Hund im Rasseprofil

Australischer Treibhund

Der Australische Treibhund ist ein robuster, ausdauernder Hüte- und Treibhund, der für die Arbeit mit Rindern unter harten australischen Bedingungen gezüchtet wurde.

ArbeitsfreudigAusdauerndIntelligentLoyalSelbststaendigWachsam
Ein Hundebesitzer sitzt entspannt mit einem Laptop auf dem Sofa, während ein Australischer Treibhund an seiner Seite liegt und eine neutrale Versicherungsvergleichsseite angezeigt wird.
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Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

12-16 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Australien

Größe

Mittel

Schulterhöhe

43-51 cm

Gewicht

16-25 kg

Lebenserwartung

12-16 Jahre

Felltypen

Kurz, Dicht, Stockhaar

Farben

Blau, Blau gesprenkelt, Blau getupft, Rot gesprenkelt

FCI-Gruppe

Gruppe 1

FCI-Standard

Nr. 287

Seltenheitsgrad

Mittel

Bilder von Australischer Treibhund

Ein Australischer Treibhund läuft entspannt an der Leine mit seinem Besitzer durch eine moderne Stadtstraße.
Ein treuer Begleiter in einer urbanen Umgebung: Ein Australischer Treibhund und sein Besitzer genießen den Alltag.
Ein entspannter Australischer Treibhund liegt auf einer Decke neben einem Besitzer mit Tierarztrechnung in einer hellen Wohnung.
Ein Hundebesitzer betrachtet entspannt seine Tierarztkosten, während sein Australischer Treibhund auf einer Decke liegt.
Ein ruhiger Australischer Treibhund wird von einer freundlichen Tierärztin auf einem Untersuchungstisch untersucht.
Eine vertrauensvolle Untersuchung des Hundes in einer modernen Tierarztpraxis.

Charakter

Der Australische Treibhund ist ein sehr intelligenter, ausdauernder und arbeitsfreudiger Hund mit ausgeprägter Wachsamkeit. Er gilt als loyal gegenüber seinen Bezugspersonen, ist oft reservierter gegenüber Fremden und braucht sowohl körperliche als auch geistige Auslastung. Ohne passende Beschäftigung kann er schnell eigene Aufgaben suchen.

ArbeitsfreudigAusdauerndIntelligentLoyalSelbststaendigWachsam
Verspieltheit4/5
Wachsamkeit5/5
Trainierbarkeit5/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude3/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde3/5

Erziehbarkeit

Sehr lernfähig und bei klarer, konsequenter Führung gut erziehbar, jedoch oft eigenständig und geistig fordernd. Er reagiert in der Regel gut auf strukturierte, faire Ausbildung mit klaren Regeln.

Wachtrieb

Deutlich vorhanden. Die Rasse neigt dazu, Umfeld und Bezugspersonen aufmerksam zu beobachten und Ungewohntes zu melden.

Jagdtrieb

Meist moderat ausgeprägt. Bewegungsreize können interessant sein, im Vordergrund steht jedoch eher der Hüt und Treibinstinkt als klassischer Jagdtrieb.

Alleinbleiben

Nur begrenzt gut geeignet. Bei zu wenig Auslastung oder zu langem Alleinsein können Unruhe, Lautäußerungen oder unerwünschtes Verhalten entstehen.

Die Rasse ist meist kein unkomplizierter Anfängerhund. Ihr starker Arbeitswille, ihre hohe Energie und ihre oft selbstständige Art erfordern konsequente, faire Erziehung und regelmäßige Beschäftigung. Der Umgang mit Kindern, fremden Menschen und anderen Hunden hängt stark von Sozialisierung, Training und individuellem Temperament ab.

Alltag & Haltung

Familie

Mit passender Auslastung, früher Sozialisierung und klaren Regeln kann der Australische Treibhund in aktiven Familien gut zurechtkommen. Für sehr ruhige Haushalte oder Familien mit wenig Hundeerfahrung ist er oft anspruchsvoll. Sein Treibverhalten sollte im Alltag beachtet und in geordnete Bahnen gelenkt werden.

Wohnung

Ja

Anfänger

Eher nur eingeschränkt geeignet. Anfänger können mit dieser Rasse schnell überfordert sein, wenn Bewegung, Training, Impulskontrolle und Beschäftigung unterschätzt werden. Mit sehr guter Vorbereitung, professioneller Begleitung und einem aktiven Lebensstil kann es funktionieren, ist aber nicht die naheliegendste Wahl für Einsteiger.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Der Australische Treibhund braucht täglich viel Bewegung sowie geistige Aufgaben, zum Beispiel Gehorsamstraining, Nasenarbeit, Hundesport oder andere strukturierte Beschäftigung.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bewegung bei starker Hitze sollte reduziert und auf kühlere Tageszeiten verlegt werden.

Kälteverträglichkeit

Gut. Die Rasse ist in der Regel recht robust, dennoch sollten Alter, Gesundheitszustand und Witterung individuell berücksichtigt werden.

Reisetauglichkeit

Bei frühzeitigem Training oft gut, sofern der Hund gelernt hat, sich unterwegs zu entspannen. Wegen seines hohen Aktivitätsniveaus sind Pausen, Auslastung und klare Routinen besonders wichtig.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Huetehund
  • Wachhund

Sozialverhalten

Menschen

Gegenüber Bezugspersonen meist sehr loyal und anhänglich, Fremden gegenüber oft reserviert bis distanziert. Eine gute Sozialisierung fördert ein sicheres und kontrolliertes Verhalten.

Kinder

Kann mit verständigen Kindern gut zusammenleben, wenn der Umgang respektvoll ist und der Hund konsequent erzogen wird. Wegen möglichem Treibverhalten und hoher Impulsivität ist Aufsicht im Alltag sinnvoll.

Andere Hunde

Je nach Sozialisierung oft ordentlich verträglich, aber nicht immer besonders nachgiebig. Frühe Gewöhnung, gute Führung und kontrollierte Kontakte sind wichtig.

Pflege

Pflegeart

Kurzhaar mit dichter unterwolle

Pflegeintervall

mehrmals pro woche, im fellwechsel taeglich moeglich

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel bis stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • fell regelmaessig buersten
  • krallen kontrollieren und bei bedarf kuerzen
  • ohren regelmaessig kontrollieren
  • pfoten nach arbeit und outdoor-aktivitaeten kontrollieren
  • unterwolle im fellwechsel vermehrt auskaemmen
  • zaehne und zahnfleisch pflegen
  • baden nur bei bedarf, um die natuerliche fellstruktur zu erhalten
  • das wetterfeste doppelfell sollte nicht geschoren werden
  • nach aktivitaeten im freien sollten pfoten, haut und fell auf schmutz und kleine verletzungen kontrolliert werden
  • waehrend des fellwechsels steigt der pflegebedarf deutlich
GummistriegelHundezahnbuersteKrallenzangeUnterwollkammWeiche buerste

Ernährung & Kalorien

auf eine ausgewogene, hochwertige fuetterung passend zu alter, gewicht und aktivitaet achten. der australische treibhund ist meist sehr bewegungsfreudig, daher sollte die futtermenge regelmaessig an trainingsumfang und koerperzustand angepasst werden. leckerlis und belohnungen in die tagesration einrechnen. auf eine schlanke, gut bemuskelte koerperform achten und frisches wasser jederzeit bereitstellen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
16 kgAktiv1030 kcal
16 kgInaktiv700 kcal
16 kgNormal860 kcal
20 kgAktiv1210 kcal
20 kgInaktiv820 kcal
20 kgNormal1010 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • apportier- und suchspiele
  • gehorsamkeitsuebungen und tricktraining
  • kontrollierte aufgaben mit renn- und arbeitsanteil
  • kopfarbeit und problemloeseaufgaben
  • taegliche ausdauernde bewegung

Passende Aktivitäten

AgilityCanicrossLongierenMantrailingObedienceTreibball

Geschichte des Australischen Treibhunds

Der Australische Treibhund entstand im 19. Jahrhundert in Australien als spezialisierter Arbeitshund für das Treiben von Rindern über grosse Distanzen. Ziel der Zucht war ein widerstandsfähiger, hitzetoleranter und durchsetzungsfähiger Hund, der auch unter rauen Bedingungen zuverlässig arbeitet.

Zu den frühen Zuchtgrundlagen zählten treibstarke britische Hütehunde, insbesondere sogenannte Drover Dogs. In der Entwicklung der Rasse spielte auch die Einkreuzung des Dingo eine wichtige Rolle, um Härte, Ausdauer und Anpassungsfähigkeit zu verbessern. Später werden zudem Einflüsse weiterer Hunderassen wie Kelpie, Dalmatiner oder Bullterrier in der Entstehungsgeschichte genannt.

Im Lauf der Zeit festigte sich ein einheitlicher Typ, der als Australian Cattle Dog bekannt wurde. Die Rasse blieb lange eng mit der praktischen Vieharbeit verbunden und wurde erst später auch ausserhalb Australiens breiter bekannt. Heute wird der Australische Treibhund sowohl als Arbeits- und Sporthund als auch als aktiver Begleithund gehalten.

  1. 19

    Im 19. Jahrhundert beginnt in Australien die gezielte Entwicklung eines belastbaren Treibhundes für die Rinderarbeit.

  2. Frühe Zuchtlinien entstehen aus britischen Treibhunden und der Einkreuzung des Dingo.

  3. Weitere Einflüsse anderer Hunderassen wie Kelpie, Dalmatiner und Bullterrier werden in der Rassegeschichte beschrieben.

  4. 1903

    Ein früher Rassestandard für den Australian Cattle Dog wird in Australien veröffentlicht.

  5. 1987

    Die FCI veröffentlicht den Standard des Australischen Treibhunds unter der Standard-Nummer 287.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Australische Treibhund gilt insgesamt als robuste und leistungsfähige Hunderasse. Rassetypisch können jedoch vor allem orthopädische, augenbezogene und hörbezogene Risiken vorkommen. Bei guter Haltung, angepasster Bewegung, ausgewogener Ernährung und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen ist häufig eine stabile Gesundheit zu erwarten.

Die Rasse erreicht oft eine gute Lebenserwartung, wenn Gewicht, Gelenkgesundheit, Sinnesorgane und allgemeine Fitness regelmäßig beobachtet werden. Vorsorgeuntersuchungen können helfen, mögliche rassetypische Auffälligkeiten früh zu erkennen.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen des Hüftgelenks bestehen. Mögliche Hinweise sind Bewegungsunlust, steifer Gang oder eingeschränkte Belastbarkeit.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, schlankes Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter und verantwortungsvolle Zuchtauswahl achten.

Ellbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Als aktiver Hund kann der Australische Treibhund orthopädische Belastungen zeigen. Im Bereich der Ellbogen können entwicklungsbedingte Veränderungen als rassetypisches Risiko auftreten.

Prävention: Gelenkschonende Aufzucht, angepasstes Bewegungsmanagement und Gewichtskontrolle unterstützen die Vorbeugung.

Progressive Retinaatrophie

HochGenetisches Risiko: Ja

Bei der Rasse sind erbliche Netzhauterkrankungen als mögliches Risiko bekannt. Sehvermögen kann sich dabei schrittweise verändern.

Prävention: Augenuntersuchungen und eine sorgfältige Zuchtauswahl können das Risiko in Populationen besser einordnen helfen.

Angeborene oder früh auftretende Taubheit

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei einzelnen Linien kann ein erblich beeinflusstes Risiko für Hörminderungen oder Taubheit bestehen. Dies wird insbesondere bei Hunden mit bestimmten Farbmerkmalen häufiger thematisiert.

Prävention: Frühe Hörtests und eine verantwortungsvolle Zuchtplanung sind sinnvoll.

Linsenluxation

HochGenetisches Risiko: Ja

Augenerkrankungen zählen bei dieser Rasse zu den bekannten möglichen Risiken. Eine Verlagerung der Linse kann das Sehvermögen beeinträchtigen und tierärztlich abgeklärt werden.

Prävention: Regelmäßige augenärztliche Kontrollen und Zuchtauswahl können helfen, Risiken früh zu erfassen.

  • Augen
  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Ohren und Hörvermögen
  • An warmen Tagen auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, Schatten und angepasste Aktivität achten.
  • Bei Veränderungen von Gangbild, Belastbarkeit oder Sehvermögen eine tierärztliche Abklärung veranlassen.
  • Bei Zuchttieren können genetische Tests und augenärztliche Untersuchungen sinnvoll sein.
  • Im Wachstum auf ein angemessenes Körpergewicht und gelenkschonende Belastung achten.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Blick auf Bewegungsapparat, Augen und Hörvermögen einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Australischen Treibhund kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Australische Treibhund ist ein aktiver, mittelgroßer Hund mit hoher Bewegungsfreude und entsprechendem Verletzungsrisiko im Alltag und bei sportlicher Auslastung. Bei dieser Rasse können zudem orthopädische Probleme wie Gelenk- oder Bandverletzungen sowie augenbezogene oder andere erblich beeinflusste Erkrankungen tierärztliche Kosten verursachen. Da Diagnostik, bildgebende Verfahren, Operationen und Nachbehandlungen schnell höhere Beträge erreichen können, kann ein umfassender Schutz oder zumindest eine OP-Absicherung die finanzielle Planbarkeit verbessern.

  • Augenerkrankungen oder andere genetisch mitbedingte Befunde können wiederkehrende Diagnostik und Therapien erfordern.
  • Bei aktiven Hunden können Notfälle durch Unfälle oder Fremdkörperaufnahmen zusätzliche Tierarztkosten auslösen.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann das Risiko für Verletzungen des Bewegungsapparats erhöhen.
  • Orthopädische Behandlungen und mögliche Operationen können mit höheren Kosten verbunden sein.
  • Augenuntersuchungen und Behandlungen bei erblich mitbedingten Veränderungen können sich über längere Zeit summieren.
  • Erweiterte Diagnostik wie Röntgen, Ultraschall oder MRT kann bei Lahmheiten oder unklaren Beschwerden kostenintensiv sein.
  • Kreuzbandverletzungen, Gelenkprobleme oder andere orthopädische Eingriffe können hohe Operations- und Rehakosten verursachen.
  • Unfallbedingte Verletzungen durch hohe Aktivität können Notfallbehandlungen und Operationen nach sich ziehen.
  • Bei einer aktiven Rasse kann auf Leistungen für Unfallbehandlungen und Notfallversorgung geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Diagnostik vor und nach einer Operation kann bei orthopädischen Problemen hilfreich sein.
  • Sinnvoll kann ein Schutz sein, der auch bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT einschließt.
  • Wenn ein Vollschutz gewählt wird, kann eine möglichst breite Abdeckung für ambulante und stationäre Behandlungen sinnvoll sein.
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