Der Hovawart gilt insgesamt als robuste und belastbare Hunderasse. Wie bei größeren Hunderassen können jedoch rassetypische Risiken im Bereich des Bewegungsapparats sowie vereinzelt Augen- und Herzprobleme auftreten. Eine angepasste Aufzucht, kontrollierte Bewegung im Wachstum, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unterstützen die langfristige Gesundheit.
Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen großen Hund. Gesundheitsvorsorge, Gewichtskontrolle, gelenkschonende Bewegung und züchterische Sorgfalt können sich günstig auf die Lebensqualität im Alter auswirken.
Hüftgelenksdysplasie
HochGenetisches Risiko: JaBei dieser großen Rasse wird ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks beschrieben. Die Ausprägung kann unterschiedlich sein und sich auf Bewegungsfreude und Belastbarkeit auswirken.
Prävention: Auf moderates Wachstum achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und auf sorgfältige Zuchtselektion achten.
Ellenbogendysplasie
MittelGenetisches Risiko: JaAuch im Ellenbogenbereich können bei größeren, aktiven Hunden entwicklungsbedingte Gelenkveränderungen vorkommen. Diese können die Vorderhand belasten und die Beweglichkeit einschränken.
Prävention: Gleichmäßige Belastung im Wachstum, kein starkes Übergewicht und tierärztliche Kontrolle bei Auffälligkeiten des Gangbilds.
Magendrehung
HochGenetisches Risiko: NeinBei großen, tiefbrüstigen Hunden besteht ein mögliches Risiko für eine Magendrehung. Das Risiko ist nicht spezifisch nur für diese Rasse, wird bei entsprechendem Körperbau jedoch beachtet.
Prävention: Futterportionen aufteilen, starke körperliche Aktivität rund um die Fütterung begrenzen und Fressverhalten ruhig gestalten.
Augenerkrankungen
MittelGenetisches Risiko: JaVereinzelt werden bei der Rasse erbliche oder altersabhängige Augenveränderungen diskutiert. Frühzeitige Kontrollen helfen, Entwicklungen rechtzeitig einzuordnen.
Prävention: Regelmäßige Augenuntersuchungen im Rahmen der Vorsorge und Zuchteinsatz nur nach geeigneten Untersuchungen.
Herzerkrankungen
MittelGenetisches Risiko: JaBei einzelnen Linien können Herzprobleme als mögliches Risiko eine Rolle spielen. Eine kardiologische Abklärung kann bei Auffälligkeiten sinnvoll sein.
Prävention: Regelmäßige tierärztliche Auskultation, Abklärung bei verminderter Belastbarkeit und verantwortungsvolle Zuchtwahl.
Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.