Hund im Rasseprofil

Chow-Chow

Der Chow-Chow ist eine alte Hunderasse aus China, die durch ihr löwenartiges Erscheinungsbild, die dichte Behaarung und ihre charakteristische blau-schwarze Zunge auffällt. Er gilt als würdevoll, eigenständig und seinem engeren Umfeld meist eng verbunden.

LoyalReserviertRuhigUnabhängigWachsamWürdevoll
Ruhiger Chow-Chow Hund wird von einer Tierärztin mit Stethoskop in einer modernen Praxis untersucht, während der Besitzer beruhigend daneben steht.
Eine freundliche Tierärztin untersucht behutsam einen Chow-Chow Hund in einer modernenTierarztpraxis.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

9-15 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

China

Größe

Mittel

Schulterhöhe

46-56 cm

Gewicht

20-32 kg

Lebenserwartung

9-15 Jahre

Felltypen

Langhaar, Kurzhaar

Farben

Rot, Schwarz, Blau, Falb, Creme, Weiss

FCI-Gruppe

Gruppe 5

FCI-Standard

Nr. 205

Seltenheitsgrad

Mittel

Bilder von Chow-Chow

Ein entspannter Chow-Chow sitzt neben seinem Halter in einer modernen Wohnung und strahlt Freude aus.
Ein glücklicher Chow-Chow genießt die Zeit mit seinem Halter in einer freundlichen Umgebung.
Ein entspannter Chow-Chow Hund liegt neben einem Kind in einem gemütlichen Wohnzimmer.
Ein vertrauensvoller Chow-Chow Hund genießt die Zeit mit einem Kind in familiärer Atmosphäre.
Ein neugieriger Chow-Chow Welpe erkundet sein neues Zuhause mit einer weichen Decke und Spielzeug im Vordergrund.
Der junge Chow-Chow Welpe entdeckt voller Freude sein neues Zuhause.

Charakter

Der Chow-Chow ist ein würdevoller, eher unabhängiger Hund mit ruhigem Auftreten und ausgeprägter Eigenständigkeit. Er gilt häufig als loyal gegenüber seinen Bezugspersonen, zeigt sich Fremden gegenüber jedoch oft reserviert. Sein Charakter ist meist weniger auf gefällige Zusammenarbeit als auf selbstbestimmtes Handeln ausgelegt.

LoyalReserviertRuhigUnabhängigWachsamWürdevoll
Verspieltheit2/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit2/5
Kinderfreundlichkeit2/5
Bellfreude2/5
Energielevel2/5
Sozialverhalten Hunde2/5

Erziehbarkeit

Der Chow Chow ist grundsätzlich erziehbar, gilt aber oft als eigenwillig und nur begrenzt motiviert, Befehle um ihrer selbst willen auszuführen. Kurze, ruhige und konsequente Trainingseinheiten mit klaren Regeln und positiver Bestätigung funktionieren in der Regel besser als Druck oder Härte.

Wachtrieb

Deutlich vorhanden. Viele Chow Chows beobachten ihr Umfeld aufmerksam und melden Ungewöhnliches zuverlässig, ohne dabei zwingend übermäßig laut zu sein.

Jagdtrieb

Meist eher niedrig bis moderat ausgeprägt, kann individuell aber vorhanden sein. Ein sicherer Rückruf sollte dennoch sorgfältig aufgebaut werden.

Alleinbleiben

Mit behutsamem Training oft in gewissem Maß möglich. Der Hund sollte schrittweise daran gewöhnt werden; Dauer und Belastbarkeit sind individuell verschieden.

Der Chow-Chow braucht eine ruhige, konsequente und faire Führung sowie frühzeitige Sozialisation. Er ist oft kein Hund, der ständig gefallen möchte, und kann in neuen oder reizintensiven Situationen distanziert reagieren. Die Eignung als Familien- oder Anfängerhund hängt stark von Sozialisierung, Alltag, Erfahrung der Halter und dem individuellen Temperament ab.

Alltag & Haltung

Familie

Bedingt geeignet. In ruhigen, gut strukturierten Haushalten kann der Chow Chow ein verlässlicher Begleiter sein. Für Familien mit sehr kleinen, stürmischen Kindern oder viel Trubel ist er oft weniger passend. Ein respektvoller Umgang und gute Rückzugsmöglichkeiten sind wichtig.

Wohnung

Ja

Anfänger

Eher nur eingeschränkt geeignet. Anfänger können mit der selbstständigen, teils sturen Art und der oft reservierten Sozialdynamik überfordert sein. Mit guter Vorbereitung, Hundeschule und realistischen Erwartungen kann es funktionieren, häufig passt die Rasse jedoch besser zu Menschen mit Hundeerfahrung.

Bewegungsbedarf

Mäßig. Der Chow Chow braucht regelmäßige Spaziergänge und geistige Auslastung, ist aber meist kein Hochleistungshund mit extremem Bewegungsdrang.

Hitzeverträglichkeit

Eher gering. Durch das dichte Fell verträgt der Chow Chow Wärme oft nur mäßig und sollte an heißen Tagen geschont werden.

Kälteverträglichkeit

Gut. Das dichte Fell bietet in der Regel eine hohe Toleranz gegenüber kühleren Temperaturen.

Reisetauglichkeit

Abhängig von früher Gewöhnung und Temperament. Ruhige, gut vorbereitete Reisen sind oft besser geeignet als hektische oder sehr enge Reisesituationen.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber den eigenen Bezugspersonen oft loyal und ruhig, Fremden gegenüber meist deutlich reserviert. Eine gute Sozialisation ist wichtig, damit Zurückhaltung nicht in Unsicherheit oder unerwünschte Abwehr umschlägt.

Kinder

Mit ruhigen, respektvollen Kindern kann ein Zusammenleben gelingen. Für sehr junge oder ungestüme Kinder ist die Rasse oft nur bedingt geeignet, da viele Chow-Chows wenig tolerant gegenüber grobem Umgang oder ständiger Unruhe sind.

Andere Hunde

Häufig eher distanziert bis mäßig verträglich, besonders bei unzureichender Sozialisation oder in angespannten Begegnungen. Frühe positive Kontakte und kontrolliertes Training sind hilfreich.

Pflege

Pflegeart

Dichtes doppeltes fell mit intensivem bürstbedarf

Pflegeintervall

mehrmals pro woche, im fellwechsel täglich

Fellpflege

Hoch

Haaren

Stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Hoch

  • fell gründlich ausbürsten
  • krallen kontrollieren und bei bedarf kürzen
  • ohren regelmäßig kontrollieren
  • pfoten und zwischenräume sauber halten
  • unterwolle lockern und lose haare entfernen
  • verfilzungen an halskrause, hinter den ohren und an den hinterläufen kontrollieren
  • zähne regelmäßig pflegen
  • das fell sollte bis auf die haut durchgebürstet werden, damit sich keine verfilzten schichten in der unterwolle bilden
  • nach nässe oder schmutz sollte das dichte fell gut getrocknet und kontrolliert werden
  • starkes scheren des doppelfells wird im alltag meist vermieden, da es die fellstruktur beeinflussen kann
  • während des fellwechsels ist tägliche fellpflege oft sinnvoll
KrallenzangeMetallkammUnterwollkammZahnbürste für hundeZupfbürste

Ernährung & Kalorien

auf eine ausgewogene, dem alter und aktivitätsniveau angepasste futtermenge achten. aufgrund der eher kompakten und teils ruhigen art sollten leckerlis sparsam eingeplant und das körpergewicht regelmäßig kontrolliert werden. die tagesration kann auf zwei mahlzeiten verteilt werden. frisches wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
20 kgAktiv1250 kcal
20 kgInaktiv850 kcal
20 kgNormal1050 kcal
27 kgAktiv1550 kcal
27 kgInaktiv1050 kcal
27 kgNormal1300 kcal
32 kgAktiv1800 kcal
32 kgInaktiv1200 kcal
32 kgNormal1500 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • intelligenzspiele
  • kurze trainingseinheiten mit klaren aufgaben
  • nasenarbeit in ruhigem tempo
  • ruhige bis moderate spaziergänge
  • suchspiele mit futter oder spielzeug

Passende Aktivitäten

Longieren in ruhigem tempoMantrailing in freizeitlicher formUnterordnung in kurzen einheiten

Geschichte des Chow-Chow

Der Chow-Chow zählt zu den sehr alten asiatischen Hunderassen und hat seine Wurzeln in China. Historisch wurde er dort unter anderem als Wach-, Zug- und Jagdhund gehalten. Seine genaue frühe Entwicklung lässt sich nicht lückenlos datieren, doch die Rasse gilt als seit langer Zeit im ostasiatischen Raum etabliert.

Im 19. Jahrhundert gelangten Chow-Chows nach Europa, insbesondere nach Großbritannien, wo das Interesse an der Rasse wuchs. Von dort aus begann die planmäßigere Zucht nach einheitlicheren Merkmalen. Später wurde der Chow-Chow international kynologisch anerkannt und als eigenständige Spitzen- und Urtyp-Rasse eingeordnet.

Bis heute ist der Chow-Chow vor allem als Begleit- und Wachhund bekannt. Sein besonderes Aussehen und sein unabhängiges Wesen haben wesentlich dazu beigetragen, dass er sich weltweit einen festen, wenn auch eher spezialisierten Liebhaberkreis erhalten hat.

  1. Der Chow-Chow entwickelt sich in China als alte Hunderasse mit Einsatz unter anderem als Wach-, Jagd- und Zughund.

  2. 1865

    Ein Chow-Chow wird Königin Victoria geschenkt, was das Interesse an der Rasse in Großbritannien fördert.

  3. 1895

    In Großbritannien wird ein Rasseklub für den Chow-Chow gegründet.

  4. Der Chow-Chow wird im internationalen Hundewesen als eigenständige Rasse etabliert und der FCI-Gruppe 5 zugeordnet.

Gesundheit

Tierarztkosten: Hoch

Der Chow-Chow ist eine robuste Hunderasse, zeigt jedoch einige rassetypische gesundheitliche Risiken. Dazu zählen vor allem orthopädische Probleme, Augenveränderungen sowie Haut- und Ohrenbeschwerden, die durch das dichte Fell und die ausgeprägte Hautstruktur begünstigt werden können. Eine sorgfältige Gewichtskontrolle, regelmäßige Haut- und Augenpflege sowie planvolle Vorsorgeuntersuchungen sind für die Gesunderhaltung besonders relevant.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren Bereich für mittelgroße bis große Hunde. Ein günstiger Gesundheitsverlauf wird durch kontrolliertes Wachstum, angepasste Bewegung, Fell- und Hautpflege sowie frühzeitige tierärztliche Abklärung von Augen-, Haut- oder Bewegungsauffälligkeiten unterstützt.

Hüftgelenksdysplasie

HochGenetisches Risiko: Ja

Beim Chow-Chow besteht ein bekanntes rassetypisches Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke. Dies kann sich durch eingeschränkte Bewegungsfreude, steifen Gang oder Belastungsprobleme bemerkbar machen.

Prävention: Auf moderates Wachstum achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und auf eine kontrollierte Zuchtauswahl achten.

Ellbogendysplasie

HochGenetisches Risiko: Ja

Auch an den Ellbogengelenken können beim Chow-Chow entwicklungsbedingte Veränderungen vorkommen. Diese zählen zu den möglichen Ursachen für Lahmheit oder Schonhaltung der Vordergliedmaßen.

Prävention: Gleichmäßige Bewegung, Überlastung im Wachstum reduzieren, Körpergewicht im Normalbereich halten und auf gesundheitlich überprüfte Elterntiere achten.

Entropium

MittelGenetisches Risiko: Ja

Durch die Lidform kann bei dieser Rasse ein Einrollen des Augenlids begünstigt sein. Dies kann zu Reibung auf der Hornhaut und anhaltenden Augenreizungen führen.

Prävention: Augen regelmäßig kontrollieren lassen und bei Reizung, Tränenfluss oder Blinzeln tierärztlich abklären.

Hautfalten- und Hautentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Das dichte Fell und die ausgeprägte Hautstruktur können beim Chow-Chow Hautreizungen oder Entzündungen begünstigen. Betroffen sind vor allem schlecht belüftete oder feuchte Hautbereiche.

Prävention: Fell und Haut trocken und sauber halten, Hautfalten regelmäßig kontrollieren und bei Rötungen oder Geruch tierärztlich beurteilen lassen.

Ohrenentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Durch Fellfülle und eingeschränkte Belüftung der Ohren kann bei dieser Rasse ein erhöhtes Risiko für Reizungen und Entzündungen im Gehörgang bestehen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, bei Bedarf schonend reinigen und Feuchtigkeit nach Baden oder Nässe reduzieren.

Patellaluxation

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei manchen Chow-Chows kann die Kniescheibe zu Instabilität neigen. Dies kann sich zeitweise in einem unregelmäßigen Gangbild oder Entlasten eines Hinterbeins zeigen.

Prävention: Normales Körpergewicht unterstützen, Sprungbelastungen im Wachstum begrenzen und Auffälligkeiten im Gang frühzeitig kontrollieren lassen.

  • Augen
  • Gelenke
  • Haut
  • Hitze
  • Ohren
  • Auf konsequente Gewichtskontrolle achten, da Übergewicht Gelenke und allgemeine Belastbarkeit zusätzlich beeinträchtigen kann.
  • Augen sollten aufgrund möglicher Lidprobleme und Reizungen wiederkehrend tierärztlich beurteilt werden.
  • Bei warmem Wetter sind angepasste Aktivitätszeiten und ausreichende Kühlmöglichkeiten empfehlenswert.
  • Haut, Hautfalten und dichtes Fell sollten regelmäßig kontrolliert werden, um Reizungen oder Entzündungen früh zu erkennen.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen sind sinnvoll, insbesondere im Wachstum und bei Veränderungen des Gangbilds.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Chow-Chow kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Chow-Chow ist ein mittelgroßer bis großer Hund mit rassetypischen gesundheitlichen Risiken, die zu wiederkehrenden tierärztlichen Behandlungen oder operativen Eingriffen führen können. Dazu zählen unter anderem orthopädische Probleme, Hauterkrankungen, Augenveränderungen und mögliche Atemwegsbelastungen durch den kompakten Körperbau. Da Diagnostik, Medikamentengaben, Nachsorge und Operationen schnell hohe Kosten verursachen können, kann ein umfassender Versicherungsschutz hilfreich sein. Wer laufende Behandlungen absichern möchte, kann eher einen Vollschutz in Betracht ziehen; bei begrenztem Budget kann zumindest eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

  • Augenerkrankungen wie Lidfehlstellungen können operative Korrekturen oder regelmäßige tierärztliche Kontrollen erforderlich machen.
  • Bei einem kräftig gebauten Hund können Narkosen, bildgebende Verfahren und Operationen mit höheren Gesamtkosten verbunden sein.
  • Chronische oder wiederkehrende Beschwerden können neben akuten Eingriffen auch laufende Behandlungskosten verursachen.
  • Haut- und Fellprobleme können wiederkehrende Untersuchungen, Medikamente und längerfristige Therapien auslösen.
  • Orthopädische Erkrankungen wie Hüft- oder Ellenbogenprobleme können aufwendige Diagnostik und teure Behandlungen nach sich ziehen.
  • Atemwegs- oder Hitzebelastungen können im Einzelfall akute tierärztliche Versorgung notwendig machen.
  • Behandlungen von Augenproblemen können je nach Befund regelmäßige Kontrollen oder operative Maßnahmen erfordern.
  • Chronische Hauterkrankungen können durch wiederholte Untersuchungen, Spezialpräparate und Medikamente kostenintensiv werden.
  • Operationen an Gelenken oder Knochen können hohe Kosten für Eingriff, Diagnostik und Rehabilitation verursachen.
  • Wiederkehrende Beschwerden im höheren Alter können laufende Behandlungskosten und engmaschige Kontrollen verursachen.
  • Auf Wartezeiten, Selbstbeteiligung und jährliche Erstattungsgrenzen zu achten, kann die Vergleichbarkeit der Tarife verbessern.
  • Bei Neigung zu Haut- oder Augenproblemen kann auf Leistungen für wiederkehrende Behandlungen und Medikamente geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen einschließlich Narkose, Voruntersuchungen und Nachsorge kann passend sein.
  • Eine möglichst geringe Einschränkung bei rassetypischen Erkrankungen kann bei der Tarifwahl relevant sein.
  • Sinnvoll kann ein Schutz sein, der auch Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder andere bildgebende Verfahren berücksichtigt.
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