Hund im Rasseprofil

Foxhound

Der Foxhound ist ein ausdauernder britischer Laufhund, der ursprünglich für die Jagd in der Meute gezüchtet wurde. Er gilt als leistungsfähig, robust und arbeitsfreudig.

AusdauerndBewegungsfreudigEigenständigFreundlichJagdlich motiviertSozial
Ein Hundehalter sitzt mit einer Tierarztrechnung am Tisch, während ein entspannter Foxhound auf einer Decke daneben liegt und das Thema Tierarztkosten mit Hund anschaulich macht.
Der ruhige Moment am Tisch verdeutlicht, wie schnell Tierarztkosten zum Thema werden können, ohne dass die Situation hektisch wirkt.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Großbritannien

Größe

Gross

Schulterhöhe

58-64 cm

Gewicht

27-34 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Dreifarbig, Weiß, Schwarz, Loh, Zweifarbig

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 159

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Foxhound

Ein aufmerksamer Foxhound steht in natürlicher Haltung vor hellem Hintergrund und zeigt sein typisches Fell und seine klare Körperform.
Das ruhige Tierportrait zeigt einen Foxhound in sachlicher, hochwertiger Darstellung für einen Ratgeberkontext.
Ein ruhiger Foxhound wird von einer freundlichen Tierärztin in einer modernen Tierarztpraxis untersucht.
Tierärztliche Untersuchung eines Foxhounds in einer hellen und freundlichen Praxis.
Ein fröhlicher Foxhound läuft über eine grüne Wiese, während sein Besitzer im Hintergrund spielt und die Sonne scheint.
Ein gesunder Foxhound genießt das Spiel im Park mit seinem Besitzer.

Charakter

Der Foxhound ist ein ausdauernder, freundlicher und arbeitsfreudiger Hund mit starkem Lauf- und Jagdtrieb. Er gilt meist als sozial im Umgang mit Menschen und anderen Hunden, benötigt aber viel Bewegung, sinnvolle Auslastung und eine konsequente, geduldige Erziehung.

AusdauerndBewegungsfreudigEigenständigFreundlichJagdlich motiviertSozial
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde5/5

Erziehbarkeit

Lernwillig, aber oft eigenständig und stark von Umweltreizen beeinflusst. Eine freundliche, konsequente Erziehung mit viel Rückruftraining, Impulskontrolle und jagdnaher Auslastung ist wichtig.

Wachtrieb

Vorhanden, aber meist nicht so ausgeprägt wie bei klassischen Wachhunderassen. Er meldet Auffälligkeiten, ist jedoch häufig eher offen als scharf.

Jagdtrieb

Sehr ausgeprägt. Als Laufhund wurde der Foxhound für ausdauernde Jagdarbeit gezüchtet, weshalb Wildspuren und Gerüche im Alltag eine große Ablenkung darstellen können.

Alleinbleiben

Nur behutsam aufzubauen. Viele Foxhounds sind sehr soziale Hunde und kommen mit langer Isolation eher schlecht zurecht, besonders wenn sie unterfordert sind.

Der Foxhound ist in der Haltung anspruchsvoll, wenn sein Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf unterschätzt wird. Sein ausgeprägter Jagdtrieb kann den Freilauf erschweren. Eignung als Familien- oder Anfängerhund hängt stark von Alltag, Erfahrung, Training und Auslastung ab; pauschale Zusagen sind nicht sinnvoll.

Alltag & Haltung

Familie

Mit ausreichend Platz, sehr viel Bewegung und konsequenter Auslastung kann der Foxhound ein freundlicher Familienhund sein. Für sehr ruhige Haushalte oder Familien mit wenig Zeit ist er meist weniger geeignet. Der Umgang mit Kindern sollte immer angeleitet und individuell betrachtet werden.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nur eingeschränkt. Anfänger können mit Jagdtrieb, hoher Ausdauer und der oft selbstständigen Art schnell überfordert sein. Mit guter Anleitung, passendem Lebensstil und Trainingsbereitschaft kann es im Einzelfall funktionieren, ist aber nicht die naheliegendste Wahl.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Der Foxhound braucht täglich lange, aktive Bewegung sowie Nasenarbeit oder andere sinnvolle Beschäftigung. Reine Kurzspaziergänge reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mäßig bis ordentlich, dennoch sollte intensive Bewegung bei Wärme vorsichtig dosiert werden. Als laufstarker Hund arbeitet er motiviert weiter, auch wenn Temperaturen belastend werden.

Kälteverträglichkeit

Gut. Das kurze Fell schützt weniger als bei sehr dicht behaarten Rassen, dennoch ist der Foxhound insgesamt robust und bei Bewegung meist recht wetterfest.

Reisetauglichkeit

Bei guter Gewöhnung meist ordentlich, solange ausreichend Bewegung, Pausen und sichere Unterbringung gewährleistet sind. Für sehr passive Reisen ohne Aktivität ist er meist weniger geeignet.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich und offen, oft weniger reserviert als manche Wachhunderassen. Eine gute Sozialisierung bleibt dennoch wichtig.

Kinder

Häufig freundlich und tolerant, wenn er gut sozialisiert ist und respektvoll mit ihm umgegangen wird. Wegen seines Temperaments sollte der Kontakt besonders mit kleineren Kindern begleitet werden.

Andere Hunde

In der Regel sehr gut, da die Rasse traditionell im Meuteverband arbeitet. Individuelle Unterschiede, Erziehung und Erfahrungen spielen aber weiterhin eine Rolle.

Pflege

Pflegeart

Kurzes, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche bürsten, bei Bedarf baden

Fellpflege

Gering bis mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach langen Läufen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Baden nur bei Bedarf, um die natürliche Schutzschicht der Haut zu schonen.
  • Das kurze Fell ist pflegeleicht, profitiert aber von regelmäßigem Ausbürsten lose sitzender Haare.
  • Hängende Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden.
  • Nach Bewegung in Wald und Feld Fell und Pfoten auf Schmutz und Fremdkörper prüfen.
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Ernährung & Kalorien

Der Foxhound ist eine aktive, ausdauernde Hunderasse und profitiert von einer ausgewogenen, hochwertigen Ernährung mit angepasster Energiezufuhr. Die Futtermenge sollte an Alter, Körpergewicht und tägliche Bewegung angepasst werden. Leckerlis sparsam einplanen und auf eine schlanke, gut bemuskelte Körperform achten. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
25 kgAktiv1600 kcal
25 kgInaktiv1050 kcal
25 kgNormal1320 kcal
30 kgAktiv1840 kcal
30 kgInaktiv1210 kcal
30 kgNormal1510 kcal
35 kgAktiv2060 kcal
35 kgInaktiv1350 kcal
35 kgNormal1690 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportieraufgaben mit Ausdauercharakter
  • Gehirnarbeit durch einfache Such- und Denkaufgaben
  • kontrollierte Lauf- und Ausdauerbeschäftigung
  • lange Spaziergänge mit viel Bewegungsfreiheit
  • Nasenspiele und Fährtenarbeit
  • Suchspiele im Freien

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitJoggenLongierenMantrailing

Geschichte des Foxhound

Der Foxhound entstand in Großbritannien als spezialisierter Jagdhund für die Fuchsjagd in der Meute. Seine Entwicklung geht auf die gezielte Kreuzung verschiedener Laufhunde und Jagdhunde zurück, wobei Ausdauer, Spurwille, Geschwindigkeit und Meutetauglichkeit im Vordergrund standen.

Besonders in England wurde der Typ über Jahrhunderte leistungsbezogen gezüchtet. Der Foxhound war weniger ein Begleithund als vielmehr ein Arbeitshund für die organisierte Reit- und Meutejagd. Dadurch blieb sein Erscheinungsbild eng mit seiner Funktion verbunden.

Mit der Zeit wurde die Rasse auch außerhalb Großbritanniens bekannt. Heute wird der Foxhound nur noch vergleichsweise selten gehalten und ist vor allem im jagdlichen Umfeld oder bei Liebhabern traditioneller Laufhunde zu finden.

  1. In Großbritannien entsteht der Foxhound aus verschiedenen Laufhundlinien für die Meute- und Fuchsjagd.

  2. 19

    Die organisierte Fuchsjagd mit Foxhound-Meuten gewinnt in England deutlich an Bedeutung und prägt die Zucht stark.

  3. 1964

    Der English Foxhound wird von der FCI offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Foxhound gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Hunderasse mit guter Grundkonstitution. Als aktiver Laufhund können jedoch rassetypisch vor allem orthopädische Belastungen, Ohrenprobleme sowie einzelne erbliche Augenerkrankungen als mögliche Gesundheitsrisiken auftreten. Eine gute Kondition, angepasstes Bewegungsmanagement, Gewichtskontrolle und regelmäßige tierärztliche Vorsorge unterstützen die langfristige Gesundheit.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen mittelgroßen bis großen aktiven Hund. Gesundheitsfördernd wirken ausreichende Bewegung, schlanke Körperkondition, regelmäßige Kontrollen von Ohren, Augen und Bewegungsapparat sowie eine auf Aktivitätsniveau abgestimmte Haltung.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Mögliche Hinweise betreffen Bewegungsunlust, steifen Gang oder eingeschränkte Belastbarkeit, insbesondere im höheren Alter oder bei hoher körperlicher Beanspruchung.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gleichmäßige gelenkschonende Bewegung fördern und bei Zuchttieren auf gesundheitliche Untersuchungsergebnisse achten.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch die Hängeohren kann ein feucht-warmes Milieu im Gehörgang begünstigt werden. Dadurch können Reizungen oder Entzündungen des Ohres häufiger auftreten als bei Rassen mit aufgerichteten Ohren.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe sorgfältig trocknen, Verschmutzungen frühzeitig tierärztlich abklären lassen und Pflege nur schonend durchführen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefbrüstigen, aktiven Hunden kann ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung bestehen. Es handelt sich um ein akutes Geschehen, das vor allem im Zusammenhang mit Fütterung, Bewegung und individueller körperlicher Veranlagung beachtet wird.

Prävention: Tagesration auf mehrere kleinere Mahlzeiten verteilen, hastiges Fressen möglichst reduzieren, starke Belastung direkt vor und nach dem Fressen vermeiden und bei auffälligem Bauchumfang oder Unruhe umgehend tierärztlich handeln.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Beim Foxhound werden vereinzelt erbliche oder altersbedingte Augenprobleme beschrieben. Dazu können je nach Linie unterschiedliche Veränderungen gehören, die das Sehvermögen beeinträchtigen können.

Prävention: Regelmäßige augenärztliche Vorsorge im Rahmen der Zucht- und Gesundheitskontrolle, Veränderungen der Sehfähigkeit frühzeitig tierärztlich abklären und auf sichere Umweltbedingungen achten.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei sportlich geführten oder genetisch vorbelasteten Hunden können auch die Ellbogengelenke betroffen sein. Mögliche Anzeichen sind Lahmheit nach Belastung oder reduzierte Bewegungsfreude.

Prävention: Wachstum und Belastung im Jugendalter ausgewogen gestalten, Übergewicht vermeiden, sportliche Aktivität schrittweise aufbauen und bei Zuchttieren auf orthopädische Untersuchungsergebnisse achten.

  • Feuchtigkeit in den Ohren
  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Bei tiefem Brustkorb das individuelle Risiko für Magenprobleme mit der Tierarztpraxis besprechen und alltagstaugliche Fütterungsroutinen festlegen.
  • Bei Zucht- oder Linienhintergrund mit bekannten Auffälligkeiten orthopädische und augenbezogene Screening-Untersuchungen tierärztlich besprechen.
  • Fütterung und Aktivitätsniveau aufeinander abstimmen, um eine schlanke Körperkondition und gleichmäßige Gelenkbelastung zu unterstützen.
  • Ohren in festen Abständen kontrollieren, besonders nach Regen, Schwimmen oder jagdlicher beziehungsweise sportlicher Aktivität im Gelände.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Schwerpunkt auf Bewegungsapparat, Gewichtsentwicklung und allgemeiner Belastbarkeit einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Foxhound kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Foxhound ist ein mittelgroßer bis großer, aktiver Hund mit entsprechendem Bewegungsdrang. Bei aktiven Hunden können verletzungsbedingte Behandlungen und operative Eingriffe finanziell relevant werden. Hinzu kommen mögliche orthopädische Belastungen sowie rassetypisch nicht auszuschließende Erkrankungen, die Diagnostik, Medikamente oder Operationen erfordern können. Ein Vollschutz kann laufende Tierarztkosten breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem größere Einzelkosten durch chirurgische Eingriffe abfedern kann.

  • Auch diagnostische Abklärungen bei Lahmheit, Magen-Darm-Beschwerden oder Ohrproblemen können sich summieren.
  • Bei mittelgroßen bis großen Hunden können orthopädische Beschwerden und deren Behandlung höhere Kosten verursachen.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen an Bewegungsapparat und Pfoten erhöhen.
  • Operationen nach Unfällen oder bei Gelenkproblemen können schnell kostenintensiv werden.
  • Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden einschließlich weiterführender Diagnostik
  • Diagnostik und Therapie bei Ohrproblemen oder Hautreizungen
  • Operationen nach Verletzungen durch intensive Bewegung oder Unfälle
  • Orthopädische Untersuchungen und Behandlungen bei Lahmheit oder Gelenkproblemen
  • Bei häufiger Bewegung und sportlicher Auslastung kann auf eine ausreichende Absicherung unfallbedingter Behandlungen geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen und Narkosekosten kann bei einem aktiven Hund besonders relevant sein.
  • Je nach Budget kann ein Vollschutztarif sinnvoll sein, wenn auch ambulante Behandlungen und Medikamente abgesichert werden sollen.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch bildgebende Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall einschließt.
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