Hund im Rasseprofil

Griechische Bracke

Die Griechische Bracke ist ein mittelgroßer Laufhund aus Griechenland, der vor allem für die Jagd auf Hase und Schwarzwild gezüchtet wurde. Sie gilt als ausdauernd, spurlaut und arbeitsfreudig und wird außerhalb ihrer Heimat nur selten gehalten.

ArbeitsfreudigAusdauerndLoyalMutigNasenorientiertSelbstständig
Ein ruhiger Griechische Bracke wird von einer freundlichen Tierärztin mit einem Stethoskop in einer modernen Tierarztpraxis untersucht, während der Besitzer beruhigend daneben steht.
Eine vertrauensvolle Untersuchung des Hundes in einer modernen Tierarztpraxis.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-12 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Griechenland

Größe

Mittel

Schulterhöhe

47-55 cm

Gewicht

17-20 kg

Lebenserwartung

10-12 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Schwarz, Loh

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 214

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Griechische Bracke

Ein Griechische Bracke Hund wird in einer hellen Wohnung sanft gebürstet, während der Besitzer sich liebevoll um die Fellpflege kümmert.
Regelmäßige Fellpflege unterstützt Gesundheit, Wohlbefinden und das verantwortungsvolle Zusammenleben mit dem Hund.
Griechische Bracke liegt entspannt neben einem Kind im Wohnzimmer, während die Eltern im Hintergrund eine warme Familienatmosphäre schaffen.
Der ruhige Hund zeigt, wie selbstverständlich ein Vierbeiner Teil des Familienlebens sein kann.
Eine Griechische Bracke läuft an der Leine mit ihrem Besitzer durch eine moderne Stadtstraße im Alltag.
Ein entspannter Spaziergang mit der Griechischen Bracke zeigt den sicheren Alltag mit Hund in urbaner Umgebung.

Charakter

Die Griechische Bracke ist ein ausdauernder, mutiger und arbeitsfreudiger Laufhund mit starkem Jagdinstinkt. Im Alltag zeigt sie sich oft loyal und anhänglich gegenüber ihrer Bezugsperson, zugleich aber selbstständig, lebhaft und stark von Nasenarbeit sowie Bewegung motiviert.

ArbeitsfreudigAusdauerndLoyalMutigNasenorientiertSelbstständig
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Grundsätzlich lernfähig, aber durch ihre Eigenständigkeit und jagdliche Motivation nicht immer leichtführig. Sie profitiert von ruhiger, konsequenter und fairer Erziehung mit viel Geduld, klaren Regeln und belohnungsorientiertem Training.

Wachtrieb

Ein gewisser Wachsinn ist vorhanden, steht aber meist nicht im Vordergrund. Wichtiger als Schutz oder Wachverhalten ist bei dieser Rasse in der Regel ihre jagdliche Orientierung.

Jagdtrieb

Sehr ausgeprägt. Die Rasse wurde für die Jagd gezüchtet und neigt dazu, Gerüchen intensiv zu folgen. Freilauf ist häufig nur in sehr sicherem Rahmen und nach zuverlässigem Training verantwortbar.

Alleinbleiben

Nur begrenzt geeignet. Mit behutsamem Aufbau kann die Griechische Bracke zeitweise allein bleiben, doch bei Unterforderung oder fehlender Gewöhnung können Unruhe, Lautäußerungen oder unerwünschtes Verhalten auftreten.

Als ursprünglicher Jagdhund braucht die Griechische Bracke viel Beschäftigung, sichere Führung und passende Auslastung. Ihr Charakter kann im häuslichen Umfeld freundlich sein, doch ihr ausgeprägter Spur- und Jagdtrieb erfordert Management und konsequentes Training. Eignung als Familien- oder Anfängerhund hängt stark von Haltung, Erfahrung und Auslastung ab.

Alltag & Haltung

Familie

Bedingt geeignet. In einem aktiven, hundeerfahrenen Haushalt kann sie ein freundlicher und treuer Familienhund sein, wenn ihre Bedürfnisse nach Bewegung, Nasenarbeit und klarer Führung erfüllt werden. Für sehr turbulente oder wenig strukturierte Familien ist sie oft anspruchsvoll.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nicht. Für Anfänger kann die Kombination aus hohem Bewegungsbedarf, starkem Jagdtrieb und selbstständigem Wesen herausfordernd sein. Mit sehr guter Vorbereitung, professioneller Begleitung und passender Auslastung kann es im Einzelfall funktionieren, unkompliziert ist die Rasse jedoch meist nicht.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Tägliche lange Spaziergänge, Such und Nasenarbeit sowie geistige Beschäftigung sind wichtig. Reine Kurzrunden reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Gut bis eher gut, da die Rasse aus einem wärmeren Klima stammt. Dennoch sollten intensive Aktivitäten bei großer Hitze angepasst und Schatten sowie Wasser jederzeit verfügbar sein.

Kälteverträglichkeit

Mittel. Bei kühlem Wetter meist unproblematisch, bei Nässe, Wind oder starkem Frost aber oft weniger robust als nordische oder sehr dicht behaarte Rassen.

Reisetauglichkeit

Bedingt gut, wenn sie früh an Transport, neue Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt wird. Ohne ausreichende Bewegung und Struktur kann sie auf Reisen jedoch unruhig oder reizoffen reagieren.

  • Begleithund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen meist anhänglich und freundlich. Fremden begegnet sie je nach Linie und Sozialisierung offen, neutral oder etwas reserviert.

Kinder

Mit respektvollen, hundeerfahren begleiteten Kindern oft gut verträglich. Wichtig sind Rückzugsmöglichkeiten, klare Regeln und Aufsicht, da Temperament und Jagdmotivation im Alltag anspruchsvoll sein können.

Andere Hunde

Häufig solide bis ordentlich verträglich, besonders bei guter Sozialisierung. Im Einzelfall können jagdliche Erregung, Ressourcen oder mangelnde Auslastung das Miteinander beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Kurzhaar

Pflegeintervall

wöchentlich

Fellpflege

Gering

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Gering

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach langen Läufen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das kurze Fell ist pflegeleicht, sollte aber regelmäßig von losem Haar befreit werden.
  • Hängeohren sollten besonders nach Aufenthalten im Freien kontrolliert werden.
  • Nach jagdnaher oder ausgedehnter Bewegung sollten Pfoten und Fell auf Schmutz und kleine Verletzungen geprüft werden.
GummibürsteHundezahnbürsteKrallenschereOhrenreiniger für HundeWeiche Fellbürste

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, hochwertige Hundenahrung passend zu Alter, Gewicht und Aktivität ist geeignet. Als ausdauernder Laufhund profitiert die Rasse meist von einer bedarfsgerechten Energiezufuhr und gut verdaulichen Proteinquellen. Futtermenge und Leckerlis sollten an das tägliche Bewegungsniveau angepasst werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
17 kgAktiv1100 kcal
17 kgInaktiv700 kcal
17 kgNormal900 kcal
22 kgAktiv1350 kcal
22 kgInaktiv850 kcal
22 kgNormal1100 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Fährtensuche
  • Nasenspiele
  • Suchspiele im Freien
  • Wandern

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitMantrailing

Geschichte der Griechischen Bracke

Die Griechische Bracke ist eine alte griechische Laufhundrasse, die traditionell für die Jagd in schwierigem, oft bergigem Gelände verwendet wurde. Ihr Einsatzgebiet lag vor allem in der Hasen- und Schwarzwildjagd, bei der Ausdauer, sichere Nasenarbeit und Spurlaut besonders geschätzt wurden.

Die Rasse entwickelte sich in Griechenland aus regionalen Jagdhundschlägen und blieb lange vor allem ein Gebrauchshund der Jäger. Außerhalb des Herkunftslandes ist sie bis heute wenig verbreitet. Die kynologische Standardisierung erfolgte vergleichsweise spät, als die Rasse auch international offiziell erfasst wurde.

  1. In Griechenland entstehen aus regionalen Jagdhundschlägen die Grundlagen der späteren Griechischen Bracke.

  2. Die Rasse wird über lange Zeit vor allem als robuster Gebrauchshund für die Hasen- und Schwarzwildjagd in Griechenland gehalten.

  3. 1996

    Die Griechische Bracke wird von der FCI offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Die Griechische Bracke gilt insgesamt als robuste, arbeitsfreudige Hunderasse mit eher solider Grundkonstitution. Wie bei mittelgroßen bis größeren Laufhunden können jedoch rassetypisch einzelne orthopädische, ohrenbezogene und belastungsabhängige Gesundheitsrisiken vorkommen. Bei guter Haltung, passender Bewegung, Gewichtskontrolle und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge ist häufig ein stabiler Gesundheitszustand möglich.

Oft liegt die Lebenserwartung im mittleren bis guten Bereich, sofern Bewegung, Körpergewicht, Ohrenpflege und allgemeine Vorsorge angemessen berücksichtigt werden.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven mittelgroßen bis größeren Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Hüftgelenksprobleme bestehen. Hinweise können sich vor allem unter stärkerer körperlicher Beanspruchung zeigen.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, angemessene Bewegung, schlanke Körperkondition und gelenkschonende Belastung im Junghundealter achten.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Hunde mit Hängeohren können zu Reizungen und Entzündungen im Ohrbereich neigen, besonders bei Feuchtigkeit, Schmutz oder unzureichender Belüftung.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe sorgfältig trocknen und Verschmutzungen behutsam entfernen.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei bewegungsfreudigen Laufhunden können auch die Ellbogengelenke empfindlich auf Fehlbelastung oder entwicklungsbedingte Veränderungen reagieren.

Prävention: Gelenkschonende Aufzucht, normales Körpergewicht und ausgewogene Belastung im Wachstum unterstützen die Vorsorge.

Verletzungen des Bewegungsapparates

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch jagdliche Veranlagung, hohe Aktivität und unebenes Gelände kann ein gewisses Risiko für Zerrungen, Prellungen oder Pfotenverletzungen bestehen.

Prävention: Belastung an Kondition und Alter anpassen, vor intensiver Arbeit aufwärmen und auf geeigneten Untergrund achten.

Magentorsion

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefer gebautem Brustkorb kann ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung bestehen. Das betrifft vor allem größere, aktive Hunde.

Prävention: Futterportionen sinnvoll aufteilen, hastiges Fressen vermeiden und starke Belastung direkt vor oder nach dem Fressen reduzieren.

  • Gelenke
  • Hitze
  • Ohren
  • Pfoten bei rauem Gelände
  • Bei hoher körperlicher Auslastung sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen hilfreich, um Zähne, Pfoten, Muskulatur und allgemeine Fitness zu beurteilen.
  • Die Ohren sollten in sinnvollen Abständen tierärztlich oder fachkundig kontrolliert werden, insbesondere nach Jagd, Nässe oder starker Verschmutzung.
  • Eine konsequente Gewichtskontrolle unterstützt Gelenke und allgemeine Belastbarkeit.
  • Fütterung und Aktivitätszeiten sollten bei warmem Wetter angepasst werden, um Kreislauf und Leistungsfähigkeit zu schonen.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen können sinnvoll sein, besonders bei sehr aktiven Hunden oder bei Auffälligkeiten im Bewegungsablauf.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für die Griechische Bracke kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Griechische Bracke ist ein mittelgroßer bis größerer, aktiver Jagdhund mit hohem Bewegungsbedarf. Durch ihre Ausdauer und ihr typisches Einsatzprofil können Verletzungen am Bewegungsapparat, Wundversorgungen oder operative Eingriffe nach Unfällen relevant werden. Zusätzlich können bei aktiven Hunden im Laufe des Lebens orthopädische Beschwerden, diagnostische Abklärungen und Behandlungen zu spürbaren Tierarztkosten führen. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch Diagnostik und allgemeine Behandlungen abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren einmaligen Eingriffen finanziell entlasten kann.

  • Als mittelgroßer bis größerer Hund können orthopädische Probleme und daraus entstehende Behandlungskosten relevant sein.
  • Bei jagdlich oder sehr aktiv geführten Hunden kann eine umfassendere Absicherung auch Diagnostik und Nachbehandlung sinnvoll ergänzen.
  • Das aktive und lauffreudige Wesen kann das Risiko für Verletzungen bei Bewegung, im Gelände oder bei hoher Belastung erhöhen.
  • Unfälle, Wundbehandlungen und mögliche Operationen können schnell höhere Einmalkosten verursachen.
  • Behandlungen nach Unfällen im freien Gelände können Notfallversorgung, Bildgebung, Medikamente und Nachsorge umfassen.
  • Chronische Beschwerden des Bewegungsapparats im Alter können wiederkehrende Tierarztkosten für Kontrolle, Schmerztherapie und Begleitbehandlungen auslösen.
  • Operationen nach Verletzungen, etwa an Bändern, Gelenken oder nach tieferen Wunden, können hohe Kosten verursachen.
  • Orthopädische Abklärungen bei Lahmheit oder Belastungsproblemen können durch Röntgen, weitere Diagnostik und Therapie kostenintensiv werden.
  • Achten Sie auf Leistungen für orthopädische Erkrankungen und Behandlungen des Bewegungsapparats.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, bildgebender Diagnostik und Nachsorge kann sinnvoll sein.
  • Für aktive Hunde kann ein Tarif mit ausreichender Jahresleistung für Diagnostik, Medikamente und Nachbehandlungen vorteilhaft sein.
  • Sinnvoll kann ein Vertrag ohne sehr enge Begrenzungen bei Verletzungen, Unfallfolgen und chirurgischen Eingriffen sein.
Kostenlos vergleichen30 Sek.
  • 100 % unabhängig
  • In weniger als 30 Sekunden
  • Für die, die wir lieben

Kategorien & Schlagwörter

Aktive hundeHundeJagdhundeKurzhaar hundeMittelgrosse hundeHund aktivHund jagdtriebHund op versicherung empfohlenHund pflegeleichtHund viel bewegung

OP- oder Vollschutz vergleichen

Finde eine Absicherung, die zu Tierart, Budget und Sicherheitsbedarf passt.