Hund im Rasseprofil

Grand Griffon Vendeen

Der Grand Griffon Vendéen ist ein großer französischer Laufhund mit rauem Fell, ausdauerndem Arbeitswillen und kräftiger Stimme. Er wurde für die Jagd in anspruchsvollem Gelände gezüchtet und gilt heute als charakterstarke, eher seltene Spezialrasse.

AusdauerndFreundlichLebhaftMeutefreundlichSelbstständigSpürsicher
Ein Grand Griffon Vendeen läuft an der Leine mit seinem Besitzer durch eine moderne Stadtstraße im Alltag.
Ein entspannter Spaziergang in der Stadt zeigt den Hund als festen Teil des Alltags seines Besitzers.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Gross

Schulterhöhe

62-72 cm

Gewicht

30-35 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Rauhaar, Langhaar

Farben

Weiß schwarz, Weiß orange, Weiß grau, Dreifarbig, Falbfarben mit schwarzem Mantel

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 282

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Grand Griffon Vendeen

Ein freundlicher Grand Griffon Vendéen liegt entspannt neben einem Kind im hellen Wohnzimmer, während die Eltern im Hintergrund zu sehen sind.
Der Hund wirkt ruhig und geborgen in einer sicheren Familiensituation mit Kind und Eltern im Hintergrund.
Ein neugieriger Grand Griffon Vendeen Welpe entdeckt glücklich sein neues Zuhause mit weicher Decke und Spielzeug.
Ein junger Grand Griffon Vendeen Welpe fährt voller Neugier in sein neues Zuhause.
Ein Grand Griffon Vendeen Hund sitzt sicher angeschnallt auf der Rückbank eines Autos, während der Besitzer entspannt fährt.
Ein verantwortungsvoller Hundebesitzer sorgt dafür, dass sein Grand Griffon Vendeen sicher im Auto fährt.

Charakter

Der Grand Griffon Vendeen ist ein ausdauernder, lebhafter und selbstständig arbeitender Laufhund mit ausgeprägtem Jagdtrieb. Im Alltag zeigt er sich freundlich und oft gesellig, benötigt aber viel Bewegung, sinnvolle Beschäftigung und eine konsequente, geduldige Erziehung.

AusdauerndFreundlichLebhaftMeutefreundlichSelbstständigSpürsicher
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude4/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Lernfähig, aber oft eigenständig und bei spannenden Gerüchen schnell abgelenkt. Die Erziehung sollte klar, fair und konsequent erfolgen. Besonders Rückruf und Impulskontrolle brauchen meist viel Training und realistische Erwartungen.

Wachtrieb

Ein gewisser Wachinstinkt ist vorhanden, jedoch steht bei dieser Rasse nicht das Bewachen, sondern die jagdliche Motivation im Vordergrund. Er meldet Auffälligkeiten durchaus, ist aber in der Regel kein klassischer Schutzhund.

Jagdtrieb

Sehr stark ausgeprägt. Der Grand Griffon Vendeen wurde für die Jagd über längere Strecken gezüchtet und folgt Wildspuren ausdauernd und selbstständig. Freilauf ist daher oft nur in gut gesicherten oder kontrollierbaren Bereichen sinnvoll.

Alleinbleiben

Nur bedingt geeignet. Viele Vertreter sind menschen und meutenbezogen und können bei Unterforderung oder zu langem Alleinsein lautstark oder unruhig werden. Das Alleinbleiben sollte schrittweise aufgebaut werden.

Diese Rasse ist stark auf Nasenarbeit und eigenständiges Arbeiten selektiert. Sie eignet sich eher für aktive, erfahrene Halter mit Zeit, Platz und Verständnis für jagdhundtypisches Verhalten. Freundlich im Wesen bedeutet nicht automatisch leicht führbar oder unkompliziert im Alltag.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Auslastung, früher Sozialisierung und jagdhundgerechter Haltung kann er ein freundlicher Familienhund sein. Er passt jedoch eher zu aktiven Familien mit Hundeerfahrung, da sein Bewegungsdrang, seine Stimme und sein Jagdtrieb den Alltag anspruchsvoll machen können.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nicht. Für Anfänger ist die Rasse meist anspruchsvoll, weil sie sehr viel Bewegung, konsequente Führung und gutes Management des Jagdtriebs braucht. Engagierte Einsteiger mit fachlicher Begleitung können zurechtkommen, sollten den Aufwand aber nicht unterschätzen.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Benötigt täglich viel Bewegung sowie geistige Auslastung, besonders über Nasenarbeit, Suchspiele oder jagdhundnahe Beschäftigung. Reine kurze Spaziergänge reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte Aktivität in die kühleren Tageszeiten verlegt werden, da ausdauernde Jagdhunde bei großer Hitze leicht überlastet werden können.

Kälteverträglichkeit

Gut. Das raue Fell bietet einen gewissen Schutz bei kühlerem Wetter, dennoch hängt die tatsächliche Robustheit auch von Kondition, Gesundheitszustand und Haltungsform ab.

Reisetauglichkeit

Bedingt gut, wenn er früh an Transport, neue Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt wird. Ohne ausreichende Auslastung oder bei vielen Wildreizen kann er unterwegs unruhig und stimmfreudig sein.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich und offen, teilweise aber auch eigenständig statt stark auf permanente Kooperation ausgerichtet. Eine gute Sozialisierung unterstützt ein ausgeglichenes Verhalten im Alltag.

Kinder

Kann mit respektvollen Kindern gut auskommen, sofern der Hund ausreichend ausgelastet ist und Rückzugsmöglichkeiten hat. Wegen Größe, Temperament und Bewegungsfreude sollten Begegnungen mit kleineren Kindern gut begleitet werden.

Andere Hunde

Oft recht verträglich, da die Rasse traditionell in der Meute arbeiten konnte. Dennoch entscheiden Sozialisierung, individuelle Veranlagung und Alltagserfahrung über das tatsächliche Verhalten.

Pflege

Pflegeart

Rauhaariges, wetterfestes Fell mit regelmäßiger Pflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche, Handstripping bei Bedarf

Fellpflege

Mittel bis hoch

Haaren

Mäßig

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Bart und Gesichtspartien sauber halten
  • Fell bei Bedarf fachgerecht trimmen
  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Lose Haare und Schmutz aus dem Fell entfernen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und reinigen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das harsche Fell sollte nicht zu häufig geschoren werden, da die Fellstruktur darunter leiden kann.
  • Das wetterfeste, harsche Fell sollte regelmäßig gepflegt werden, damit es nicht verfilzt.
  • Der Bart kann nach dem Fressen oder Trinken Feuchtigkeit und Schmutz aufnehmen und sollte sauber gehalten werden.
  • Die langen Ohren brauchen regelmäßige Kontrolle, damit Feuchtigkeit und Verschmutzungen nicht unbemerkt bleiben.
  • Hängende Ohren sollten besonders nach Spaziergängen im Gelände kontrolliert werden.
  • Nach Spaziergängen im Unterholz sollten Fell, Pfoten und Ohren auf Schmutz, Kletten und kleine Verletzungen kontrolliert werden.
  • Nach Wald- und Feldgängen sollten Fell, Pfoten und Ohren auf Schmutz und Fremdkörper überprüft werden.
  • Zu häufiges Baden kann die natürliche Schutzfunktion des Fells beeinträchtigen.
HundezahnbürsteKamm mit groben und feinen ZinkenKrallenschereOhrenreiniger für HundeTrimmmesserZupfbürste

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, dem Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau angepasste Ernährung ist wichtig. Als lauf- und arbeitsfreudiger Hund profitiert die Rasse in aktiven Phasen oft von einer bedarfsgerechten Energiezufuhr. Hochwertiges Futter mit passendem Protein- und Fettgehalt sowie kontrollierte Portionsgrößen helfen, das Idealgewicht zu halten. Leckerchen sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
30 kgAktiv1800 kcal
30 kgInaktiv1250 kcal
30 kgNormal1500 kcal
35 kgAktiv2050 kcal
35 kgInaktiv1400 kcal
35 kgNormal1700 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportier- und Laufspiele in sicherem Bereich
  • Ausgedehnte Spaziergänge in abwechslungsreichem Gelände
  • ausgedehnte Spaziergänge mit viel Nasenarbeit
  • Fährtensuche
  • Gehirnarbeit mit einfachen Problemlöseaufgaben
  • Kontrollierte Apportier- und Rückrufübungen
  • Nasenspiele und Fährtensuche
  • Suchaufgaben mit versteckten Gegenständen oder Futter
  • Suchspiele mit Futter oder Geruchsobjekten
  • Training von Rückruf und kontrollierter Impulskontrolle
  • Wanderungen in abwechslungsreichem Gelände
  • Wanderungen und lange Touren

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitLongierenMantrailingTreibball

Geschichte des Grand Griffon Vendéen

Der Grand Griffon Vendéen stammt aus der französischen Region Vendée und gehört zu den alten französischen Griffon- und Laufhundtypen. Die Rasse wurde für die Jagd auf großes Wild in dichtem, schwierigem Gelände gezüchtet, wobei Ausdauer, Spurwille und Wetterhärte im Vordergrund standen.

Im Lauf der Zuchtgeschichte entstanden in der Vendée mehrere unterschiedlich große Griffon-Varianten. Der Grand Griffon Vendéen blieb dabei der größte Schlag. Mit dem Rückgang der klassischen Großwildjagd wurde die Rasse seltener, wird aber bis heute als traditionsreicher französischer Jagdhund erhalten.

International ist der Grand Griffon Vendéen offiziell anerkannt, bleibt außerhalb jagdlicher Fachkreise jedoch vergleichsweise wenig verbreitet.

  1. In der Region Vendée entwickeln sich große, raue französische Laufhunde für die Jagd in schwierigem Gelände.

  2. Aus regionalen Griffon-Typen entsteht der Grand Griffon Vendéen als größter Schlag der Vendée-Griffons.

  3. Mit dem Wandel der Jagd und dem Rückgang der Großwildjagd wird die Rasse seltener.

  4. 1950

    Die Rasse wird von der FCI offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Grand Griffon Vendeen gilt insgesamt als robuste, aktive Laufhundrasse. Wie bei mittelgroßen bis großen Hunden können jedoch rassetypische Risiken im Bereich Gelenke, Ohren und Augen vorkommen. Durch das dichte, harsche Fell sowie die langen Behänge sind regelmäßige Pflege und Gesundheitskontrollen sinnvoll.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen größeren Hund, sofern Bewegung, Gewichtskontrolle, Fell- und Ohrenpflege sowie vorsorgliche tierärztliche Untersuchungen beachtet werden.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen. Mögliche Hinweise sind eingeschränkte Bewegungsfreude, Steifheit oder verändertes Gangbild.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, angemessenes Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter und eine seriöse Zuchtauswahl achten.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch lange, dicht behaarte Hängeohren kann ein feucht-warmes Milieu entstehen, das Ohrprobleme begünstigen kann.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe gut trocknen und bei Bedarf schonend reinigen lassen.

Augenreizungen und Lidprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei rauhaarigen Jagdhunden können Reizungen der Augen durch Haare, Schmutz oder mögliche Lidfehlstellungen vorkommen.

Prävention: Augenpartie sauber halten, Reizungen früh tierärztlich abklären lassen und auf züchterische Gesundheitsvorsorge achten.

Magen-Darm-Belastungen bei großer Aktivität

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei aktiven, größeren Hunden kann der Verdauungstrakt auf hastiges Fressen oder intensive Bewegung sensibel reagieren.

Prävention: Futterrationen aufteilen, nach größeren Mahlzeiten Ruhephasen einhalten und starke Belastung direkt vor oder nach dem Fressen vermeiden.

Gelenkverschleiß im Alter

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch die Größe und das aktive Einsatzprofil kann im späteren Lebensabschnitt ein erhöhtes Risiko für Verschleißerscheinungen an Gelenken bestehen.

Prävention: Gewicht im gesunden Bereich halten, regelmäßige angepasste Bewegung fördern und Belastung dem Alter entsprechend anpassen.

  • Feuchtigkeit in den Ohren
  • Hitze
  • Starke körperliche Belastung nach Mahlzeiten
  • Verfilzungen und Schmutzanhaftung im Fell
  • Augen und Gesichtshaare sollten regelmäßig überprüft werden, damit Reizungen oder Verschmutzungen früh auffallen.
  • Die Ohren sollten in wiederkehrenden Abständen kontrolliert werden, vor allem nach Jagd, Spaziergängen in dichtem Gelände oder Kontakt mit Wasser.
  • Eine tierärztlich begleitete Gewichtskontrolle unterstützt die Gelenkgesundheit und die allgemeine Belastbarkeit.
  • Im Rahmen der Vorsorge können Fell, Haut und Pfoten nach Einsätzen im Gelände auf Parasiten, kleine Verletzungen und Verunreinigungen untersucht werden.
  • Regelmäßige orthopädische Beurteilungen sind sinnvoll, insbesondere bei jungen und älteren Hunden mit hoher Aktivität.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Grand Griffon Vendéen kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Grand Griffon Vendéen ist ein größerer, bewegungsfreudiger Jagdhund mit entsprechendem Risiko für Verletzungen im Alltag und bei intensiver Aktivität. Zudem können bei mittelgroßen bis großen Hunden orthopädische und altersbedingte Beschwerden zu höheren Behandlungskosten führen. Eine OP-Versicherung kann vor allem bei unfallbedingten oder chirurgisch zu versorgenden Erkrankungen entlasten, während ein Vollschutz zusätzlich die laufenden Kosten für Diagnostik und Behandlungen abdecken kann.

  • Bei aktiven Laufhunden können orthopädische Beschwerden oder Überlastungen im Verlauf des Lebens auftreten.
  • Das hohe Aktivitätsniveau erhöht das Risiko für Verletzungen an Gelenken, Pfoten oder Weichteilen.
  • Diagnostik, Bildgebung und Nachsorge können auch ohne Operation spürbare Kosten verursachen.
  • Die Größe der Rasse kann im Krankheits- oder OP-Fall zu höheren tierärztlichen Kosten führen.
  • Ohrprobleme oder Hautreizungen können bei Hunden mit dichtem Fell und aktivem Lebensstil regelmäßige tierärztliche Versorgung erfordern.
  • Operationen nach Verletzungen, etwa an Bändern, Pfoten oder Weichteilen, können hohe Einmalkosten verursachen.
  • Orthopädische Beschwerden an Gelenken oder Bewegungsapparat können wiederkehrende Untersuchungen und Behandlungen nach sich ziehen.
  • Unfallbedingte Diagnostik mit Bildgebung und Nachbehandlung kann auch ohne stationären Aufenthalt kostenintensiv sein.
  • Bei Vollschutz kann auf Leistungen für orthopädische Behandlungen und längerfristige Therapien geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Kostenübernahme für Operationen und Narkose kann bei einer aktiven, größeren Hunderasse sinnvoll sein.
  • Eine passende Selbstbeteiligung kann helfen, den Beitrag an das verfügbare Budget anzupassen.
  • Sinnvoll kann eine Absicherung sein, die auch Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder Labor vor einer Behandlung einschließt.
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