Hund im Rasseprofil

Epagneul Bleu De Picardie

Der Epagneul Bleu de Picardie ist ein französischer Vorstehhund aus der Picardie. Er gilt als ausdauernder, arbeitsfreudiger Jagdhund mit ruhigem Wesen und enger Bindung an seine Menschen.

ArbeitsfreudigAusdauerndFreundlichJagdlich motiviertMenschenbezogenSensibel
Ein ruhiger Epagneul Bleu De Picardie Hund wird von einer freundlichen Tierärztin mit einem Stethoskop in einer modernen Tierarztpraxis untersucht.
Ein Epagneul Bleu De Picardie bei der medizinischen Untersuchung in einer modernen Tierarztpraxis.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Mittel

Schulterhöhe

55-60 cm

Gewicht

20-25 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Mittellang, Glatt, Leicht gewellt

Farben

Blaugrau gesprenkelt, Schwarz grau meliert, Mit schwarzen Platten, Mit lohfarbenen Abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 7

FCI-Standard

Nr. 106

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Epagneul Bleu De Picardie

Ein neugieriger Epagneul Bleu De Picardie Welpe erkundet sein neues Zuhause mit einer weichen Decke und einem Spielzeug.
Ein fröhlicher Epagneul Bleu De Picardie Welpe erkundet seine neue Umgebung voller Spielzeug und einer liebevollen Familie.
Ein Epagneul Bleu De Picardie sitzt ruhig neben seinem Besitzer im hellen Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis.
Ein ruhiger Moment im Wartezimmer einer modernen Tierarztpraxis, der Vertrauen und gute Versorgung vermittelt.
Ein glücklicher Epagneul Bleu De Picardie läuft fröhlich über eine grüne Wiese, während sein Besitzer im Hintergrund mit ihm spielt.
Der Epagneul Bleu De Picardie genießt einen sonnigen Tag im Park und zeigt seine Lebensfreude.

Charakter

Der Epagneul Bleu De Picardie ist ein ausdauernder, freundlicher und arbeitsfreudiger Vorstehhund mit enger Bindung an seine Bezugspersonen. Er gilt meist als sanft im Umgang, zeigt draußen jedoch deutlichen Jagdpassion und braucht regelmäßige körperliche sowie geistige Auslastung.

ArbeitsfreudigAusdauerndFreundlichJagdlich motiviertMenschenbezogenSensibel
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn freundlich, konsequent und abwechslungsreich trainiert wird. Der Epagneul Bleu De Picardie reagiert häufig gut auf kooperative Führung, kann bei zu harter Behandlung jedoch sensibel oder gehemmt wirken.

Wachtrieb

Kein typischer Schutzhund, aber oft aufmerksam gegenüber seiner Umgebung. Er meldet Ungewohntes gelegentlich, steht jedoch eher für Jagdarbeit und Bindung zum Menschen als für ausgeprägtes Bewachen.

Jagdtrieb

Deutlich vorhanden. Als jagdlich geprägter Vorstehhund zeigt die Rasse meist starkes Interesse an Wildgerüchen, Sucharbeit und Verfolgungsreizen, weshalb Rückruf, Impulskontrolle und gesicherter Freilauf wichtig sein können.

Alleinbleiben

Nur begrenzt geeignet für langes Alleinbleiben. Viele Vertreter sind sehr menschenbezogen und sollten schrittweise daran gewöhnt werden; mit ausreichender Auslastung und Training ist eine gewisse Zeit oft machbar, lange regelmäßige Abwesenheiten passen jedoch meist weniger gut.

Die Rasse ist in der Regel angenehm und kooperativ, eignet sich aber nicht automatisch für jeden Haushalt. Ihr Jagdtrieb, Bewegungsbedarf und die sensible, menschenbezogene Art sollten bei Haltung und Erziehung realistisch berücksichtigt werden.

Alltag & Haltung

Familie

Bei passender Auslastung und ruhiger, verlässlicher Erziehung kann der Epagneul Bleu De Picardie ein angenehmer Familienhund sein. Er ist oft freundlich und anschlussorientiert, braucht aber deutlich mehr Bewegung und Beschäftigung als viele reine Gesellschaftshunde. Für sehr aktive Familien mit Interesse an Training, Nasenarbeit oder jagdnaher Beschäftigung ist er oft besser geeignet als für einen überwiegend ruhigen Alltag.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur eingeschränkt. Die Rasse ist zwar häufig kooperativ und gut ansprechbar, verlangt jedoch Verständnis für Jagdverhalten, zuverlässiges Training und regelmäßige Auslastung. Motivierte Anfänger mit viel Zeit, Lernbereitschaft und professioneller Unterstützung können zurechtkommen; für völlig unerfahrene Halter ohne Interesse an konsequenter Beschäftigung ist sie meist weniger passend.

Bewegungsbedarf

Hoch. Tägliche längere Spaziergänge allein reichen oft nicht aus; sinnvoll sind zusätzlich Suchspiele, Apportierarbeit, Dummytraining, kontrollierter Freilauf und andere Aufgaben für Nase und Kopf.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollte Bewegung auf die kühleren Tageszeiten verlegt werden, da ausdauernde Arbeit und dichtes Fell die Belastung erhöhen können.

Kälteverträglichkeit

Gut. Die Rasse ist für Arbeit im Freien gezüchtet und kommt mit kühleren, feuchten Bedingungen meist ordentlich zurecht, benötigt aber dennoch Schutz vor extremer Witterung und ausreichende Regenerationsmöglichkeiten.

Reisetauglichkeit

Oft gut, wenn der Hund früh an Auto, Transportbox, wechselnde Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt wird. Wegen Sensibilität und Bewegungsdrang profitieren viele Vertreter von planbaren Abläufen und ausreichender Auslastung vor Reisen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, anhänglich und gegenüber vertrauten Menschen zugewandt. Fremden begegnet er oft höflich bis leicht zurückhaltend, ohne typischerweise stark misstrauisch zu sein.

Kinder

Häufig gut verträglich mit Kindern, sofern diese respektvoll mit dem Hund umgehen und der Hund ausreichend Rückzugsmöglichkeiten hat. Wie bei jeder Rasse sollten Begegnungen begleitet und individuell eingeschätzt werden.

Andere Hunde

Im Allgemeinen sozial und gut mit anderen Hunden vereinbar, besonders bei früher Gewöhnung. Im Alltag können Temperament, Jagdaufregung oder mangelnde Auslastung das Verhalten dennoch beeinflussen.

Pflege

Pflegeart

Regelmäßige Fell , Ohren und Allgemeinpflege

Pflegeintervall

mehrmals pro Woche

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Wenig

Pflegeaufwand

Mittel

  • Befederung an Ohren, Brust, Bauch und Läufen auf Verfilzungen kontrollieren
  • Fell gründlich bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Nach Wasserarbeit Fell und Haut trocknen und kontrollieren
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Spaziergängen in feuchtem oder dichtem Gelände prüfen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das mittellange, dichte Fell sollte regelmäßig gebürstet werden, damit lose Haare und Schmutz entfernt werden.
  • Die hängenden Ohren benötigen besondere Aufmerksamkeit, da sich Feuchtigkeit und Schmutz leichter sammeln können.
  • Nach Einsätzen im Gelände oder im Wasser sollten Fell, Ohren und Pfoten sorgfältig kontrolliert werden.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein.
HandtuchHundezahnbürsteKammKrallenzangeOhrenreiniger für HundeUnterwollbürsteWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, altersgerechte Hundeernährung mit hochwertigem Protein unterstützt Kondition und Muskulatur dieser aktiven Jagdhunderasse. Die Futtermenge sollte an Körpergewicht, Aktivität und Trainingsumfang angepasst werden. Sinnvoll sind eine konstante Gewichtskontrolle, die Aufteilung der Tagesration auf mindestens zwei Mahlzeiten und jederzeit frisches Wasser. Bei hoher Aktivität kann der Energiebedarf deutlich steigen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1180 kcal
20 kgInaktiv850 kcal
20 kgNormal990 kcal
25 kgAktiv1390 kcal
25 kgInaktiv990 kcal
25 kgNormal1170 kcal
30 kgAktiv1590 kcal
30 kgInaktiv1130 kcal
30 kgNormal1340 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierarbeit
  • Arbeit im Wasser
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Dummyarbeit
  • Fährtenarbeit
  • Gehorsamkeitsübungen
  • Nasenspiele und Suchaufgaben

Passende Aktivitäten

CanicrossDummytrainingFährtenarbeitLongierenMantrailingObedience

Geschichte des Epagneul Bleu de Picardie

Der Epagneul Bleu de Picardie entstand in Frankreich, vor allem in der Region Picardie. Die Rasse entwickelte sich aus alten französischen Spanielschlägen und wurde besonders für die Jagd in feuchten, dicht bewachsenen Gebieten geschätzt.

Als charakteristisch gilt die blau wirkende, schwarz-grau melierte Fellfarbe, die mit der züchterischen Entwicklung in Nordfrankreich verbunden ist. Der Hund wurde als vielseitiger Vorstehhund für Feld, Wasser und Niederwildjagd gehalten.

Im Vergleich zu bekannteren Vorstehhundrassen blieb der Epagneul Bleu de Picardie stets relativ selten. Er wird bis heute vor allem von Jägern und Liebhabern französischer Jagdhunde geschätzt.

  1. In der Picardie in Nordfrankreich entwickelt sich ein regionaler Spanieltyp mit blaugrau meliertem Fell.

  2. Der Schlag wird als vielseitiger Jagd- und Vorstehhund für Feld- und Wasserarbeit genutzt.

  3. 1954

    Die Rasse wird von der FCI offiziell anerkannt.

  4. Der Epagneul Bleu de Picardie bleibt international eine eher seltene französische Jagdhunderasse.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Epagneul Bleu De Picardie gilt insgesamt als robuste, arbeitsfreudige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis größeren Jagdhunden können jedoch rassetypische Risiken im Bereich der Gelenke, der Ohren sowie vereinzelt der Augen vorkommen. Bei aktiven Hunden sind zudem regelmäßige Kontrollen von Bewegungsapparat, Haut und Pfoten sinnvoll.

Bei guter Haltung, ausgewogener Bewegung, angepasster Fütterung und regelmäßiger tierärztlicher Begleitung liegt die Lebenserwartung häufig im mittleren bis guten Bereich vergleichbarer Jagdhunderassen.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei verschiedenen mittelgroßen bis größeren Jagdhunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Das kann die Beweglichkeit und Belastbarkeit beeinflussen.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und bei der Zucht auf geeignete Untersuchungen der Elterntiere achten.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch lange, anliegende Ohren und den Einsatz im Gelände oder Wasser können Reizungen und Entzündungen des äußeren Ohres begünstigt werden.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren und schonend reinigen, nach Wasserarbeit oder Nässe gut trocknen und auf ausreichende Belüftung der Ohrregion achten.

Ellenbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven, sportlich geführten Hunden können auch die Ellenbogengelenke belastet sein. Rassetypisch wird ein mögliches orthopädisches Risiko berücksichtigt.

Prävention: Gleichmäßige Belastung im Wachstum, Überlastung durch Sprünge bei jungen Hunden vermeiden, Körpergewicht im gesunden Bereich halten und bei Zuchttieren auf orthopädische Untersuchungen achten.

Augenveränderungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei einigen Jagdhunderassen können vereinzelt erbliche oder altersabhängige Augenprobleme auftreten. Für den Epagneul Bleu De Picardie wird deshalb eine vorsorgliche Beobachtung als sinnvoll angesehen.

Prävention: Regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen im Zuchtkontext und tierärztliche Abklärung bei Auffälligkeiten wie Tränenfluss oder Unsicherheiten im Sehen.

Magen-Darm-Belastungen nach hoher Aktivität

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei sportlich geführten Hunden kann es bei starker Belastung oder ungeeigneter Fütterungsroutine zu vorübergehenden Verdauungsproblemen kommen.

Prävention: Fütterung und intensive Bewegung zeitlich trennen, Futterrationen an Aktivitätsniveau anpassen und bei empfindlicher Verdauung gleichbleibende Routinen einhalten.

  • Gelenke
  • Hohe körperliche Belastung im Wachstum
  • Nässe und Kälte bei unzureichender Trocknung
  • Ohren
  • Augenuntersuchungen können im Rahmen der Vorsorge und insbesondere vor züchterischem Einsatz erwogen werden.
  • Bei jagdlicher oder sportlicher Nutzung sind regelmäßige Checks von Pfoten, Haut, Muskulatur und allgemeiner Belastbarkeit empfehlenswert.
  • Die Ohren sollten aufgrund der Hängeohren regelmäßig tierärztlich beurteilt werden, wenn wiederkehrende Reizungen oder Verschmutzungen auftreten.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen sind besonders im Wachstum und bei sportlicher Führung sinnvoll.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Épagneul Bleu de Picardie kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Rasse gilt als mittelgroßer, aktiver Jagd- und Laufhund mit entsprechendem Bewegungsdrang. Durch das hohe Aktivitätsniveau können Verletzungen an Gelenken, Bändern oder Pfoten sowie unfallbedingte Behandlungen vorkommen. Zusätzlich können bei Hunden dieser Größe und Nutzungskosten für Diagnostik, Operationen und Nachsorge spürbar ausfallen. Ein Vollschutz kann neben Operationen auch Untersuchungen und Behandlungen im Alltag abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem größere einzelne Eingriffe absichern kann.

  • Als mittelgroßer Hund können Operationen und bildgebende Diagnostik bei orthopädischen Problemen kostenintensiv sein.
  • Bei Hängeohren können wiederkehrende Ohrenprobleme auftreten, die regelmäßige tierärztliche Behandlungen erforderlich machen können.
  • Das aktive Bewegungsprofil kann das Risiko für Verletzungen an Muskeln, Sehnen und Gelenken erhöhen.
  • Ein jagdlich geprägter Hund kann im Gelände eher mit Fremdkörpern, Schnittverletzungen oder Bissverletzungen in Kontakt kommen.
  • Magen-Darm-Probleme oder Belastungsfolgen nach intensiver Aktivität können zusätzliche tierärztliche Abklärungen notwendig machen.
  • Ohrenentzündungen können wiederkehrend auftreten und regelmäßige Untersuchungen sowie Medikamente erforderlich machen.
  • Orthopädische Verletzungen wie Bänderdehnungen, Zerrungen oder Gelenkprobleme können diagnostische und operative Kosten verursachen.
  • Verletzungen durch Aktivität im Gelände, etwa Schnittwunden, Fremdkörper oder Bissverletzungen, können akute Behandlungskosten auslösen.
  • Auf Wartezeiten, Selbstbeteiligung und mögliche Begrenzungen bei physiotherapeutischer Nachsorge sollte geachtet werden.
  • Bei aktiven Hunden kann auf eine ausreichende Absicherung von Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder MRT geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Nachsorge und stationärer Unterbringung kann sinnvoll sein.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch Behandlungen bei Ohrenentzündungen, Hautproblemen und Magen-Darm-Beschwerden einschließt.
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