Hund im Rasseprofil

Anglo Francais de Petite Venerie

Der Anglo Francais de Petite Venerie ist ein französischer Laufhund, der für die Jagd in der Meute auf kleines bis mittleres Wild gezüchtet wurde. Er verbindet französische Laufhundeigenschaften mit englischem Hound-Einfluss und gilt als ausdauernd, jagdpassioniert und führig.

AusdauerndFreundlichLebhaftMeuteverträglichSelbstständigSpursicher
Ein Anglo Francais de Petite Venerie Hund steht aufmerksam vor hellem Hintergrund in natürlicher Haltung und zeigt seine typische Körperform.
Das ruhige Tierportrait zeigt die charakteristische Erscheinung des Anglo Francais de Petite Venerie in einem seriösen, editorialen Stil.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Mittel

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Frankreich

Größe

Mittel

Schulterhöhe

48-56 cm

Gewicht

16-22 kg

Lebenserwartung

10-13 Jahre

Felltypen

Kurz, Glatt

Farben

Dreifarbig, Weiss orange, Weiss schwarz, Weiss schwarz loh

FCI-Gruppe

Gruppe 6

FCI-Standard

Nr. 325

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Anglo Francais de Petite Venerie

Ein Anglo Francais de Petite Venerie Hund mit einem leichten Verband an der Pfote liegt entspannt auf einer Decke, während sein Besitzer nebendran sitzt und erleichtert wirkt.
Ein entspannter Hund mit Verband und sein Besitzer in einer hellen, fürsorglichen Atmosphäre.
Ein neugieriger Anglo Francais de Petite Venerie Welpe erkundet sein neues Zuhause auf einer weichen Decke.
Ein kleiner Anglo Francais de Petite Venerie Welpe erlebt sein neues Zuhause voller Liebe und Geborgenheit.
Ein Anglo Francais de Petite Venerie wird zuhause sanft gebürstet, während sein Besitzer die Fellpflege liebevoll übernimmt.
Sanfte Fellpflege gehört für viele Hundehalter zur täglichen Gesundheitsvorsorge und stärkt zugleich das Vertrauensverhältnis zum Tier.

Charakter

Der Anglo Francais de Petite Venerie ist ein ausdauernder, arbeitsfreudiger und jagdlich stark motivierter Laufhund. Im Alltag zeigt er sich oft freundlich und lebhaft, benötigt aber viel Bewegung, konsequente Führung und eine Haltung, die seinem ausgeprägten Spürsinn und Jagdtrieb gerecht wird.

AusdauerndFreundlichLebhaftMeuteverträglichSelbstständigSpursicher
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit2/5
Trainierbarkeit3/5
Kinderfreundlichkeit3/5
Bellfreude4/5
Energielevel5/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Lernfähig, aber häufig eigenständig und stark von Gerüchen und Wildspuren ablenkbar. Die Erziehung gelingt meist besser mit Geduld, Konsequenz und motivierender, fairer Führung als mit Härte. Ein sicherer Grundgehorsam ist möglich, doch der jagdliche Fokus bleibt oft deutlich erhalten.

Wachtrieb

Ein eher geringer bis mäßiger Wachtrieb. Die Rasse ist normalerweise kein klassischer Schutzhund oder ausgeprägter Wachhund, meldet unter Umständen jedoch Geräusche oder Aktivitäten in der Umgebung.

Jagdtrieb

Sehr ausgeprägt. Als Laufhund mit jagdlicher Spezialisierung verfolgt die Rasse Spuren und Wildgeruch oft mit großer Ausdauer und Selbstständigkeit. Freilauf ist vielerorts nur mit sehr zuverlässigem Training und in sicherer Umgebung realistisch.

Alleinbleiben

Nur begrenzt gut geeignet, wenn es nicht sorgfältig aufgebaut wird. Viele Vertreter sind gerne in Gesellschaft und können bei Unterforderung oder zu langen Alleinzeiten unruhig werden oder lautstark reagieren.

Diese Rasse ist in erster Linie auf jagdliche Arbeit gezüchtet worden. Ihr Wesen kann im häuslichen Umfeld angenehm sein, wenn ausreichend körperliche Auslastung, Nasenarbeit und klare Strukturen geboten werden. Ohne passende Beschäftigung können Unruhe, selbstständiges Verhalten und Schwierigkeiten beim Rückruf auftreten.

Alltag & Haltung

Familie

Als Familienhund kann die Rasse im passenden Umfeld funktionieren, wenn sehr viel Bewegung, jagdnahe Auslastung und konsequente Führung geboten werden. Für ruhige Haushalte oder Menschen mit wenig Zeit ist sie meist keine ideale Wahl. Mit verständigen Kindern und klaren Regeln kann das Zusammenleben gut gelingen, eine pauschale Eignung für jede Familie lässt sich aber nicht ableiten.

Wohnung

Nein

Anfänger

Für Anfänger in der Regel eher nicht ideal. Grund dafür sind das hohe Energielevel, die ausgeprägte jagdliche Motivation, die teils laute Kommunikation und die oft selbstständige Arbeitsweise. Engagierte Einsteiger mit viel Hundeerfahrung im Umfeld, Training und passender Auslastung können zurechtkommen, einfacher ist die Haltung jedoch meist für erfahrene Halter.

Bewegungsbedarf

Sehr hoch. Der Anglo Francais de Petite Venerie braucht täglich viel Bewegung sowie mentale Beschäftigung, besonders Nasenarbeit, Suchaufgaben und strukturierte Aktivitäten im Freien. Reine Kurzspaziergänge reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei Bewegung in warmem Wetter sollte die Belastung angepasst werden, da ausdauernde Laufhunde sich bei Arbeit schnell verausgaben können. Spaziergänge in den kühleren Tageszeiten sind meist sinnvoll.

Kälteverträglichkeit

Relativ ordentlich, besonders in Bewegung. Bei sehr kaltem, nassem Wetter und längeren Ruhephasen kann dennoch Schutz und angepasste Belastung sinnvoll sein.

Reisetauglichkeit

Bedingt gut, wenn der Hund früh an Transport, wechselnde Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt wird. Wegen des hohen Bewegungsdrangs und der möglichen Lautäußerung ist eine gute Vorbereitung wichtig.

  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Menschen gegenüber oft freundlich bis neutral, meist ohne besondere Schärfe. Eine gute Sozialisation bleibt wichtig, damit der Hund im Alltag gelassen und kontrollierbar bleibt.

Kinder

Mit respektvollen Kindern häufig gut verträglich, sofern der Hund ausreichend ausgelastet ist und Rückzugsorte hat. Wegen Temperament und Energie sollten Begegnungen besonders mit kleineren Kindern begleitet werden.

Andere Hunde

Oft recht verträglich mit anderen Hunden, da die Rasse traditionell auch im jagdlichen Verband arbeitet. Individuelle Unterschiede und die Qualität der Sozialisierung spielen dennoch eine wichtige Rolle.

Pflege

Pflegeart

Kurzhaar

Pflegeintervall

1-2x pro Woche

Fellpflege

Niedrig

Haaren

Mittel

Sabbern

Niedrig

Pflegeaufwand

Niedrig

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen bei Bedarf kürzen
  • Ohren auf Schmutz und Reizungen kontrollieren
  • Pfoten nach Ausflügen kontrollieren
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das kurze Fell ist pflegeleicht, profitiert aber von regelmäßigem Ausbürsten loser Haare.
  • Hängeohren sollten besonders nach Spaziergängen im Gelände kontrolliert und sauber gehalten werden.
  • Nach Bewegung in Wald und Feld Fell und Pfoten auf Parasiten, Dornen und kleine Verletzungen prüfen.
GummistriegelHundezahnbürsteKrallenschereOhrenreiniger für HundeWeiche Bürste

Ernährung & Kalorien

Eine ausgewogene, altersgerechte Nahrung mit gutem Proteinanteil passt zu dieser aktiven Laufhundrasse. Die Futtermenge sollte an Gewicht, Körperkondition und tägliche Bewegung angepasst werden. Bei hoher Auslastung kann der Energiebedarf steigen, Ruhephasen sollten bei der Portionsgröße berücksichtigt werden. Leckerlis in die Tagesration einrechnen und jederzeit frisches Wasser bereitstellen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
16 kgAktiv1030 kcal
16 kgInaktiv650 kcal
16 kgNormal830 kcal
22 kgAktiv1320 kcal
22 kgInaktiv820 kcal
22 kgNormal1060 kcal
28 kgAktiv1580 kcal
28 kgInaktiv980 kcal
28 kgNormal1270 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportieraufgaben im Gelände
  • ausgedehnte Spaziergänge mit vielen Geruchseindrücken
  • Fährtenarbeit
  • kontrollierte Lauf- und Erkundungseinheiten
  • Suchspiele und Nasenarbeit

Passende Aktivitäten

CanicrossFährtenarbeitMantrailingWandern

Geschichte des Anglo Francais de Petite Venerie

Der Anglo Francais de Petite Venerie entstand in Frankreich aus der Kreuzung französischer Laufhunde mit englischen Hounds. Ziel war ein leistungsfähiger, ausdauernder Jagdhund für die Meutejagd auf kleineres Wild, besonders Hase, Fuchs und Reh. Die Rasse wurde vor allem nach jagdlicher Brauchbarkeit entwickelt, weniger als Ausstellungs- oder Begleithund. Sie ist bis heute überwiegend im jagdlichen Einsatz zu finden und außerhalb Frankreichs vergleichsweise selten. Die internationale kynologische Anerkennung erfolgte durch die FCI.

  1. In Frankreich werden französische Laufhunde mit englischen Hounds gekreuzt, um leistungsfähige Meutehunde für die Jagd auf kleineres Wild zu entwickeln.

  2. Der Anglo Francais de Petite Venerie etabliert sich als spezialisierter Jagdhund für Hase, Fuchs und Reh.

  3. Die Rasse wird von der FCI offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Anglo Francais de Petite Venerie gilt insgesamt als robuste, arbeitsfreudige Laufhundrasse. Wie bei mittelgroßen bis größeren, aktiven Jagdhunden können jedoch orthopädische Belastungen, Ohrenprobleme sowie einzelne erblich beeinflusste Augenerkrankungen als mögliche rassetypische Gesundheitsaspekte relevant sein. Der Gesundheitszustand wird zudem stark von Haltung, Bewegungsumfang, Gewichtskontrolle und regelmäßiger tierärztlicher Vorsorge beeinflusst.

Bei guter Pflege, angemessener Auslastung und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen liegt die Lebenserwartung häufig im Bereich von etwa 10 bis 13 Jahren.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei aktiven mittelgroßen bis größeren Hunderassen kann ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Dies kann sich auf Bewegungsfreude und Belastbarkeit auswirken.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum, angepasstes Körpergewicht, gelenkschonende Bewegung im Junghundealter und eine sorgfältige Zuchtauswahl achten.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei Hunden mit Hängeohren kann sich ein feucht-warmes Milieu im Gehörgang entwickeln. Dadurch können Reizungen oder wiederkehrende Entzündungen begünstigt werden.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren und nach jagdlicher Nutzung, Feuchtigkeit oder Schmutzeintrag schonend reinigen und trocknen.

Ellbogengelenksprobleme

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei sportlich geführten Jagdhunden können auch die Ellbogengelenke durch Fehlentwicklungen oder chronische Überlastung betroffen sein. Dies kann die Beweglichkeit einschränken.

Prävention: Gleichmäßige Bewegung, Vermeidung von Übergewicht und übermäßiger Belastung im Wachstum sowie gesundheitlich orientierte Zuchtplanung unterstützen die Vorsorge.

Augenerkrankungen

MittelGenetisches Risiko: Ja

Einzelne erblich beeinflusste Augenerkrankungen können bei Jagdhunderassen vorkommen. Auffälligkeiten an Sehvermögen oder Augenoberfläche sollten tierärztlich eingeordnet werden.

Prävention: Regelmäßige Augenuntersuchungen im Rahmen der Vorsorge und eine verantwortungsvolle Zuchtauswahl sind sinnvoll.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefbrüstigen, bewegungsfreudigen Hunden kann ein gewisses Risiko für eine Magendrehung bestehen. Dieses Ereignis erfordert eine rasche tierärztliche Versorgung.

Prävention: Futterportionen aufteilen, hastiges Fressen reduzieren und intensive Aktivität direkt vor und nach größeren Mahlzeiten vermeiden.

  • Feuchtigkeit im Ohrenbereich
  • Hitze
  • Überlastung der Gelenke im Wachstum
  • Bei älteren Hunden kann eine tierärztliche Verlaufskontrolle der Gelenkgesundheit und Beweglichkeit in sinnvollen Abständen hilfreich sein.
  • Bei Zuchttieren können orthopädische Untersuchungen von Hüfte und Ellbogen sowie augenärztliche Kontrollen sinnvoll sein.
  • Das Körpergewicht regelmäßig überprüfen, um Gelenke und Herz-Kreislauf-System möglichst wenig zu belasten.
  • Nach Jagd, Waldaufenthalten oder intensivem Geländeeinsatz Ohren, Pfoten und Haut auf Reizungen, Fremdkörper oder Parasiten kontrollieren lassen, wenn Auffälligkeiten bestehen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Fokus auf Bewegungsapparat, Ohren und allgemeine Fitness einplanen.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Anglo-Français de Petite Vénerie kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Die Rasse ist ein mittelgroßer bis größerer, ausdauernder Laufhund mit hohem Bewegungsdrang. Bei aktiven Hunden können Verletzungen des Bewegungsapparats sowie unfallbedingte Behandlungen und Operationen relevant werden. Zusätzlich können bei Hunden dieser Größe Magen-Darm-Notfälle, Gelenkprobleme oder Ohrenbehandlungen tierärztliche Kosten verursachen. Ein Vollschutz kann laufende Diagnostik und Behandlungen breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei größeren einmaligen Eingriffen entlasten kann.

  • Als mittelgroßer bis größerer Hund können orthopädische Beschwerden und entsprechende Untersuchungen oder Eingriffe kostenintensiv werden.
  • Bei Hunden mit Hängeohren können wiederkehrende Ohrenprobleme auftreten, die regelmäßige tierärztliche Behandlungen nach sich ziehen können.
  • Der hohe Aktivitätsgrad kann das Risiko für Verletzungen bei Bewegung, Training oder im Gelände erhöhen.
  • Notfälle wie Magen-Darm-Beschwerden, Fremdkörper oder Verletzungen können kurzfristig hohe Tierarztkosten auslösen.
  • Magen-Darm-Notfälle wie Magendrehung, Fremdkörper oder akute Entzündungen
  • Ohrenentzündungen mit wiederholten Untersuchungen und Behandlungen
  • Operationen und Nachsorge bei Unfallverletzungen
  • Orthopädische Abklärungen bei Lahmheit oder Belastungsbeschwerden
  • Verletzungen an Pfoten, Muskulatur, Bändern oder Gelenken durch hohe Aktivität und Geländeauslauf
  • Bei häufigem Aufenthalt im Freien kann ein Tarif hilfreich sein, der auch Unfallfolgen und Wundversorgung umfassend einschließt.
  • Ein Tarif mit guter Erstattung für Operationen und Nachbehandlung kann bei aktiven Hunden besonders relevant sein.
  • Sinnvoll kann eine Absicherung sein, die auch bildgebende Diagnostik wie Röntgen oder Ultraschall berücksichtigt.
  • Wer laufende Behandlungen, Medikamente und wiederkehrende Beschwerden mit absichern möchte, kann einen Vollschutz prüfen.
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