Hund im Rasseprofil

Irish Terrier

Der Irish Terrier ist ein mittelgroßer, drahthaariger Terrier aus Irland. Er gilt als lebhaft, mutig und menschenbezogen und wurde früher vielseitig als Hof-, Wach- und Jagdhund eingesetzt.

EigenständigLoyalMutigSelbstbewusstTemperamentvollWachsam
Ein aktiver Irish Terrier springt mit seinem Besitzer über eine kleine Trainingshürde auf dem Hundeplatz.
Gemeinsames Training auf dem Hundeplatz fördert Bewegung, Bindung und die sichere Auslastung des Hundes.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Irland

Größe

Mittel

Schulterhöhe

45-48 cm

Gewicht

11-13 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Drahthaar, Stockhaar

Farben

Rot, Rotweizen, Gelbrot

FCI-Gruppe

Gruppe 3

FCI-Standard

Nr. 139

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Irish Terrier

Ein neugieriger Irish Terrier Welpe erkundet seine neue Umgebung mit einer weichen Decke und Spielzeug.
Ein junger Irish Terrier Welpe entdeckt voller Neugier sein neues Heim.
Ein älterer Irish Terrier entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein älterer Hund genießt die liebevolle Zuwendung seines Besitzers in einer warmen und sicheren Umgebung.
Ein Irish Terrier sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Der Irish Terrier wartet ruhig mit seinem Besitzer in einer freundlichen, modernen Tierarztpraxis.

Charakter

Der Irish Terrier ist ein temperamentvoller, mutiger und sehr aufmerksamer Hund mit ausgeprägtem Terrier-Charakter. Er gilt als loyal gegenüber seinen Bezugspersonen, oft lebhaft und selbstbewusst, dabei aber auch eigenständig und mitunter stur. Bei guter Auslastung und konsequenter, fairer Führung kann er ein anhänglicher und unternehmungslustiger Begleiter sein.

EigenständigLoyalMutigSelbstbewusstTemperamentvollWachsam
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde2/5

Erziehbarkeit

Der Irish Terrier ist lernfähig, aber kein Hund, der meist blind gefallen möchte. Er reagiert in der Regel gut auf konsequente, ruhige und faire Erziehung mit klaren Grenzen und sinnvoller Motivation. Bei inkonsequenter Führung nutzt er Freiräume schnell aus. Für zuverlässigen Grundgehorsam braucht es Geduld, Wiederholungen und eine gute Impulskontrolle.

Wachtrieb

Der Wachtrieb ist deutlich vorhanden. Der Irish Terrier nimmt Veränderungen in seinem Umfeld meist schnell wahr und meldet Ungewöhnliches aufmerksam. Er kann Haus und Familie engagiert bewachen, sollte aber lernen, zwischen Alltagssituationen und tatsächlichen Anlässen zu unterscheiden.

Jagdtrieb

Der Jagdtrieb kann terriertypisch spürbar bis ausgeprägt sein, insbesondere bei schnellen Bewegungsreizen und kleinen Tieren. Ein sicherer Rückruf muss sorgfältig aufgebaut werden und ist nicht in jeder Situation selbstverständlich. Management, Schleppleinentraining und kontrollierte Auslastung sind oft sinnvoll.

Alleinbleiben

Alleinbleiben sollte behutsam aufgebaut werden. Viele Irish Terrier binden sich eng an ihre Menschen und können bei zu schneller Gewöhnung unruhig oder laut werden. Mit Training sind alltagstaugliche Zeiträume oft möglich, pauschal sollte längeres Alleinsein aber nicht vorausgesetzt werden.

Typisch sind ein hohes Energielevel, schnelle Reaktionsbereitschaft und eine gewisse Eigenwilligkeit. Frühzeitige Sozialisierung, klare Regeln und alltagstaugliches Training sind wichtig, besonders im Umgang mit anderen Hunden und bei jagdlich interessanten Reizen. Individuelle Unterschiede je nach Linie, Erfahrung und Haltung sind möglich.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Erziehung, guter Auslastung und respektvollem Umgang kann der Irish Terrier ein engagierter Familienhund sein. Er passt eher zu aktiven Haushalten, die Freude an Training und gemeinsamer Beschäftigung haben. Für sehr hektische Familien oder Haushalte ohne klare Strukturen ist er oft weniger geeignet. Ob er mit Kindern harmoniert, hängt stark von Sozialisierung, Anleitung und dem Verhalten aller Beteiligten ab.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur eingeschränkt. Der Irish Terrier ist kein typischer Anfängerhund, weil er temperamentvoll, eigenständig und teils reaktiv auf Umweltreize oder andere Hunde reagieren kann. Motivierte Einsteiger mit guter Begleitung durch Hundeschule, klarer Struktur und Zeit für Erziehung können dennoch zurechtkommen, sollten aber keinen leichtführigen Hund erwarten.

Bewegungsbedarf

Hoch. Der Irish Terrier braucht täglich abwechslungsreiche Bewegung sowie geistige Beschäftigung. Spaziergänge allein reichen oft nicht aus; sinnvoll sind zusätzlich Nasenarbeit, Grundgehorsam, kontrollierte Spiele und Aufgaben mit dem Menschen. Überdrehen sollte durch ausgewogene Ruhephasen vermieden werden.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte auf intensive Aktivität in der Mittagshitze verzichtet werden. Schatten, Wasser und angepasste Belastung sind wichtig.

Kälteverträglichkeit

Gut. Das harsche Fell bietet einen gewissen Schutz, dennoch hängt die Kälteverträglichkeit auch von Wetter, Aktivität und individuellem Empfinden ab.

Reisetauglichkeit

Bei frühzeitiger Gewöhnung oft ordentlich. Der Irish Terrier ist meist aufmerksam und anpassungsfähig, kann in neuer Umgebung aber auch reizoffen und wachsam sein. Ruhiges Training für Auto, Bahn, Pausen und fremde Umgebungen verbessert die Alltagstauglichkeit deutlich.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen zeigt sich der Irish Terrier meist anhänglich, loyal und aufmerksam. Fremden begegnet er oft reserviert bis selbstsicher, ohne automatisch unverträglich zu sein. Gute Sozialisierung hilft, damit Wachsamkeit nicht in übermäßige Schärfe umschlägt.

Kinder

Mit verständigen, hundeerfahren angeleiteten Kindern kann das Zusammenleben gut funktionieren. Wegen seines Temperaments und seiner deutlichen Kommunikation sollten Begegnungen immer begleitet werden. Er ist eher für Familien geeignet, die Grenzen respektieren und dem Hund Rückzugsorte geben.

Andere Hunde

Das Sozialverhalten gegenüber anderen Hunden ist häufig anspruchsvoller als bei vielen unkomplizierten Begleithunden. Je nach Individuum kann der Irish Terrier zu Konkurrenzverhalten, Imponiergehabe oder deutlicher Reaktion neigen. Frühe Sozialisierung und kontrollierte Hundekontakte sind besonders wichtig.

Pflege

Pflegeart

Rauhaariges Fell regelmäßig bürsten und trimmen

Pflegeintervall

wöchentlich bürsten, mehrmals pro Jahr trimmen

Fellpflege

Mittel

Haaren

Wenig

Sabbern

Wenig

Pflegeaufwand

Mittel

  • Bart und Gesicht nach Schmutz und Futterresten kontrollieren
  • Fell wöchentlich gründlich bürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und sauber halten
  • Totes Deckhaar regelmäßig per Hand oder fachgerecht trimmen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das raue Fell sollte nicht geschoren, sondern getrimmt werden, damit Struktur und Schutzfunktion erhalten bleiben.
  • Nach Spaziergängen sollten Pfoten und Bart auf Schmutz und kleine Fremdkörper kontrolliert werden.
  • Regelmäßige Fellpflege hilft, lose Haare und Schmutz aus dem drahtigen Fell zu entfernen.
HundezahnbürsteKammKrallenzangeNaturhaarbürsteTrimmmesser

Ernährung & Kalorien

Der Irish Terrier benötigt eine ausgewogene, dem Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau angepasste Ernährung. Als lebhafte und bewegungsfreudige Rasse profitiert er von hochwertigem Futter mit guter Proteinversorgung. Die Tagesration sollte auf ein gesundes Körpergewicht abgestimmt und Leckerlis mit eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
11 kgAktiv780 kcal
11 kgInaktiv520 kcal
11 kgNormal650 kcal
13 kgAktiv890 kcal
13 kgInaktiv590 kcal
13 kgNormal740 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Gehorsamkeitsübungen
  • intelligente Denkspiele
  • kontrollierte Lauf- und Rennspiele
  • Suchspiele mit Futter oder Spielzeug

Passende Aktivitäten

AgilityCanicrossMantrailingObedienceRally Obedience

Geschichte des Irish Terriers

Der Irish Terrier stammt aus Irland und zählt zu den alten Terrierrassen der britischen Inseln. Er wurde als vielseitiger Arbeitshund gehalten und kam auf Bauernhöfen unter anderem zur Rattenjagd, als Wachhund und bei der Jagd auf kleines Wild zum Einsatz.

Im 19. Jahrhundert begann eine gezieltere Reinzucht. Die Rasse wurde in Hundeschauen bekannt und erhielt ein einheitlicheres Erscheinungsbild. Charakteristisch wurden vor allem das harsche rote Fell, die rechteckige Silhouette und das temperamentvolle Wesen.

Außerhalb Irlands gewann der Irish Terrier ebenfalls Anhänger. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert verbreitete er sich in Großbritannien und weiteren Ländern. Während des Ersten Weltkriegs wurde von seinem Einsatz als Melde- und Begleithund berichtet.

Heute ist der Irish Terrier eine eher seltene, aber geschätzte Hunderasse. Er wird vor allem als aktiver Begleit- und Familienhund gehalten, bewahrt jedoch viele Eigenschaften eines ursprünglichen, arbeitsfreudigen Terriers.

  1. 1879

    In Dublin wurde ein früher Rasseklub für den Irish Terrier gegründet.

  2. 1880

    Der Irish Terrier wurde im späten 19. Jahrhundert auf Ausstellungen bekannter und als eigenständige Rasse gefestigt.

  3. 1897

    Der Irish Terrier Club of America wurde gegründet.

  4. 1914

    Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde der Irish Terrier auch als Melde- und Begleithund erwähnt.

  5. Die Rasse entwickelte sich in Irland aus alten, vielseitig eingesetzten Terrierschlägen.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Irish Terrier gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Hunderasse. Wie bei anderen mittelgroßen Terriern können einzelne orthopädische, dermatologische und augenbezogene Probleme vorkommen. Eine ausgewogene Ernährung, kontrollierte Bewegung, Haut- und Fellpflege sowie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unterstützen die langfristige Gesundheit.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen mittelgroßen Hund. Bei passender Haltung, Gewichtskontrolle und regelmäßiger tierärztlicher Begleitung können viele Irish Terrier über viele Jahre vital bleiben.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen. Die Ausprägung kann unterschiedlich sein und sich unter anderem in eingeschränkter Bewegungsfreude oder Unregelmäßigkeiten im Gangbild zeigen.

Prävention: Auf ein angemessenes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und bei der Zucht auf geeignete Vorsorgeuntersuchungen achten.

Allergische Hautprobleme

MittelGenetisches Risiko: Nein

Irish Terrier können zu Hautreizungen, Juckreiz oder wiederkehrenden Ohren- und Hautproblemen neigen. Solche Beschwerden können mit Umweltfaktoren, Parasiten oder Futterbestandteilen zusammenhängen.

Prävention: Haut und Fell regelmäßig kontrollieren, gut verträgliche Pflegeprodukte verwenden, Parasitenprophylaxe einhalten und mögliche Reizauslöser im Alltag beobachten.

Linsenluxation

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei einigen Terrierrassen wird ein erblich beeinflusstes Risiko für Veränderungen an der Augenlinse beschrieben. Eine frühzeitige augenärztliche Abklärung kann helfen, Auffälligkeiten rechtzeitig zu erkennen.

Prävention: Regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen einplanen und bei Zuchtlinien auf bekannte ophthalmologische Kontrollen achten.

Hyperkeratose der Ballen

NiedrigGenetisches Risiko: Ja

Es kann eine verstärkte Verhornung der Ballen auftreten. Dies kann zu trockenen, rauen Pfoten führen und den Laufkomfort beeinträchtigen.

Prävention: Pfoten regelmäßig kontrollieren, Ballenpflege bei Trockenheit anwenden und starke mechanische Belastung auf rauen Untergründen begrenzen.

  • Augen
  • Gelenke
  • Haut
  • Hitze
  • Bei wiederkehrendem Juckreiz, Hautrötungen oder Ohrenproblemen eine tierärztliche Abklärung möglicher Auslöser veranlassen.
  • Bei Zuchttieren oder familiärer Vorbelastung können orthopädische und augenärztliche Screening-Untersuchungen sinnvoll sein.
  • Jährliche allgemeine Vorsorgeuntersuchungen mit Gewichtskontrolle und Beurteilung von Haut, Ohren und Bewegungsapparat einplanen.
  • Pfoten und Ballen regelmäßig auf Trockenheit, Risse oder verstärkte Verhornung kontrollieren.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Irish Terrier ist je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll.

Der Irish Terrier ist ein aktiver, bewegungsfreudiger mittelgroßer Hund. Durch das lebhafte Temperament und die oft hohe Auslastung können Verletzungen des Bewegungsapparats oder unfallbedingte Operationen relevant werden. Gleichzeitig können im Laufe des Lebens diagnostische Abklärungen, Behandlungen und einzelne rassetypisch mögliche Gesundheitsprobleme zu planbaren und ungeplanten Tierarztkosten führen. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen und Diagnostik breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Eingriffen finanziell entlasten kann.

  • Aktives und ausdauerndes Bewegungsverhalten kann das Risiko für Verletzungen und daraus folgende Behandlungen erhöhen.
  • Auch bei insgesamt robust wirkenden Hunden lassen sich Erkrankungen oder Eingriffe im Lebensverlauf nicht ausschließen.
  • Operationen nach Unfällen oder bei orthopädischen Problemen können schnell hohe Einmalkosten verursachen.
  • Zusätzliche Kosten können durch Bildgebung, Laboruntersuchungen, Nachsorge und Medikamente entstehen.
  • Dermatologische Abklärungen und Behandlungen bei Haut- oder Fellproblemen.
  • Diagnostische Kosten durch Röntgen, Ultraschall, Labor und gegebenenfalls weiterführende Untersuchungen.
  • Orthopädische Beschwerden oder Verletzungen an Bändern, Gelenken und Muskulatur durch hohe Aktivität.
  • Unfallbedingte Operationen, zum Beispiel nach Stürzen, Bissverletzungen oder Fremdkörperaufnahme.
  • Bei Vollschutz kann auf die Mitversicherung von Diagnostik, Medikamenten und ambulanten Behandlungen geachtet werden.
  • Ein Blick auf Wartezeiten, Selbstbeteiligung und Ausschlüsse für Gelenke oder rassespezifische Erkrankungen kann helfen.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen inklusive Narkose, Voruntersuchung und Nachbehandlung kann sinnvoll sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif ohne sehr niedrige Jahresgrenzen sein, damit auch mehrere Behandlungen in einem Jahr aufgefangen werden können.
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