Hund im Rasseprofil

Doguillo

Der Doguillo ist ein historisch überlieferter kubanischer Hundetyp, der vor allem als kräftiger Wach-, Kampf- und Gebrauchshund beschrieben wird. Er gilt heute als ausgestorben oder als nicht mehr klar abgrenzbare Rasse.

AnhänglichCharmantMenschenbezogenMitunter eigensinnigVerspielt
Ein neugieriger Doguillo Welpe sitzt auf einer weichen Decke und erkundet sein neues Zuhause mit einer liebevollen Familie im Hintergrund.
Ein junger Doguillo Welpe zeigt seine Neugier in einer hellen, freundlichen Wohnung.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

9-12 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Kuba

Größe

Gross

Schulterhöhe

55-65 cm

Gewicht

30-45 kg

Lebenserwartung

9-12 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Weiss, Gestromt, Falb, Scheckig

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Doguillo

Ein ruhiger Doguillo Hund sitzt neben seinem Besitzer am Küchentisch, auf dem Versicherungsunterlagen und ein Laptop liegen.
Ein Doguillo Hund und sein Besitzer prüfen wichtige Versicherungsunterlagen in einer hellen, modernen Küche.
Ein aufmerksamer Doguillo Hund steht in natürlicher Haltung vor hellem Hintergrund, als hochwertiges Porträt für einen Ratgeber zur Hundegesundheit und Versicherung.
Der Doguillo zeigt sich in ruhiger, natürlicher Haltung als typisches Beispiel für ein seriöses Tierportrait mit Ratgebercharakter.
Ein freundlicher Doguillo Hund entspannt neben einem glücklichen Kind im hellen Wohnzimmer.
Der Doguillo Hund genießt eine entspannte Zeit neben seinem besten Freund.

Charakter

Der Doguillo ist ein kleiner, meist anhänglicher und menschenbezogener Hund mit freundlich-verspieltem Wesen. Er sucht oft engen Kontakt zu seinen Bezugspersonen, kann im Alltag charmant und unterhaltsam sein, bringt aber je nach Linie und Sozialisation auch eine gewisse Eigenwilligkeit mit.

AnhänglichCharmantMenschenbezogenMitunter eigensinnigVerspielt
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel3/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Mit freundlicher, klarer und konsequenter Führung meist gut formbar, aber nicht immer sofort gehorsam. Kurze, motivierende Trainingseinheiten funktionieren häufig besser als zu viel Druck.

Wachtrieb

Ein gewisser Wachinstinkt kann vorhanden sein, vor allem durch Aufmerksamkeit gegenüber Besuch oder ungewohnten Geräuschen. In der Regel ist der Doguillo aber kein ausgeprägter Schutzhund.

Jagdtrieb

Meist eher gering bis mäßig ausgeprägt. Einzelne Hunde reagieren dennoch auf schnelle Bewegungen oder kleine Tiere, weshalb zuverlässiger Rückruf trotzdem aufgebaut werden sollte.

Alleinbleiben

Oft nur in kleinen Schritten trainierbar, da viele Vertreter sehr menschenbezogen sind. Längeres Alleinbleiben fällt nicht jedem Doguillo leicht und sollte nicht vorausgesetzt werden.

Wie bei kurznasigen Hunden sollte auf Atmung, Hitze, starke körperliche Belastung und ausreichende Erholungsphasen besonders geachtet werden. Charakter und Belastbarkeit können individuell deutlich variieren.

Alltag & Haltung

Familie

Grundsätzlich oft gut als Familienhund geeignet, wenn auf respektvollen Umgang, passende Ruhephasen und eine nicht zu wilde Umgebung geachtet wird. Für Familien mit sehr kleinen, stürmischen Kindern ist Aufsicht wichtig, da der Hund körperlich empfindlicher oder schneller gestresst sein kann.

Wohnung

Ja

Anfänger

Für Anfänger kann der Doguillo passend sein, wenn Bereitschaft für konsequente Erziehung, Gesundheitsvorsorge und sensible Belastungssteuerung vorhanden ist. Weniger geeignet ist er für Menschen, die einen sehr robusten, sportlich dauerhaft belastbaren oder völlig unkomplizierten Hund erwarten.

Bewegungsbedarf

Mäßiger Bewegungsbedarf. Regelmäßige Spaziergänge, Spiel und geistige Beschäftigung sind wichtig, sehr intensive sportliche Belastung oder große Hitze sind aber oft ungeeignet.

Hitzeverträglichkeit

Eher gering. Bei warmem Wetter braucht der Doguillo besondere Vorsicht, schattige Wege, Wasser, Ruhe und kurze Aktivitätsphasen.

Kälteverträglichkeit

Mäßig. Kühle Temperaturen werden oft besser vertragen als Hitze, dennoch kann bei Nässe, Wind oder längerer Kälte zusätzlicher Schutz sinnvoll sein.

Reisetauglichkeit

Bei guter Gewöhnung oft ordentlich reisetauglich, solange Pausen, Temperaturkontrolle und stressarme Planung berücksichtigt werden. Flugreisen oder starke Hitzeperioden können problematisch sein.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, kontaktfreudig und stark auf vertraute Menschen bezogen. Gegenüber Fremden oft offen bis neutral, manchmal auch etwas reserviert oder wachsam.

Kinder

Häufig gut verträglich mit Kindern, wenn diese den Hund respektvoll behandeln. Das Zusammenspiel sollte besonders mit kleinen Kindern immer begleitet werden, da Aufdringlichkeit oder grobes Spiel den Hund überfordern kann.

Andere Hunde

Oft sozial verträglich, wenn frühe Sozialisierung stattfindet. Je nach Individualcharakter kann es zu Unsicherheit, Distanzbedürfnis oder gelegentlicher Aufgeregtheit im Hundekontakt kommen.

Pflege

Pflegeart

Kurzes, glattes Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche

Fellpflege

Niedrig

Haaren

Moderat

Sabbern

Stark

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell regelmäßig mit weicher Bürste oder Pflegehandschuh abbürsten
  • Hautfalten sauber und trocken halten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Maulbereich wegen starkem Sabbern regelmäßig abwischen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Zähne mehrmals pro Woche putzen
  • Baden nur bei Bedarf, um die Haut nicht unnötig zu reizen.
  • Hautfalten sollten sauber und trocken gehalten werden, damit sich keine Feuchtigkeit ansammelt.
  • Kurzes Fell ist pflegeleicht, dennoch hilft regelmäßiges Bürsten beim Entfernen loser Haare.
  • Wegen des häufig starken Speichelflusses sind Maul- und Brustbereich öfter zu reinigen.
HundezahnbürsteKrallenschereMildes HundeshampooPflegehandschuhWeiche HundebürsteWeiche Reinigungstücher

Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, hochwertige Ernährung mit angepassten Portionen achten, da die Rasse zu Übergewicht neigen kann. Das Futter sollte zur Körpergröße, zum Alter und zum Aktivitätsniveau passen. Leckerlis nur in Maßen geben und in die Tagesration einrechnen. Mehrere kleinere Mahlzeiten pro Tag können gut verträglich sein. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
18 kgAktiv1000 kcal
18 kgInaktiv700 kcal
18 kgNormal850 kcal
24 kgAktiv1250 kcal
24 kgInaktiv850 kcal
24 kgNormal1050 kcal
30 kgAktiv1500 kcal
30 kgInaktiv1000 kcal
30 kgNormal1250 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • alltagsnahes Grundgehorsamstraining
  • angepasstes Apportieren
  • Kau- und Schleckbeschäftigung
  • kurze Denkspiele
  • ruhige Suchspiele

Passende Aktivitäten

Longieren in moderatem TempoNasenarbeitRally Obedience auf Einsteigerniveau

Geschichte des Doguillo

Der Doguillo war ein historischer Hundetyp aus Kuba, der mit molossoiden und bulldogartigen Hunden in Verbindung gebracht wird. Er entstand wahrscheinlich aus europäischen Hunden, die während der Kolonialzeit in die Karibik gelangten und dort für Bewachung, Kontrolle von Vieh und andere harte Einsätze genutzt wurden.

Historische Berichte beschreiben den Doguillo als kräftigen, widerstandsfähigen und wehrhaften Hund. Eine einheitliche moderne Rassebeschreibung existiert jedoch nicht, und der Typ verschwand im Lauf der Zeit oder ging in anderen lokalen Hundebeständen auf. Eine offizielle internationale Anerkennung durch die FCI ist nicht bekannt.

  1. Während der spanischen Kolonialzeit gelangten kräftige europäische Hunde nach Kuba und bildeten wahrscheinlich die Grundlage des später als Doguillo bezeichneten Typs.

  2. Der Doguillo wurde in historischen Berichten als robuster kubanischer Gebrauchshund für Wach- und harte Arbeitseinsätze beschrieben.

  3. Im Lauf der Zeit verschwand der Doguillo als klar abgegrenzter Typ oder ging in anderen Hundebeständen auf.

Gesundheit

Tierarztkosten: Hoch

Der Doguillo ist ein brachycephaler Hundetyp mit rassetypisch erhöhter Aufmerksamkeit für Atemwege, Augen, Hautfalten, Wirbelsäule und Gelenke. Das Gesundheitsprofil kann insgesamt als anspruchsvoller gelten, da neben anatomisch bedingten Belastungen auch Haut- und Augenprobleme sowie einzelne orthopädische Risiken häufiger beobachtet werden. Eine angepasste Haltung mit Gewichtskontrolle, Wärmemanagement und regelmäßigen tierärztlichen Kontrollen ist sinnvoll.

Die Lebenserwartung kann bei guter Betreuung im mittleren Bereich liegen, wird jedoch durch mögliche Atemwegs-, Wirbelsäulen-, Haut- und Augenprobleme gesundheitlich mitgeprägt.

Brachycephales Atemwegssyndrom

HochGenetisches Risiko: Ja

Beim Doguillo kann aufgrund der kurzen Schädelform ein erhöhtes Risiko für verengte Atemwege bestehen. Dies kann sich unter Belastung, Wärme oder Stress deutlicher zeigen.

Prävention: Körpergewicht im gesunden Bereich halten, Überhitzung und starke Belastung vermeiden, belastungsangepasste Bewegung anbieten und Atemgeräusche tierärztlich einordnen lassen.

Hitzebelastung

HochGenetisches Risiko: Nein

Durch die brachycephale Anatomie kann die Wärmeregulation eingeschränkt sein. Dadurch kann der Hund empfindlicher auf hohe Außentemperaturen reagieren.

Prävention: Bewegung an warme Tage anpassen, kühle Rückzugsorte bereitstellen, Wasser jederzeit anbieten und Spaziergänge in die kühleren Tageszeiten legen.

Hautfaltenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

In Hautfalten kann es durch Feuchtigkeit und Reibung zu Reizungen oder Entzündungen kommen. Betroffen sein können besonders Gesichts- und Schwanzbereich.

Prävention: Hautfalten regelmäßig kontrollieren und trocken halten, geeignete Pflegeprodukte nur nach tierärztlicher Rücksprache verwenden und Übergewicht vermeiden.

Augenreizungen und Hornhautprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Durch die Kopfform und die oft prominente Augenstellung können Reizungen, Trockenheit oder Verletzungen der Augenoberfläche begünstigt sein.

Prävention: Augen regelmäßig auf Rötung, Ausfluss oder Kneifen kontrollieren, Zugluft und Verletzungsquellen begrenzen und Auffälligkeiten früh tierärztlich abklären lassen.

Intervertebrale Bandscheibenprobleme

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei kompakt gebauten Hunden dieser Gruppe wird ein erhöhtes Risiko für Bandscheibenveränderungen und Rückenprobleme beschrieben.

Prävention: Gewichtskontrolle, gelenkschonende Bewegung, starke Sprünge und wiederholtes Treppenlaufen begrenzen sowie Rückenschmerzen oder Bewegungsänderungen tierärztlich beurteilen lassen.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Es kann ein rassetypisches Risiko für eine Verlagerung der Kniescheibe bestehen, die sich zeitweise im Bewegungsablauf bemerkbar machen kann.

Prävention: Auf ein ausgewogenes Körpergewicht achten, rutschige Untergründe im Alltag reduzieren und Lahmheit oder Hüpfen im Gangbild tierärztlich prüfen lassen.

Allergische Hautprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Doguillos können eine erhöhte Neigung zu Hautreizungen und allergiebedingten Beschwerden zeigen, oft mit Juckreiz oder wiederkehrenden Hautveränderungen.

Prävention: Haut und Ohren regelmäßig kontrollieren, Parasitenprophylaxe konsequent durchführen und Futter- oder Umweltreaktionen bei wiederkehrendem Juckreiz tierärztlich besprechen.

  • Atemwegsbelastung
  • Augen
  • Hautfalten
  • Hitze
  • Rücken
  • Augen und Hautfalten im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen wiederkehrend beurteilen lassen.
  • Bei Veränderungen im Gangbild, Rückenschmerz oder Sprungunlust frühzeitig eine orthopädische Abklärung veranlassen.
  • Individuelle Beratung zu Bewegung, Wärmemanagement und Gewichtskontrolle nutzen, um rassetypische Belastungen möglichst gering zu halten.
  • Regelmäßige Kontrollen von Atmung, Belastbarkeit und Körpergewicht einplanen, insbesondere vor warmen Jahreszeiten.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Doguillo kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Doguillo ist ein kleiner bis mittelgroßer Hund mit rassetypisch möglicher Neigung zu Atemwegsproblemen, Hautthemen, Augenbefunden und orthopädischen Beschwerden. Durch die brachyzephale Kopfform können diagnostische Maßnahmen, Behandlungen und mögliche Operationen kostenintensiv werden. Da neben Operationskosten auch wiederkehrende tierärztliche Behandlungen entstehen können, kann ein Vollschutz vorteilhaft sein. Wenn der monatliche Beitrag begrenzt werden soll, kann zumindest eine OP-Versicherung helfen, hohe Einmalkosten abzufedern.

  • Auch bei eher kompakter Größe können Narkosen, Bildgebung und Operationen schnell hohe Einmalkosten verursachen.
  • Augenprobleme wie Reizungen oder Lidfehlstellungen können tierärztliche Behandlungen oder Operationen erforderlich machen.
  • Brachyzephale Atemwegsprobleme können Untersuchungen, Medikamente und operative Eingriffe nach sich ziehen.
  • Hautfalten und empfindliche Haut können wiederkehrende Kontrollen und Behandlungen verursachen.
  • Je nach Körperbau können orthopädische Beschwerden oder Gelenkprobleme zusätzliche Kosten auslösen.
  • Abklärung und Behandlung brachyzephaler Atemwegsprobleme
  • Augenuntersuchungen sowie mögliche operative Korrekturen bei Lid- oder Hornhautproblemen
  • Narkose, Bildgebung und Nachsorge bei operativen Eingriffen
  • Orthopädische Diagnostik und Behandlung bei Gelenk- oder Bewegungsproblemen
  • Wiederkehrende Hautbehandlungen bei Faltenentzündungen oder Allergieneigung
  • Bei möglicher Neigung zu Atemwegs- und Hautproblemen kann auf Leistungen für ambulante Behandlungen geachtet werden.
  • Ein Blick auf Wartezeiten und den Umgang mit rassetypischen Erkrankungen kann bei der Tarifauswahl hilfreich sein.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen und Narkose kann für diese Rasse besonders relevant sein.
  • Eine Selbstbeteiligung kann den Beitrag senken, sollte aber so gewählt werden, dass wiederkehrende Behandlungen noch gut tragbar bleiben.
  • Sinnvoll kann ein Tarif sein, der auch Diagnostik vor einer Operation, etwa Bildgebung oder Voruntersuchungen, einschließt.
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