Hund im Rasseprofil

Großer Englischer Windhund

Der Große Englische Windhund, international als Greyhound bekannt, ist ein eleganter, sehr schneller Laufhund mit langer Tradition. Er wurde für die Sichtjagd gezüchtet und gilt als ruhig, sanft und oft überraschend gelassen im häuslichen Umfeld.

AnhänglichFreundlichRuhig im HausSchnellSensibelSichtjäger
Ein großer Englischer Windhund sitzt sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos und genießt das Sonnenlicht.
Ein großer Englischer Windhund zeigt, wie wichtig Sicherheit und Verantwortung während der Autofahrt sind.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Sehr gross

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Großbritannien

Größe

Sehr gross

Schulterhöhe

68-76 cm

Gewicht

27-40 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Kurz, Glatt

Farben

Schwarz, Weiß, Blau, Rot, Falb, Gestromt, Mehrfarbig

FCI-Gruppe

Gruppe 10

FCI-Standard

Nr. 158

Seltenheitsgrad

Mittel

Bilder von Großer Englischer Windhund

Großer Englischer Windhund in natürlicher Haltung vor hellem Hintergrund, als realistisches Hundeportrait für einen Ratgeber zur Hundegesundheit und Versicherung.
Das ruhige Portrait zeigt die elegante Körperform des Großen Englischen Windhunds in einer seriösen, redaktionellen Darstellung.
Ein großer englischer Windhund wird liebevoll von einer Tierärztin mit einem Stethoskop in einer modernen Praxis untersucht, während der Besitzer beruhigend danebensteht.
Ein großer englischer Windhund wird in einer hellen, modernen Tierarztpraxis untersucht.
Ein Großer Englischer Windhund sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Ein ruhiger Moment vor der Behandlung: Der Große Englische Windhund wartet mit seinem Besitzer in einer freundlichen, modernen Tierarztpraxis.

Charakter

Der Große Englische Windhund ist meist ein ruhiger, sensibler und im Haus oft erstaunlich gelassener Hund, der draußen jedoch durch hohe Sprintfreude und einen deutlich ausgeprägten Sichtjagdtrieb auffällt. Viele Vertreter sind freundlich und anhänglich, reagieren aber eher feinfühlig als robust auf Druck und Hektik.

AnhänglichFreundlichRuhig im HausSchnellSensibelSichtjäger
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit2/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude1/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut über ruhige, freundliche und konsequente Führung ansprechbar, jedoch oft weniger auf dauernde Unterordnung ausgerichtet als andere Hunderassen. Harte Methoden sind ungeeignet; Motivation, Wiederholung und ein sicherer Rückrufaufbau sind wichtig, wobei der Jagdreiz situativ stärker sein kann als das Training.

Wachtrieb

In der Regel eher gering. Der Große Englische Windhund meldet manchmal Ungewohntes, ist aber meist kein klassischer Wachhund mit ausgeprägtem Schutz oder Territorialverhalten.

Jagdtrieb

Typisch deutlich ausgeprägt, vor allem auf schnelle Bewegungsreize. Kleintiere, Wild oder davonlaufende Objekte können starkes Hetzverhalten auslösen. Freilauf sollte deshalb nur in wirklich sicheren und passend eingeschätzten Situationen erfolgen.

Alleinbleiben

Mit behutsamem Aufbau oft mäßig bis gut möglich, sofern der Hund ausgelastet ist und Trennungszeiten langsam gelernt hat. Sehr soziale oder sensible Individuen können auf längeres Alleinbleiben jedoch anfällig reagieren.

Die Rasse gilt häufig als sanft und angenehm im häuslichen Umfeld, braucht aber sichere Auslaufmöglichkeiten und ein umsichtiges Management wegen des Jagdtriebs. Freundlichkeit gegenüber Menschen bedeutet nicht automatisch einfache Abrufbarkeit in wildreicher Umgebung. Individuelle Unterschiede, Aufzucht, Sozialisierung und Training beeinflussen das Verhalten stark.

Alltag & Haltung

Familie

Oft gut geeignet für ruhige bis mäßig aktive Familien, wenn ausreichend Rückzugsorte, ein respektvoller Umgang und sichere Bewegungsmöglichkeiten vorhanden sind. Mit höflichen, hundeerfahren angeleiteten Kindern kann das Zusammenleben sehr harmonisch sein. Für sehr turbulente Haushalte ist die Rasse nicht immer ideal, da viele Hunde sensibel auf Lautstärke und Unruhe reagieren.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur eingeschränkt. Der Alltag im Haus ist häufig unkomplizierter als erwartet, doch Jagdtrieb, Freilaufmanagement, sensible Erziehung und die körperlichen Anforderungen der Rasse können Anfänger fordern. Gut informierte Einsteiger mit Zeit, Sicherheitsbewusstsein und Unterstützung durch gute Hundeschulen können passend sein, eine pauschale Anfängerempfehlung ist aber nicht sinnvoll.

Bewegungsbedarf

Tägliche Spaziergänge plus regelmäßige Möglichkeiten für kontrolliertes, sicheres Laufen oder andere passende Auslastung sind wichtig. Der Große Englische Windhund braucht nicht ständig Daueraction, profitiert aber von Bewegung, mentaler Ruhe und Gelegenheiten, seine Laufveranlagung kontrolliert auszuleben.

Hitzeverträglichkeit

Eher mäßig. Wegen Sprintfreude und oft geringer Fettreserve sollte Belastung an warmen Tagen gut angepasst werden; intensive Aktivität gehört in die kühleren Stunden.

Kälteverträglichkeit

Eher gering bis mäßig. Das kurze Fell und die schlanke Körperform machen viele Hunde empfindlich gegenüber Kälte, Nässe und Wind. Bei kaltem Wetter sind angepasste Spaziergänge und teils Schutzkleidung sinnvoll.

Reisetauglichkeit

Oft gut, wenn Transport früh positiv aufgebaut wird und genug Platz für die große, langbeinige Statur vorhanden ist. Lange Fahrten, harte Untergründe und enge Unterbringung sind weniger ideal; Pausen und komfortable Liegeflächen helfen deutlich.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Häufig freundlich, höflich und eher sanft im Kontakt. Gegenüber Fremden oft reserviert bis neutral, ohne stark misstrauisch zu sein. Enge Bindung an vertraute Bezugspersonen ist typisch.

Kinder

Mit ruhigen, respektvollen Kindern oft gut verträglich. Wegen Größe, Tempo und Sensibilität sollten Kontakte begleitet werden; grobes Spiel oder hektisches Rennen kann einzelne Hunde überfordern oder unerwünschtes Hinterherlaufen auslösen.

Andere Hunde

Oft sozial und mit Artgenossen gut kompatibel, besonders bei guter Sozialisierung. Das Miteinander klappt häufig mit ähnlich fair kommunizierenden Hunden am besten. Bei sehr aufdringlichen oder groben Hunden können sensible Individuen ausweichen oder Stress zeigen.

Pflege

Pflegeart

Kurzes, feines Fell mit einfacher Basispflege

Pflegeintervall

1-2x pro Woche

Fellpflege

Niedrig

Haaren

Gering

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Niedrig

Geschichte des Großen Englischen Windhunds

Der Große Englische Windhund gehört zu den ältesten bekannten Windhundtypen Europas. Seine Entwicklung ist eng mit der Sichtjagd auf freiem Gelände verbunden, bei der Schnelligkeit, Wendigkeit und gutes Sehvermögen entscheidend waren.

In Großbritannien wurde der Typ über Jahrhunderte gezielt für die Hasenjagd und später auch für sportliche Rennen weitergezüchtet. Dabei blieb der Greyhound ein hochspezialisierter Laufhund mit schlankem, leistungsfähigem Körperbau.

Heute wird die Rasse sowohl im Rennsport als auch als Begleit- und Familienhund gehalten. Viele Vertreter gelten im Alltag als ruhig und angepasst, sofern sie ausreichend Bewegungsmöglichkeiten und eine passende Haltung erhalten.

  1. Windhundartige Vorläufer des späteren Greyhound-Typs werden seit langer Zeit in Europa für die Sichtjagd genutzt.

  2. In Großbritannien wird der Große Englische Windhund über Jahrhunderte als spezialisierter Jagd- und Laufhund weiterentwickelt.

  3. 1885

    Der Greyhound wird vom American Kennel Club anerkannt.

  4. 1955

    Die FCI veröffentlicht den Standard für den Greyhound unter der Standardnummer 158.

  5. Heute wird die Rasse weltweit im Rennsport sowie als Begleit- und Familienhund gehalten.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Große Englische Windhund gilt insgesamt als athletische, leistungsfähige Hunderasse mit häufig guter Grundkondition. Rassetypisch können jedoch vor allem Risiken des Bewegungsapparats, des Herz-Kreislauf-Systems, eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Narkosemitteln sowie eine gewisse Verletzungsanfälligkeit der dünnen Haut relevant sein. Bei angemessener Bewegung, kontrollierter Fütterung, regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und angepasster Belastung ist oft eine stabile gesundheitliche Entwicklung möglich.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für große Hunderassen. Für die gesundheitliche Einordnung sind vor allem altersabhängige Kontrollen von Herz, Bewegungsapparat und allgemeinem Körperzustand sinnvoll.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei großen, tiefbrüstigen Hunden kann ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung bestehen. Das Thema wird häufig im Zusammenhang mit Fütterungsroutine und Belastung besprochen.

Prävention: Mehrere kleinere Mahlzeiten pro Tag, Ruhe vor und nach dem Fressen sowie angepasstes Fütterungsmanagement können das Risiko möglicherweise senken.

Herzerkrankungen

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei Windhunden können bestimmte Herzerkrankungen als rassetypisches Risiko vorkommen. Besonders im Erwachsenen- und Seniorenalter sind Kontrollen des Herz-Kreislauf-Systems empfehlenswert.

Prävention: Regelmäßige tierärztliche Herzuntersuchungen, Beobachtung der Belastbarkeit und eine angepasste Trainingssteuerung sind sinnvoll.

Arthrose und Gelenkverschleiß

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch Alter, hohe Laufleistung oder frühere Belastung können Beschwerden des Bewegungsapparats auftreten. Dies betrifft vor allem größere und sportlich geführte Hunde.

Prävention: Gleichmäßige Bewegung, Vermeidung von Übergewicht, kontrollierte sportliche Belastung und frühzeitige orthopädische Abklärung bei Auffälligkeiten können hilfreich sein.

Osteosarkom-Risiko

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei großen Hunderassen wird ein erhöhtes Risiko für bestimmte Knochentumoren beschrieben. Dies gilt als mögliches rassetypisches Thema im höheren Lebensalter.

Prävention: Lahmheiten oder Schwellungen sollten zeitnah tierärztlich abgeklärt werden. Regelmäßige Gesundheitskontrollen im mittleren und höheren Alter sind sinnvoll.

Narkoseempfindlichkeit

MittelGenetisches Risiko: Ja

Windhunde zeigen teilweise eine besondere Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Narkose- und Sedierungsschemata. Das sollte bei tierärztlichen Eingriffen berücksichtigt werden.

Prävention: Vor Eingriffen ist eine rassespezifisch angepasste Narkoseplanung mit sorgfältiger Dosierung und Überwachung empfehlenswert.

Verletzungen der Haut und Weichteile

MittelGenetisches Risiko: Nein

Die feine Haut und der geringe Unterhautfettanteil können bei schnellen Läufen oder Kontakt mit rauen Oberflächen zu Rissen, Schürfungen oder Prellungen beitragen.

Prävention: Sichere Auslaufumgebungen, regelmäßige Kontrolle nach dem Laufen und eine zügige Versorgung kleiner Verletzungen sind sinnvoll.

  • Haut und Weichteile
  • Hitze
  • Kälte
  • Narkosemittel
  • Die Fütterung sollte so gestaltet werden, dass größere Einzelmahlzeiten und direkte starke Aktivität rund um die Futteraufnahme möglichst vermieden werden.
  • Nach schnellen Laufeinheiten oder Freilauf sind Haut, Pfoten und Muskulatur kurz auf kleine Verletzungen oder Überlastungszeichen zu kontrollieren.
  • Orthopädische Kontrollen sind sinnvoll, wenn Lahmheiten, Bewegungsunlust oder Steifheit nach Belastung auffallen.
  • Regelmäßige allgemeinmedizinische Vorsorgeuntersuchungen mit besonderem Blick auf Herz-Kreislauf-System und Körperkondition einplanen.
  • Vor Narkosen oder Sedierungen sollte die tierärztliche Praxis über die Windhundtypische Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Wirkstoffen informiert sein.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Großen Englischen Windhund ist je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll.

Der Große Englische Windhund ist ein großer, schneller und bewegungsfreudiger Hund. Aus Körpergröße, Aktivitätsniveau und rassetypischen Belastungen können erhöhte Kosten durch Verletzungen, orthopädische Behandlungen oder operative Eingriffe entstehen. Zudem können bei großen Hunden Diagnostik, Narkose und Nachsorge im Ernstfall kostenintensiv ausfallen. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch Behandlungen bei Erkrankungen und Unfällen abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Einmalkosten unterstützen kann.

  • Akute Notfälle wie Magenprobleme oder innere Erkrankungen können eine schnelle und teure Behandlung erforderlich machen.
  • Bei großen Hunden sind Operationen, Narkosen und bildgebende Diagnostik häufig mit höheren Tierarztkosten verbunden.
  • Das hohe Lauf- und Bewegungsniveau kann zu Verletzungen an Muskeln, Sehnen oder Gelenken beitragen.
  • Die große Körpermasse kann das Risiko für kostenintensive orthopädische Probleme erhöhen.
  • Chronische Gelenk- oder Rückenbeschwerden können über längere Zeit wiederkehrende Behandlungskosten auslösen.
  • Kreuzbandverletzungen oder andere orthopädische Eingriffe können hohe Operations- und Rehakosten verursachen.
  • Magendrehung oder andere akute Bauchnotfälle können eine sofortige und kostenintensive Behandlung notwendig machen.
  • Verletzungen durch schnelles Laufen oder abruptes Stoppen können Diagnostik, Medikamente und Nachsorge erfordern.
  • Bei einem aktiven Hund kann auf ausreichende Absicherung für bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall geachtet werden.
  • Ein Tarif mit Übernahme von Operationskosten inklusive Narkose, Diagnostik und Nachbehandlung kann bei großen Hunden besonders relevant sein.
  • Je nach Budget kann ein Tarif mit freier Wahl zwischen Vollschutz und reiner OP-Absicherung passend sein.
  • Sinnvoll kann ein Leistungsumfang sein, der auch orthopädische Erkrankungen und Unfallfolgen berücksichtigt.
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