Hund im Rasseprofil

Haldenbracke

Die Haldenbracke ist eine norwegische Laufhundrasse, die für die Jagd auf Hase und anderes Niederwild gezüchtet wurde. Sie gilt als ausdauernd, beweglich und freundlich, ist außerhalb ihres Herkunftslandes jedoch nur selten anzutreffen.

AusdauerndBewegungsfreudigFreundlichJagdlich motiviertSelbstständigSpursicher
Ein Haldenbracke Hund sitzt ruhig neben seinem Besitzer am Küchentisch mit Versicherungsunterlagen und einem Laptop.
Ein Haldenbracke Hund und sein Besitzer beschäftigen sich mit Tierversicherungen in einer hellen Wohnung.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Norwegen

Größe

Mittel

Schulterhöhe

50-60 cm

Gewicht

18-25 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Weiss, Schwarz, Loh, Weiss schwarz, Weiss loh, Dreifarbig

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 63

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Haldenbracke

Ein Haldenbracke trainiert mit seinem Besitzer über eine kleine Hürde auf dem Hundeplatz in sonniger, sportlicher Atmosphäre.
Der Haldenbracke zeigt beim gemeinsamen Training mit seinem Besitzer Freude, Bewegung und Konzentration auf dem Hundeplatz.
Ein fröhlicher Haldenbracke Hund läuft über eine grüne Wiese während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Ein Hundemannschaft in Aktion: Der Haldenbracke genießt seinen Tag im Freien.
Ein Haldenbracke-Hund sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Der ruhige Moment im Wartezimmer zeigt, wie wichtig eine vertrauensvolle Tierarztpraxis für Hundehalter ist.

Charakter

Die Haldenbracke ist ein ausdauernder, arbeitsfreudiger Laufhund mit starkem Spürsinn, freundlichem Wesen und deutlicher jagdlicher Motivation. Im Alltag zeigt sie sich oft anhänglich gegenüber ihren Bezugspersonen, benötigt aber konsequente Auslastung, klare Führung und viel Bewegung.

AusdauerndBewegungsfreudigFreundlichJagdlich motiviertSelbstständigSpursicher
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Grundsätzlich lernwillig, aber nicht immer auf unmittelbaren Gehorsam ausgelegt. Die Rasse arbeitet gerne selbstständig über die Nase, weshalb ruhige Konsequenz, gute Motivation und jagdlich angepasstes Training wichtig sind.

Wachtrieb

Ein gewisses Maß an Wachsamkeit ist vorhanden, jedoch ist die Haldenbracke in der Regel kein ausgeprägter Schutz oder Wachhund. Sie meldet Auffälligkeiten eher, als dass sie aktiv bewacht.

Jagdtrieb

Deutlich ausgeprägt. Die Haldenbracke wurde für die Jagd gezüchtet und folgt Fährten und Wildgerüchen oft sehr konzentriert. Daher sind Schleppleinentraining, Impulskontrolle und sichere Freilaufbedingungen besonders wichtig.

Alleinbleiben

Nur begrenzt geeignet. Mit sorgfältigem Training kann die Rasse angemessene Zeitspannen allein bleiben, doch Bewegungsmangel, Unterforderung oder zu lange Trennungszeiten können Unruhe und Lautäußerungen begünstigen.

Als spezialisierter Jagdhund ist die Haldenbracke in vielen Haushalten nur dann gut aufgehoben, wenn ihre Bedürfnisse nach Spurarbeit, Bewegung und Beschäftigung ernst genommen werden. Freundlichkeit im Umgang ersetzt nicht automatisch leichte Führbarkeit; besonders Rückruf und Freilauf sind wegen des Jagdtriebs sorgfältig aufzubauen.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Haltung kann die Haldenbracke ein freundlicher Familienhund sein, besonders in aktiven Haushalten mit viel Zeit für Bewegung und Beschäftigung. Für Familien mit sehr wenig Hundeerfahrung oder geringem Aktivitätsniveau ist sie meist anspruchsvoll. Ein harmonisches Zusammenleben hängt stark von Auslastung, Erziehung und dem Umgang mit dem Jagdtrieb ab.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nur bedingt. Anfänger mit sehr viel Engagement, Unterstützung durch gute Hundeschule und realistischer Erwartungshaltung können zurechtkommen, doch die Rasse ist wegen ihres hohen Bewegungsbedarfs und ausgeprägten Jagdtriebs oft eher für erfahrene Halter geeignet.

Bewegungsbedarf

Hoch. Die Haldenbracke braucht täglich ausgedehnte Bewegung sowie geistige Auslastung, idealerweise über Nasenarbeit, Fährtensuche oder jagdnahes Training. Reine Kurzspaziergänge reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte Aktivität in die kühleren Tageszeiten verlegt werden, da ausdauernde Laufhunde bei Belastung schnell überhitzen können.

Kälteverträglichkeit

Gut. Die Rasse ist für den Einsatz im Freien robust, dennoch sollten individuelle Kondition, Witterung und Aufenthaltsdauer berücksichtigt werden.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung meist ordentlich, sofern ausreichend Bewegung, Ruhephasen und sichere Transportbedingungen gewährleistet sind. Für sehr beengte oder passive Reiseformen ist die bewegungsfreudige Rasse jedoch oft weniger ideal.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich und aufgeschlossen, gegenüber vertrauten Personen oft anhänglich. Fremden begegnet sie je nach Linie und Sozialisation neutral bis freundlich, selten aber überschwänglich.

Kinder

Mit respektvollem Umgang und guter Gewöhnung häufig gut verträglich. Wichtig sind passende Auslastung, Rückzugsmöglichkeiten und eine Anleitung der Kinder, damit das Zusammenleben stressarm bleibt.

Andere Hunde

Oft gut sozial verträglich, insbesondere wenn frühzeitig sozialisiert. Als Meute- und Laufhund kann sie mit Artgenossen häufig gut auskommen, individuelle Unterschiede und jagdliche Erregungssituationen bleiben aber zu beachten.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche bürsten, bei Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Gering bis mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach langen Ausflügen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, um die natürliche Schutzschicht der Haut nicht unnötig zu belasten.
  • Hängeohren sollten regelmäßig auf Schmutz und Feuchtigkeit kontrolliert werden.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten lose Haare deutlich reduzieren.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenschereOhrenpflegepadsWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Die Haldenbracke profitiert von einer ausgewogenen, hochwertigen Hundeernährung mit bedarfsgerechtem Protein- und Fettgehalt. Die Futtermenge sollte an Alter, Körpergewicht und Aktivität angepasst werden. Da die Rasse bewegungsfreudig ist, sollte auf eine dem Energieverbrauch entsprechende Portionierung geachtet werden. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1000 kcal
18 kgInaktiv700 kcal
18 kgNormal850 kcal
24 kgAktiv1230 kcal
24 kgInaktiv860 kcal
24 kgNormal1040 kcal
30 kgAktiv1450 kcal
30 kgInaktiv1010 kcal
30 kgNormal1220 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportieraufgaben
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Fährtenarbeit
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele mit Geruch
  • Wald- und Geländetouren

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitLongierenMantrailingWandern

Geschichte der Haldenbracke

Die Haldenbracke stammt aus Norwegen und wurde als jagdlich brauchbarer Laufhund für die Hasenjagd entwickelt. Ihr Name verweist auf die Gegend um Halden, in der die Rasse aufgebaut wurde. Bei der Entstehung wurden einheimische Bracken mit importierten Jagdhunden gekreuzt, um einen leistungsfähigen, ausdauernden und geländesicheren Hund zu erhalten.

Die Rasse blieb stets vergleichsweise selten und ist bis heute vor allem in Norwegen bekannt. International ist sie durch die FCI anerkannt, wird aber außerhalb Skandinaviens nur in kleiner Zahl gehalten.

  1. In der Region um Halden in Norwegen entwickelte sich aus verschiedenen Bracken und Jagdhunden der Typ, aus dem die Haldenbracke hervorging.

  2. Die Rasse wurde vor allem für die Jagd auf Hase und anderes Niederwild gezielt weitergezüchtet.

  3. Die Haldenbracke wurde international von der FCI als norwegische Laufhundrasse anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Haldenbracke gilt insgesamt als robuste, arbeitsfreudige Hunderasse mit meist solider Grundkonstitution. Wie bei mittelgroßen bis größeren Laufhunden können jedoch rassetypisch vor allem orthopädische Belastungen, Ohrprobleme bei Hängeohren sowie einzelne Augen- und Magen-Darm-Risiken relevant sein. Der Gesundheitszustand wird zudem stark durch Gewichtskontrolle, gelenkschonende Bewegung, jagdhundetaugliche Auslastung und regelmäßige Vorsorge beeinflusst.

Bei guter Haltung, ausgewogener Bewegung und regelmäßiger Vorsorge liegt die Lebenserwartung häufig im mittleren bis guten Bereich für einen mittelgroßen Jagdhund. Gesundheitsrelevant sind vor allem die frühe Beobachtung von Bewegungsapparat, Ohren und Allgemeinkondition.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven mittelgroßen Jagdhunden kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen oder Belastungsprobleme der Hüftgelenke bestehen. Hinweise können sich in verändertem Gangbild, Bewegungsunlust oder Belastungsempfindlichkeit zeigen.

Prävention: Kontrolliertes Wachstum im Junghundealter, angepasstes Körpergewicht, gleichmäßige Bewegung und züchterische Gesundheitsvorsorge.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Im Bereich der Vordergliedmaßen können bei manchen Hunden dieser Größe und Nutzung orthopädische Beschwerden auftreten. Diese können sich durch Steifheit, Schonhaltung oder reduzierte Belastbarkeit bemerkbar machen.

Prävention: Schonende Belastungssteigerung im Wachstum, Vermeidung von Übergewicht und tierärztliche Abklärung bei anhaltender Lahmheit.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hängeohren können ein feuchtwarmes Milieu begünstigen, in dem Reizungen oder Entzündungen leichter entstehen. Dies ist besonders bei aktiven Hunden relevant, die viel im Gelände oder bei feuchtem Wetter unterwegs sind.

Prävention: Regelmäßige Kontrolle und schonende Reinigung der Ohren, gutes Trocknen nach Nässe und frühzeitige Untersuchung bei Geruch, Rötung oder häufigem Kopfschütteln.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefer gebauten, aktiven Hunden größerer Statur wird ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung diskutiert. Es handelt sich um ein mögliches, seltenes, aber ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko.

Prävention: Futterportionen aufteilen, nach großen Mahlzeiten Ruhe einhalten und bei auffälliger Unruhe oder geblähtem Bauch zeitnah tierärztlich handeln.

Augenprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei verschiedenen Jagdhunderassen können vereinzelt erbliche oder altersbedingte Augenveränderungen vorkommen. Eine frühe Beobachtung unterstützt das rechtzeitige Erkennen von Auffälligkeiten.

Prävention: Regelmäßige Sichtkontrolle, züchterische Gesundheitsuntersuchungen und tierärztliche Abklärung bei Tränenfluss, Reiben oder Sehunsicherheit.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Bei Zuchteignung oder familiärer Vorbelastung können orthopädische und augenbezogene Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sein.
  • Die Ohren nach Jagd, Waldaufenthalten oder Nässe kontrollieren und bei Auffälligkeiten frühzeitig tierärztlich abklären lassen.
  • Größere Futterportionen eher auf mehrere Mahlzeiten verteilen und intensive Aktivität direkt nach dem Fressen vermeiden.
  • Im Wachstum und im Erwachsenenalter auf gelenkschonende Bewegung sowie eine schlanke Körperkondition achten.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit besonderem Blick auf Bewegungsapparat, Gewicht und allgemeine Ausdauer einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Haldenbracke kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Haldenbracke ist ein aktiver, lauffreudiger Hund mit jagdtypischer Beanspruchung von Gelenken, Muskulatur und Pfoten. Bei bewegungsintensiven Hunden können Verletzungen, Bänderschäden oder Wundversorgungen zu höheren Tierarztkosten führen. Zusätzlich können diagnostische Maßnahmen wie Röntgen, Ultraschall oder Narkosen die Behandlungskosten erhöhen. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen und Diagnostik breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren einmaligen Eingriffen relevant sein kann.

  • Auch bei insgesamt robusten Hunden können akute Erkrankungen oder Notfälle unerwartete Ausgaben auslösen.
  • Bei jagdlich oder sportlich geführten Hunden können Schnitt-, Biss- oder Zerrverletzungen auftreten.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen im Bewegungsapparat erhöhen.
  • Operationen nach Unfällen oder bei Gelenkproblemen können hohe Einmalkosten verursachen.
  • Orthopädische Abklärungen und bildgebende Diagnostik können kostspielig sein.
  • Kreuzbandverletzungen oder andere Band- und Gelenkprobleme können operative Eingriffe und Rehabilitation nach sich ziehen.
  • Magen-Darm-Probleme oder Fremdkörperaufnahmen können je nach Verlauf stationäre Betreuung oder eine Operation erforderlich machen.
  • Orthopädische Beschwerden im höheren Alter können Medikamente, Bildgebung und Verlaufskontrollen nötig machen.
  • Unfälle beim Laufen, Springen oder im Außeneinsatz können Notfallbehandlungen mit Diagnostik verursachen.
  • Verletzungen an Pfoten, Haut oder Ohren durch dichte Vegetation oder hohe Aktivität können wiederholte Behandlungen erfordern.
  • Bei aktiven Hunden kann auf Leistungen für Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Voruntersuchung und Nachsorge kann sinnvoll sein.
  • Eine ausreichende jährliche Leistungsgrenze oder ein unbegrenzter Schutz kann bei unerwartet hohen Tierarztkosten vorteilhaft sein.
  • Je nach Nutzung des Hundes kann es hilfreich sein, auf Erstattung für Physiotherapie oder Nachbehandlung zu achten.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch Behandlungen nach Unfällen und Verletzungen im Alltag oder beim Training berücksichtigt.
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