Hund im Rasseprofil

Hochgebirgsbracke

Die Hochgebirgsbracke ist ein österreichischer Lauf- und Schweißhund, der für die Jagd in schwierigem alpinem Gelände gezüchtet wurde. Sie gilt als ausdauernd, trittsicher und arbeitsfreudig.

ArbeitsfreudigAusdauerndEigenständigLoyalRobustSpursicher
Ein vitaler Hochgebirgsbracke Hund läuft fröhlich über eine grüne Wiese, während sein Besitzer im Hintergrund spielt.
Ein glücklicher Hochgebirgsbracke genießt einen sonnigen Tag im Park mit seinem Besitzer.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Österreich

Größe

Mittel

Schulterhöhe

42-50 cm

Gewicht

15-22 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Stockhaar

Farben

Hirschrot, Schwarz mit lohfarbenen Abzeichen, Rotbraun

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 43

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Hochgebirgsbracke

Ein Hochgebirgsbracke Hund läuft an der Leine mit seinem Besitzer durch eine freundliche moderne Stadtstraße.
Ein entspannter Spaziergang in der Stadt zeigt die Hochgebirgsbracke als robusten Begleiter im modernen Alltag.
Ein älterer Hochgebirgsbracke-Hund liegt entspannt auf einem gemütlichen Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein gemütlicher Moment zwischen Mensch und Hund sorgt für ein Gefühl von Fürsorge und Sicherheit.
Ein Hochgebirgsbracke-Hund steht aufmerksam vor hellem neutralem Hintergrund in einem realistischen Tierportrait.
Die Hochgebirgsbracke ist ein wachsamer Jagdhund mit typischer Fellstruktur und klarer, natürlicher Körperhaltung.

Charakter

Die Hochgebirgsbracke ist ein ausdauernder, arbeitsfreudiger und eigenständig denkender Hund mit deutlichem Jagdbezug. Im vertrauten Umfeld zeigt sie sich meist loyal, ruhig und ausgeglichen, draußen jedoch aufmerksam, spurorientiert und sehr bewegungsfreudig.

ArbeitsfreudigAusdauerndEigenständigLoyalRobustSpursicher
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Mit konsequenter, fairer und geduldiger Erziehung gut lenkbar, aber oft eigenständig und nicht auf ständige Gefallsucht ausgerichtet. Klare Regeln, verlässlicher Rückruf und jagdlich sinnvolle Auslastung sind besonders wichtig.

Wachtrieb

Ein gewisser Wachinstinkt ist vorhanden, steht aber meist hinter der jagdlichen Motivation zurück. Die Rasse meldet Auffälligkeiten eher, als dass sie ausgeprägtes Schutzverhalten zeigt.

Jagdtrieb

Deutlich ausgeprägt. Die Hochgebirgsbracke wurde für spur und fährtenbezogene Arbeit gezüchtet und kann Wildgerüche sehr konsequent verfolgen. Freilauf ist daher oft nur in gut kontrollierbaren Situationen realistisch.

Alleinbleiben

Nur schrittweise aufbauen. Bei ausreichender Auslastung kann zeitweises Alleinbleiben funktionieren, doch sehr lange oder häufige Alleinzeiten passen meist schlecht zu dieser menschenbezogenen und arbeitsorientierten Rasse.

Als spezialisierter Lauf- und Jagdhund braucht die Rasse viel Beschäftigung, zuverlässige Führung und passende Auslastung. Freundliches Wesen und Familienanschluss sind möglich, dennoch ist sie in der Regel kein unkomplizierter Hund für jede Wohn- und Alltagssituation.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Haltung, viel Bewegung und guter Erziehung kann die Hochgebirgsbracke in einer Familie leben. Sie eignet sich aber eher für aktive Haushalte mit Verständnis für Jagdverhalten und Beschäftigungsbedarf als für einen ruhigen, wenig strukturierten Familienalltag.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nicht. Die Rasse stellt durch Jagdtrieb, hohe Ausdauer und eine gewisse Selbstständigkeit erhöhte Anforderungen an Training, Management und Auslastung. Engagierte Anfänger mit sehr guter Vorbereitung und fachlicher Begleitung können zurechtkommen, unkompliziert ist sie in der Regel jedoch nicht.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Tägliche lange Spaziergänge, Such und Nasenarbeit sowie regelmäßig anspruchsvolle körperliche und geistige Beschäftigung sind wichtig. Reine Kurzrunden reichen meist nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Aktivität bei großer Wärme sollte angepasst werden, da die Rasse eher für bewegungsintensive Arbeit in anspruchsvollem Gelände gezüchtet wurde.

Kälteverträglichkeit

Gut. Die Hochgebirgsbracke gilt als widerstandsfähig und kommt mit kühleren Temperaturen meist besser zurecht als mit starker Hitze.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung und ausreichender Bewegung oft ordentlich, sofern Ruhetraining, sichere Transportgewohnheiten und regelmäßige Pausen etabliert werden. Für sehr passive oder beengte Reiseformen ist die Rasse aber meist nur begrenzt geeignet.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen meist anhänglich und loyal, gegenüber Fremden oft sachlich bis reserviert, aber nicht zwingend unfreundlich. Gute Sozialisierung fördert ein sicheres und ausgeglichenes Auftreten.

Kinder

Mit respektvollem Umgang und klaren Rückzugsmöglichkeiten oft gut möglich. Wegen Temperament, Bewegungsdrang und möglicher Eigenständigkeit sollte das Zusammenleben mit Kindern dennoch aufmerksam begleitet werden.

Andere Hunde

Häufig sozial verträglich, besonders bei früher Gewöhnung. Im Einzelfall können Jagderregung, Ressourcen oder mangelnde Auslastung das Miteinander beeinflussen, daher ist kontrollierte Sozialisierung wichtig.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel bis stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren
  • Ohren kontrollieren und reinigen
  • Pfoten nach Touren kontrollieren
  • Unterwolle im Fellwechsel auskämmen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Hängende Ohren sollten regelmäßig auf Schmutz und Feuchtigkeit kontrolliert werden.
  • Nach Ausflügen in Wald und Gebirge Fell und Pfoten auf Fremdkörper und Parasiten prüfen.
  • Während des Fellwechsels ist häufigeres Bürsten sinnvoll.
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Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung passend zu Größe, Alter und Aktivität ist wichtig. Als ausdauernder Laufhund profitiert die Rasse von hochwertigem Futter mit angepasster Energiezufuhr. Die Futtermenge sollte an Bewegung, Körperkondition und Saison angepasst werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein. Leckerchen sollten bei der Tagesration berücksichtigt werden.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
16 kgAktiv920 kcal
16 kgInaktiv620 kcal
16 kgNormal760 kcal
20 kgAktiv1100 kcal
20 kgInaktiv740 kcal
20 kgNormal910 kcal
24 kgAktiv1280 kcal
24 kgInaktiv860 kcal
24 kgNormal1060 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportier- und Denkspiele mit klaren Aufgaben
  • Lange Spaziergänge in abwechslungsreichem Gelände
  • Nasenarbeit und Fährtenspiele
  • Suchspiele mit Geruchsunterscheidung
  • Wanderungen und ausgedehnte Touren

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtensucheMantrailingWandern

Geschichte der Hochgebirgsbracke

Die Hochgebirgsbracke stammt aus Österreich und wurde für die Jagd im Hochgebirge entwickelt. Sie geht auf alte Bracken- und Schweißhundschläge zurück, die wegen ihrer Ausdauer, Trittsicherheit und Spurlautigkeit geschätzt wurden. Besonders in alpinen Regionen wurde sie zur Nachsuche und für die Jagd auf Schalenwild eingesetzt. Die Rasse blieb lange eng mit dem jagdlichen Gebrauch verbunden und ist bis heute vor allem als spezialisierter Arbeitshund bekannt.

  1. In den Alpen Österreichs werden widerstandsfähige Bracken für die Jagd in schwierigem Hochgebirgsgelände gezüchtet.

  2. Die Rasse wird vor allem als Lauf- und Schweißhund für die Jagd auf Schalenwild und für Nachsuchen eingesetzt.

  3. 1954

    Die Hochgebirgsbracke wird von der FCI offiziell anerkannt.

  4. Bis heute bleibt die Rasse überwiegend in jagdlicher Hand und gilt außerhalb spezialisierter Kreise als selten.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Hochgebirgsbracke gilt insgesamt als robuste und arbeitsfreudige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis größeren Laufhunden können jedoch rassetypische Risiken im Bereich der Gelenke, Ohren und des Bewegungsapparats vorkommen. Bei aktiven Hunden in jagdlicher oder sportlicher Führung sind zudem regelmäßige Gesundheitskontrollen sinnvoll, um Belastungsfolgen frühzeitig zu erkennen.

Bei guter Haltung, angepasster Bewegung, ausgewogener Fütterung und regelmäßiger tierärztlicher Betreuung wird häufig eine solide Lebenserwartung erreicht. Für die langfristige Gesundheit sind Gewichtskontrolle, Gelenkbeobachtung und Pflege der Hängeohren besonders relevant.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann, wie bei vielen mittelgroßen bis größeren Arbeitshunden, ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Hinweise können eine veränderte Bewegungsfreude oder Steifheit nach Belastung sein.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, angemessenes Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter und eine Zucht mit überprüften Elterntieren achten.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Erkrankungen des Ellbogengelenks können bei aktiven Hunden mit kräftigem Bewegungsapparat als rassetypisches Risiko mitbedacht werden. Mögliche Anzeichen sind Schonhaltung oder Unwillen bei längerer Belastung.

Prävention: Wachstum kontrolliert begleiten, starke Überlastung bei jungen Hunden vermeiden und auf ausgewogene Ernährung sowie geeignetes Trainingsmanagement achten.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch Hängeohren und aktiven Außeneinsatz kann ein erhöhtes Risiko für Reizungen oder Entzündungen im Ohrbereich bestehen. Eine konsequente Ohrenpflege kann helfen, Beschwerden früh zu bemerken.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe oder Schmutzeinwirkung trocknen und nur nach tierärztlicher Empfehlung reinigen.

Verletzungen des Bewegungsapparats

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei jagdlich oder sportlich geführten Hunden können Zerrungen, Überlastungen oder kleinere Traumata häufiger auftreten. Das Risiko hängt stark vom Einsatzprofil und vom Trainingsmanagement ab.

Prävention: Belastung an Trainingszustand anpassen, Muskulatur durch regelmäßige Bewegung aufbauen und nach intensiven Einsätzen auf Erholungsphasen achten.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Bei hoher Aktivität kann ein individueller Plan zu Bewegung, Regeneration und Vorsorgeuntersuchungen hilfreich sein.
  • Die Ohren sollten in angemessenen Abständen tierärztlich mitbeurteilt werden, vor allem bei wiederkehrender Verschmutzung oder nach häufigem Aufenthalt in feuchter Umgebung.
  • Eine tierärztlich begleitete Gewichtskontrolle unterstützt die Gelenkgesundheit und kann die Belastung des Bewegungsapparats verringern.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen sind besonders im Wachstum sowie bei sportlich oder jagdlich geführten Hunden sinnvoll.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Hochgebirgsbracke kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Hochgebirgsbracke ist ein ausdauernder, bewegungsfreudiger Jagdhund mit regelmäßig hoher körperlicher Belastung. Bei aktiven Hunden können verletzungsbedingte Behandlungen, Diagnostik und operative Eingriffe relevant werden. Zusätzlich können bei mittelgroßen bis größeren Hunden orthopädische Beschwerden oder Gelenkprobleme im Laufe des Lebens Kosten verursachen. Ein Vollschutz kann sinnvoll sein, wenn neben Operationen auch ambulante und stationäre Behandlungen abgesichert werden sollen. Wenn der Schwerpunkt auf größeren Einzelkosten liegt, kann auch eine OP-Versicherung passend sein.

  • Bei jagdlich geführten oder sehr aktiven Hunden können Unfälle im Gelände zu höheren Tierarztkosten führen.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen an Bewegungsapparat und Pfoten erhöhen.
  • Operationen nach Kreuzband-, Gelenk- oder anderen Verletzungen können hohe Einmalkosten verursachen.
  • Orthopädische Abklärungen und Behandlungen können bei bewegungsfreudigen Hunden kostenintensiv sein.
  • Operative Versorgung nach Unfallverletzungen oder akuten Gelenkproblemen.
  • Orthopädische Diagnostik und Behandlung bei Lahmheiten oder Überlastungserscheinungen.
  • Pfoten-, Krallen- oder Weichteilverletzungen nach intensiver Bewegung im Freien.
  • Verletzungen an Bändern, Gelenken oder Muskeln durch hohe Aktivität und unebenes Gelände.
  • Auf eine ausreichende Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Nachbehandlung und Diagnostik achten.
  • Auf Wartezeiten und mögliche Einschränkungen bei orthopädischen oder gelenkbezogenen Behandlungen achten.
  • Ein Tarif ohne sehr enge Begrenzung bei ambulanten Behandlungen kann bei aktiven Hunden vorteilhaft sein.
  • Leistungen für bildgebende Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall können bei Verletzungen und Lahmheiten relevant sein.
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