Hund im Rasseprofil

Gos d'Atura Català

Der Gos d'Atura Català ist ein traditioneller katalanischer Hütehund aus den Pyrenäen. Er wurde für die Arbeit an Schafherden gezüchtet und gilt als ausdauernd, aufmerksam und sehr führerbezogen.

AnhänglichArbeitsfreudigAusdauerndEigenständigIntelligentReserviert gegenueber fremdenWachsam
Ein ruhiger Gos d'Atura Català Hund wird von einer freundlichen Tierärztin in einer modernen, hellen Tierarztpraxis untersucht.
Die freundliche Tierärztin untersucht behutsam einen Hund in einer modernen Praxis.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Spanien

Größe

Mittel

Schulterhöhe

45-55 cm

Gewicht

16-25 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Felltypen

Langhaar, Rauhaar

Farben

Falb, Sable, Grau, Schwarz, Lohfarbene abzeichen, Weiss in kleinen abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 1

FCI-Standard

Nr. 87

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Gos d'Atura Català

Ein Gos d'Atura Català sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Ein ruhiger Moment vor der Behandlung: Der Hund wartet gemeinsam mit seinem Besitzer in einer modernen Praxis.
Ein älterer Gos d'Atura Català Hund ruht sich auf einem gemütlichen Sofa aus, während sein Besitzer ihn sanft streichelt.
Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Hund und Besitzer in einer warmen, sicheren Umgebung.
Ein Hundebesitzer arbeitet am Laptop im Wohnzimmer neben seinem Gos d'Atura Català und prüft Versicherungsoptionen für Haustiere.
Ein entspannter Moment, in dem ein Hundebesitzer die besten Versicherungsangebote für sein Haustier vergleicht.

Charakter

Der Gos d'Atura Català ist ein lebhafter, intelligenter und aufmerksamer Hütehund mit enger Bindung an seine Bezugspersonen. Er zeigt oft Eigenständigkeit, arbeitet gerne mit dem Menschen zusammen und bringt viel Wachsamkeit sowie Ausdauer mit. Gegenüber Fremden kann er zunächst reserviert sein, im vertrauten Umfeld jedoch freundlich und anhänglich.

AnhänglichArbeitsfreudigAusdauerndEigenständigIntelligentReserviert gegenueber fremdenWachsam
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude3/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Gut erziehbar bei konsequenter, ruhiger und abwechslungsreicher Führung. Der Gos d'Atura Català lernt meist schnell, hinterfragt aber mitunter und reagiert weniger gut auf harte Methoden. Frühe Sozialisierung und strukturierte Beschäftigung fördern ein ausgeglichenes Verhalten deutlich.

Wachtrieb

Deutlich ausgeprägt. Die Rasse ist aufmerksam, meldet Veränderungen im Umfeld oft zuverlässig und beobachtet Fremde genau. Je nach Individuum kann der Schutz und Kontrollinstinkt stärker hervortreten, weshalb gute Lenkung wichtig ist.

Jagdtrieb

Meist eher gering bis mäßig ausgeprägt im Vergleich zu klassischen Jagdhunden, jedoch können Bewegungsreize, Wild oder weglaufende Tiere durchaus Interesse auslösen. Ein sicherer Rückruf sollte daher früh aufgebaut werden.

Alleinbleiben

Nur schrittweise trainieren. Der Gos d'Atura Català ist häufig eng auf seine Menschen bezogen und bleibt nicht automatisch gern länger allein. Mit gutem Aufbau ist zeitweises Alleinbleiben oft möglich, längere regelmäßige Abwesenheiten passen jedoch nicht zu jedem Hund dieser Rasse.

Als ursprünglicher Arbeitshund braucht die Rasse nicht nur Bewegung, sondern auch geistige Auslastung und eine klare, faire Führung. Ohne passende Beschäftigung kann sie unerwünschtes Kontroll- oder Bellverhalten entwickeln. Die Eignung als Familien- oder Anfängerhund hängt stark von Sozialisation, Training, Alltag und individueller Linie ab.

Alltag & Haltung

Familie

Grundsätzlich möglich, wenn der Hund gut sozialisiert wird und die Familie Zeit für Erziehung, Beschäftigung und klare Regeln mitbringt. Mit respektvollen Kindern kann er freundlich und loyal sein. Für sehr trubelige Haushalte ohne Erfahrung mit aktiven, wachsamen Hütehunden ist er jedoch nicht automatisch die einfachste Wahl.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur bedingt. Anfänger mit hoher Lernbereitschaft, guter Hundeschule und ausreichend Zeit können mit der Rasse zurechtkommen. Ohne Erfahrung mit arbeitsfreudigen und eigenständig denkenden Hunden kann seine Wachsamkeit, Sensibilität und Beschäftigungsbedürftigkeit jedoch schnell überfordern.

Bewegungsbedarf

Hoch. Tägliche längere Spaziergänge, freie Bewegung in geeignetem Rahmen sowie geistige Aufgaben wie Nasenarbeit, Grundgehorsam, Hüteersatzbeschäftigung oder Hundesport sind sinnvoll. Reine körperliche Auslastung allein genügt meist nicht.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Das dichte Fell schützt bedingt, kann bei starker Wärme aber belastend sein. Im Sommer sind Schatten, Wasser, angepasste Aktivität und Bewegung in den kühleren Tageszeiten wichtig.

Kälteverträglichkeit

Gut. Durch das wetterfeste Fell ist die Rasse meist relativ robust gegenüber Kälte und rauem Wetter, solange Gesundheit, Kondition und Haltung berücksichtigt werden.

Reisetauglichkeit

Bei guter Gewöhnung oft ordentlich. Der Hund profitiert von früher positiver Gewöhnung an Auto, neue Umgebungen und Ruhetraining. Seine Wachsamkeit und mögliche Reserviertheit können Reisen in sehr volle oder hektische Umfelder je nach Individuum anspruchsvoller machen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Huetehund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Zu vertrauten Menschen meist sehr loyal, zugewandt und aufmerksam. Fremden begegnet die Rasse oft eher zurückhaltend oder beobachtend statt sofort offen. Eine frühe, positive Sozialisierung hilft, Unsicherheit oder übermäßiges Kontrollverhalten zu vermeiden.

Kinder

Mit höflichen, angeleiteten Kindern häufig gut verträglich, besonders wenn der Hund von klein auf an Familienalltag gewöhnt wird. Dennoch sollten Interaktionen immer begleitet werden, da Temperament, Hüteverhalten und individuelle Sensibilität eine Rolle spielen.

Andere Hunde

Mit guter Sozialisierung oft solide, aber nicht immer überschwänglich. Je nach Charakter kann der Gos d'Atura Català sachlich, selektiv oder in neuen Begegnungen etwas reserviert auftreten. Kontrolliertes Kennenlernen und regelmäßige positive Kontakte sind hilfreich.

Pflege

Pflegeart

Langes bis mittellanges, dichtes Fell mit regelmäßiger Unterwollepflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Hoch

Haaren

Mittel bis stark, saisonal verstärkt

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel bis hoch

  • Fell gründlich ausbürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren
  • Pfoten und Ballen auf Schmutz und eingeklemmte Pflanzenreste prüfen
  • Unterwolle kontrollieren und lockeres Haar entfernen
  • Verfilzungen hinter den Ohren, an den Beinen und am Bauch lösen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das raue, dichte Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, damit sich keine Knoten und Filzstellen bilden.
  • Im Fellwechsel ist meist häufigere Pflege nötig, um lose Unterwolle zu entfernen.
  • Nach Spaziergängen in Wald, Wiese oder Gestrüpp sollten Fell und Pfoten auf Kletten und Pflanzenreste kontrolliert werden.
  • Zu häufiges Baden kann die natürliche Fellstruktur beeinträchtigen und ist nur bei Bedarf sinnvoll.
HundezahnbürsteKrallenzangeMetallkammUnterwollbürsteZupfbürste

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, an Alter, Gewicht und Aktivität angepasste Ernährung ist wichtig. Der Gos d’Atura Català ist ein aktiver, mittelgroßer Hund und sollte bedarfsgerecht gefüttert werden, damit Körperkondition und Leistungsfähigkeit erhalten bleiben. Die Tagesration sollte regelmäßig überprüft und an Bewegung, Trainingsumfang und Lebensphase angepasst werden. Leckerlis sollten in die Gesamtfuttermenge eingerechnet werden. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1100 kcal
18 kgInaktiv700 kcal
18 kgNormal900 kcal
22 kgAktiv1300 kcal
22 kgInaktiv800 kcal
22 kgNormal1050 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportier- und Bringspiele
  • Aufgaben mit Denken und Problemlösen
  • Gehorsamkeitsübungen
  • Suchspiele und Nasenarbeit
  • tägliche ausgedehnte Spaziergänge
  • Wandern und abwechslungsreiche Naturtouren

Passende Aktivitäten

AgilityLongierenMantrailingObedienceRally ObedienceTreibball

Geschichte des Gos d'Atura Català

Der Gos d'Atura Català ist ein alter Hütehund aus Katalonien, dessen Ursprung mit der traditionellen Weidewirtschaft in den spanischen Pyrenäen verbunden ist. Über viele Generationen wurde er vor allem nach Arbeitsleistung gezüchtet und als zuverlässiger Treib- und Hütehund für Schafherden eingesetzt.

Außerhalb seiner Herkunftsregion war die Rasse lange wenig bekannt. Mit der kynologischen Erfassung im 20. Jahrhundert wurde ihr Typ schrittweise festgelegt und offiziell anerkannt. Heute wird der Gos d'Atura Català sowohl als Arbeits- als auch als Familienhund gehalten, bleibt international jedoch vergleichsweise selten.

  1. Entwicklung als regionaler Hütehund in Katalonien und den Pyrenäen im Umfeld der traditionellen Schafhaltung.

  2. 1929

    Erste offizielle Präsentation von Hunden der Rasse auf einer Hundeausstellung in Barcelona.

  3. 1982

    Die FCI veröffentlicht den offiziellen Standard für den Gos d'Atura Català.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Gos d'Atura Català gilt insgesamt als robuste und arbeitsfreudige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis größeren Hütehunden können jedoch einzelne rassetypische Risiken im Bereich Bewegungsapparat, Augen und Haut vorkommen. Bei guter Haltung, angepasster Bewegung, regelmäßiger Fellpflege und planvollen tierärztlichen Kontrollen zeigt die Rasse häufig ein stabiles Gesundheitsbild.

Bei ausgewogener Ernährung, ausreichender Bewegung und regelmäßiger Vorsorge liegt die Lebenserwartung häufig im mittleren bis guten Bereich. Die gesundheitliche Entwicklung wird unter anderem von Zuchtlinie, Gelenkgesundheit, Augenstatus und allgemeiner Pflege beeinflusst.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Mögliche Hinweise sind eingeschränkte Bewegungsfreude, Steifheit oder Auffälligkeiten im Gangbild.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und auf Zucht mit dokumentierten Gelenkuntersuchungen achten.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch im Bereich der Ellbogen können bei aktiven Hütehunden rassetypische Belastungs- oder Entwicklungsprobleme vorkommen. Dies kann sich durch Lahmheit oder Schonhaltung bemerkbar machen.

Prävention: Gleichmäßige Belastung im Wachstum, angepasste Bewegung, normales Körpergewicht und eine Zuchtselektion mit orthopädischen Untersuchungen unterstützen die Vorsorge.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei einigen Linien kann ein erblich beeinflusstes Risiko für fortschreitende Netzhautveränderungen bestehen. Erste Anzeichen können Unsicherheit bei Dämmerung oder veränderte Orientierung sein.

Prävention: Augenuntersuchungen im Rahmen der Zuchtplanung und regelmäßige augenärztliche Kontrollen bei auffälligem Sehvermögen können sinnvoll sein.

Katarakt

MittelGenetisches Risiko: Ja

Linsentrübungen können bei Hunden verschiedener Rassen auftreten und werden auch bei dieser Rasse als mögliches Risiko beschrieben. Sehvermögen und Orientierung können dadurch beeinträchtigt werden.

Prävention: Regelmäßige Augenchecks, besonders bei älteren Tieren oder bei familiärer Vorbelastung, können helfen, Veränderungen früh zu erkennen.

Haut- und Fellprobleme

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Durch das dichte, wetterfeste Fell können vereinzelt Hautreizungen, Verfilzungen oder lokale Entzündungen begünstigt werden, wenn Pflege und Kontrolle unregelmäßig erfolgen.

Prävention: Regelmäßige Fellpflege, Kontrolle der Haut, gutes Parasitenmanagement und eine bedarfsgerechte Ernährung unterstützen die Hautgesundheit.

  • Hitze
  • Starke körperliche Überlastung im Wachstum
  • Unzureichende Fellpflege
  • Das Körpergewicht sollte schlank und stabil gehalten werden, um Gelenke und allgemeine Belastbarkeit zu unterstützen.
  • Fell und Haut sollten in festen Abständen kontrolliert und gepflegt werden, damit Verfilzungen und Hautreizungen früh auffallen.
  • Orthopädische Vorsorgeuntersuchungen im jungen Erwachsenenalter können sinnvoll sein, insbesondere bei sportlicher oder arbeitsintensiver Führung.
  • Regelmäßige Augenkontrollen sind empfehlenswert, vor allem bei familiärer Vorbelastung oder auffälligem Sehvermögen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Gos d’Atura Català kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Rasse ist mittelgroß, bewegungsfreudig und häufig aktiv im Alltag unterwegs. Dadurch können sowohl unfallbedingte Verletzungen als auch orthopädische oder gelenkbezogene Behandlungen relevant werden. Zusätzlich können im Lauf des Hundelebens Kosten für Diagnostik, Medikamente und operative Eingriffe entstehen. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen besser abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren Einzelkosten entlasten kann.

  • Bei mittelgroßen Hunden können orthopädische Beschwerden im Laufe des Lebens zu höheren Tierarztkosten führen.
  • Bildgebende Diagnostik, Narkose und operative Eingriffe können auch bei einzelnen Behandlungen kostenintensiv sein.
  • Das aktive und ausdauernde Bewegungsverhalten kann das Risiko für Verletzungen an Gelenken, Bändern und Pfoten erhöhen.
  • Ein Vollschutz kann neben Operationen auch die Kosten für ambulante Untersuchungen, Medikamente und Nachbehandlungen abfedern.
  • Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall zur Abklärung von Beschwerden.
  • Laufende Kosten für Medikamente, Kontrollen und Nachbehandlungen nach Eingriffen oder Verletzungen.
  • Operationen nach Verletzungen, etwa an Bändern, Knochen oder Weichteilen.
  • Orthopädische Untersuchungen und Behandlungen bei Gelenk- oder Bewegungsproblemen.
  • Auf die Erstattung von orthopädischer Diagnostik und Operationen achten.
  • Bei aktiven Hunden kann ein Tarif mit guter Absicherung von Unfällen und Notfallbehandlungen passend sein.
  • Ein Tarif mit Leistungen für Nachsorge, Physiotherapie oder Rehabilitation kann bei Verletzungen hilfreich sein.
  • Sinnvoll kann eine ausreichend hohe jährliche Erstattung für wiederkehrende Behandlungen und Diagnostik sein.
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