Hund. Trotz robuster Gesamterscheinung können im Laufe des Lebens Erkrankungen, Verletzungen oder operative Eingriffe auftreten, die zu spürbaren Tierarztkosten führen. Durch das aktive Temperament steigt zudem das Risiko für unfallbedingte Behandlungen. Ein Vollschutz kann helfen, sowohl Diagnostik als auch Behandlungen und Operationen umfassender abzusichern, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Einzelkosten durch chirurgische Eingriffe entlasten kann.

  • Auch bei kleinen Hunden können Operationen, Narkose, Bildgebung und Nachsorge spürbare Kosten verursachen.
  • Die Rasse ist aktiv und aufmerksam, wodurch Verletzungen bei Bewegung, Spiel oder Ausflügen nicht ausgeschlossen sind.
  • Im Alter können zusätzliche Kosten durch Diagnostik, chronische Beschwerden oder Zahnbehandlungen entstehen.
  • Terrier zeigen häufig ein selbstständiges und temperamentvolles Verhalten, was das Risiko für unfallbedingte tierärztliche Behandlungen erhöhen kann.
  • Ausgaben für Diagnostik und Behandlung bei Haut-, Ohren- oder allergieähnlichen Beschwerden.
  • Kosten durch operative Eingriffe nach Verletzungen oder bei orthopädischen Problemen.
  • Tierarztkosten für Zahnbehandlungen oder Zahnsanierungen, die bei kleinen Hunden häufiger relevant sein können.
  • Wiederkehrende Kosten bei altersbedingten Beschwerden oder chronischen Erkrankungen.
  • Bei lebhaften Hunden kann ein Tarif mit Leistungen für Unfallfolgen und kurzfristige Behandlungen vorteilhaft sein.
  • Ein Tarif mit Kostenübernahme für Operationen einschließlich Narkose und Nachbehandlung kann passend sein.
  • Sinnvoll kann eine Absicherung sein, die auch Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall vor einer Operation berücksichtigt.
  • Wenn ein umfassender Schutz gewünscht ist, kann auf Leistungen für ambulante und stationäre Behandlungen geachtet werden.
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