Hund im Rasseprofil

Barac

Der Barac, auch Bosnischer Rauhaariger Laufhund genannt, ist ein ausdauernder Jagdhund vom Balkan. Er wurde für die Spurarbeit in schwierigem Gelände gezüchtet und gilt als robust, arbeitsfreudig und widerstandsfähig.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndEigenständigFreundlichRobust
Bei einem Tierarztbesuch wird ein ruhiger Barac Hund von einer freundlichen Tierärztin mit einem Stethoskop untersucht.
Ein Barac Hund auf dem Untersuchungstisch, während eine Tierärztin ihn aufmerksam untersucht.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Bosnien und Herzegowina

Größe

Mittel

Schulterhöhe

46-56 cm

Gewicht

16-24 kg

Lebenserwartung

10-14 Jahre

Felltypen

Rau, Dicht, Mittellang

Farben

Weizengelb, Rötlichgelb, Erdgrau, Mit weißen Abzeichen

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 155

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Barac

Ein gesunder, fröhlicher Hund sitzt entspannt neben seinem Halter in einer modernen Wohnung.
Ein harmonisches Zusammensein zwischen Hund und Halter zeigt die Vorzüge einer liebevollen Beziehung.
Ein Barac Hund springt mit seinem Besitzer über eine kleine Trainingshürde auf dem Hundeplatz und wirkt dabei aufmerksam, fit und freudig.
Gemeinsames Training auf dem Hundeplatz stärkt Bewegung, Bindung und Sicherheit im Alltag.
Ein Barac Hund läuft fröhlich über eine grüne Wiese, während sein Besitzer im Hintergrund spielt.
Ein vitaler Barac Hund zeigt seine Lebensfreude während eines Spiels im Park.

Charakter

Der Barac ist ein ausdauernder, robuster Laufhund mit aufmerksamem, eigenständigem und arbeitsfreudigem Wesen. Im Alltag zeigt er sich oft freundlich, aber nicht immer leichtführig, da er als jagdlich geprägter Hund zu selbstständigen Entscheidungen neigt.

ArbeitsfreudigAufmerksamAusdauerndEigenständigFreundlichRobust
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit4/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Mit konsequenter, ruhiger und fairer Führung gut formbar, aber nicht unbedingt unterordnungsfreudig. Der Barac lernt durchaus zuverlässig, hinterfragt jedoch mitunter Anweisungen und braucht Motivation sowie jagdlich kontrolliertes Training.

Wachtrieb

Er ist aufmerksam und meldet Ungewöhnliches häufig zuverlässig, ohne automatisch ein klassischer Schutz oder Schutzhund zu sein. Seine Wachsamkeit ist vorhanden, richtet sich aber oft mehr auf Umweltreize als auf territoriale Schärfe.

Jagdtrieb

Als Laufhund ist der Jagdtrieb meist deutlich ausgeprägt. Spuren, Wildgeruch und bewegte Reize können starke Anziehung ausüben, weshalb Rückruf, Schleppleinentraining und sichere Führung oft besonders wichtig sind.

Alleinbleiben

Mit behutsamem Aufbau ist zeitweises Alleinbleiben möglich, jedoch fällt es aktiven und unterforderten Hunden dieser Rasse oft schwerer. Ausreichende Auslastung und ein schrittweises Training sind entscheidend.

Der Charakter kann je nach Linie, Auslastung, Sozialisierung und Erziehung deutlich variieren. Besonders der Jagdtrieb und die Eigenständigkeit sollten im Alltag realistisch eingeplant werden.

Alltag & Haltung

Familie

Als Familienhund kann der Barac passen, wenn die Familie aktiv ist, Erfahrung mit eigenständigen Hunden mitbringt und den Jagdtrieb managen kann. Für sehr ruhige Haushalte oder Familien, die einen leicht lenkbaren Anfängerhund suchen, ist er meist weniger naheliegend.

Wohnung

Nein

Anfänger

Nur eingeschränkt für Anfänger geeignet. Geduldige, lernbereite Halter mit Zeit für Training, sichere Führung und artgerechte Beschäftigung können gut mit ihm zurechtkommen, doch sein Jagdtrieb, seine Ausdauer und seine Selbstständigkeit machen ihn oft anspruchsvoller als typische Einsteigerrassen.

Bewegungsbedarf

Der Bewegungsbedarf ist hoch. Der Barac braucht regelmäßige, ausgedehnte Bewegung sowie Nasenarbeit und sinnvolle Beschäftigung, um körperlich und mental ausgeglichen zu bleiben.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Wärme sollte Bewegung in die kühleren Tageszeiten gelegt werden, vor allem bei längeren Aktivitäten im Gelände.

Kälteverträglichkeit

Gut. Der Barac ist insgesamt robust, dennoch hängt die individuelle Verträglichkeit von Kondition, Fellpflege, Gesundheitszustand und Wetterlage ab.

Reisetauglichkeit

Bei früher Gewöhnung oft ordentlich, aber nicht automatisch unkompliziert. Wichtig sind Training, genügend Pausen und die Berücksichtigung seines Bewegungs und Reizverarbeitungsbedarfs.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber vertrauten Menschen meist freundlich und loyal, bei Fremden teils zurückhaltend bis aufmerksam. Eine gute Sozialisierung fördert ein sicheres und gelassenes Auftreten.

Kinder

Mit respektvollen Kindern oft gut möglich, sofern der Hund ausreichend Rückzugsmöglichkeiten hat und der Umgang beidseitig angeleitet wird. Temperament, Jagdverhalten und Größe sollten im Familienalltag berücksichtigt werden.

Andere Hunde

Häufig sozial verträglich, besonders bei früher Gewöhnung, kann aber je nach Charakter, Geschlecht und Erregungslage unterschiedlich reagieren. Saubere Sozialisierung und kontrollierte Begegnungen bleiben wichtig.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges Fell

Pflegeintervall

1-2x pro Woche bürsten

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren kontrollieren und bei Bedarf reinigen
  • Pfoten nach Spaziergängen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Auf saubere Ohren und gut gepflegte Zähne achten.
  • Baden nur bei Bedarf, um die natürliche Schutzschicht der Haut zu schonen.
  • Während des Fellwechsels kann häufigeres Bürsten sinnvoll sein.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenschereWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, altersgerechte Hundenahrung mit passendem Energiegehalt ist geeignet. Die Futtermenge sollte an Gewicht, Aktivität und Lebensphase angepasst werden. Leckerlis nur in Maßen geben und frisches Wasser stets bereitstellen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
12 kgAktiv850 kcal
12 kgInaktiv550 kcal
12 kgNormal700 kcal
18 kgAktiv1150 kcal
18 kgInaktiv750 kcal
18 kgNormal950 kcal
24 kgAktiv1450 kcal
24 kgInaktiv920 kcal
24 kgNormal1180 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierspiele
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Gehorsamkeitsübungen
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

AgilityLongierenMantrailingObedience

Geschichte des Barac

Der Barac ist ein traditioneller Laufhund aus Bosnien und Herzegowina. Er entstand als widerstandsfähiger Jagdhund für bergiges und bewaldetes Gelände des Balkans, wo eine sichere Nasenarbeit und Ausdauer besonders wichtig waren.

Die Rasse wurde über lange Zeit vor allem nach jagdlicher Leistung gezüchtet. Später erfolgte eine kynologische Erfassung und Standardisierung. International ist der Barac als bosnischer rauhaariger Laufhund bekannt, bleibt außerhalb seiner Herkunftsregion jedoch vergleichsweise selten.

  1. Im Gebiet des heutigen Bosnien und Herzegowina entwickelt sich ein rauhaariger Laufhundtyp für die Jagd in bergigem Gelände.

  2. Die Zucht erfolgt über lange Zeit vor allem nach jagdlicher Brauchbarkeit und regionalen Arbeitsanforderungen.

  3. 1965

    Die Rasse wird von der FCI anerkannt.

  4. Der Barac bleibt international eine eher seltene Spezialrasse mit Schwerpunkt in seiner Herkunftsregion.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Zum Barac liegen im Vergleich zu stark verbreiteten Hunderassen nur begrenzt einheitliche Gesundheitsdaten vor. Insgesamt wird die Rasse als robust eingeschätzt, bei mittelgroßen bis größeren Lauf- und Jagdhunden können jedoch rassetypische Risiken im Bereich Bewegungsapparat, Ohren und allgemeine Belastbarkeit auftreten. Eine gute Kondition, ausgewogene Fütterung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unterstützen die gesundheitliche Stabilität.

Die Lebenserwartung kann bei guter Haltung, angepasster Bewegung und vorbeugender tierärztlicher Betreuung im üblichen Bereich mittelgroßer bis größerer Jagdhunde liegen.

Hüftgelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Wie bei verschiedenen mittelgroßen bis größeren Hunderassen können im Bereich der Hüften funktionelle oder strukturelle Auffälligkeiten vorkommen, die sich auf Bewegungsfreude und Belastbarkeit auswirken können.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, übermäßige Belastung vermeiden, normales Körpergewicht halten und zuchtbezogene Gesundheitsnachweise berücksichtigen.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei Hunden mit stärker behaarten oder weniger gut belüfteten Ohren können Reizungen und Entzündungen des Gehörgangs begünstigt werden.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe sorgfältig trocknen und bei wiederkehrenden Reizungen tierärztlich abklären lassen.

Gelenkbelastungen im Alter

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei aktiven Jagd- und Laufhunden können mit zunehmendem Alter Abnutzungserscheinungen an Gelenken auftreten, insbesondere bei hoher körperlicher Beanspruchung.

Prävention: Gelenkschonende Bewegung, Gewichtskontrolle, passende Aktivitätssteuerung und regelmäßige tierärztliche Beurteilung des Bewegungsapparats.

Magendrehung als mögliches Risiko bei tiefer Brustform

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei größeren, aktiven Hunden mit entsprechender Körperform kann ein erhöhtes Risiko für akute Magenprobleme bestehen. Dieses Risiko ist nicht spezifisch belegt, wird bei vergleichbaren Hundetypen jedoch berücksichtigt.

Prävention: Fütterung auf mehrere kleinere Portionen verteilen, nach größeren Mahlzeiten Ruhephasen einhalten und starke Belastung direkt nach dem Fressen vermeiden.

  • Feuchtigkeit an den Ohren
  • Hitze
  • Hohe körperliche Dauerbelastung
  • Belastung an Temperatur, Alter und Trainingszustand anpassen und Vorsorgeuntersuchungen in den üblichen Intervallen wahrnehmen.
  • Körpergewicht und Fütterung regelmäßig überprüfen, um Gelenke und allgemeine Belastbarkeit zu unterstützen.
  • Ohren nach Jagd, Waldaufenthalten oder Nässe kontrollieren und bei Auffälligkeiten frühzeitig tierärztlich vorstellen.
  • Regelmäßige orthopädische Beurteilung des Bewegungsapparats einplanen, besonders im Wachstum und im höheren Alter.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Barac kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Barac ist ein mittelgroßer bis großer, aktiver Hund mit jagdlicher Veranlagung. Durch das Bewegungsniveau und den häufigen Einsatz im Freien können Verletzungen, orthopädische Probleme und aufwendigere Behandlungen relevant werden. Ein Vollschutz kann laufende Behandlungen und Diagnostik besser abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei kostenintensiven chirurgischen Eingriffen entlasten kann.

  • Bei jagdlich geprägten Hunden können Unfälle im Gelände oder Schnitt- und Bissverletzungen vorkommen.
  • Bei mittelgroßen bis großen Hunden können Gelenk- und Bewegungsapparatprobleme mit höheren Tierarztkosten verbunden sein.
  • Das aktive und ausdauernde Bewegungsverhalten kann das Risiko für Verletzungen im Alltag und bei sportlicher Auslastung erhöhen.
  • Diagnostik wie Bildgebung, Nachbehandlungen und Medikamente können auch ohne Operation spürbare Kosten verursachen.
  • Behandlungen nach Unfällen im Freien, etwa Wundversorgung oder stationäre Betreuung, können schnell teuer werden.
  • Längerfristige Therapien bei Beschwerden des Bewegungsapparats können sich über die Zeit summieren.
  • Operationen nach Verletzungen an Bändern, Gelenken oder Knochen können hohe Einmalkosten verursachen.
  • Orthopädische Abklärungen mit Röntgen, Ultraschall oder weiterer Bildgebung können kostenintensiv sein.
  • Auf ausreichende Leistungen für orthopädische Behandlungen und Operationen am Bewegungsapparat achten.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Diagnostik, Bildgebung und Nachsorge kann bei aktiven Hunden sinnvoll sein.
  • Ein Tarif ohne enge Begrenzung bei stationären Behandlungen kann bei unfallbedingten Eingriffen vorteilhaft sein.
  • Wenn das Budget begrenzt ist, kann mindestens ein starker OP-Schutz eine sinnvolle Basis darstellen.
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