Hund im Rasseprofil

Altdänischer Vorstehhund

Der Altdänische Vorstehhund ist ein kräftiger, ruhig wirkender Vorstehhund aus Dänemark. Die Rasse gilt als ausgeglichen, menschenbezogen und jagdlich vielseitig einsetzbar.

ArbeitsfreudigAusgeglichenFreundlichKooperativMenschenbezogenRuhig
Ein entspannter Altdänischer Vorstehhund in einem hellen Zuhause, während der Besitzer liebevoll eine Decke über ihn legt, symbolisiert Schutz und Geborgenheit.
Ein Altdänischer Vorstehhund genießt die Ruhe in seinem Zuhause, während ihm eine Decke sanft angelegt wird.

Kurz einordnen

Tierart

Hund

Größe

Gross

Lebenserwartung

11-13 Jahre

Steckbrief

Herkunftsland

Dänemark

Größe

Gross

Schulterhöhe

50-60 cm

Gewicht

26-35 kg

Lebenserwartung

11-13 Jahre

Felltypen

Kurzhaar, Glatthaar

Farben

Weiß, Weiß braun, Braun

FCI-Gruppe

Gruppe 7

FCI-Standard

Nr. 281

Seltenheitsgrad

Selten

Bilder von Altdänischer Vorstehhund

Ein Altdänischer Vorstehhund wird von seinem Besitzer an der Leine durch eine moderne Stadtstraße geführt, in einer entspannten Alltagssituation.
Ein Altdänischer Vorstehhund genießt einen entspannten Spaziergang mit seinem Besitzer durch eine saubere und freundliche Stadtstraße.
Ein Altdänischer Vorstehhund wird von seinem Besitzer liebevoll zuhause gebürstet und genießt die entspannte Fellpflege.
Der Altdänische Vorstehhund genießt die sanfte Fellpflege in einer ruhigen und hellen Wohnumgebung.
Ein Altdänischer Vorstehhund sitzt brav neben seinem Besitzer in einem modernen, hellen Wartezimmer der Tierarztpraxis.
Ein vertrauensvoller Moment zwischen Hund und Besitzer im modernen Tierarzt-Wartezimmer.

Charakter

Der Altdänische Vorstehhund ist ein ruhiger, freundlicher und zugleich arbeitsfreudiger Jagdhund mit engem Bezug zu seinen Menschen. Er gilt oft als ausgeglichen und kooperativ, benötigt aber eine sinnvolle Auslastung sowie eine verlässliche Führung.

ArbeitsfreudigAusgeglichenFreundlichKooperativMenschenbezogenRuhig
Verspieltheit3/5
Wachsamkeit3/5
Trainierbarkeit4/5
Kinderfreundlichkeit4/5
Bellfreude2/5
Energielevel4/5
Sozialverhalten Hunde4/5

Erziehbarkeit

Meist gut erziehbar, wenn ruhig, konsequent und fair gearbeitet wird. Er lernt in der Regel zuverlässig, kann bei fehlender Auslastung oder starker jagdlicher Motivation aber auch eigenständig handeln.

Wachtrieb

Vorhanden, jedoch meist nicht übermäßig ausgeprägt. Er meldet Ungewöhnliches eher aufmerksam, ist aber typischerweise kein scharfer Wachhund.

Jagdtrieb

Deutlich vorhanden, rassetypisch durch die Verwendung als Vorstehhund. Rückruf, Impulskontrolle und gesicherter Freilauf sollten sorgfältig aufgebaut werden.

Alleinbleiben

Kann mit geduldigem Training oft lernen, für begrenzte Zeit alleine zu bleiben. Längere Isolation passt jedoch meist nicht gut zu dieser menschenbezogenen und aktiven Rasse.

Trotz seines meist angenehmen Wesens bleibt er ein Hund mit jagdlicher Veranlagung. Charakter, Alltagstauglichkeit und Verträglichkeit hängen wie immer auch von Herkunft, Sozialisierung, Training und individueller Persönlichkeit ab.

Alltag & Haltung

Familie

Bei guter Auslastung, enger Einbindung und verlässlicher Erziehung kann der Altdänische Vorstehhund ein angenehmer Familienhund sein. Er passt aber meist besser zu aktiven Haushalten, die seinen Bewegungs und Beschäftigungsbedarf ernst nehmen und mit jagdlichem Verhalten verantwortungsvoll umgehen.

Wohnung

Ja

Anfänger

Nur eingeschränkt geeignet. Anfänger mit viel Zeit, Lernbereitschaft und Unterstützung durch Hundeschule oder Trainer können mit ihm zurechtkommen, einfacher ist die Rasse aber meist für Menschen mit Interesse an jagdnaher oder sportlicher Auslastung und etwas Hundeerfahrung.

Bewegungsbedarf

Hoch. Tägliche ausgedehnte Spaziergänge, Nasenarbeit, Suchaufgaben und strukturierte Beschäftigung sind wichtig. Reine Kurzrunden reichen in der Regel nicht aus.

Hitzeverträglichkeit

Mittel. Bei warmem Wetter sollten Aktivität und Training angepasst werden, besonders bei intensiver Bewegung im Freien.

Kälteverträglichkeit

Gut. Gemäßigtes kühles Wetter wird meist ordentlich vertragen, bei Nässe, Wind und längeren Ruhephasen braucht aber auch dieser Hund angemessenen Schutz.

Reisetauglichkeit

Oft ordentlich, wenn der Hund früh an Auto, neue Umgebungen und Ruhephasen gewöhnt wird. Ohne Gewöhnung oder bei mangelnder Auslastung kann Reisen anstrengender sein.

  • Begleithund
  • Familienhund
  • Jagdhund

Sozialverhalten

Menschen

Meist freundlich, offen und anhänglich gegenüber vertrauten Menschen. Fremden begegnet er häufig höflich bis zurückhaltend, ohne unnötige Schärfe.

Kinder

Bei guter Sozialisierung und respektvollem Umgang oft verträglich mit Kindern. Wegen Größe, Energie und Temperament sollten Begegnungen dennoch begleitet und Regeln auf beiden Seiten eingehalten werden.

Andere Hunde

Oft gut sozial verträglich, besonders bei früher Gewöhnung. Im Einzelfall spielen Geschlecht, Erfahrung und Führung eine wichtige Rolle.

Pflege

Pflegeart

Kurzes bis mittellanges, dichtes Fell

Pflegeintervall

1-2 mal pro Woche, im Fellwechsel häufiger

Fellpflege

Mittel

Haaren

Mittel bis stark

Sabbern

Gering

Pflegeaufwand

Mittel

  • Fell regelmäßig bürsten
  • Krallen kontrollieren und bei Bedarf kürzen
  • Ohren regelmäßig kontrollieren und sauber halten
  • Pfoten nach Arbeit im Feld oder Wald kontrollieren
  • Während des Fellwechsels häufiger lose Haare entfernen
  • Zähne regelmäßig pflegen
  • Das Fell ist pflegeleicht, sollte aber wegen des dichten Haarkleids regelmäßig gebürstet werden.
  • Hängende Ohren sollten nach Spaziergängen und bei Feuchtigkeit besonders kontrolliert werden.
  • Nach Einsätzen in unwegsamem Gelände Fell, Pfoten und Haut auf Schmutz, Kletten und kleine Verletzungen prüfen.
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Ernährung & Kalorien

Auf eine ausgewogene, dem Alter und Aktivitätsniveau angepasste Ernährung achten. Als großer, aktiver Jagd- und Gebrauchshund profitiert die Rasse meist von hochwertigem Futter mit guter Proteinqualität. Tagesrationen sollten dem Trainings- und Bewegungsumfang angepasst und zur besseren Verträglichkeit nach Möglichkeit auf mindestens zwei Mahlzeiten verteilt werden. Das Körpergewicht sollte regelmäßig kontrolliert werden, da sowohl Über- als auch Unterversorgung die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen können. Frisches Wasser sollte jederzeit zur Verfügung stehen.

ReferenzgewichtAktivitätKalorien pro Tag
25 kgAktiv1650 kcal
25 kgInaktiv1100 kcal
25 kgNormal1350 kcal
30 kgAktiv1900 kcal
30 kgInaktiv1250 kcal
30 kgNormal1550 kcal
35 kgAktiv2150 kcal
35 kgInaktiv1400 kcal
35 kgNormal1750 kcal

Die Werte sind grobe Orientierungen und ersetzen keine tierärztliche Ernährungsberatung.

Beschäftigung & Sport

  • Apportierarbeit
  • ausgedehnte Spaziergänge
  • Dummyarbeit
  • Fährtenarbeit
  • Gehorsamstraining
  • Nasenarbeit
  • Suchspiele

Passende Aktivitäten

DummytrainingFährtenarbeitJoggenMantrailingObedienceWandern

Geschichte des Altdänischen Vorstehhunds

Der Altdänische Vorstehhund entstand in Dänemark als vielseitiger Jagdhund. Als Begründer der Rasse gilt Morten Bak, der im 18. Jahrhundert über mehrere Jahre örtliche Hunde mit gefleckten Jagdhunden kreuzte, um einen ausdauernden, ruhigen und kräftigen Vorstehhund zu schaffen.

Die Rasse wurde vor allem für die Feldjagd geschätzt und blieb lange überwiegend in Dänemark verbreitet. International ist sie bis heute vergleichsweise selten. Die offizielle Anerkennung durch die FCI erfolgte im 20. Jahrhundert.

  1. 1710

    Morten Bak beginnt in Dänemark mit der planmäßigen Zucht eines kräftigen und ruhigen Vorstehhunds, aus dem der Altdänische Vorstehhund hervorgeht.

  2. 1937

    Die Rasse wird von der FCI offiziell anerkannt.

Gesundheit

Tierarztkosten: Mittel

Der Altdänische Vorstehhund gilt insgesamt als robuste und arbeitsfähige Hunderasse. Wie bei mittelgroßen bis großen Jagdhunderassen können jedoch rassetypische Risiken im Bewegungsapparat, an den Ohren sowie vereinzelt an Augen und Haut auftreten. Bei angemessener Bewegung, kontrollierter Fütterung, Gewichtskontrolle und regelmäßigen tierärztlichen Untersuchungen zeigt die Rasse häufig ein stabiles Gesundheitsbild.

Die Lebenserwartung liegt häufig im mittleren bis guten Bereich für einen mittelgroßen bis großen Hund. Gesundheitsvorsorge, angepasste Auslastung und frühzeitige Kontrollen bei Auffälligkeiten können den allgemeinen Gesundheitsverlauf positiv unterstützen.

Hüftgelenksdysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Bei dieser Rasse kann wie bei anderen größeren Hunden ein erhöhtes Risiko für Fehlentwicklungen der Hüftgelenke bestehen. Das kann sich auf Bewegungsfreude, Belastbarkeit und Komfort im Alltag auswirken.

Prävention: Auf kontrolliertes Wachstum im Junghundealter achten, Übergewicht vermeiden, gelenkschonende Bewegung fördern und Zuchttiere nach gesundheitlichen Standards auswählen.

Ellenbogendysplasie

MittelGenetisches Risiko: Ja

Erkrankungen im Bereich des Ellenbogengelenks können bei aktiven, mittelgroßen bis großen Hunden vorkommen. Mögliche Folgen sind eingeschränkte Belastbarkeit und wiederkehrende Lahmheiten.

Prävention: Gleichmäßige Belastung im Wachstum, angepasstes Körpergewicht, keine übermäßige Sprungbelastung im Junghundealter und gesundheitsorientierte Zuchtauswahl unterstützen die Vorsorge.

Ohrentzündungen

MittelGenetisches Risiko: Nein

Bei Hunden mit anliegenden Ohren können Belüftung und Feuchtigkeit im Gehörgang eine Rolle spielen. Das kann die Neigung zu Reizungen oder Entzündungen der Ohren begünstigen.

Prävention: Ohren regelmäßig kontrollieren, nach Nässe sorgfältig trocknen und Verschmutzungen schonend entfernen. Bei wiederkehrenden Reizungen tierärztlich abklären lassen.

Magendrehung

HochGenetisches Risiko: Nein

Bei tiefbrüstigen Hunden kann ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung bestehen. Es handelt sich um ein akutes Geschehen, das bei größeren Hunderassen beachtet wird.

Prävention: Futterportionen aufteilen, hastiges Fressen vermeiden, starke Belastung direkt vor und nach dem Fressen reduzieren und bei auffälligem Bauchumfang oder Unruhe rasch tierärztlich reagieren.

Augenreizungen und Lidveränderungen

NiedrigGenetisches Risiko: Ja

Bei einzelnen Linien können Augen- oder Lidprobleme vorkommen. Im jagdlichen Einsatz können zusätzlich Staub, Samen oder kleine Fremdkörper Reizungen begünstigen.

Prävention: Augen regelmäßig kontrollieren, nach Arbeit im Feld auf Fremdkörper achten und Auffälligkeiten frühzeitig tierärztlich beurteilen lassen.

Hautreizungen und Allergieneigung

NiedrigGenetisches Risiko: Nein

Wie bei vielen aktiven Hunden können Hautreizungen durch Umweltfaktoren, Parasiten oder individuelle Empfindlichkeiten auftreten. Das zeigt sich mitunter an Juckreiz, Rötungen oder wiederkehrenden Irritationen.

Prävention: Fell und Haut regelmäßig kontrollieren, Parasitenprophylaxe durchführen, Haut nach Outdoor-Aktivitäten prüfen und Futterumstellungen behutsam vornehmen.

  • Gelenkbelastung im Wachstum
  • Hitze
  • Ohren
  • Übergewicht
  • Augen, Pfoten und Haut sollten nach jagdlicher oder intensiver Outdoor-Aktivität auf Reizungen, Fremdkörper und kleine Verletzungen überprüft werden.
  • Bei tiefbrüstigem Körperbau kann eine Beratung zur Fütterungsroutine und Belastungssteuerung rund um Mahlzeiten hilfreich sein.
  • Die Ohren sollten besonders nach Schwimmen, Regen oder Arbeit im Feld regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gepflegt werden.
  • Gewichtskontrolle und angepasste Fütterung sind wichtig, um Gelenke und allgemeine Belastbarkeit zu unterstützen.
  • Regelmäßige orthopädische Kontrollen im Wachstum und bei sportlich geführten Hunden können sinnvoll sein, insbesondere bei Auffälligkeiten im Gangbild.

Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose. Bei Beschwerden sollte immer eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Versicherung

Empfohlene Absicherung

Vollschutz oder mindestens OP-Versicherung

Kurzempfehlung

Für den Altdänischen Vorstehhund kann je nach Budget ein Vollschutz oder mindestens eine OP-Versicherung sinnvoll sein.

Der Altdänische Vorstehhund ist ein großer, aktiver Jagd- und Gebrauchshund. Bei größeren und bewegungsfreudigen Hunden können sowohl unfallbedingte Verletzungen als auch Erkrankungen des Bewegungsapparats mit höheren Behandlungskosten verbunden sein. Hinzu kommen mögliche rassetypische Risiken, bei denen Diagnostik, längere Behandlungen oder operative Eingriffe relevant werden können. Ein Vollschutz kann laufende Tierarztkosten breiter abdecken, während eine OP-Versicherung vor allem bei teuren chirurgischen Eingriffen eine sinnvolle Absicherung darstellen kann.

  • Bei tiefbrüstigen, größeren Hunden können akute Notfälle wie eine Magendrehung mit sehr hohen OP-Kosten verbunden sein.
  • Bildgebende Diagnostik, Narkosen und Nachbehandlungen können bei größeren Hunden insgesamt höhere Tierarztkosten verursachen.
  • Das hohe Aktivitätsniveau kann mit einem erhöhten Verletzungsrisiko im Alltag, beim Training oder im jagdlichen Einsatz verbunden sein.
  • Die große Körpergröße kann das Risiko für kostenintensive orthopädische Erkrankungen und Behandlungen erhöhen.
  • Eine Magendrehung stellt einen akuten Notfall dar und ist häufig mit hohen Kosten für Operation und stationäre Versorgung verbunden.
  • Ohren-, Haut- oder augenbezogene Beschwerden können wiederkehrend auftreten und über die Zeit laufende Behandlungskosten verursachen.
  • Orthopädische Beschwerden wie Gelenkprobleme oder Lahmheiten können umfangreiche Diagnostik und längere Behandlungen erfordern.
  • Unfallverletzungen durch hohe Aktivität, etwa an Bändern, Pfoten oder Muskulatur, können operative oder wiederholte tierärztliche Maßnahmen nach sich ziehen.
  • Bei Vollschutz kann auf enthaltene Leistungen für Diagnostik, bildgebende Verfahren und Behandlungen des Bewegungsapparats geachtet werden.
  • Ein Tarif mit guter Kostenübernahme für Operationen einschließlich Narkose, Klinikaufenthalt und Nachsorge kann sinnvoll sein.
  • Eine ausreichend hohe jährliche Erstattung kann hilfreich sein, wenn mehrere Behandlungen oder ein größerer Eingriff im selben Jahr anfallen.
  • Kurze oder klar geregelte Wartezeiten können vorteilhaft sein, wenn die Absicherung früh im Leben des Hundes abgeschlossen wird.
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