Hund im Rasseprofil

Gordon Setter

Der Gordon Setter ist ein großer, ausdauernder Vorstehhund aus Schottland. Er wurde für die Arbeit auf Federwild gezüchtet und verbindet Jagdpassion mit einem ruhigen, treuen Wesen im familiären Umfeld.

AktivAusdauerndIntelligentJagdlich motiviertLoyalMenschenbezogenSensibel
Ein aufmerksam stehender Gordon Setter vor hellem Hintergrund als realistisches Hundeporträt.
Der Gordon Setter überzeugt mit seiner typischen eleganten Statur und dem markanten, seidigen Fell.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

10-12 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Vereinigtes Königreich (Schottland)

Größe

Gross

Schulterhöhe

58-69 cm

Gewicht

20-36 kg

Lebenserwartung

10-12 Jahre

Felltypen

Langhaar, Glatthaarig

Farben

Schwarz mit lohfarbenen Abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 7

FCI-Standard

Nr. 6

Seltenheitsgrad

Mittel

Bilder von Gordon Setter

Ein Gordon Setter sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Ein ruhiger Moment vor der Behandlung: Der Gordon Setter wartet gemeinsam mit seinem Besitzer in einer freundlichen Tierarztpraxis.
Ein älterer Gordon Setter Hund liegt entspannt auf einem gemütlichen Sofa, während sein Besitzer ihn liebevoll streichelt.
Ein älterer Gordon Setter genießt zärtliche Streicheleinheiten in einem warmen Zuhause.
Ein Gordon Setter sitzt friedlich neben seinem Besitzer am Küchentisch mit Versicherungsunterlagen und einem Laptop.
Ein ruhiger Moment zwischen Hund und Halter während der Planungen zu einer Tierkrankenversicherung.

Charakter

Der Gordon Setter ist ein ausdauernder, intelligenter und menschenbezogener Vorstehhund mit engem Familienanschluss. Er gilt oft als sensibel, lernfähig und loyal, bringt aber zugleich viel Energie, Jagdpassion und Bewegungsfreude mit.

AktivAusdauerndIntelligentJagdlich motiviertLoyalMenschenbezogenSensibel
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Gut erziehbar bei fairer, geduldiger und konsequenter Führung. Der Gordon Setter lernt in der Regel gerne mit, kann draußen durch Wildreize aber eigenständiger reagieren. Eine gute Bindung, frühe Sozialisierung und zuverlässiger Rückruf sind besonders wichtig.

Wachtrieb

Meist vorhandene, aber eher moderate Wachsamkeit. Er meldet Ungewöhnliches gelegentlich, ist jedoch typischerweise kein ausgesprochener Schutzhund.

Jagdtrieb

Deutlich ausgeprägt. Als jagdlich geprägte Rasse zeigt der Gordon Setter häufig starkes Interesse an Wildgerüchen, Spurarbeit und weiträumiger Suche. Sicheres Management und Training sind im Freilauf oft entscheidend.

Alleinbleiben

Nur begrenzt gut geeignet für langes Alleinbleiben. Viele Vertreter sind stark auf ihre Bezugspersonen orientiert und fühlen sich wohler mit engem Sozialkontakt. Das Alleinsein sollte kleinschrittig aufgebaut werden.

Diese Rasse braucht sowohl körperliche Auslastung als auch ruhige, konsequente Erziehung. Freundliches Wesen und Familiennähe bedeuten nicht automatisch leichte Führbarkeit im Alltag, da der Jagdtrieb und die eigenständige Arbeitsweise berücksichtigt werden müssen.

Alltag & Haltung

Familie

Ja, oft gut geeignet, wenn die Familie aktiv ist und dem Hund ausreichend Bewegung, Beschäftigung und Nähe bietet. Mit passender Auslastung kann er freundlich und anhänglich im Familienleben sein. Ob er in einer bestimmten Familie gut zurechtkommt, hängt aber stark von Erziehung, Tagesstruktur und dem Umgang mit seinem Jagdtrieb ab.

Wohnung

Nein

Anfänger

Nur eingeschränkt. Für engagierte Anfänger mit viel Zeit, Lernbereitschaft und Unterstützung durch Hundeschule kann die Rasse machbar sein. Wegen des hohen Bewegungsbedarfs, der jagdlichen Motivation und der nötigen konsequenten Führung ist sie jedoch meist eher für erfahrene oder sehr gut vorbereitete Halter geeignet.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Der Gordon Setter braucht täglich viel Bewegung sowie geistige Auslastung, zum Beispiel Nasenarbeit, Dummyarbeit, jagdnahe Beschäftigung oder längere aktive Spaziergänge. Reine Kurzrunden reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Eher mäßig. Bei Wärme sollte die Belastung angepasst werden, da dichtes Fell und hohe Aktivität die Hitzebelastung erhöhen können. Schatten, Wasser und Bewegung in den kühleren Tageszeiten sind sinnvoll.

Kälteverträglichkeit

Gut. Das Fell bietet meist einen soliden Schutz bei kühlerem Wetter, dennoch hängen Belastbarkeit und Wohlbefinden auch von Gesundheitszustand, Kondition und Wetterlage ab.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft ordentlich reisetauglich. Wichtig sind ausreichend Bewegungspausen, gute Sicherung im Fahrzeug und eine ruhige Eingewöhnung an neue Umgebungen. Für sehr enge, bewegungsarme Reisesituationen ist die Rasse meist weniger geeignet.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, anhänglich und bezugspersonenorientiert. Gegenüber Fremden oft reserviert bis höflich, ohne typischerweise übermäßig misstrauisch zu sein.

Kinder

Häufig gut im Umgang mit Kindern, besonders wenn der Hund früh sozialisiert wurde und die Kinder den respektvollen Umgang kennen. Wegen Größe, Temperament und Energie sollten Begegnungen dennoch begleitet werden.

Andere Hunde

Oft gut verträglich, vor allem bei früher Sozialisierung. Im Alltag zeigen viele Gordon Setter ein sozial gutes Verhalten, auch wenn individuelle Unterschiede und Erziehungsstand eine große Rolle spielen.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fellpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche

Fellpflege

Hoch

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Befederung an Beinen, Brust und Rute entwirren
  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und reinigen
  • Pfoten nach Spaziergängen kontrollieren
  • Zähne pflegen
  • Das lange, seidige Fell neigt an Befederungen und hinter den Ohren zu Verfilzungen.
  • Hängeohren sollten regelmäßig auf Schmutz und Feuchtigkeit überprüft werden.
  • Nach Ausflügen durch Wald und hohes Gras das Fell auf Kletten und Fremdkörper kontrollieren.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein.
EntfilzungskammHundezahnbürsteKamm mit groben und feinen ZinkenKrallenschereOhrenreiniger für HundeSlicker Bürste

Ernährung & Kalorien

Ein Gordon Setter benötigt eine ausgewogene, hochwertige Ernährung passend zu Größe, Alter und Aktivitätsniveau. Die Futtermenge sollte an Bewegung und Körperkondition angepasst werden, da aktive Hunde deutlich mehr Energie benötigen als ruhige Tiere. Sinnvoll sind klar portionierte Mahlzeiten und die Berücksichtigung von Leckerlis in der Tagesration. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1300 kcal
20 kgInaktiv850 kcal
20 kgNormal1050 kcal
28 kgAktiv1650 kcal
28 kgInaktiv1100 kcal
28 kgNormal1350 kcal
35 kgAktiv1950 kcal
35 kgInaktiv1300 kcal
35 kgNormal1600 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierübungen
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Dummyarbeit
  • Gehorsamkeitsübungen
  • Geländetouren mit abwechslungsreichen Reizen
  • Suchspiele mit Nasenarbeit

Passende Aktivitäten

CanicrossDummytrainingFährtenarbeitMantrailingObedienceWandern

Geschichte des Gordon Setters

Der Gordon Setter entstand in Schottland aus älteren Setter-Schlägen, die für die Jagd auf Federwild eingesetzt wurden. Besonders geprägt wurde die Rasse im 19. Jahrhundert durch die Zucht am Sitz der Dukes of Gordon, wodurch sich der Name der Rasse etablierte. Ziel war ein kräftiger, ausdauernder und geländesicherer Vorstehhund mit guter Nase und engem Bezug zum Menschen. Später verbreitete sich der Gordon Setter auch außerhalb Großbritanniens und wurde als eigenständige Setter-Rasse international anerkannt.

  1. In Schottland werden schwarz-lohfarbene Setter-Schläge für die Jagd auf Federwild geführt.

  2. 1827

    Geburt von Alexander Gordon, 4. Duke of Gordon, mit dessen Zuchtstätte die spätere Rassebezeichnung eng verbunden ist.

  3. 1860

    Setter werden auf einer frühen Hundeausstellung in Birmingham gezeigt; in dieser Zeit festigt sich auch die Unterscheidung verschiedener Setter-Typen.

  4. 1924

    Der Name 'Gordon Setter' wird im britischen Kennel Club offiziell verwendet.

  5. 1963

    Die FCI veröffentlicht einen offiziellen Standard für den Gordon Setter.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Gordon Setter gilt insgesamt als leistungsfähige und ausdauernde Hunderasse. Wie bei größeren, sportlich gebauten Hunden können jedoch bestimmte orthopädische, augenbezogene und stoffwechselbezogene Gesundheitsrisiken vorkommen. Eine kontrollierte Aufzucht, angepasste Bewegung, ausgewogene Fütterung und regelmäßige tierärztliche Vorsorge können zur Gesunderhaltung beitragen.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen mittelgroßen bis großen Hund. Der Gesundheitsverlauf kann günstig sein, wenn auf Gelenke, Gewicht, Verdauung und allgemeine Vorsorge geachtet wird.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Beim Gordon Setter kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen. Dies kann die Beweglichkeit beeinträchtigen und im Verlauf zu Beschwerden im Bewegungsapparat beitragen.

Prävention: Auf moderates Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und bei der Zucht auf ausgewertete Elterntiere achten.

Ellenbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei anderen sportlichen Hunderassen können auch beim Gordon Setter Entwicklungsstörungen im Ellenbogenbereich auftreten. Diese können sich auf Gangbild und Belastbarkeit auswirken.

Prävention: Gleichmäßige Belastung im Wachstum, normales Körpergewicht und züchterische Selektion mit orthopädischer Untersuchung der Zuchttiere unterstützen die Vorsorge.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefbrüstigen Hunden wie dem Gordon Setter wird ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung beschrieben. Es handelt sich um ein akutes Geschehen, das tierärztlich rasch abgeklärt werden sollte.

Prävention: Mehrere kleinere Mahlzeiten, Ruhe vor und nach dem Fressen sowie angepasste Fütterungsroutinen können das Risiko im Alltag möglicherweise senken.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei der Rasse werden erbliche Augenerkrankungen wie progressive Netzhautveränderungen als mögliches Risiko genannt. Diese können das Sehvermögen im Verlauf beeinflussen.

Prävention: Augenuntersuchungen im Zuchtprogramm und regelmäßige augenärztliche Kontrollen können helfen, Risiken frühzeitig einzuordnen.

Hypothyreose

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei einigen Gordon Settern wird ein mögliches Risiko für Schilddrüsenunterfunktion beschrieben. Veränderungen können sich unter anderem auf Stoffwechsel, Haut und Leistungsbereitschaft auswirken.

Prävention: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Beobachtung von Fell, Gewicht und Aktivitätsniveau sowie tierärztliche Abklärung bei Auffälligkeiten sind sinnvoll.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Hohe Belastung nach Mahlzeiten
  • Übergewicht
  • Augenuntersuchungen im Rahmen der Vorsorge sind bei dieser Rasse empfehlenswert, besonders wenn züchterische Vorbelastungen bekannt sind.
  • Bei größeren, tiefbrüstigen Hunden kann eine Beratung zu Fütterungsmanagement und Bewegung rund um Mahlzeiten sinnvoll sein.
  • Bei Veränderungen von Fell, Leistungsbereitschaft oder Gewicht kann eine tierärztliche Kontrolle der Schilddrüsenwerte erwogen werden.
  • Das Körpergewicht sollte regelmäßig überprüft werden, um Gelenke und Stoffwechsel nicht unnötig zu belasten.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen können insbesondere im Wachstum und bei sportlich geführten Hunden sinnvoll sein.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Gordon Setter kann je nach Budget eine OP-Versicherung oder ein umfassender Vollschutz sinnvoll sein.

Der Gordon Setter ist ein mittelgroßer bis großer, bewegungsfreudiger Hund mit entsprechendem Belastungsprofil für Gelenke, Bewegungsapparat und Verletzungsrisiken im Alltag. Bei aktiven Hunden können Operationen nach Verletzungen oder bei orthopädischen Problemen schnell hohe Kosten verursachen. Zusätzlich können im Laufe des Lebens diagnostische Abklärungen, Behandlungen und Medikamente relevant werden. Ein Vollschutz kann deshalb laufende Tierarztkosten breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem größere Einmalkosten bei chirurgischen Eingriffen absichern kann.

  • Als mittelgroße bis große Rasse können orthopädische Beschwerden und deren Behandlung kostenintensiv sein.
  • Bei chirurgischen Eingriffen entstehen häufig hohe Kosten für Operation, Narkose, Bildgebung und Nachsorge.
  • Die aktive und ausdauernde Lebensweise kann das Risiko für Verletzungen und unfallbedingte Behandlungen erhöhen.
  • Im höheren Alter können wiederkehrende tierärztliche Behandlungen und Medikamente finanziell stärker ins Gewicht fallen.
  • Altersbedingte Beschwerden des Bewegungsapparats können wiederkehrende tierärztliche Kontrollen, Schmerztherapie und Medikamente erforderlich machen.
  • Magen-Darm-Probleme oder akute internistische Beschwerden können durch Untersuchung, Labor und bildgebende Diagnostik Kosten verursachen.
  • Orthopädische Probleme an Hüfte, Ellenbogen oder Gelenken können Diagnostik, langfristige Behandlung oder operative Eingriffe nach sich ziehen.
  • Verletzungen durch sportliche Aktivität oder ausgelassenes Laufen können zu Notfallbehandlungen und Operationen führen.
  • Bei Vollschutz kann auf enthaltene Leistungen für Diagnostik, Medikamente und bildgebende Verfahren geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen, Narkose und stationäre Nachbehandlung kann bei dieser Rasse sinnvoll sein.
  • Eine ausreichende Jahresleistung kann hilfreich sein, wenn mehrere Behandlungen oder aufwendige Untersuchungen zusammenkommen.
  • Kurze Wartezeiten und transparente Regelungen zu rassetypischen oder orthopädischen Erkrankungen können bei der Tarifwahl wichtig sein.
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