Hund im Rasseprofil

Cane Da Pastore

Der Cane Da Pastore ist ein italienischer Hirtenhund-Typ, der traditionell zum Hüten und Bewachen von Nutztieren eingesetzt wurde. Die Bezeichnung wird teils allgemein für italienische Schäferhund-Schläge verwendet und ist nicht immer als klar abgegrenzte, international anerkannte Einzelrasse standardisiert.

ArbeitsfreudigLoyalReserviert gegenueber fremdenSelbststaendigTerritorialWachsam
Ein Cane da Pastore liegt entspannt neben einem Kind im Wohnzimmer, während die Eltern im Hintergrund eine sichere Familienatmosphäre schaffen.
Der ruhige Hund im vertrauten Zuhause steht für Nähe, Vertrauen und den verantwortungsvollen Alltag mit Haustier.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Italien

Größe

Gross

Schulterhöhe

55-68 cm

Gewicht

28-45 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Stockhaar, Langhaar

Farben

Weiss, Schwarz, Grau, Falb, Gestromt

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Cane Da Pastore

Junger Cane da Pastore Welpe entdeckt neugierig sein neues Zuhause mit weicher Decke und Spielzeug in einer hellen Wohnung.
Ein junger Cane da Pastore Welpe findet sich behutsam in seinem neuen Zuhause ein.
Ein glücklicher Cane da Pastore sitzt entspannt neben seinem Halter in einer hellen Wohnung als Hero-Bild zum Thema Hundeversicherung.
Ein entspannter Hund mit seinem Halter vermittelt Vertrauen, Fürsorge und ein gutes Gefühl bei Fragen rund um Gesundheit und Absicherung.
Ein Cane Da Pastore liegt mit leicht verbundenen Pfote auf einer Decke, während sein erleichterter Besitzer neben ihm sitzt.
Der Hund erholt sich in ruhiger Umgebung, während sein Besitzer ihm aufmerksam und erleichtert zur Seite steht.

Charakter

Der Cane Da Pastore ist ein arbeitsfreudiger, wachsamer und in der Regel eng an seine Bezugspersonen gebundener Hundetyp. Viele Vertreter zeigen ein ruhiges, ernstes Wesen mit deutlichem Schutz- und Territorialverhalten. Im passenden Umfeld kann er loyal, ausgeglichen und verlässlich auftreten, benötigt aber eine klare Führung, gute Sozialisierung und sinnvolle Aufgaben.

ArbeitsfreudigLoyalReserviert gegenueber fremdenSelbststaendigTerritorialWachsam
Verspieltheit2/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Lernfähig, aber oft eigenständig und nicht unbedingt auf ständige Unterordnung ausgerichtet. Die Erziehung gelingt meist am besten mit Ruhe, Konsequenz, klaren Regeln und früher Sozialisierung. Zu harte Methoden können Vertrauen und Kooperation beeinträchtigen.

Wachtrieb

Deutlich ausgeprägt. Viele Cane Da Pastore Typen achten aufmerksam auf ihr Umfeld, melden Ungewöhnliches früh und nehmen Territorium sowie Bezugspersonen ernst. Dieser Wachtrieb kann erwünscht sein, braucht aber kontrollierte Lenkung im Alltag.

Jagdtrieb

Meist eher mäßig bis mittel ausgeprägt, im Vergleich zu typischen Jagdhunderassen oft weniger vordergründig. Dennoch können einzelne Hunde auf Bewegungsreize, Wild oder streunende Tiere reagieren, weshalb Training und Management wichtig bleiben.

Alleinbleiben

Nur behutsam aufbauen. Viele Vertreter sind eng an ihre Menschen gebunden und beobachten ihr Umfeld sehr genau. Längeres Alleinbleiben liegt nicht jedem Hund dieser Art gleichermaßen und sollte weder vorausgesetzt noch überfordert werden.

Die Bezeichnung Cane Da Pastore wird teils allgemein für italienische Herdenschutz- bzw. Hütehundtypen verwendet. Wesen und Alltagseignung können daher je nach Linie, Herkunft und individueller Prägung deutlich variieren. Besonders Schutztrieb, Fremdenreserviertheit und Selbstständigkeit sollten realistisch eingeschätzt werden.

Alltag & Haltung

Familie

Grundsätzlich möglich, wenn der Hund gut sozialisiert ist, ausreichend Platz, Struktur und erfahrene Führung erhält. Für Familien mit sehr viel Besuch, hektischem Alltag oder wenig Hundeerfahrung ist er oft anspruchsvoll. Mit respektvollem Umgang und klaren Regeln kann er im passenden Zuhause ein treuer Familienhund sein, eine pauschale Eignung für jede Familie lässt sich aber nicht ableiten.

Wohnung

Nein

Anfänger

Eher nicht als klassische Anfängerrasse. Der oft ausgeprägte Wach und Schutzinstinkt, die Selbstständigkeit sowie die notwendige Sozialisierung verlangen Erfahrung, Konsequenz und gutes Management. Sehr engagierte Anfänger mit fachlicher Begleitung können im Einzelfall zurechtkommen, unkompliziert ist diese Rasse jedoch meist nicht.

Bewegungsbedarf

Mittel bis hoch. Neben körperlicher Auslastung braucht der Cane Da Pastore vor allem mentale Beschäftigung, klare Aufgaben und eine sinnvolle Tagesstruktur. Dauerhafte Unterforderung kann Wachverhalten und unerwünschte Eigenentscheidungen verstärken.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Je nach Felltyp und Körpermasse sind hohe Temperaturen oft nur begrenzt angenehm. Im Sommer sind Schatten, Wasser, ruhige Aktivitätszeiten und angepasste Belastung wichtig.

Kälteverträglichkeit

Gut bis sehr gut. Viele Vertreter kommen mit kühleren Temperaturen ordentlich zurecht, besonders bei dichterem Fell. Nässe, Wind, Gesundheitszustand und individuelle Konstitution sollten dennoch berücksichtigt werden.

Reisetauglichkeit

Bedingt gut. Mit früher Gewöhnung, sicherem Management und ausreichender Ruhe kann Reisen funktionieren. Häufig wechselnde Umgebungen, enge Räume oder viele fremde Reize sind für manche Hunde dieser Art jedoch stressig, besonders wenn Territorialverhalten oder Reserviertheit stark ausgeprägt sind.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Huetehund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber Bezugspersonen oft eng verbunden und loyal, Fremden gegenüber häufig reserviert bis misstrauisch. Eine gute Sozialisierung ist wichtig, damit der Hund Alltagssituationen sicher und kontrolliert bewältigen kann.

Kinder

Mit umsichtigem Management und guter Gewöhnung kann ein harmonisches Zusammenleben möglich sein. Wegen Größe, Wachsamkeit und möglichem Schutzverhalten sollten Kontakte mit Kindern immer begleitet, respektvoll und klar strukturiert ablaufen. Nicht jeder Vertreter ist automatisch für turbulentes Familienleben geeignet.

Andere Hunde

Je nach Aufzucht, Erfahrung und individuellem Temperament unterschiedlich. Mit sauberer Sozialisierung oft alltagstauglich, aber nicht immer verspielt oder konfliktvermeidend. Gleichgeschlechtliche Spannungen oder territoriale Reaktionen können vorkommen.

Pflege

Pflegeart

Dichtes, mittellanges bis langes fell mit unterwolle

Pflegeintervall

mehrmals pro woche

Fellpflege

Hoch

Haaren

Stark

Sabbern

Wenig

Pflegeaufwand

Hoch

  • fell gründlich bürsten
  • krallen kontrollieren
  • ohren kontrollieren und sauber halten
  • pfoten nach draußen kontrollieren
  • unterwolle auskämmen
  • zähne regelmäßig pflegen
  • baden nur bei bedarf, damit haut und fellschutz erhalten bleiben
  • nach nassem wetter fell und unterwolle gut trocknen lassen
  • verfilzungen hinter den ohren, an der hose und an der rute frühzeitig lösen
  • während des fellwechsels ist häufigeres ausbürsten sinnvoll
HundezahnbürsteKammKrallenzangeUnterwollbürsteZupfbürste

Ernährung & Kalorien

ausgewogene, dem großen und oft arbeitsfreudigen körperbau angepasste ernährung mit hochwertigem protein und passender energiedichte. futtermenge an alter, körpergewicht und bewegungsumfang anpassen. leckerchen in die tagesration einrechnen und auf eine schlanke körperkondition achten. frisches wasser sollte jederzeit verfügbar sein.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
30 kgAktiv1900 kcal
30 kgInaktiv1250 kcal
30 kgNormal1550 kcal
40 kgAktiv2350 kcal
40 kgInaktiv1550 kcal
40 kgNormal1950 kcal
50 kgAktiv2800 kcal
50 kgInaktiv1850 kcal
50 kgNormal2250 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • denkspiele
  • gehorsamkeitsübungen
  • lange spaziergänge
  • nasenarbeit
  • ruhige zug- und trageaufgaben im alltag
  • wach- und kontrollaufgaben

Passende Aktivitäten

FährtenarbeitMantrailingObedienceRally obedienceWandern

Geschichte des Cane Da Pastore

Der Cane Da Pastore steht für traditionelle italienische Hirtenhunde, die über lange Zeit regional für die Arbeit an Schaf- und Ziegenherden gezüchtet wurden. Im Vordergrund standen dabei nicht ein einheitliches Aussehen, sondern Arbeitsleistung, Wetterfestigkeit, Wachsamkeit und Führigkeit.

Je nach Landschaft und Nutzung entwickelten sich unterschiedliche lokale Schläge. Diese Hunde begleiteten Hirten im Gebirge und in ländlichen Regionen Italiens, halfen beim Treiben der Herden und schützten sie im Alltag.

Die Bezeichnung wird nicht immer für eine weltweit einheitlich anerkannte Rasse im modernen kynologischen Sinn verwendet. Deshalb sind historische Angaben oft eher allgemein für italienische Schäferhund-Typen als für eine exakt abgegrenzte Standardrasse zu verstehen.

  1. In Italien entstehen über lange Zeit regionale Hirtenhund-Schläge, die unter der Bezeichnung Cane Da Pastore zusammengefasst werden können.

  2. Die Hunde werden vor allem zum Hüten, Treiben und Bewachen von Nutztierherden eingesetzt.

  3. Mit der modernen Rassehundezucht bleibt die Bezeichnung teils als funktionaler Typ erhalten und ist nicht überall mit einer einheitlichen offiziellen Standardisierung verbunden.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Cane Da Pastore ist ein robuster, arbeitsorientierter Hundetyp, dessen Gesundheitsprofil je nach regionaler Zuchtlinie variieren kann. Bei größeren Herdenschutzhunden und pastoralen Schlägen können vor allem orthopädische Belastungen, Gelenkveränderungen sowie einzelne erblich mitbedingte Augenthemen als mögliche rassetypische Risiken berücksichtigt werden. Bei dichterem Fell und kräftigem Körperbau können zudem Hitzeverträglichkeit und hautnahe Pflege eine Rolle spielen. Insgesamt ist auf eine kontrollierte Aufzucht, angemessene Belastungssteuerung und regelmäßige Vorsorge zu achten.

Die Lebenserwartung liegt bei einem großen bis sehr großen Hundetyp meist im mittleren Bereich. Eine ausgewogene Ernährung, gelenkschonende Entwicklung im Wachstum, Gewichtskontrolle und regelmäßige tierärztliche Vorsorge können sich günstig auf die gesundheitliche Entwicklung auswirken.

Hüftgelenksdysplasie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei großen Hundetypen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Dies kann sich im Alltag durch eingeschränkte Bewegungsfreude oder Belastungsempfindlichkeit bemerkbar machen.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, normales Körpergewicht, angepasste Bewegung im Junghundealter und züchterische Vorsorgeuntersuchungen der Elterntiere achten.

Ellenbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Auch die Ellenbogengelenke können bei größeren, kräftigen Hunden belastet sein. Mögliche Folgen sind eine reduzierte Belastbarkeit und wiederkehrende Bewegungsauffälligkeiten.

Prävention: Wachstumsphase nicht mit übermäßiger Belastung kombinieren, auf ausgewogene Ernährung achten und bei der Zucht auf orthopädische Untersuchungen Wert legen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefbrüstigen bis großen Hunden wird eine Magendrehung als relevantes Gesundheitsrisiko berücksichtigt. Das Risiko kann durch Fütterungsmanagement und ruhige Phasen rund um Mahlzeiten reduziert werden.

Prävention: Tagesration auf mehrere kleinere Mahlzeiten verteilen, nach dem Fressen Ruhe ermöglichen und hastiges Schlingen möglichst vermeiden.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Je nach Linie können bestimmte Augenthemen als mögliches rassetypisches Risiko auftreten. Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erfassen.

Prävention: Regelmäßige Augenuntersuchungen im Rahmen der Vorsorge und sorgfältige Auswahl gesundheitlich untersuchter Zuchtlinien.

Haut- und Fellprobleme

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Bei dichterem Fell können Hautreizungen, Verfilzungen oder lokale Entzündungen begünstigt werden. Eine konsequente Pflege unterstützt die Hautgesundheit.

Prävention: Regelmäßige Fellpflege, Kontrolle der Haut insbesondere bei dichtem Fell sowie Parasitenprophylaxe und gute Trocknung nach Nässe.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Übergewicht
  • Bei großen Hunden Fütterung und Ruhezeiten so gestalten, dass die Verdauung möglichst gleichmäßig unterstützt wird.
  • Das Körpergewicht regelmäßig kontrollieren, um Gelenke und Kreislauf nicht unnötig zu belasten.
  • Fell, Haut, Ohren und Pfoten in festen Abständen kontrollieren, insbesondere bei dichter Behaarung und Aufenthalt im Freien.
  • Orthopädische Vorsorgeuntersuchungen im Wachstum und bei Auffälligkeiten des Bewegungsapparats einplanen.
  • Regelmäßige Augen- und Allgemeinkontrollen in die Vorsorge integrieren, besonders wenn die Herkunftslinie hierzu wenig dokumentiert ist.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Cane da Pastore ist je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll.

Der Cane da Pastore ist ein großer, kräftiger Hund mit meist aktivem Bewegungsprofil. Bei großen Hunderassen können orthopädische Beschwerden, Gelenkprobleme und verletzungsbedingte Behandlungen mit höheren Tierarztkosten verbunden sein. Auch Operationen, Diagnostik und Nachsorge können schnell kostenintensiv werden. Ein Vollschutz kann neben Eingriffen auch Untersuchungen und Behandlungen bei Erkrankungen abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem größere Einmalkosten abfedern kann.

  • Bei größeren Hunden sind Narkose, Bildgebung und Operationen oft mit höheren Gesamtkosten verbunden.
  • Chronische oder wiederkehrende Beschwerden an Gelenken und Bewegungsapparat können laufende Behandlungskosten verursachen.
  • Die große Körpermasse kann das Risiko für kostenintensive orthopädische Behandlungen erhöhen.
  • Ein aktives Einsatz- und Bewegungsprofil kann das Verletzungsrisiko im Alltag steigern.
  • Aufwendige Nachsorge mit Kontrollen, Schmerztherapie und Physiotherapie kann die Gesamtkosten zusätzlich erhöhen.
  • Magen-Darm-Notfälle bei großen Hunden können eine schnelle stationäre Versorgung oder Operation notwendig machen.
  • Orthopädische Erkrankungen an Hüfte, Ellbogen oder Knie können Diagnostik, Medikamente und operative Eingriffe erforderlich machen.
  • Verletzungen an Bändern, Pfoten oder Muskulatur können durch Aktivität und Körpergewicht teure Behandlungen nach sich ziehen.
  • Auf ausreichende Leistungen für bildgebende Verfahren wie Röntgen oder CT achten, da diese bei orthopädischen Problemen relevant sein können.
  • Auf transparente Regelungen zu Wartezeiten, Selbstbeteiligung und altersbedingten Beitragsanpassungen achten.
  • Sinnvoll sind Tarife mit guter Erstattung für Operationen, Diagnostik und Nachbehandlung.
  • Wenn häufige Behandlungen und Untersuchungen mit abgesichert werden sollen, kann ein Vollschutz gegenüber einer reinen OP-Versicherung vorteilhaft sein.
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