Hund im Rasseprofil

Kanarischer Podenco

Der Kanarische Podenco ist ein ursprünglicher, ausdauernder Jagdhund von den Kanarischen Inseln. Er wird vor allem für die Kaninchenjagd eingesetzt und ist für seine Schnelligkeit, Aufmerksamkeit und große Beweglichkeit bekannt.

AufmerksamAusdauerndEigenstaendigJagdlich motiviertLebhaftSensibel
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Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Spanien

Größe

Mittel

Schulterhöhe

53-64 cm

Gewicht

18-27 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar

Farben

Rot, Weiss, Rot weiss

FCI-Gruppe

Gruppe 5

FCI-Standard

Nr. 329

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Kanarischer Podenco

Ein Kanarischer Podenco wird in einer hellen Wohnung sanft gebürstet, während sein Besitzer die Fellpflege ruhig und liebevoll übernimmt.
Regelmäßige Fellpflege stärkt Gesundheit und Wohlbefinden des Kanarischen Podencos und gehört zu einer verantwortungsvollen Hundehaltung.
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Charakter

Der Kanarische Podenco ist ein sehr ausdauernder, lebhafter und aufmerksamer Jagdhund mit starkem Bewegungsdrang. Er gilt oft als sensibel, eigenständig und eng an seine Bezugsperson gebunden, zeigt aber häufig eine deutliche jagdliche Motivation und braucht eine konsequente, faire Führung.

AufmerksamAusdauerndEigenstaendigJagdlich motiviertLebhaftSensibel
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude2/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Mit positiver Verstärkung, Geduld und klaren Regeln gut lenkbar, aber oft kein Hund mit starkem "Will to please". Der Kanarische Podenco lernt meist schnell, hinterfragt jedoch häufiger und kann unter Ablenkung, besonders bei Wildgeruch oder Sichtreizen, schwerer ansprechbar sein.

Wachtrieb

Meist aufmerksam und meldet Ungewohntes, ist aber in der Regel kein klassischer Schutzhund. Die Wachsamkeit ist vorhanden, steht jedoch meist hinter Bewegungsdrang und Jagdinteresse zurück.

Jagdtrieb

Deutlich ausgeprägt. Die Rasse wurde jagdlich selektiert und reagiert häufig stark auf Spur, Sicht und Bewegungsreize. Freilauf ist daher vielerorts nur eingeschränkt und mit sehr gutem Training sowie sicherer Umgebung realistisch.

Alleinbleiben

Nur schrittweise aufbauen. Viele Vertreter binden sich eng an ihre Menschen und können bei zu schnellem Alleintraining unruhig werden. Längeres Alleinbleiben ist nicht für jeden Hund gleichermaßen gut geeignet.

Die Rasse ist meist freundlich, aber nicht immer unkompliziert. Aufgrund des ausgeprägten Jagdtriebs, der hohen Energie und der oft eigenständigen Arbeitsweise braucht sie ausreichend Auslastung, sichere Führung und verlässliches Management im Alltag. Individuelle Unterschiede in Temperament, Sozialverhalten und Familienverträglichkeit sind möglich.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Auslastung, klaren Strukturen und Rückzugsmöglichkeiten kann der Kanarische Podenco ein angenehmer Familienhund sein. Für sehr turbulente Haushalte oder Familien ohne Zeit für Bewegung, Training und Management des Jagdtriebs ist er jedoch oft nur eingeschränkt geeignet. Der Umgang mit Kindern sollte immer angeleitet und respektvoll erfolgen.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nur bedingt. Anfänger können mit dieser Rasse zurechtkommen, wenn sie sich intensiv mit Jagdverhalten, Auslastung und belohnungsbasiertem Training beschäftigen und idealerweise Unterstützung durch erfahrene Trainer haben. Für Menschen, die einen leichtführigen und unkomplizierten Alltagsbegleiter suchen, ist die Rasse oft keine einfache Wahl.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Tägliche lange Spaziergänge, kontrollierte Laufmöglichkeiten, Sucharbeit und geistige Beschäftigung sind wichtig. Reine Kurzrunden oder nur Gartenhaltung reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Meist gut. Als mediterran geprägte, eher leichte und athletische Rasse kommt der Kanarische Podenco mit Wärme oft besser zurecht als viele schwere oder dicht behaarte Hunde. Trotzdem sind Schatten, Wasser und angepasstes Aktivitätsniveau wichtig.

Kälteverträglichkeit

Eher mäßig. Bei kühlen, nassen oder windigen Bedingungen können viele Hunde dieser Rasse empfindlicher reagieren, besonders bei kurzem Fell und wenig Unterwolle. Im Winter sind angepasste Bewegung und gegebenenfalls Schutz sinnvoll.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft gut machbar, sofern der Hund Transport, neue Umgebungen und Ruhephasen gelernt hat. Hohe Reizoffenheit und Jagdinteresse können Reisen aber anspruchsvoller machen, daher helfen gutes Management und sichere Routinen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Oft freundlich bis reserviert, gegenüber vertrauten Personen meist anhänglich. Fremden gegenüber kann die Rasse zunächst vorsichtig oder beobachtend sein, ohne zwingend aggressiv zu reagieren.

Kinder

Mit respektvollen, hundeerfahren angeleiteten Kindern häufig gut möglich. Wegen Sensibilität, Energie und möglicher Unsicherheit in hektischen Situationen ist ein passendes Umfeld wichtig; nicht jeder Vertreter ist automatisch für jedes Familienleben ideal.

Andere Hunde

Häufig sozial verträglich, besonders bei guter Sozialisierung. Dennoch können Erregung, Konkurrenz oder jagdlich geprägtes Verhalten im Einzelfall zu Konflikten führen, weshalb kontrollierte Begegnungen und passende Hundekontakte sinnvoll sind.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges Fell mit pflegeleichtem Mantel

Pflegeintervall

1-2x pro Woche bürsten, bei Schmutz nach Bedarf reinigen

Fellpflege

Gering

Haaren

Wenig bis mittel

Sabbern

Wenig

Pflegeaufwand

Gering bis mittel

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach aktiven Ausflügen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden sollte nur bei Bedarf erfolgen, um Haut und Fell nicht unnötig zu belasten.
  • Das Fell ist meist pflegeleicht und benötigt in der Regel nur eine regelmäßige Grundpflege.
  • Nach Läufen in trockenem, steinigem oder dornigem Gelände sollten Pfoten und Haut kontrolliert werden.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein.
Grooming HandschuhHundezahnbürsteKrallenschereOhrenreiniger für HundeWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung mit hochwertigem Protein unterstützt den schlanken, sportlichen Körperbau dieser aktiven Hunderasse. Die Futtermenge sollte an Alter, Gewicht, Aktivität und Körperkondition angepasst werden. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet und Überfütterung vermieden werden. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1150 kcal
20 kgInaktiv750 kcal
20 kgNormal950 kcal
25 kgAktiv1360 kcal
25 kgInaktiv900 kcal
25 kgNormal1120 kcal
30 kgAktiv1560 kcal
30 kgInaktiv1030 kcal
30 kgNormal1290 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • abwechslungsreiche Geländeausflüge
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • intelligente Futterspiele
  • Lauf- und Rennspiele
  • Nasenarbeit und Suchspiele
  • Reizangel unter kontrollierten Bedingungen

Passende Aktivitäten

CanicrossJoggenLongierenLure CoursingMantrailing

Geschichte des Kanarischen Podenco

Der Kanarische Podenco stammt von den Kanarischen Inseln und gehört zu den alten mediterranen Lauf- und Jagdhundtypen. Er wird dort seit langer Zeit vor allem zur Kaninchenjagd genutzt und zeichnet sich durch Schnelligkeit, feine Sinne und große Ausdauer aus.

Die Rasse entwickelte sich unter den Bedingungen der Inseln als spezialisierter Gebrauchshund. Ihr Typ blieb über lange Zeit relativ ursprünglich erhalten. Offiziell wird der Kanarische Podenco heute als spanische Hunderasse geführt und ist international durch die FCI anerkannt.

  1. Entwicklung auf den Kanarischen Inseln als spezialisierter Jagdhund, insbesondere für die Kaninchenjagd.

  2. Erhaltung als ursprünglicher mediterraner Podenco-Typ im praktischen Jagdeinsatz.

  3. Anerkennung als spanische Hunderasse und internationale Führung im FCI-Standard.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Kanarische Podenco gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Hunderasse mit oft guter Grundkondition. Wie bei schlanken, aktiven Jagdhunden können jedoch rassetypische Risiken im Bereich des Bewegungsapparats, der Haut sowie des Verdauungstrakts vorkommen. Eine bedarfsgerechte Bewegung, angepasste Fütterung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unterstützen die Gesunderhaltung.

Bei guter Haltung, ausgewogener Ernährung und regelmäßiger tierärztlicher Begleitung wird häufig eine solide Lebenserwartung erreicht. Der Gesundheitszustand profitiert meist von ausreichender Bewegung, Gewichtskontrolle und frühzeitiger Abklärung von Auffälligkeiten.

Gelenk- und Bewegungsapparatbelastungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei sehr aktiven, lauffreudigen Hunden können Überlastungen von Muskeln, Sehnen und Gelenken auftreten. Das Risiko kann durch intensive Bewegung auf unebenem Gelände oder abrupte Belastung steigen.

Prävention: Auf gelenkschonenden Muskelaufbau achten, Belastung dem Alter und Trainingszustand anpassen, schlanke Körperkondition erhalten und bei Lahmheit oder Schonhaltung tierärztlich abklären lassen.

Verletzungsneigung an Pfoten und Haut

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch Jagdtrieb, hohe Aktivität und Einsatz in steinigem oder trockenem Gelände können Hautabschürfungen, kleine Schnittverletzungen oder Ballenreizungen häufiger vorkommen.

Prävention: Pfoten und Haut nach Aktivitäten kontrollieren, bei Bedarf Pfotenpflege nutzen, kleine Verletzungen früh versorgen und geeignete Ruhephasen einplanen.

Magen-Darm-Empfindlichkeiten

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Einige Hunde dieses Typs können empfindlich auf Futterwechsel, ungewohnte Belastung oder Stress reagieren. Das kann sich in zeitweiligen Verdauungsstörungen äußern.

Prävention: Futterumstellungen schrittweise vornehmen, Fütterung an Aktivitätsniveau anpassen, auf gute Verträglichkeit achten und wiederkehrende Beschwerden tierärztlich besprechen.

Ohrenreizungen

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei aktiven Hunden mit viel Außenkontakt können Staub, Pflanzenreste oder Reizungen des äußeren Ohres zeitweise eine Rolle spielen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, Verschmutzungen schonend entfernen und Auffälligkeiten wie Rötung oder vermehrtes Kratzen tierärztlich prüfen lassen.

  • Kälte
  • Nässe
  • Raue Untergründe
  • Bei sportlicher oder jagdlicher Auslastung eine tierärztliche Einschätzung zur Belastbarkeit und Regeneration berücksichtigen.
  • Ernährung und Futtermenge an Aktivitätsniveau, Körperkondition und individuelle Verträglichkeit anpassen.
  • Ohren, Ballen und Haut nach längeren Aktivitäten im Gelände regelmäßig kontrollieren und bei wiederkehrenden Reizungen abklären lassen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Kontrolle von Gewicht, Bewegungsapparat, Haut und Pfoten einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Kanarischen Podenco ist je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll.

Der Kanarische Podenco ist ein bewegungsfreudiger, mittelgroßer bis großer Hund mit hoher Aktivität und ausgeprägtem Laufverhalten. Dadurch können Verletzungen des Bewegungsapparats, Wunden oder unfallbedingte operative Eingriffe relevant werden. Zusätzlich können diagnostische Abklärungen bei Lahmheiten, Magen-Darm-Beschwerden oder anderen akuten Problemen Kosten verursachen. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch Behandlungen und Diagnostik im Alltag abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Eingriffen die finanzielle Belastung reduzieren kann.

  • Bei schnell laufenden und jagdlich motivierten Hunden können Schnittverletzungen, Zerrungen oder Unfallfolgen auftreten.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen an Muskeln, Sehnen und Gelenken erhöhen.
  • Ein Vollschutz kann auch Diagnostik und Behandlungen bei akuten Erkrankungen abdecken, die ohne OP dennoch kostspielig werden können.
  • Operationen nach Unfällen oder orthopädischen Problemen können mit höheren Tierarztkosten verbunden sein.
  • Diagnostik und Behandlung akuter Magen-Darm- oder Allgemeinerkrankungen.
  • Orthopädische Abklärungen und Behandlungen bei Lahmheiten oder Überlastungen.
  • Unfallbedingte Operationen nach Verletzungen beim Laufen oder Springen.
  • Wundversorgung, Naht und Nachbehandlung bei Schnitt- oder Bissverletzungen.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Voruntersuchungen und Nachsorge achten.
  • Bei einem Vollschutz auf Leistungen für ambulante und stationäre Behandlungen achten.
  • Eine freie Tierarztwahl und transparente Regelungen zu Selbstbeteiligung und Jahreshöchstgrenzen können im Alltag hilfreich sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch bildgebende Diagnostik bei Lahmheiten oder Verletzungen umfasst.
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