Hund im Rasseprofil

Irish Glen of Imaal Terrier

Der Irish Glen of Imaal Terrier ist ein niedrigläufiger, kräftiger Terrier aus dem irischen County Wicklow. Trotz seiner kompakten Größe wirkt er robust, ausdauernd und bodenständig.

AufmerksamAusgeglichenEigenständigMutigRobustSelbstbewusstZäh
Ein zufriedener Irish Glen of Imaal Terrier sitzt neben seinem Besitzer in einer modernen Wohnung und strahlt Vertrauen aus.
Ein harmonisches Zusammensein zwischen Mensch und Hund fördert das Wohlbefinden.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Klein

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Irland

Größe

Klein

Schulterhöhe

32-36 cm

Gewicht

14-18 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Rau, Dicht

Farben

Blau, Gestromt, Weizenfarben

FCI-Gruppe

Gruppe 3

FCI-Standard

Nr. 302

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Irish Glen of Imaal Terrier

Ein älterer Irish Glen of Imaal Terrier liegt entspannt auf einem Sofa, während sein Besitzer ihn streichelt.
Ein liebevoller Moment zwischen Hund und Besitzer in einem ruhigen Zuhause.
Ein neugieriger Irish Glen of Imaal Terrier Welpe erkundet seine neue Wohnung mit liebevoller Familie im Hintergrund.
Der junge Welpe entdeckt seine Umgebung in einem liebevollen Zuhause.
Ein freundlicher Irish Glen of Imaal Terrier liegt entspannt neben einem Kind im Wohnzimmer, während die Eltern im Hintergrund stehen.
Der entspannte Familienhund zeigt eine vertrauensvolle Alltagsszene in einem hellen Wohnzimmer.

Charakter

Der Irish Glen of Imaal Terrier ist ein robuster, mutiger und vergleichsweise ruhiger Terrier mit eigenständigem Charakter. Er gilt oft als weniger hektisch und weniger bellfreudig als viele andere Terrier, bleibt aber aufmerksam, selbstbewusst und bei interessanten Reizen jagdlich motiviert.

AufmerksamAusgeglichenEigenständigMutigRobustSelbstbewusstZäh
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel3/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Er ist intelligent und lernfähig, arbeitet aber nicht immer mit will to please wie manche kooperativere Hunderassen. Die Erziehung gelingt meist gut mit Geduld, klaren Regeln, Motivation und Abwechslung. Zu viel Härte kann Widerstand fördern, zu wenig Konsequenz nutzt er leicht aus.

Wachtrieb

Der Glen ist aufmerksam und meldet Ungewöhnliches durchaus zuverlässig, ohne zwingend ein dauerkläffender Hund zu sein. Er besitzt einen natürlichen Schutz und Wachinstinkt, ist aber in der Regel eher ein wachsamer Begleiter als ein scharf eingestellter Wachhund.

Jagdtrieb

Als Terrier bringt er in vielen Fällen einen deutlich vorhandenen Jagd und Beutetrieb mit, besonders gegenüber kleinen Tieren oder sich schnell bewegenden Reizen. Wie stark dieser im Einzelfall ausfällt, variiert, sollte aber im Training und Freilauf immer berücksichtigt werden.

Alleinbleiben

Mit behutsamem Aufbau kann er zeitweise allein bleiben, doch enge Bindung und Beschäftigungsbedarf machen sehr lange Alleinphasen oft ungünstig. Unzureichend ausgelastete oder zu abrupt allein gelassene Hunde können unerwünschtes Verhalten entwickeln.

Trotz seines oft ausgeglichenen Auftretens ist er kein unkomplizierter Selbstläufer. Konsequente, faire Erziehung, gute Auslastung und frühe Sozialisierung sind wichtig, damit sein Eigensinn und sein terriertypisches Durchsetzungsvermögen im Alltag gut lenkbar bleiben.

Alltag & Haltung

Familie

Grundsätzlich kann der Irish Glen of Imaal Terrier ein guter Familienhund sein, wenn seine Eigenständigkeit respektiert und seine Erziehung konsequent aufgebaut wird. In einem strukturierten Haushalt mit hundeerfahrenen oder lernbereiten Bezugspersonen zeigt er sich oft anhänglich, verspielt und alltagstauglich. Für Familien mit sehr kleinen Kindern ist gutes Management wichtig, damit Rückzugsorte und ruhige Grenzen eingehalten werden.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur bedingt. Anfänger können mit dieser Rasse zurechtkommen, wenn sie sich intensiv mit Terrierverhalten, konsequenter Erziehung und Jagdtriebmanagement beschäftigen. Wer einen leichtführigen, jederzeit gefälligen Hund erwartet, könnte mit dem selbstständigen Wesen des Glen überfordert sein.

Bewegungsbedarf

Er braucht regelmäßige Spaziergänge, Spiel, Nasenarbeit und geistige Beschäftigung, jedoch meist keine extreme sportliche Dauerbelastung. Wichtig ist eine ausgewogene Auslastung: weder Unterforderung noch überdrehtes Hochpushen.

Hitzeverträglichkeit

Mittlere Hitzetoleranz. Bei warmem Wetter sollten Bewegung und Training an kühlere Tageszeiten angepasst werden, da kompakte, kräftige Hunde unter anhaltender Hitze schneller ermüden können.

Kälteverträglichkeit

In der Regel relativ gut, besonders bei moderaten bis kühlen Temperaturen. Nässe, Wind und individuelle Konstitution spielen aber eine Rolle, sodass längere Aufenthalte bei starkem Winterwetter nicht pauschal für jeden Hund gleich gut geeignet sind.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung meist ordentlich reisetauglich. Sein robustes Wesen kann Reisen erleichtern, dennoch profitieren viele Hunde von kleinschrittigem Training für Auto, Box, neue Umgebungen und Ruhephasen unterwegs.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Menschen gegenüber zeigt er sich häufig freundlich, selbstsicher und loyal, ohne immer überschwänglich zu sein. Fremden begegnet er oft zunächst aufmerksam und etwas reserviert, meist aber nicht grundlos aggressiv.

Kinder

Mit respektvollen Kindern kann er sich gut verstehen und durchaus verspielt sein. Wie bei vielen Terriern sind ein fairer Umgang, Aufsicht und das Vermitteln von Ruhe- und Rückzugsregeln wichtig, damit das Zusammenleben harmonisch bleibt.

Andere Hunde

Das Verhalten gegenüber anderen Hunden ist individuell unterschiedlich. Gute Sozialisierung verbessert die Alltagstauglichkeit deutlich, dennoch kann es besonders bei gleichgeschlechtlichen Hunden oder in angespannten Situationen zu terriertypischer Durchsetzungsbereitschaft kommen.

Pflege

Pflegeart

Rauhaariges Fell mit regelmäßigem Trimmen

Pflegeintervall

wöchentlich, Trimmen mehrmals pro Jahr

Fellpflege

Mittel

Haaren

Wenig

Sabbern

Wenig

Pflegeaufwand

Mittel

  • Abgestorbenes Deckhaar regelmäßig trimmen oder von Hand ausziehen lassen
  • Bart und Gesichtspartie nach Bedarf reinigen
  • Fell wöchentlich gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und sauber halten
  • Zähne mehrmals pro Woche pflegen
  • Das harsche Fell sollte nicht regelmäßig geschoren werden, damit Struktur und Schutzfunktion erhalten bleiben.
  • Nach Spaziergängen sollten Pfoten und Bauch auf Schmutz und kleine Verletzungen kontrolliert werden.
  • Regelmäßige Fellpflege erleichtert das Erkennen von Hautreizungen oder Parasiten.
  • Wegen der bodennahen Statur bleibt bei nassem Wetter leichter Schmutz im Fell hängen.
HundezahnbürsteKammKrallenzangeTrimmmesserZupfbürste

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, dem Alter und Aktivitätsniveau angepasste Fütterung achten. Der Irish Glen of Imaal Terrier ist kompakt gebaut und sollte schlank gehalten werden, um Gelenke und Rücken nicht unnötig zu belasten. Tagesration abwiegen, Leckerlis in die Gesamtmenge einrechnen und das Gewicht regelmäßig kontrollieren. Futterumstellungen langsam vornehmen und jederzeit frisches Wasser bereitstellen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
14 kgAktiv860 kcal
14 kgInaktiv560 kcal
14 kgNormal700 kcal
16 kgAktiv970 kcal
16 kgInaktiv630 kcal
16 kgNormal790 kcal
18 kgAktiv1060 kcal
18 kgInaktiv690 kcal
18 kgNormal870 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Intelligenzspiele und Problemlöseaufgaben
  • Kontrollierte Apportier- und Suchspiele
  • Kurze, motivierende Trainingseinheiten mit Gehorsamsübungen
  • Nasenspiele und Futtersuchspiele
  • Spielerische Aufgaben mit Wechsel zwischen Bewegung und Konzentration
  • Tägliche Spaziergänge mit abwechslungsreichen Schnüffelphasen

Passende Aktivitäten

FährtenarbeitNasenarbeitObedienceRally Obedience

Geschichte des Irish Glen of Imaal Terriers

Der Irish Glen of Imaal Terrier stammt aus der abgelegenen Region Glen of Imaal im County Wicklow in Irland. Dort wurde er als vielseitiger, robuster Arbeitsterrier gehalten, der unter anderem zur Jagd auf Raubwild und als Hofhund eingesetzt wurde.

Im Vergleich zu anderen Terriern entwickelte sich die Rasse lange Zeit eher regional und blieb außerhalb ihrer Herkunftsregion wenig bekannt. Ihr Erscheinungsbild wurde vor allem durch praktische Arbeitstauglichkeit geprägt: kräftiger Körperbau, kurze Läufe und ein wetterfestes, raues Fell.

Erst im 20. Jahrhundert wurde die Rasse systematischer erfasst und kynologisch anerkannt. Bis heute gilt der Irish Glen of Imaal Terrier als seltene Hunderasse, die wegen ihres eigenständigen, aber oft ausgeglichenen Wesens geschätzt wird.

  1. Entstehung als regionaler Arbeitsterrier im Glen of Imaal im County Wicklow, Irland.

  2. 1934

    Anerkennung der Rasse durch den Irish Kennel Club.

  3. 1975

    Offizielle Anerkennung der Rasse durch die FCI.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Irish Glen of Imaal Terrier gilt insgesamt als robuste Hunderasse. Wie bei einigen klein bis mittelgroßen Terriern kommen jedoch bestimmte rassetypische Risiken vor, insbesondere im orthopädischen und augenbezogenen Bereich. Eine angepasste Bewegung, Gewichtskontrolle sowie regelmäßige tierärztliche Vorsorge können dazu beitragen, Belastungen früh zu erkennen.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen Terrier dieser Größe. Bei sinnvoller Vorsorge, kontrolliertem Körpergewicht und Beachtung möglicher erblich beeinflusster Risiken bleibt die gesundheitliche Prognose oft günstig.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse wird ein mögliches erblich beeinflusstes Risiko für degenerative Augenerkrankungen beschrieben. Solche Veränderungen können das Sehvermögen schrittweise beeinträchtigen.

Prävention: Augenuntersuchungen im Rahmen der Vorsorge, Zuchteinsatz nur mit geeigneter Gesundheitsbewertung und frühzeitige tierärztliche Abklärung bei Veränderungen des Sehvermögens.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Als mögliche rassetypische orthopädische Problematik kann eine Instabilität der Kniescheibe auftreten. Das kann sich zeitweise durch verändertes Gangbild oder Belastungsunlust zeigen.

Prävention: Gewicht im gesunden Bereich halten, kontrollierte Bewegung im Wachstum, Sprungbelastungen angemessen dosieren und Lahmheiten tierärztlich abklären lassen.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Ein mögliches Risiko betrifft die Entwicklung der Hüftgelenke. Bei betroffenen Hunden können Belastungsempfindlichkeit oder Einschränkungen der Bewegungsfreude vorkommen.

Prävention: Auf moderates Wachstum achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und Zuchttiere orthopädisch untersuchen lassen.

Allergische Hautreaktionen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Wie bei vielen Terriern können Haut und Ohren empfindlich auf Umweltfaktoren oder Futterbestandteile reagieren. Typisch sind wiederkehrende Reizungen oder Hautunruhe.

Prävention: Regelmäßige Haut- und Fellpflege, Parasitenprophylaxe, Reizstoffe möglichst reduzieren und wiederkehrenden Juckreiz tierärztlich besprechen.

Zahnerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Kleinere bis mittelgroße Hunde können zu Zahnstein, Zahnfleischreizungen und weiteren Veränderungen im Maulbereich neigen. Eine frühe Pflege unterstützt die Zahngesundheit.

Prävention: Konsequente Zahnpflege, regelmäßige Kontrollen der Maulhöhle und bei Bedarf professionelle Zahnreinigung einplanen.

  • Augen
  • Gelenkbelastung
  • Haut
  • Hitze
  • Zähne
  • Augenvorsorgeuntersuchungen in sinnvollen Abständen durchführen lassen, besonders bei Veränderungen des Sehvermögens.
  • Das Körpergewicht konsequent im gesunden Bereich halten, um Gelenke und allgemeine Belastbarkeit zu unterstützen.
  • Haut, Ohren und Pfoten regelmäßig kontrollieren, insbesondere bei wiederkehrendem Juckreiz oder Reizungen.
  • Regelmäßige orthopädische Beurteilung bei Auffälligkeiten im Gangbild oder bei Belastungsunlust einplanen.
  • Zahnpflege früh etablieren und die Maulgesundheit bei Vorsorgeterminen mitbeurteilen lassen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Irish Glen of Imaal Terrier kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Rasse ist klein bis mittelgroß und meist robust, kann jedoch zu orthopädischen Problemen, Augenveränderungen und anderen behandlungsintensiven Erkrankungen neigen. Da Diagnostik, Operationen und wiederkehrende Behandlungen schnell höhere Tierarztkosten verursachen können, ist eine Absicherung gegen größere Eingriffe und je nach finanzieller Planbarkeit auch gegen laufende Behandlungskosten naheliegend.

  • Auch bei eher kompakten Hunden können Unfälle im Alltag oder bei Aktivität zu plötzlich hohen OP-Kosten führen.
  • Augenprobleme können je nach Befund regelmäßige Kontrollen oder spezialisierte Behandlungen erforderlich machen.
  • Mögliche orthopädische Erkrankungen können bildgebende Diagnostik, Medikamente oder operative Eingriffe nach sich ziehen.
  • Wiederkehrende tierärztliche Behandlungen können sich über die Jahre zu spürbaren Gesamtkosten summieren.
  • Augenerkrankungen können Untersuchungen durch Spezialisten sowie längerfristige Behandlungen erforderlich machen.
  • Chronische oder wiederkehrende Beschwerden können durch Kontrolltermine, Medikamente und Diagnostik laufende Kosten auslösen.
  • Orthopädische Abklärungen und mögliche Eingriffe an Gelenken oder Knochen können hohe Einmalkosten verursachen.
  • Unfallbedingte Verletzungen können Notfallversorgung, Operation und Nachsorge notwendig machen.
  • Bei Wahl eines Vollschutzes kann auf die Übernahme von Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall geachtet werden.
  • Eine freie Tierarztwahl und die Mitversicherung von Nachbehandlungen können im Ernstfall praktische Vorteile bieten.
  • Für Rassen mit möglichem Risiko für Gelenk- oder Augenprobleme kann ein Blick auf Leistungsgrenzen und Ausschlüsse bei erblich beeinflussten Erkrankungen sinnvoll sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Nachsorge und stationärer Unterbringung sein.
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